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Versuch einer Standortbestimmung anhand der biografischen Langzeitstudie "Spuren der Macht" von Herlinde Koelbl

Das Medium Foto als Untersuchungsgegenstand qualitativer Sozialforschung?

Titre: Versuch einer Standortbestimmung anhand der biografischen Langzeitstudie "Spuren der Macht" von Herlinde Koelbl

Dossier / Travail de Séminaire , 2003 , 25 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Marius Stelzer (Auteur)

Pédagogie - Théorie de la science, Anthropologie
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Einleitung

Während ich die erste Literatur zu dieser Seminararbeit sichtete und querlas, kam mir, ausgehend von den Gedankengängen Burkhard FUHS1 die Idee, diese Arbeit nicht nur in einem theoretischen Kontext zu belassen, sondern wesentliche Problempunkte der Fragestellung anhand der Langzeitstudie Herlinde KOELBLS „Spuren der Macht. Die Verwandlung des Menschen durch das Amt“ zu eruieren. KOELBL hat von 1991 bis 1998 einschlägige Personen des gesellschafts- und wirtschaftspolitischen Lebens in Deutschland fotografiert und lieferte 1999 einen beachtlichen Bildband aus, in dem neben den Fotografien auch die Interviews (gehalten während der einzelnen Fototermine) enthalten sind. Das Buchprojekt ist daher für das Anliegen dieser Arbeit ein Glücksfall, denn der ausschließliche Bezug auf methodische Aspekte der Fotografie in der Sozialforschung würde dem Seminarthema „Biografieforschung“ nicht gerecht werden. Der Bezug auf das KOELBL-Projekt kompensiert diesen Sachverhalt und gibt zudem – neben aller Theorie in der qualitativen Forschung – angemessene Möglichkeiten, die Theorien greifbar werden zu lassen.

Die Struktur der Arbeit ist demnach eine Zweiteilung: Zunächst geht es grundsätzlich um Methoden qualitativer Sozialforschung. Schwerpunkt dieser Ausführungen ist die Darstellung des Prinzips der Triangulation. Ein besonderer Akzent liegt dem Thema dieser Arbeit gemäß in der Schilderung der Besonderheiten des Mediums „Fotografie“.

Die Fragen und Erkenntnisse werden im zweiten Teil der Arbeit angewendet. Ich habe aus dem Bildband „Spuren der Macht“ die Portraitfotos mit dem Außenpolitiker Joschka FISCHER (B’90 – Die Grünen) ausgewählt. Anhand dieser Aufnahmen - gekoppelt mit Interviewstatements und biografischen Fakten - soll überprüft werden, ob die Erkenntnisse des ersten Teils der Arbeit in diesem speziellen Fall „greifen“. Dabei soll es keine Rolle spielen, ob KOELBL reflektiv gearbeitet hat, dass ihr also die wesentliche Methodik qualitativer Sozialforschung bewusst war.

Eine abschließende Bewertung der Fotostudie unter Berücksichtigung der Arbeitsergebnisse (also unter sozialwissenschaftlich-empririschen Gesichtspunkten) und unter Einbezug ausgewählter Rezensionen in der Presse schließt die Arbeit ab.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Methoden der qualitativen Sozialforschung

3. Das Prinzip der Triangulation in der qualitativen Sozialforschung

4. Das Medium „Foto“ in der qualitativen Sozialforschung.

5. Konkretisierung: Spuren der Macht

5.1 Das Projekt

5.2 Die Autorin

5.3 Das Forschungsdesign

5.4 Joschka FISCHER - Kurzbiografie

5.5 Fotos

6. Einschätzung des Projektes nach sozialwiss. Maßstab

7. Schluss

8. Literatur

9. Anhang

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Medium „Foto“ als Untersuchungsgegenstand der qualitativen Sozialforschung und analysiert, inwieweit fotografische Aufnahmen in Verbindung mit Interviews als methodisches Werkzeug zur Rekonstruktion sozialer Realität und individueller Entwicklungsprozesse dienen können, illustriert anhand der Langzeitstudie „Spuren der Macht“ von Herlinde Koelbl am Beispiel des Politikers Joschka Fischer.

  • Grundlagen qualitativer Forschungsmethoden
  • Das Prinzip der Triangulation
  • Leistungspotenzial und Einsatzmöglichkeiten der Fotografie in der Sozialforschung
  • Anwendung methodischer Erkenntnisse auf die Langzeitstudie „Spuren der Macht“
  • Interpretation visueller Daten im Kontext biografischer Entwicklung

Auszug aus dem Buch

3. Das Prinzip der Triangulation in der qualitativen Sozialforschung

Der Begriff „Triangulation“ entwickelte sich aus der Verwendung für geografische Sachverhalte (vor allem Landvermessung, Militärnavigation) heraus. Im geografischen Kontext ist dieser Begriff eine Methode zur exakten Bestimmung eines Standortes. Ein Standort, ein Punkt lässt sich eben genau durch drei Messangaben definieren: Ausgehend von einem Nullpunkt ( beispielsweise in einem Koordinatensystem) bestimmen Länge, Breite und Höhe, also die Längenangaben auf den Achsen der räumlichen Dimensionen einen Punkt in diesem Raum. Dieser Punkt ist nur mittels dieser drei Angaben bestimmbar; nur die Angabe einer Achse eines Kordiatensystems hilft zu Bestimmung nicht weiter. Zwei Messdaten lassen die Lage des Punktes unscharf erahnen. Mit der dritten Angabe wird der Punkt genau bestimmt.

In der qualitativen Statistik gibt es zwei Formen der Triangulation: Eine Ausprägung ist sieht im Prinzip so aus, dass mittels zwei oder mehr Methoden möglichst kongruente Daten erfasst werden. Auch hier gilt: „Aller guten Dinge sind drei“, wenn es darum geht, valide, also zuverlässige Ergebnisse zu bekommen. Das Problem besteht darin, dass es sein kann, dass der Wahrheitsgehalt selbst in kongruenten Fällen, also wenn die Messergebnisse aller drei Methoden übereinstimmen, nicht richtig ist, da ja auch Meßartefakte zu kongruenten Ergebnissen führen könnten (das Ergebnis einer solchen Methode würde nicht mit denen der anderen Meßtechniken übereinstimmen, wenn man denn richtig gemessen hätte).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung erläutert die Zielsetzung der Arbeit, die Langzeitstudie von Herlinde Koelbl als praktisches Beispiel für qualitative Forschungsmethoden zu nutzen.

2. Methoden der qualitativen Sozialforschung: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über das uneinheitliche Methodenspektrum der qualitativen Forschung und führt den Begriff des Methodenverbunds ein.

3. Das Prinzip der Triangulation in der qualitativen Sozialforschung: Hier wird das Konzept der Triangulation erläutert, das durch den Einsatz mehrerer Methoden die Validität von Forschungsergebnissen erhöhen soll.

4. Das Medium „Foto“ in der qualitativen Sozialforschung.: Dieses Kapitel untersucht die Fotografie als bedeutungsreichen Medientext und diskutiert ihr Potenzial für die sozialwissenschaftliche Analyse.

5. Konkretisierung: Spuren der Macht: Der Praxisteil stellt das Forschungsprojekt von Herlinde Koelbl vor und analysiert die Portraits von Joschka Fischer im Kontext der Fragestellung.

6. Einschätzung des Projektes nach sozialwiss. Maßstab: Dieses Kapitel bewertet Koelbls Langzeitstudie unter qualitativen Gesichtspunkten und unter Einbeziehung von Rezensionen.

7. Schluss: Das Fazit fasst zusammen, dass die Fotografie als ergänzende Quelle in der qualitativen Sozialforschung einen wichtigen Beitrag zur Wissensgenerierung leistet, sofern sie methodisch reflektiert eingesetzt wird.

8. Literatur: Verzeichnis der verwendeten Quellen und Literatur.

9. Anhang: Enthält ergänzende Informationen zur Kurzbiografie von Joschka Fischer.

Schlüsselwörter

Qualitative Sozialforschung, Triangulation, Fotografie, Biografieforschung, Spuren der Macht, Herlinde Koelbl, Joschka Fischer, Methodenverbund, Bildinterpretation, Soziale Realität, Medientext, Langzeitstudie, Körpersprache, Hermeneutik, Dokumentation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Eignung der Fotografie als Gegenstand und Methode in der qualitativen Sozialforschung, insbesondere im Bereich der Biografieforschung.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zentrale Felder sind die methodischen Grundlagen qualitativer Forschung, das Konzept der Triangulation, die theoretische Einordnung der Fotografie als interpretierbarer Medientext und die praktische Anwendung an einer Langzeitstudie.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es zu eruieren, wie Fotografien in Kombination mit anderen Quellen (Interviews) dazu beitragen können, komplexe soziale Realitäten und biografische Entwicklungsprozesse verstehbar zu machen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor nutzt eine theoretische Aufarbeitung qualitativer Forschungsmethoden und wendet diese im Sinne der Triangulation auf das Fallbeispiel der Langzeitstudie „Spuren der Macht“ an.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Ausführungen zu qualitativen Methoden und Triangulation, eine Analyse des Mediums Foto, die Vorstellung und Anwendung auf das Projekt von Herlinde Koelbl sowie eine kritische Einschätzung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Qualitative Sozialforschung, Triangulation, Fotografie, Biografieforschung und die konkrete Langzeitstudie „Spuren der Macht“.

Welche Rolle spielen die Interviews in der Studie von Herlinde Koelbl?

Laut der Arbeit sind die Interviews essenziell, da sie den visuellen Eindruck der Fotografien kontextualisieren und erst die notwendige Tiefenschärfe für eine Analyse der biographischen Entwicklung der Portraitierten liefern.

Wie bewertet der Autor den Erkenntniswert der Fotografie für die Sozialwissenschaft?

Der Autor sieht in der Fotografie eine wertvolle Quelle, betont jedoch, dass sie nicht isoliert betrachtet werden darf, sondern im Verbund mit textlichen Quellen im Sinne einer triangulatorischen Analyse ausgewertet werden muss.

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Résumé des informations

Titre
Versuch einer Standortbestimmung anhand der biografischen Langzeitstudie "Spuren der Macht" von Herlinde Koelbl
Sous-titre
Das Medium Foto als Untersuchungsgegenstand qualitativer Sozialforschung?
Université
University of Münster  (Inst. für Sozialpädagogiik, Weiterbildung und empirische Pädagogik)
Cours
Qualitative Forschungsmethoden: Biografieforschung
Note
1,3
Auteur
Marius Stelzer (Auteur)
Année de publication
2003
Pages
25
N° de catalogue
V12858
ISBN (ebook)
9783638186513
ISBN (Livre)
9783656753766
Langue
allemand
mots-clé
Qualitative Sozialforschung Biografie Triangulation Fotografie
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Marius Stelzer (Auteur), 2003, Versuch einer Standortbestimmung anhand der biografischen Langzeitstudie "Spuren der Macht" von Herlinde Koelbl, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/12858
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Extrait de  25  pages
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