Vorwort
Im Rahmen der Fachweiterbildung zur Leitung einer Pflege- oder Funktionseinheit im Gesundheitswesen wird unter anderem die Erstellung einer Hausarbeit gefordert.
Da ich als Fachkrankenpfleger für den operativen Funktionsdienst im Zentral-OP des St. Nikolaus Stiftshospital Andernach arbeite, sollte für mich die Hausarbeit einen Bezug zu meiner täglichen Arbeit haben und für die OP-Abteilung von Nutzen sein. Ein Außenstehender, der die Arbeit und die Abläufe in einem OP nicht kennt, sollte das Thema und meine Ausführungen dazu nachvollziehen können.
Nachdem wir uns im Unterricht über Expertenstandards unterhalten haben, war für mich das Thema schnell gefunden. Der Expertenstandard “Dekubitusprophylaxe in der Pflege” sollte meines Erachtens nach auch im OP thematisiert bzw. umgesetzt werden.
Bei meinen Recherchen musste ich jedoch schnell erkennen, das das Thema Dekubitus und dessen ursächliche Entstehung im OP in der Literatur kaum behandelt wird. In der Regel sind es Hersteller von Lagerungshilfsmitteln, die hierzu Informationen bereitstellen.
Diese Tatsache hat mich in meiner Meinung bestätigt, das die Entstehung eines Dekubitus unter einer OP viel zu wenig thematisiert wird. Gerade professionell Pflegende in diesem Bereich sollten sich immer wieder bewusst machen, wie wichtig eine gute Dekubitusprophylase im OP ist, damit der Patient vor schwerwiegenden Schäden geschützt wird.
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Abbildungsverzeichnis
Abb 1 Dekubitus Grad 1 Seite 9
(Quelle S M Informationen zur Dekubitusprophylaxe)
Abb 2 Dekubitus Grad 2 Seite 9
(Quelle http: www therapie-decker de Wundmanagemend1 html)
Abb 3 Dekubitus Grad 3 Seite 10
(Quelle S M Informationen zur Dekubitusprophylaxe)
Abb 4 Dekubitus Grad 4 Seite 10
(Quelle S M Informationen zur Dekubitusprophylaxe)
Abb 5 Gefährdete Körperstellen Seite 12
(Quelle S M Informationen zur Dekubitusprophylaxe)
Abb 6 Gelmatten Seite 17
(Quelle S M Informationen zur Dekubitusprophylaxe)
Abb 7 Gelmatratze Seite 17
(Quelle S M Informationen zur Dekubitusprophylaxe)
Abb 8 Auflagedruckmessung für Gelmatte der Firma Esemtan Seite 18
(Quelle S M Informationen zur Dekubitusprophylaxe)
Abb 9 Verhalten der Styroporkugeln einer Vakuummatratze Seite 19
(Quelle http: www buwschmidt com german 4form3 php)
Abb 10 Ganzkörper Vakuummatratze Seite 19
(Quelle http: www buwschmidt com german 4form3 php)
Abb 11 Der Fingertest Seite 22
(Quelle S M Informationen zur Dekubitusprophylaxe)
2
Inhaltsverzeichnis
Seite 1
Seite 2
Seite 4
1.1. Definition Dekubitus Seite 4
1.2. Ist ein Dekubitus ein Pflegefehler Seite 4
1.3. Ursachen eines Dekubitus Seite 5
1.4. Risikofaktoren für einen Dekubitus unter der OP Seite 6
1.4.1. Reduziertes Körpergewicht Seite 6
1.4.2. Hohes Körpergewicht Seite 6
1.4.3. Trockene Haut Seite 6
1.4.4. Vorerkrankungen Seite 6
1.4.5. Inkontinente Patienten Seite 7
1.4.6. Körpertemperatur Seite 7
1.4.7. Reibungs und Scherkräfte Seite 7
1.4.8. Feuchtigkeit Seite 8
1.4.9. Dauer der Druckbelastung Seite 8
Seite 9
Seite 11
3.1. Körpergewicht Seite 11
3.2. Auskühlen des Patienten Seite 13
3.3. Feuchtigkeit Seite 13
3.4. Kontrakturen Seite 14
3.5. Lageveränderungen Seite 14
3.6. Zeitfaktor Seite 14
Seite 15
3
Seite 16
5.1. Druckentlastung Seite 16
5.1.1. Gelmatten Seite 16
5.1.2. Vakuummatratzen Seite 18
5.1.3. Weichauflagen statt Standardauflagen Seite 20
5.2. Temperaturregulierung Seite 20
5.3. Mikrolagerung Seite 20
5.4. Schulung der Pflegekräfte Seite 21
Seite 21
Seite 22
Seite 23
Seite 24
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1. Der Dekubitus in der näheren Betrachtung
1.1. Definition Dekubitus
Der Begriff Dekubitus stammt vermutlich von dem lateinischen decubare (“liegen”) bzw. von decumbere, decubitum (“sich niederlegen”) ab. Gemeint ist somit das “Sichdurchliegen” der Kranken.
Ursprünglich wurde das Druckgeschwür auch als Gangraena per decubitum bezeichnet, woraus sich mit der Zeit als Kurzform der Begriff Dekubitus bildete. (Quelle: Wikepedia)
Ein Dekubitus ist ein Geschwür der Haut und der tieferliegenden Gewebeschichten, das durch langes Liegen auf einer Körperstelle zustande kommt.
1.2. Ist ein Dekubitus ein Pflegefehler
Ein Dekubitus lässt sich vermeiden. So steht es auch in dem im Jahre 2000 veröffentlichtem Expertenstandard des Deutschen Netzwerk für Qualitätsentwicklung in der Pflege.(DNQP).
Hier die Kernaussage des DNQP aus der Präambel des Expertenstandards. Wörtliches Zitat:
“In der Standardaussage (Ergänzung des Verfassers: Jeder dekubitusgefährdete Patient / Betroffene erhält eine Prophylaxe, die die Entstehung eines Dekubitus verhindert) und in Ergebniskriterium 7 (Ergänzung des Verfassers: Der Patient / Betroffene hat keinen Dekubitus) wird die Verhinderung eines Dekubitus als zentrales Ziel formuliert, da der Entstehung eines Dekubitus in der Regel entgegengewirkt werden kann. Dennoch ist zu konstatieren, dass dieses Ziel nicht bei allen Personengruppen erreichbar ist. Einschränkungen bestehen für Personengruppen, bei denen die gesundheitliche Situation gegen eine konsequente Anwendung der erforderlichen prophylaktischen Maßnahmen spricht (z. B. bei lebensbedrohlichen Zuständen), eine andere Prioritätensetzung erfordert (Menschen in der Terminalphase ihres Lebens) oder eine Wirkung der prophylaktischen
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Maßnahmen verhindert (z. B. gravierende Störungen der Durchblutung, auch unter Einnahme zentralisierender Medikamente)” (Deutsches Netzwerk für Qualitätsentwicklung in der Pflege, Expertenstandard Dekubitusprophylase in der Pflege, ISBN-13: 978-3-00-009033-2 Seite 32).
Nach einhelliger Meinung der Experten lässt sich ein Dekubitus in 80 bis 90 % der Fälle vermeiden.
Besonderes Augenmerk soll hier auf den Bereich OP gelegt werden. Meist über mehrere Stunden liegen die Patienten zum Teil auf sehr harten OP-Tischen. Erschwerend kommt hinzu, dass die zu operierenden Patienten immer älter werden und somit auch das Dekubitusrisiko stark ansteigt.
1.3. Ursachen eines Dekubitus
Der Begriff Dekubitus oder auch Druckgeschwür weist auf eine lokale Druckbelastung einer Körperstelle durch langes unbewegtes Liegen hin. Maßgeblich für den Grad der Schädigung ist hier die Formel “Druck x Zeit”. Überschreitet ein von außen ein- wirkender Druck auf die Gefäße deren Kapillardruck, so kommt es zu Durch- blutungsstörungen. Es fehlen an der betroffenen Stelle Sauerstoff und Nährstoffe. Die Abfallprodukte können nicht mehr abtransportiert werden und es kommt zur Ansammlung von toxischen Stoffwechselprodukten. Daraus folgend kommt es zu einer Nekrosebildung des Gewebes und zu einer irreversiblen Schädigung der Nervenzellen. Ein Geschwür wird sichtbar. Dazu kommen Scherkräfte zwischen den einzelnen Gewebeschichten der Haut sowie Scherkräfte und Reibung zwischen Haut und Auflage. Besonders gefährdet sind Auflagestellen des Körpers, mit einer geringen Weichteildeckung, da der entstehende Druck auf Grund des fehlenden Unter- hautfettgewebes nicht genügend verteilt werden kann. Dies ist zum Beispiel über den Hüftknochen, in der Kreuzbeinregion, an den Fersen, an den Außenknöcheln und an den Schulterblättern der Fall.
Quote paper:
Michael Straub, 2009, Dekubitusprophylaxe im OP, Munich, GRIN Publishing GmbH
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DOI
Möglichkeiten zur Umsetzung des Expertenstandards "Dekubitusproph...
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