- Bewertung rückblickend auf den abgelaufenen Prozess
Selbstregualtion à Aktionale Phase Gründe:
- Selbstregulation setzt am Handeln an, beeinflusst dieses
- Verstärkt das Ausführen der eigentlichen Tätigkeit um das Ziel zu erreichen
Ggf. auch Prädezisionale, bei z.B. beim Prozess des Bewertensà Modulation der Zieleà wenn ich Ziel nicht erreiche, wähle ich beim nächsten mal, leichtere Ziele
3. THEORIE DER HANDLUNGSKONTROLLE VON KUHL
• 2 Fragekomplexe: Wie kommt es zur Initiierung von Handlungen, v.a. wann wird eine Handlung in Angriff genommen
• Wie werden Handlungen beibehalten, d.h. welche Prozesse unterstützen die Durchführung einer Tätigkeit bis zur Beendigung
• àAnwendung wenn MA = großen Handlungsspielraum (selbständig entscheiden wann & wie Aufgaben zu erledigen sind)
• Realisierung der Ziele: gefährdet durch Vielzahl gleichzeitig zu bewältigender Aufgaben
• Theorie d. HK: 7 verschiedene Prozesse, die die Initiierung von Handlungen und die Realisierung der damit verbundenen Ziele fördern können
1. Aufmerksamkeitskontrolle
• Aufmerksamkeit richtet sich auf solche Infos, die zur Realisierung augenblicklich angestrebter Ziele förderlich sind.
• Selektive Aufmerksamkeit wirkt über Wahrnehmungsfilter, die Irrelevantes oder „Verführerisches“ automatisch ausblenden
2. Enkodierkontrolle
• Von den aufgenommenen Infos: vertiefte Bearbeitung derjeniger, die mit Ziel in Verbindung stehen
3. Emotionskontrolle
• Manche Emotionen besonders förderlich bei Realisierung von Zielen
• Können willentlich hervorgerufen werden, sofern ihrer handlungsunterstützenden Wirkung bewusst
• Besondere Relevanz: Dienstleistungsbereich: Freundlichkeit, Begeisterung: wesentlicher Bestandteil der Tätigkeit
4. Motivationskontrolle
• Während Handlungsausführung Probleme oder Widerstände: Erhöhung der Motivation durch erneute Vergegenwärtigung günstiger Erwartungen oder pos. Anreize, die mit dem Erreichen verbunden sind
• Andere Möglichkeit: Konzentration auf Informationen, die die Entscheidung stützen & Ausblenden nachteiliger Aspekte (!!!)
5. Umweltkontrolle
• Schutz vor unerwünschten „Versuchungen“
• Bsp.: ablenkende Gegenstände aus der Umgebung entfernen (Wer z.B. abnehmen will, muss Süßigkeiten etc. aus der Wohnung entfernen)
6. sparsame Informationsverarbeitung
• um zum Handeln zu kommen sollten Erwartungs-Wert-Aspekte der Handlungsergebnisse nicht zu ausführlich elaboriert werden
• d.h. Handlungsalternativen nicht allzu lange gegeneinander abwägen
7. Misserfolgsbewältigung
• Ausgiebige Ursachenforschung nach Misserfolgen blockieren neue Handlungen
• Zur Vermeidung von Misserfolgen kann es gelegentlich günstiger sein, hoch gesteckte Ziele zu revidieren
4. MECHANISMEN DER SELBSTREGULATION NACH
BANDURA
- Modell beschreibt 3 Aufeinaderfolgende, auf sich selbst bezogenen Prozesse
- In BEOBACHTUNGSPHASE wird das eigene Verhalten im situativen Kontext registriert
- In der BEWERTUNGSPHASE kommt es zu einem Abgleich zwischen Selbstbeobachtung und einem Anspruchsniveau bzw. Ziel
- In der SELBSTREAKTIONSPHASE treten positive Selbstbekräftigungen auf, wenn das Ziel erreicht bzw. übertroffen wurde, oder negative Selbstbekräftigung wenn nicht.
Selbstbeobachtung:
- ist Abhängig von:
des eigenen Handelns in bestimmten Situationen
- in Abhängigkeit von angestrebten Zielen wird die Aufmerksamkeit selektiv auf bestimmte Aspekte des Handelns gelenkt
- scheinbar Unwichtiges wird außer acht gelassen
- die Auswahl wird beeinflusst durch aktuelle Stimmungen, Selbstbild
- 2 wichtige Funktionen:
• Keine Ziele
Selbstbewertung:
- 1. Orientierung an persönlichen Standards (Vergleich beobachtetes mit persönlichen Standards)
persönliche Standards = eigene Maßstäbe die an Verhalten angelegt werden
o
Beobachtung von Reaktionen, die für den Betreffenden wichtige
- 2. Weiterhin kann die Selbstbewertung auch mit Hilfe der Beobachtung von selbst gesetzten Zielen erfolgen
- Dies ist besonders wichtig bei arbeiten die weitgehend Autonom ausgeübt und schwer zu kontrollieren sind
§ Das selbe Außendienst
Selbstreaktion:
- der Vergleich von Selbstbeobachtung mit persönlichen Standards führt zu selbstbekräftingende Reaktionen
- diese sind letztendliche für die Beibehaltung bzw. Änderung des Verhaltens verantwortlich
- je nachdem ob Standards erreicht oder nicht, (Belohnung oder Bestrafung) positive oder negative selbstbekräftingende Reaktion
- im beruflichen Alltag sind Selbstbekräftigungen besonders dann zu erwarten wenn eine hohe Zielbindung bzw. Bindung an die Organisation vorhanden sind
- wichtigste Formen: materielle Belohnungen, selbstbewertende affektive oder kognitive Reaktionen
- Materielle Selbstbelohnungen können verschiedenste Formen annehmen, z.B. die Zigarette danach, Einkaufsbummel….“Belohnungsrituale“
• Affektive Reaktionen: Stolz & Zufriedenheit nach Realisierung von Zielen; Unzufriedenheit & Scham nach Misserfolgen
• Wirkung von Zufriedenheit à Anreiz für zukünftige Zielrealisierungen
- Kognitive Reaktionen: Erleben von Selbstwirksamkeit (nach erfolgreicher Bewältigung von Aufgaben, steigt Vertrauen, auch künftige, vergleichbare Aufgaben bewältigen zu können)
- Werden solche Belohnungen unmittelbar nach der entsprechenden Handlung verabreicht, steigt die WSK das in ähnlichen Situation dieses Verhalten wieder gezeigt wird
Wann führt Selbstbeobachtung zu Selbstreaktion?
1. Zeitliche Nähe zum Verhalten 2. Informationsgehalt der Beobachtung 3. Änderungsmotivation
5. EINBINDUNG DER ZIELSETZUNGSTHEORIE VON LOCKE
& LATHAM
Bild einfügen (Zielsetzungstheorie Locke & Latham)
- Eine Änderung des Verhaltens nur dann möglich, wenn das Verhalten vorher beobachtet wurde
- Beobachtung = Vergleich des Beobachteten mit persönlichen Standards
- Vergleich erfordert Präzision, diese erreiche ich mit Hilfe von Zielvereinbarungen im Sinne von Locke & Latham
- Ziele müssen konkret sein, klar formuliert à führt zu besserer Leistung, Bsp. Verkaufe 100 Abonnements, besser als verkaufe Abonnements (erinnert euch an Übung von Claudi und Flo)
- klare Kriterien à ermöglichen Zielgerichtetes vorgehen à außerdem lässt sich Erfolg besser erkennen (motivierender Effekt)
- Zielbindung (Stimmt Ziel mit meinen Vorstellungen überein) à größere Leistung
- Schwierigkeit: Je schwierigere Ziele ich mir setzte, desto größer Erfolg, ABER Realistisch
- Selbstwirksamkeit: Leute schätzen sich dahingehend ein, was kann ich, was bin ich im Stande zu leisten.
- Je größer Selbstwirksamkeit, desto schwierigere Ziele wähle ich. Außerdem steigt Zielbindung mit größerer Selbstwirksamkeit
- Feedback: während & nach dem Handlungsprozess à erhöht >Leistung
- relevant bei ZIELBEWERTUNG
6.1 RELEVANZ DER SR FÜR MITARBEITER IN MODERNEN,
FLACHEN ORGANISATIONEN
• Theorie der Selbstregulation erhält ihre Bedeutung für die Praxis über das Training der damit verknüpften Fähigkeiten
• Richteten sich bislang vorwiegend an Führungskräfte (spezielle Form: Zeitmanagement)
• Letzten Jahre à Konkurrenzsituation, Globalität der Märkte, Innovationsdruck dadurch Reorganisation von Unternehmen; „Verschlankung“
• Verlagerung von Kompetenzen nach unten à das erfordert MA, die eigenverantwortlich, flexibel und weitgehend selbständig im Interesse der Firma handeln
• Dadurch rückt Führung als Kontrollaufgabe immer mehr in den Hintergrund, damit ist gemeint, die Kontroller jeder einzelnen Tätigkeit fällt weg
• Durch Prozessbegleitung und er vereinbarten Ziele kann kontrolliert werden, ob der MA sein Zielsetzung erreicht bzw. einen richtigen Weg gewählt hat
• Zur Vorbereitung auf solche Aufgaben, Selbstregulationstrainings geeignete Übungsbausteine
• Diese Trainings umfassen 6 Komponenten: (ja nach Fragestellung unterschiedl. gewichtet)
6.2 KOMPONENTEN EINES SM-TRAININGS
1. Selbsteinschätzung
• Grundlage eines Selbstmanagement-Trainings
Arbeit zitieren:
Thomas Kuthe, Andreas Logk, 2003, Selbstmanagement und Selbstregulation, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Das 4CID-Modell am Beispiel 'BildungswissenschaftlerIn im Bereich ...
Hausarbeit, 21 Seiten
Das Bildungswesen und die Chancen(un)gleichheit
Politik - Didaktik, politische Bildung
Hausarbeit (Hauptseminar), 13 Seiten
Herausforderung Change Management - Promotoren erfolgreicher Veränderu...
BWL - Unternehmensführung, Management, Organisation
Bachelorarbeit, 65 Seiten
Selbstmanagement als essentielles Element effektiver Führung: Zeitmana...
BWL - Unternehmensführung, Management, Organisation
Hausarbeit (Hauptseminar), 23 Seiten
Frauenpolitik in Deutschland: Gleichstellung oder Gesellschaftsverände...
Politik - Politische Theorie und Ideengeschichte
Hausarbeit, 18 Seiten
Führung im Wandel - Die Rolle der Führungskräfte im Change Management
BWL - Unternehmensführung, Management, Organisation
Masterarbeit, 118 Seiten
Klärung von Kommunikationsstörungen - Emotionale Intelligenz
BWL - Personal und Organisation
Hausarbeit, 16 Seiten
Lebensziele und Lebensängste von Jugendlichen
Soziologie - Kinder und Jugend
Hausarbeit (Hauptseminar), 20 Seiten
Das deutsche Bauerntum im Spätmittelalter am Abend der Krise
Geschichte Europa - and. Länder - Mittelalter, Frühe Neuzeit
Hausarbeit (Hauptseminar), 28 Seiten
Konzeption, Planung und Durchführung einer Trainingsmaßnahme
Eine reflektierende Dokumentat...
Praktikumsbericht / -arbeit, 19 Seiten
Geistliche Personengruppen - die historische Entwicklung kirchlicher Ä...
Theologie - Historische Theologie, Kirchengeschichte
Seminararbeit, 19 Seiten
Geschichte Europa - and. Länder - Mittelalter, Frühe Neuzeit
Hausarbeit (Hauptseminar), 19 Seiten
Betriebliches Stressmanagement -Techniken zur Reduzierung von Stress
BWL - Personal und Organisation
Hausarbeit, 24 Seiten
Kommunikation nach Innen - Führungsstil und Motivation
Hausarbeit, 14 Seiten
Zur Bedeutung von Paradigmen u...
Soziologie - Arbeit, Beruf, Ausbildung, Organisation
Hausarbeit, 23 Seiten
Thomas Kuthe hat den Text Selbstmanagement und Selbstregulation veröffentlicht
Thomas Kuthe hat einen neuen Text hochgeladen
Teleologische Erklärung, Funktionalanalyse und Selbstregulation. Teleo...
Teleologische Erklärung, Funkt...
Matthias Varga von Kibed
Diagnostik von Selbstkonzept, Lernmotivation und Selbstregulation
Joachim Stiensmeier-Pelster, Falko Rheinberg
Selbstregulation, Autonomie und Gesundheit
Krankheitsfaktoren und soziale...
Ronald Grossarth-Maticek
Förderung von Problemlösekompetenzen in Verbindung mit Selbstregulatio...
Wirkungsanalysen von Lehrerfor...
Christina Collet
Ein Lehrbuch für die klinische...
Frederick H. Kanfer, Hans Reinecker, Dieter Schmelzer
0 Kommentare