Janina Sonnenwald: „Sporttreiben oder Computerspielen - zwei konkurrierende Freizeitaktivitäten
Jugendlicher. Eine quantitativ-empirische Studie zum Freizeitengagement bei Schülern.“
INHALTSVERZEICHNIS INHALTSVERZEICHNIS INHALTSVERZEICHNIS INHALTSVERZEICHNIS
1 1 1 EINLEITUNG 1 EINLEITUNG. 7 EINLEITUNG EINLEITUNG
1.1 1.1 1.1 1.1 Idee Idee und Zielsetzung der Arbeit und Zielsetzung der Arbeit 7 Idee Idee und Zielsetzung der Arbeit und Zielsetzung der Arbeit
1.2 1.2 1.2 1.2 Aufbau der Arbeit Aufbau der Arbeit. 9 Aufbau der Arbeit Aufbau der Arbeit
2 2 2 THEORETISCHE AUFARBE 2 THEORETISCHE AUFARBEITUNG DES PROBLEMFEL ITUNG DES PROBLEMFELDS DS DS DS. 10 THEORETISCHE AUFARBE THEORETISCHE AUFARBE ITUNG DES PROBLEMFEL ITUNG DES PROBLEMFEL
2.1 2.1 2.1 2.1 Der Freizeitbegriff im Wandel der Zeit Der Freizeitbegriff im Wandel der Zeit. 10 Der Freizeitbegriff im Wandel der Zeit Der Freizeitbegriff im Wandel der Zeit
2.2 2.2 2.2 2.2 Nähere Betrachtung des Freizeitbegriffs Nähere Betrachtung des Freizeitbegriffs 12 Nähere Betrachtung des Freizeitbegriffs Nähere Betrachtung des Freizeitbegriffs
2.3 2.3 2.3 2.3 Der Sportbegriff Der Sportbegriff 13 Der Sportbegriff Der Sportbegriff
2.4 2.4 2.4 2.4 Die Jugend und ihr Freizeitverständnis Die Jugend und ihr Freizeitverständnis. 15 Die Jugend und ihr Freizeitverständnis Die Jugend und ihr Freizeitverständnis
2.5 2.5 2.5 2.5 Sportwissenschaftliche Einordnung und allgemeine P Sportwissenschaftliche Einordnung und allgemeine Problemstellung roblemstellung roblemstellung roblemstellung 17 Sportwissenschaftliche Einordnung und allgemeine P Sportwissenschaftliche Einordnung und allgemeine P
3 3 3 ENTWICKLUNG UND AUFB 3 ENTWICKLUNG UND AUFBAU DES FRAGEBOGENS AU DES FRAGEBOGENS. 20 ENTWICKLUNG UND AUFB ENTWICKLUNG UND AUFB AU DES FRAGEBOGENS AU DES FRAGEBOGENS
3.1 3.1 3.1 3.1 Auswahl der Befragungsmethode Auswahl der Befragungsmethode. 20 Auswahl der Befragungsmethode Auswahl der Befragungsmethode
3.2 3.2 3.2 3.2 Situationsspezifische Umsetzung und Anpassung der Untersuchungsmethode Situationsspezifische Umsetzung und Anpassung der Untersuchungsmethode 22 Situationsspezifische Umsetzung und Anpassung der Untersuchungsmethode Situationsspezifische Umsetzung und Anpassung der Untersuchungsmethode
3.3 3.3 3.3 3.3 Stichprobe und ihre Planung Stichprobe und ihre Planung 23 Stichprobe und ihre Planung Stichprobe und ihre Planung
3.4 3.4 3.4 3.4 Ziel der Untersuchung Ziel der Untersuchung 24 Ziel der Untersuchung Ziel der Untersuchung
3.5 3.5 3.5 3.5 Entwicklung des Fragebogens Entwicklung des Fragebogens 25 Entwicklung des Fragebogens Entwicklung des Fragebogens
3.6 3.6 3.6 3.6 Problematik Problematik 29 Problematik Problematik
4 4 4 AUSWERTUNG DES FRAGE 4 AUSWERTUNG DES FRAGEBOGENS UND DISKUSSIO BOGENS UND DISKUSSION DER N DER AUSWERTUNG DES FRAGE AUSWERTUNG DES FRAGE BOGENS UND DISKUSSIO BOGENS UND DISKUSSIO N DER N DER
ERGEBNISSE ERGEBNISSE ERGEBNISSE 32 ERGEBNISSE
4.1 4.1 4.1 4.1 Beschreibung der Gesamtstichprobe Beschreibung der Gesamtstichprobe 32 Beschreibung der Gesamtstichprobe Beschreibung der Gesamtstichprobe
4.2 4.2 4.2 4.2 Ergebnisse und ihre Auswertung Ergebnisse und ihre Auswertung 36 Ergebnisse und ihre Auswertung Ergebnisse und ihre Auswertung
4.2.1 Schulspezifische Pflichten und Belastungen 37
4.2.2 Freizeitengagement. 45
4.2.3 Computerspezifisches Freizeitengagement 49
4.2.4 Sportspezifisches Freizeitengagement 52
4.2.5 Sporttreiben und Computerspielen im direkten Vergleich 56
4.3 4.3 4.3 4.3 Demographische Zusammenhänge der Ergebnisse Demographische Zusammenhänge der Ergebnisse. 59 Demographische Zusammenhänge der Ergebnisse Demographische Zusammenhänge der Ergebnisse
4.3.1 Geschlechtsdimorphismus 59
4.3.2 Altersklassifizierung. 63
5 5 5 ZUSAMMENFASSUNG 5 ZUSAMMENFASSUNG 66 ZUSAMMENFASSUNG ZUSAMMENFASSUNG
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Janina Sonnenwald: „Sporttreiben oder Computerspielen - zwei konkurrierende Freizeitaktivitäten Jugendlicher. Eine quantitativ-empirische Studie zum Freizeitengagement bei Schülern.“
6 6 ABSCHLIEßENDE BETRAC ABSCHLIEßENDE BETRACHTUNG DER RAHMENTHEM HTUNG DER RAHMENTHEMATIK ATIK ATIK ATIK ................. 69 6 6 ABSCHLIEßENDE BETRAC ABSCHLIEßENDE BETRAC HTUNG DER RAHMENTHEM HTUNG DER RAHMENTHEM
7 7 AUSBLICK AUSBLICK .................................................................................................... 73 7 7 AUSBLICK AUSBLICK
LITERATURVERZEICHNIS ................................................................................. 75
INTERNETLITERATURVER INTERNETLITERATURVERZEICHNIS ZEICHNIS ZEICHNIS ZEICHNIS ............................................................... 76 INTERNETLITERATURVER INTERNETLITERATURVER
ANHANG ANHANG .............................................................................................................. 80 ANHANG ANHANG
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ABBILDUNGSVERZEICHNI ABBILDUNGSVERZEICHNIS S S S ABBILDUNGSVERZEICHNI ABBILDUNGSVERZEICHNI
Abbildung 1: Verteilung der Probanden nach Klassenzugehörigkeit .................... 33 Abbildung 2: Die Verteilung der Stichprobe nach Geschlecht .............................. 34 Abbildung 3: Anzahl der Geschwister................................................................... 35 Abbildung 4: Häufigkeit von Nachmittagsunterricht pro Woche............................ 42 Abbildung 5: Verteilung der Freizeitaktivitäten die mit "sehr oft" und "oft" bewertet
wurden .......................................................................................................... 47
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Jugendlicher. Eine quantitativ-empirische Studie zum Freizeitengagement bei Schülern.“
TABELLENVERZEICHNIS TABELLENVERZEICHNIS TABELLENVERZEICHNIS TABELLENVERZEICHNIS
Tabelle 1: Thematische Gliederung des Schülerfragebogens 25
Tabelle 2: Auflistung der Themenkomplexe und ihrer Zielsetzung 28
Tabelle 3: Angaben zur Bewältigung des Schulwegs 37
Tabelle 4: Aktivitäten der Schüler während der "Großen Pause" 38
Tabelle 5: Auflistung der Schulfächer und ihre Beliebtheit bei den Schülern. 41
Tabelle 6: Benötigte Zeit für schulische Pflichten 43
Tabelle 7: Freizeitaktivitäten während der Schulwoche. 46
Tabelle 8: Freizeitaktivitäten während der Ferienzeit 48
Tabelle 9: Häufigkeit der Aktivitäten am Computer. 50
Tabelle 10: Häufigkeit der Aktivitäten von Nutzern, die " mehr als 2 Stunden" am
Computer verbringen. 51
Tabelle 11: Aktiv betriebene Sportarten inkl. Aufteilung nach Geschlecht. 53
Tabelle 12: Gemeinsames Sporttreiben mit Familienmitgliedern 54
Tabelle 13: Mitgliedschaft in einem Verein inkl. Aufteilung nach Geschlecht 55
Tabelle 14: Familiäres Sportinteresse in Bezug auf Vereinsangehörigkeit. 55
Tabelle 15: Zeit vor dem PC von Nicht-Sportler und Sportler 57
Tabelle 16: Häufigkeit der PC- und Konsolennutzung bei Sportler und Nicht-
Sportler. 57
Tabelle 17: Häufigkeit des Spielens am Computer bei Sportler und Nicht-Sportler
58
Tabelle 18: Beliebtheit des Schulsports nach Geschlecht betrachtet 60
Tabelle 19: Spezifische Freizeitaktivitäten nach Geschlecht aufgetrennt 61
Tabelle 20: Spezifische Computeraktivitäten nach Geschlecht aufgetrennt 62
Tabelle 21: Freizeitaktivitäten betrachtet nach Altersklassen 64
Tabelle 22: Spezifische Computeraktivitäten betrachtet nach Altersklassen. 65
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ABKÜRZUNGSVERZEICHNI ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS S S S ABKÜRZUNGSVERZEICHNI ABKÜRZUNGSVERZEICHNI
M = Mittelwert
S = Standardabweichung Std = Stunden
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Janina Sonnenwald: „Sporttreiben oder Computerspielen - zwei konkurrierende Freizeitaktivitäten Jugendlicher. Eine quantitativ-empirische Studie zum Freizeitengagement bei Schülern.“
1 1 Einleitung Einleitung 1 1 Einleitung Einleitung
1.1 1.1 Idee und Zielsetzung der Arbeit Idee und Zielsetzung der Arbeit 1.1 1.1 Idee und Zielsetzung der Arbeit Idee und Zielsetzung der Arbeit
Freizeit ist ein fester Bestandteil des menschlichen Lebens - allerdings sind die Freizeitgestaltung und ihr zeitlicher Umfang höchst individuell und unterschiedlich. Der Nutzen der Freizeit verändert sich im Laufe der Zeit kontinuierlich. Dies führt zu einer enormen Vielfalt an Freizeitmöglichkeiten in der heutigen Zeit.
Ein Team des Instituts für Sportwissenschaft der Universität Stuttgart untersuchte 2007 in einer umfassenden Studie einen relativ jungen Zweig der Freizeitbeschäftigung - den elektronischen Sport (e-Sport). Hierbei handelt es sich um die wettkampfgeprägte Form des Computerspielens, die vor allem bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen an Beliebtheit zunimmt. Das allgemein gängige Klischee, Computerspieler sind träge, dicke und einsame Menschen, konnte durch die Studie widerlegt werden. Die Umfrage ergab, dass die meisten professionellen e-Sportler als Ausgleich „reellen“ Sport betreiben. Bevorzugt werden Mannschaftssportarten wie Fußball, Basketball oder Volleyball (vgl. Pressemitteilung Nr. 70/2007, www.uni-stuttgart.de). Die Flut der Neuerungen und Veränderungen im Freizeitverhalten der Jugendlichen und die Tendenz hin zum vermeintlich unkontrollierbaren Beliebtheitsanstieg der elektronischen Freizeitbeschäftigungen bereitet in erster Linie der Elterngeneration Sorge. Der Zugang zum Internet, im Vergleich zu anderen Medien, wie z.B. Fernsehen oder Konsolenspiele, ist meist nur mit der Zustimmung der Eltern möglich, da hier Sicherheitsvorkehrungen zwecks erschwertem Zugriff getroffen werden können. Trotzdem erwecken die nahezu unendlichen Dimensionen des World Wide Webs das Gefühl der Macht- und Kontrolllosigkeit bei den Erwachsenen. Häufig sind es gerade die Älteren, die keine oder kaum Erfahrungen mit diesem neuen Medium haben, während der Nachwuchs bestens damit umzugehen weiß. Hier stößt man auf eine verkehrte Welt, denn jetzt sind die Eltern Laien und die Kinder die Experten (vgl. Dammler 2004, www.familienhandbuch.de). Auch die Kenntnisse im Bereich der Computer-und Konsolenspiele sind bei den meisten Erwachsenen sehr gering. Oft erfahren
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Eltern nur etwas über diese neue Art der Freizeitbeschäftigung im Zusammenhang mit Medienberichten über Amokläufe an Schulen, wobei diese Berichte die Schuld bei den Computerspielen suchen. Eben diese Schreckensberichte kratzen erheblich am Image der Computer- und Konsolenspiele. Im Einzelnen beziehen sich das Misstrauen und die Skepsis auf die so genannten Ego-Shooter oder Killerspiele, die seit dem Amoklauf in Erfurt im April 2002 zu heftigen öffentlichen Diskussionen führten. Drei Wochen nach diesem schrecklichen Ereignis wurde eine Änderung des Jugendschutzgesetzes verabschiedet, die zum 1. April 2003 in Kraft trat. Die Altersbeschränkung für diese Spiele war bis zu diesem Zeitpunkt freiwillig und rein informativ. Seit April 2003 müssen daher alle Computerspiele in Deutschland der USK (Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle) vorgelegt werden. Eine weitere Änderung zum 1. Juli 2008 hat die Absicht, Computerspiele, die besonders realistische, grausame und gewaltverherrlichende Inhalte besitzen, für Jugendliche unzugänglich zu machen, indem man den Erwerb dieser „schwer jugendgefährdenden Medien“ in Verkaufstellen und dem Versandhandel verbietet sowie die öffentliche Werbung untersagt. Trotz dieser Vorsichtsmaßnahmen und gleichzeitigen Verschärfung des Waffengesetzes geschehen doch noch immer erschreckende Verbrechen, die mit Gewaltspielen und dem Missbrauch von Schusswaffen in Verbindung gebracht werden. Die Geschehnisse in Winnenden am 11. März 2009 schockieren die Welt und die Diskussionen entfachen erneut (Amoklauf von Winnenden 2009, www.sueddeutsche.de). Soll man Computerspiele ganz verbieten? Ist das Waffengesetz scharf genug? Warum werden Warnzeichen und Risikopersonen nicht frühzeitig erkannt? Die Bevölkerung will nicht von der gängigen Meinung zurücktreten, dass das Spielen von Ego-Shootern keine „gute“ Freizeitbeschäftigung ist.
Die subjektiven Ängste der Elterngeneration, dass das Computerspielen die gesellschaftlich positiv bewerteten Freizeitbeschäftigungen der Schüler 1 verdrängt, werden angesichts dieser Schreckensnachrichten größer. Anlässlich dieser Befürchtung und den Erkenntnissen zum e-Sport des Stuttgarter Forschungsteams wird in dieser Arbeit folgender Frage nachgegangen: Schließen sich die beiden Freizeitaktivitäten - Computernutzung und Sporttreiben - gegenseitig aus?
1 Zur Verbesserung der Lesbarkeit werden in der vorliegenden Zulassungsarbeit Personenbezeichnungen in der männlichen Form verwendet; gemeint sind dabei in allen Fällen Frauen und Männer.
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Janina Sonnenwald: „Sporttreiben oder Computerspielen - zwei konkurrierende Freizeitaktivitäten Jugendlicher. Eine quantitativ-empirische Studie zum Freizeitengagement bei Schülern.“
Die Antwort auf diese Frage soll den Laien einen Einblick in die Realität ermöglichen. Denn eine objektive Haltung zu dieser Problematik ist aus eigenen Kräften nur schwer zu erlangen. Außerdem soll das scheinbar negative Image des neumodischen Mediums erörtert werden, denn schließlich leben wir im Zeitalter der Technik und es ist nahezu unmöglich, sich diesem zu entziehen.
1.2 1.2 Aufbau der Arbeit Aufbau der Arbeit 1.2 1.2 Aufbau der Arbeit Aufbau der Arbeit
Im theoretischen Teil (Kapitel 2) dieser Arbeit wird auf Grundlage von Literaturrecherchen ein Einblick in die sozialwissenschaftliche Literatur zum Thema Freizeitforschung und Computernutzung gegeben. Der Leser erhält so einen Überblick über die Thematik und es sollen wesentliche Fachtermini veranschaulicht werden. Das theoretische Kapitel schließt mit der Formulierung der allgemeinen Problemstellung zum Thema Freizeitengagement bei Schülern ab.
Im empirischen Teil (Kapitel 3) der Arbeit werden die einzelnen Schritte zur Entstehung des Fragebogens und der Vorgehensweise der Befragung dargestellt. In Kapitel 4 werden die gewonnenen Ergebnisse vorgestellt und ausgewertet. Nach der Stichprobenbeschreibung folgt eine thematische Gliederung in schulspezifische und freizeitspezifische Auswertung. Außerdem wird noch auf die geschlechtlichen und altersspezifischen Unterschiede der Freizeitgestaltung eingegangen. In der Diskussion (Kapitel 5) werden Besonderheiten der Studie aufgegriffen und mit dem aktuellen Forschungsstand verglichen. Im 6. Kapitel dieser Arbeit werden die essentiellen Erkenntnisse der Studie zusammengefasst. Darauf hin folgt eine abschließende Betrachtung des Rahmenthemas und als letztes wird ein Ausblick in Richtung zukünftiger Entwicklung gegeben.
Im Anhang befinden sich der für die Datenerfassung verwendete Fragebogen und die verfassten Anschreiben an die teilnehmende Schule.
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Janina Sonnenwald: „Sporttreiben oder Computerspielen - zwei konkurrierende Freizeitaktivitäten Jugendlicher. Eine quantitativ-empirische Studie zum Freizeitengagement bei Schülern.“
2 2 Theoretische Aufarbeitung des Probl Theoretische Aufarbeitung des Problemfelds emfelds emfelds emfelds 2 2 Theoretische Aufarbeitung des Probl Theoretische Aufarbeitung des Probl
Die unter 1.1 genannte Fragestellung wird hier näher betrachtet. Es soll der Frage nachgegangen werden, ob es einen Zusammenhang zwischen der Nutzung von Computerspielen und dem Verlust der sportlichen Freizeitgestaltung gibt und sich dies theoretisch untermauern lässt, oder, wovon diese Arbeit ausgeht, kein Zusammenhang besteht.
Die Begriffe Schüler, Jugend, und Freizeit sind ein fester Bestandteil unserer Alltagssprache. Um den Lesern jedoch die Möglichkeit zu geben, das subjektive Verständnis der Vokabeln mit dem objektiven Sinngehalt zu vergleichen, wird in diesem Kapitel als erstes auf die Definitionen nach Opaschowski, Volkamer und Pieper eingegangen und anschließend ein Einblick in die Thematik und den Forschungsstand gewährt.
2.1 2.1 Der Freizeit Der Freizeitbegriff im Wandel der Zeit begriff im Wandel der Zeit 2.1 2.1 Der Freizeit Der Freizeit begriff im Wandel der Zeit begriff im Wandel der Zeit
„Freizeit“ ist ein Begriff, dessen Entstehungsgeschichte bereits im Mittelalter beginnt. Der damalige Rechtsbegriff „frey zeyt“ bezeichnete die so genannte „Marktfriedenszeit“, die allen Marktbesuchern in der Stadt Sicherheit vor Gewalttaten und ähnlichem garantierte. Wer den „Frieden auf Zeit“ störte, wurde in diesem Zeitraum härter bestraft (Das alde Gerichtsboech 1898, zitiert nach Opaschowski 1996).
Die Idee des „Friedens auf Zeit“, die der Vorläufer der Freizeit ist, war also vorrangig eine rechtlich angeordnete Maßnahme, um Konflikte zu reduzieren (vgl.Opaschowski 1996). Heute versteht man, vereinfacht ausgedrückt, unter Freizeit einen konstant wachsenden Anteil der gesamten Tageszeit bei tendenziell sinkender Arbeitszeit.
Genau betrachtet kann man erst nach dem 1. Weltkrieg, mit der Einführung des Achtstundentags, von Freizeit sprechen. Während der Industrialisierung wiesen Arbeitstage bis zu 14 Stunden bei einer Arbeitswoche von 6,5 Tagen auf. In Anbetracht dessen hatte die Arbeitergesellschaft wenig Freizeit, die ausschließlich aus der Nahrungsaufnahme und der Nachtruhe bestand.
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Janina Sonnenwald: „Sporttreiben oder Computerspielen - zwei konkurrierende Freizeitaktivitäten Jugendlicher. Eine quantitativ-empirische Studie zum Freizeitengagement bei Schülern.“
Die Umkehr des Verhältnisses von Arbeitszeit und arbeitsfreier Zeit brachte einen Verlust der Freizeit für die höheren Sozialschichten mit sich, während die unteren Sozialschichten an Freizeit gewannen. Niedere Berufsgruppen können somit eine quantitative Zunahme von Freizeit verbuchen, wobei die prestigeträchtigen Berufe (z.B. Ärzte, Professoren) durchaus nicht nur als Verlierer vom Feld gingen. Das Privileg, innerhalb der Arbeitzeit mehr Zeit für sich zur Verfügung zu haben und sich die Arbeitszeit sogar selbst einteilen zu dürfen, gilt heute als Besonderheit (vgl. Opaschowski 1997).
In den 1950er Jahren lag das ganze Augenmerk der Bevölkerung auf dem Wiederaufbau der Städte und der eigenen Existenz. Somit war der Sinn des Lebens auf die Arbeit gerichtet und die Freizeit wurde dazu benutzt, die Arbeitskraft zu erhalten. Freizeit war in erster Linie Zeit für Erholung, wie schon zu Zeiten der Industrialisierung. Als in den 1970ern die Arbeitstage von 6 auf 5 reduziert wurden und als Folge die Wochenstunden sanken, blieb ein Zeitkontingent übrig, das mit Freizeit aus heutiger Sicht zwar nicht identisch ist, aber bereits in die selbe Richtung geht. Die Devise war zu dieser Zeit: „wer viel in der Arbeit leistete, konnte sich auch nach der Arbeit viel leisten“ (Opaschowski 1997, S.29). Arbeit wurde zur Basis für Wohlstand und Konsum. Das verlängerte Wochenende (Samstag und Sonntag war arbeitsfrei) ermöglichte nun Aktivitäten, die nicht unbedingt auf die Erholung zielten, wie z. B. Trekkingtouren mit Freunden oder der Familie.
In den 1990er Jahren wurde ein deutlicher Struktur- und Wertewandel erkennbar. Die Freizeit war von nun an genau so wichtig wie die Arbeit und das Geldverdienen. Die Menschen erwarten von ihrer Arbeit, dass sie genauso viel Spaß bereitet wie die Freizeit danach. Die Arbeitszeit veränderte somit ihren Wert von der Pflicht zur Kür. War es früher die Absicht der Menschen, in der Freizeit ihre Arbeitskraft zu erhalten, so war von nun an die Umkehrung der Fall: Die Arbeitszeit wird dazu genutzt, die Grundlage für diverse Freizeitaktivitäten zu gewährleisten. Neben der Bedeutungsveränderung, folgte auch eine erneute quantitative Veränderung der Arbeitszeit. Die Wochenstunden waren von nun an deutlich unter der 40-Stunden-Woche. „Erstmals in der Geschichte der Neuzeit hatten die Menschen mehr Stunden zur eigenen freien Verfügung und weniger Stunden für den Lebenserwerb“ (Opaschowski 1997, S.29). Dies weist jedoch
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Janina Sonnenwald: „Sporttreiben oder Computerspielen - zwei konkurrierende Freizeitaktivitäten Jugendlicher. Eine quantitativ-empirische Studie zum Freizeitengagement bei Schülern.“
nicht nur positive Aspekte auf, denn „die Arbeitszeiten wurden in den letzten Jahrzehnten in der BRD sichtbar verkürzt, doch gleichzeitig wurde die zu leistende Arbeit intensiviert“ (Prahl 2002, S. 112). Dies zieht eine weitere Bedeutung der Freizeit mit sich - Freizeit als Ausgleich zur Arbeitszeit.
2.2 2.2 Nähere Betrachtung des Freizeitbegriffs Nähere Betrachtung des Freizeitbegriffs 2.2 2.2 Nähere Betrachtung des Freizeitbegriffs Nähere Betrachtung des Freizeitbegriffs
Wie im vorherigen Abschnitt erläutert wurde, hat sich das Verständnis von Freizeit im Laufe der Jahre von Grund auf geändert. Weiterhin beinhaltet die Freizeit, sich von den Anstrengungen des Arbeitstages zu erholen, jedoch verbreitet sich immer mehr die Einstellung, dass Freizeit im eigenen Tagesverlauf einen eigenen Stellenwert einnimmt. So sind 70 % der Bevölkerung (BAT-Freizeitforschungsinstitut 1988, zitiert nach Opaschowski 1997) der Ansicht, Freizeit stehe ganz im Dienste des Spaßes. Die negative Betrachtungsweise der Freizeit als das, was nach der Arbeit und dem Schlaf übrig bleibt, hat sich von Grund auf gewandelt. Heute kann man von einer positiven Auffassung von Freizeit sprechen: Freizeit ist die Zeit, in der man frei von jeglichen Pflichten ist (vgl. Opaschowski 1997). So hat es sich ergeben, dass die Mehrheit der Bevölkerung „arbeitsfreie Zeit“ und „Freizeit“ nicht mehr als identisch erachtet. Eher wird es durch die individuelle Auffassung von Freizeit nahezu unmöglich, eine einheitliche Definition zu erstellen.
All diese Erklärungsansätze sind allerdings immer unter dem Aspekt des Arbeiters verfasst. Der Fakt, dass der Anteil der Arbeitslosen in der Gesellschaft stetig anwächst und die Arbeitszeitverkürzung eine immer häufiger auftretende Bedrohung des Lebensstandards darstellt, zeigt einmal mehr, dass Freizeit kein eindeutiger Begriff ist. So kann aus der positiv bewerteten „freien Zeit“ durchaus eine nervtötende Langeweile entstehen. Die Definition von Freizeit ist somit stark abhängig vom jeweiligen Individuum. Lediglich gängige Beschreibungsversuche der Gesellschaft wie „Freizeit ist eine Zeit, in der man nicht Arbeiten muss“ oder „Freizeit ist die Zeit, in der man über seine Zeit frei verfügen kann“, sind Möglichkeiten, den Begriff „Freizeit“ zu charakterisieren.
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Mit der Thematik, was man nun mit seiner freien Zeit unternimmt und ob es eventuell sogar eine Charakteristik verschiedener Freizeittypen gibt, haben sich Zellmann und Haslinger (2004, www.freizeitforschung.at) beschäftigt. Sie untersuchten drei Freizeitprofile - Diskothekbesucher, Bildungsmenschen und Sportler - auf ihre Klassifizierung und Klischees. Namengebende Aktivitäten, wie z. B. der Sport als bevorzugte Freizeitaktivität, sind überdurchschnittlich häufig vertreten, während andere deutlich unterrepräsentiert sind. Im Zuge der Individualisierung sind die Freizeitaktivitäten heterogen verteilt. Es lassen sich also unter keinen Umständen Gesetze ableiten, wonach ein Freizeitverhalten vorhergesagt werden kann. Lediglich Tendenzen und Vermutungen lassen sich äußern. Daraus sind dann die gesellschaftlichen Klischees gewachsen. In Folge des Modernisierungsprozesses entsteht ein weiter Freizeittyp - der Computerspieler oder Computernutzer. Hierzu haben schon Eckert, Drieseberg und Willems im Jahre 1990 Untersuchungen angestellt.
2.3 2.3 Der Sportbegriff Der Sportbegriff 2.3 2.3 Der Sportbegriff Der Sportbegriff
Der spontanen gesellschaftlichen Meinung nach ist Sport eine anstrengende körperliche Aktivität. Das ist jedenfalls das erste Kriterium, das mit Sport in Verbindung gebracht wird. Diese Charakterisierung weist aber schon nach kurzer Bedenkzeit ernsthafte Lücken auf. Denn es stellt sich unweigerlich die Frage, weshalb Schach oder Angeln dann als Sport gelten. Somit wird klar, dass nicht nur die Körperlichkeit ein Definitionsmerkmal des Sports ist. Volkamer (1987, www.tumuenchen.de) schreibt dem sportlichen Handeln als weitere Merkmale seine Folgenlosigkeit und Zweckfreiheit zu.
Eine Definition von Volkamer (1987, S.53, www.tu-muenchen.de) beschreibt den Sport als „die willkürliche Schaffung von Aufgaben, Problemen oder Konflikten, die vorwiegend mit körperlichen Mitteln gelöst werden. Die Lösungen sind beliebig wiederholbar, verbesserbar und übbar und die Handlungsergebnisse führen nicht unmittelbar zu materieller Veränderung.“ Vereinfacht ausgedrückt kann man sagen: Sporttreiben heißt Aufgaben lösen die keine sind, aus Gründen die es nicht gibt und mit einem Engagement das nicht sein muss. Weitere Merkmale des
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Sports sind seine prinzipielle Folgenlosigkeit und die - lediglich subjektive -Sinnzuschreibung. Erst dadurch erklärt und begründet sich das sportliche Handeln. Rein objektiv gesehen ist Sport somit eine sinnlose und konsequenzfreie Handlung. Eben diese individuelle Sinnzuschreibung und seine prinzipielle Folgenlosigkeit, die den Sport erst zum Sport macht, bereiten dem Schulsport ernstzunehmende Probleme. Da Sport ein benotetes Pflichtfach ist, das sogar in die Abschlussnote einbezogen werden kann, kann man den Sport in der Schule nicht mehr mit dem Sport in der Freizeit vergleichen (vgl. Volkamer 1987, www.tumuenchen.de). Die Sinnzuschreibung erfolgt durch den außenstehenden Lehrer und die Folgenlosigkeit ist durch die Notengebung nicht gewährleistet. Zudem funktioniert die Schule nach regulativen Regeln, was ein weiteres Indiz dafür ist, dass man Schulsport nicht als Sport bezeichnen sollte.
Nach Digel (1982) lässt sich der Sport letztendlich erst als solcher erkennen, wenn man sein spezifisches Merkmal - die Regeln - in Betracht zieht. Durch die Regeln wird es möglich, den Sport zu verstehen (zitiert nach Volkamer 1987, www.tumuenchen.de). Demnach ist es mit Hilfe von Regeln möglich, sportliches Handeln von nicht-sportlichem Handeln abzugrenzen und zu definieren. Digel hingegen definiert Sport indirekt über die Regeln.
Bezogen auf die Frage was „Regeln“ sind, kommt Volkamer in Anlehnung an Searle (1971), Piaget (1954) und De Wachter (1983) zu der Aussage, dass man zwischen konstitutiven und regulativen Regeln unterscheiden kann. Während konstitutive Regeln willkürlich erschaffen werden, in einem Zusammenhang den es bis dato noch nicht gab und ohne diese Regeln auch nicht geben würde, sind regulative Regeln zeitlich erst nach der Problemsituation entstanden. Der Sport ist somit ein Beispiel für die konstitutive Regelentstehung, da erst die Regeln aus einer alltäglichen bzw. spontanen Handlung einen Sport entstehen lassen. Ein Beispiel hierfür ist der Sprint. Hierbei muss beachtet werden, dass das morgendliche Zum-Bus-Rennen nicht als Sport angesehen werden kann, da es einen Sinn und Zweck aufweist. Verlegt man die gleiche Aktion, nämlich den Sprint, auf eine Tartanbahn, startet aus einem Startblock und wartet auf den Startschuss, so kann man sehr wohl von Sport reden. Unter regulativen Regeln lassen sich zum Beispiel die Straßenverkehrsregeln einordnen. Sie sind zwar ebenfalls willkürlich, jedoch sind sie erst nach den Problemen entstanden. Denn
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Janina Sonnenwald: „Sporttreiben oder Computerspielen - zwei konkurrierende Freizeitaktivitäten Jugendlicher. Eine quantitativ-empirische Studie zum Freizeitengagement bei Schülern.“
erst als der Verkehr in den Städten zunahm und Orientierungsprobleme und Chaos bereitete, wurden die Verkehrsregeln geschaffen.
2.4 2.4 Die Jugend und ihr Freizeitverständnis Die Jugend und ihr Freizeitverständnis 2.4 2.4 Die Jugend und ihr Freizeitverständnis Die Jugend und ihr Freizeitverständnis
Die Menschen entwickeln sich individuell. Lediglich die Entwicklungsphasen sind in der Reihenfolge Baby, Kleinkind, Schulkind, Jugendlicher und Erwachsener festgelegt. Die meisten Phasen gehen unbemerkt ineinander über. So ist der Jugendliche zwar noch immer in der Schule, hat aber eine höhere Entwicklungsstufe erreicht. Es wird versucht, einschneidende Ereignisse, wie das Einsetzen der Pubertät, als Beginn der Jugendphase zu bestimmen und damit das Ende der Kindheit zu besiegeln. Schwierigkeiten beherbergen allerdings nicht nur die schleichend einsetzende Pubertät, die sich ihrerseits über mehrere Jahre zieht, sondern auch die geschlechtlichen Unterschiede, was den Pubertätsbeginn betrifft. So kann man bei Mädchen bereits mit 10 Jahren oder früher das Einsetzen der Pubertät beobachtet werden, während Jungen im Schnitt zwei Jahre später diesen Entwicklungsschritt vollziehen (vgl. Campbell 2006). Ausschlaggebend hierfür ist in erster Linie das Erbgut, aber auch die Nahrungsaufnahme und der Gesundheitszustand beeinflussen den zeitlichen Ablauf der Entwicklung. Ebenso schwammig begrenzt wie der Eintritt in das Jugendalter ist auch der Austritt. Der Übergang zum Erwachsenenalter ist durch psychische und soziale Reife, sowie durch die Emanzipation vom Elternhaus gekennzeichnet. Im Anbetracht der Tatsache immer länger dauernder Bildung und die damit verbundene finanzielle Abhängigkeit vom Elternhaus, lässt diesen
Entwicklungsschritt in die Ferne rücken. Den Jugendlichen gibt es folglich nicht.
Auf Grund dieser unpräzisen Grenzwerte ist es leichter, sich an eindeutige Formulierungen wie den Gesetzestext zu halten. Das Jugendschutzgesetz § 1 beschreibt den Jugendlichen als eine Person, die bereits 14, aber noch nicht 18 Jahre alt ist. Da diese Definition für die Zwecke dieser Arbeit nicht nützlich ist, wurde ein anderes Kriterium zur Stichprobengewinnung benutzt. Befragt wurden Schüler von weiterführenden Schulen, d.h. von Klasse 5 bis maximal Klasse 13, die in keiner Weise dem Berufsleben zugehörig sind.
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Janina Sonnenwald: „Sporttreiben oder Computerspielen - zwei konkurrierende Freizeitaktivitäten Jugendlicher. Eine quantitativ-empirische Studie zum Freizeitengagement bei Schülern.“
Auffällig beim vorangegangenen Definitionsversuch von Freizeit ist, dass die Zielgruppe dieser Arbeit - die Jugendlichen und Schüler - nicht einbezogen wurden. Die betrachtete Zielgruppe stellt die Erwachsenen dar. Das immer wiederkehrende Ausschlusskriterium für Freizeit ist die Arbeit, die im Leben der Probanden noch keinen Platz einnimmt. Die Frage, ob ihrerseits die Schule den Platz dieses Kriteriums einnimmt, oder ob Schüler prinzipiell in der Lage sind, sich ihre Zeit selbständig einzuteilen, soll in dieser Arbeit nicht beantwortet werden. Nach Pieper (1998) unterteilt sich das Zeitkontingent der Jugendlichen grob in Schulzeit, Verpflichtungszeit und Freizeit. Zur Verpflichtungszeit gehören notwendige und teils unliebsame Tätigkeiten wie Haushaltsarbeiten oder Verwandtenbesuche. Eindeutiges und doch individuelles Kriterium ist die vorhandene oder nicht-vorhandene Motivation, diese Handlung zu verrichten. So kann Kochen für den Einen lästig sein, während ein Anderer dies zu seinen Hobbys und somit zu seiner Freizeit zählt.
Die Freizeit im Verständnis der Jugendlichen beinhaltet ausschließlich Tätigkeiten, die aus freien Stücken ausgeübt werden. Häufig sind Bereiche wie Sport, Ausgehen und Mediennutzung davon betroffen. Wie schon zuvor angesprochen, lassen sich die Bereiche nicht unumstößlich voneinander abgrenzen. Die innere Motivation spielt bei der Einordnung eine wichtige Rolle.
Die Gruppe der Jugendlichen und jungen Erwachsenen hat eine Vielzahl an Interessen. Die beliebteste Freizeitgestaltung ist es, Freunde zu treffen (75 %). Aber auch Musik hören (39 %), Fernsehen (29 %) und Lesen (18 %) gehörten im Jahr 1995 zu den häufigsten Freizeitbeschäftigungen (vgl. IBM Jugendstudie 1995, zitiert nach Pieper 1998). Die Medien revolutionieren das Freizeitverhalten der Gesellschaft. Mit sehr hoher Geschwindigkeit mischen technische Neuerungen den Freizeitmarkt auf und führen zu einer immer größeren Vielfalt des Angebots. Opaschowski (1997) sprach sogar davon, dass es zu einem Zeitproblem führen könnte, alle Interessen gleichermaßen ausüben zu können. Da stetig neue Freizeitaktivitäten dazu kommen, wobei die Freizeit kaum noch zunehmen kann. Die Organisationsprobleme lassen sich demnach nur lösen, wenn mehrere Dinge zur selben Zeit erledigt werden. Das B.A.T.- Freizeitforschungsinstitut (1996, zitiert nach Opaschowski 1997) fand heraus, dass sich bereits 19 % der Jugendlichen in ihrer Freizeit mit dem Computer beschäftigen und 14 % Videospiele spielen.
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Janina Sonnenwald: „Sporttreiben oder Computerspielen - zwei konkurrierende Freizeitaktivitäten Jugendlicher. Eine quantitativ-empirische Studie zum Freizeitengagement bei Schülern.“
Ebenfalls hat das Institut im Jahr 1997 herausgefunden, dass fast jeder zweite Jugendliche (48 %) einen eigenen Computer hat, den er zum Spielen (41 %) Schreiben (32 %), Musikbearbeiten (9 %) und im Internet surfen (2 %) nutzt. Die seltene Internetnutzung lässt sich durch die lückenhafte Netzanbindung erklären. Mitte der 1990er Jahre gilt das Internet als absolute Neuheit. Einen Internetzugang besaßen 1998 lediglich 8,1 % der Deutschen. Zehn Jahre später sind 64,4 % der Haushalte an das Internet angeschlossen (Statistisches Bundesamt 2008). Demnach ist zu erwarten, dass sich die Aktivitätenverteilung am Computer ebenfalls verändert hat.
2.5 2.5 Sportwissenschaftliche Einordnung und allgemeine Sportwissenschaftliche Einordnung und allgemeine 2.5 2.5 Sportwissenschaftliche Einordnung und allgemeine Sportwissenschaftliche Einordnung und allgemeine
Problemste Problemstellung llung llung llung Problemste Problemste
Entgegen der explosionsartigen Entwicklung der Weltbevölkerung, die in erster Linie auf das Bevölkerungswachstum in den Entwicklungsländern zurückgeht, sinkt die Bevölkerungszahl in Deutschland und anderen Industriestaaten kontinuierlich. Für das Jahr 2030 wird ein Rückgang der Einwohnerzahl Deutschlands auf 77 Mio. Menschen vorhergesagt (vgl. Demographischer Wandel 2007, www.destatis.de). Das entspricht einem Verlust von 6,4 % im Vergleich zum Jahr 2005 2 . Der Rückgang der Einwohnerzahl entwickelt sich parallel zu einer merklichen strukturellen Veränderung der Bevölkerungszusammensetzung. Durch zunehmend verbesserte medizinische Versorgung, steigende Lebendstandards, Wohlstand und dem - glücklicherweise - vorherrschenden Frieden, steigt auch die durchschnittliche Lebenserwartung an. Was zur Folge hatte, dass die Sterblichkeit in Deutschland bis zum Jahr 2006 abnahm 3 . In den letzten zehn Jahren pendelte sich die Anzahl der natürlichen Todesfälle auf etwa 800.000 Staatsbürger ein. In Deutschland verläuft der Rückgang der Sterberate Hand in Hand mit dem Geburtenrückgang. Im Jahr 1972 unterschritt die Geburtenrate erstmals die
2 Die Bevölkerungszahl in Deutschland beträgt im Jahr 2005 etwa 82,4 Millionen Menschen. Im Jahr 2007 waren es noch 82,2 Millionen Einwohner.
3 Ab dem Jahr 2006 wird mit einer Zunahme der Sterbefälle gerechnet. Begründet wird dies durch den Demographischen Wandel und die daraus resultierende Überalterung der Gesellschaft.
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Janina Sonnenwald: „Sporttreiben oder Computerspielen - zwei konkurrierende Freizeitaktivitäten Jugendlicher. Eine quantitativ-empirische Studie zum Freizeitengagement bei Schülern.“
Sterberate. Von dort an ist in Deutschland ein Bevölkerungsrückgang zu verbuchen mit gleichzeitigem Beginn der Überalterung 4 . Die Gründe für den Geburtenrückgang sind vielseitig. Neben der Markteinführung der Anti-Baby-Pille ist auch die zunehmende Veränderung der Familienstruktur ausschlaggebend. Das Statistische Bundesamt berichtete 2007 von einem Anstieg der Privathaushalte, gekoppelt mit einer stetigen Verkleinerung der Haushaltsgröße. Die Tendenz zur Kleinfamilie resultiert meist aus persönlichen Gründen. Im Zeitalter der Individualisierung stehen Karrierewünsche nicht selten dem Wunsch nach Kindern im Weg. Aber auch die unvermeidliche finanzielle Belastung durch eine Familiengründung kann in manchen Fällen die Entscheidung gegen den Nachwuchs bekräftigen. Eine Aufstellung der Ausgaben, die das Elternsein mit sich zieht, hat Margot Münnich (2003) veröffentlicht. So hat dies häufig die Folge, dass beide Elternteile dazu gezwungen sind, zur Familienfinanzierung beizutragen. Elternteile die eine Elternzeit beantragt haben, kehren so bald wie möglich an ihren Arbeitsplatz zurück, oder sind als Alleinerziehende ohnehin finanziell auf sich selbst gestellt. So ist es nicht verwunderlich, dass im Jahr 2007 in mehr als der Hälfte der Familien mit zwei Elternteilen beide erwerbstätig sind (vgl. Pressemitteilung Nr. 264, www.destatis.de). Für betreuungsbedürftige Kleinst- und Kleinkinder werden meistens Kindertagesstätten oder ähnliche Einrichtungen in Anspruch genommen. Ab dem Schulkindalter ist der Nachwuchs immer häufiger - zumindest für wenige Stunden - alleine zu Hause, oder wird gegebenenfalls von älteren Geschwistern beaufsichtigt. Das so genannte „Schlüsselkind“ wird schon seit längerer Zeit von der Gesellschaft kritisch beäugt. Kinder wissen meist nicht, was sie mit ihrer neu erworbenen Freizeit anrichten sollen. Die Planung ihrer freien Zeit war zuvor stets fremdbestimmt. Während Eltern es oft untersagen, die Wohnung zu verlassen bevor sie zurück sind, engt die zunehmende Verstädterung die Möglichkeiten der Kinder im Freien zu spielen zusätzlich ein. Die kommunale Familienpolitik, wie z.B. Kinderfreundliches Stuttgart (vgl. Schuster 2006, www.kinderfreundlichesstuttgart.de), versucht das Wohnen und Leben für Familien attraktiver zu gestalten.
4 Veränderung der Altersstruktur in Deutschland von der Pyramidenform (mehr junge als alte Menschen) hin zu einer Urnenform (weniger junge Menschen mit vielen im mittleren Alter und alten Menschen). Dies führt unter anderem zu wirtschaftlichen Problemen in der Rentenversorgung der älteren Generation, da weniger Berufstätige für immer mehr Rentner aufkommen müssen.
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Arbeit zitieren:
Janina Sonnenwald, 2009, Sporttreiben oder Computerspielen – Zwei konkurrierende Freizeitaktivitäten Jugendlicher, München, GRIN Verlag GmbH
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