Inhaltsverzeichnis
Abbildungsverzeichnis III
1. Problemstellung 1
2. Das Wesen und die Bedeutung der betrieblichen Weiterbildung 2
2.1. Der Bereich der Weiterbildung und seine Abgrenzungen 2
2.2. Die Kriterien der betrieblichen Weiterbildung 4
2.3. Die Rolle der betrieblichen Weiterbildung 4
3. Funktionen der betrieblichen Weiterbildung 5
3.1. Die Versorgungsfunktion 6
3.2. Die Qualifizierungsfunktion 7
3.3. Die Motivationsfunktion 7
3.4. Die Akquisitions- und Imagefunktion 8
3.5. Die Integrationsfunktion 8
3.6. Die Selektions- und Legitimationsfunktion 9
3.7. Funktionen aus Sicht der Unternehmen 9
3.8. Funktionen aus Sicht der Arbeitnehmer 10
3.9. Funktionen aus Sicht der öffentlichen Hand 11
3.10. Das Modell Employability 11
4. Rahmenbedingungen der betrieblichen Weiterbildung 12
4.1. Strukturelle Rahmenbedingungen 12
4.2. Rechtliche Rahmenbedingungen 12
4.3. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen 15
4.4. Rahmenbedingung Betriebsgröße 15
4.5. Weitere Rahmenbedingungen 16
5. Deutschland im Vergleich 17
6. Schlussbetrachtung 20
Literaturverzeichnis 21
II
Abbildungs - und Tabellenverzeichnis
Abbildung 1: Aufbau beruflicher Weiterbildung nach Art des Finanzierers
Abbildung 2: Drei Weiterbildungsarten
Abbildung 3: Entwicklung der Beschäftigung im 4-Sektoren-Modell von 1882 -
Abbildung 4: Berufliche Gründe der Weiterbildung
Abbildung 5: Rechtsgültigkeit und Hierarchie der Rechtsnormen
Abbildung 6: Zusammenhang wirtschaftliche Lage des Betriebes und
Teilnahmequote betriebliche Weiterbildung
Abbildung 7: Anteil der Unternehmen an regelmäßiger Weiterbildung nach
Besch äftigtengrößenklasse im Zeitraum
Abbildung 8: Anteil der Unternehmen mit betrieblichen Weiterbildungskursen
Abbildung 9: Anteil der Teilnehmenden an betrieblichen Weiterbildungskursen
Abbildung 10: Weiterbildungsstunden in Kursen je Beschäftigtem
III
1. Problemstellung
Es herrscht allgemeine Einigkeit darüber, dass lebenslanges Lernen von großer Wichtigkeit ist, gerade in einer Zeit, in der die berufliche Erstausbildung nicht mehr für ein gesamtes Berufsleben ausreicht. Denn infolge von immer höherer Innovationsgeschwindigkeit in den Unternehmen und des wirtschaftlichen Wandels insgesamt, sind die Menschen immer häufiger dazu gezwungen, sich umzuorientieren oder ihre Qualifikationen anzupassen. Aufgrund des demographischen Wandels und des höheren Renteneintrittsalter wird diese Anforderung in der Zukunft auch immer mehr ältere Arbeitnehmer treffen. Diese Dinge lassen das Thema Weiterbildung in Zukunft kontinuierlich an Relevanz gewinnen. In dieser Ausarbeitung soll im Folgenden die betriebliche Weiterbildung genauer betrachtet werden. Hierzu muss zunächst einmal die Frage geklärt werden, was der Unterschied zwischen beruflicher und betrieblicher Weiterbildung beziehungsweise was die betriebliche Weiterbildung als solche überhaupt ist. Dies wird im ersten Abschnitt, „Das Wesen und die Bedeutung der betrieblichen Weiterbildung“ geschehen. Nach dieser einleitenden Begriffsklärung wird auf die verschiedenen Funktionen der betrieblichen Weiterbildung eingegangen, wobei versucht werden soll, die Sichtweisen der Arbeitnehmer, der Unternehmen und der Gesellschaft differenziert zu betrachten. Nachdem dieser Abschnitt mit dem Modell Employability abgeschlossen wurde, werden die relevanten Rahmenbedingungen in Bezug auf die betriebliche Weiterbildung, aus rechtlicher, wirtschaftlicher, betrieblicher und struktureller Sicht, beschrieben. Im letzten Abschnitt dieser Hausarbeit soll die Weiterbildungssituation in Deutschland mit dem europäischen Ausland verglichen werden, bevor die Schlussbetrachtung die Hausarbeit abrundet.
- 1 -
2. Das Wesen und die Bedeutung der betrieblichen Weiterbildung
Der Terminus der betrieblichen Weiterbildung stellt keinen fest definierten Begriff dar, sondern wird in Studien verschiedener Institutionen unterschiedlich verwendet. Trotz der variierenden Konzepte wird nachfolgend das Grundgerüst dieses Begriffes nachgezeichnet, wobei hier hauptsächlich Rückgriff auf die Konzepte “Berichtssystem Weiterbildung (BSW)“ des Bundesministerium für Bildung und Forschung, „Erhebung über die betriebliche Weiterbildung (CVTS)“ sowie „Adult Education Survey (AES)“ von Eurostat erfolgt. Um ein Grundverständnis zu entwickeln, wird zunächst eine Klärung der Ausdrücke Weiterbildung und berufliche Weiterbildung vorangestellt werden. Zum Abschluss wird die Rolle der betrieblichen Weiterbildung innerhalb der Weiterbildung in Deutschland aufgezeigt werden.
2.1. Der Bereich der Weiterbildung und seine Abgrenzungen
Als Komplement zur schulischen Bildung wird nachschulische Bildung mit Weiterbildung bezeichnet. 1 Weiterbildung zielt folglich auf das Lernen Erwachsener ab und wird laut dem Deutschen Bildungsrat als Fortsetzung oder Wiederaufnahme organisierten Lernens nach Abschluss einer unterschiedlich ausgedehnten ersten Ausbildungsphase definiert. 2
Diese Definition umfasst eine große Bandbreite der Erwachsenenbildung. Jedoch bezieht sich das Interesse vieler, gerade international vergleichender Studien zum Großteil auf die berufsbezogene Weiterbildung 3 , weswegen eine weitere Trennlinie zwischen den Formen der Weiterbildung einzuziehen ist. Einer der zentralen Unterscheidungsaspekte in Deutschland ist die Abgrenzung von allgemeiner und beruflicher Weiterbildung, auch 2-Säulen-Modell genannt.
Unter allgemeiner Weiterbildung, die neben der kulturellen auch die politische Weiterbildung inkludiert, werden grundlegende Erkenntniskategorien und -methoden, Schlüsselqualifikationen, Einstellungen und Haltungen, die in jedem Lebensbereich relevant sind, verstanden. Darüber hinaus haben sie Bedeutungen für andere Bereiche wie logisches Denken, Flexibilität oder Verantwortungsbereitschaft. 4
1 Vgl. Lung, 1996, S. 32
2 Vgl. Deutscher Bildungsrat, 1970, S. 197
3 Vgl. TNS Infratest Sozialforschung, 2008, S. 42
4 Vgl. Becker, 2002, S. 153.
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Die Themengebiete mit dem größten Zulauf in Deutschland sind „Computer, EDV, Internet“ gefolgt von „Sprachkenntnissen“ und „Gesundheit“. 5
Die berufliche Weiterbildung ist, getrennt von der beruflichen Erstausbildung, unter dem Dach der beruflichen Bildung angesiedelt. Ihr Beginn wird somit per Eintritt in die volle Erwerbstätigkeit gekennzeichnet. Im Gegensatz zur lebenspraktischen Bildung obliegt ihr eine weitaus stärkere Beachtung, da durch die „enge Verknüpfung des Berufs mit dem Lebensschicksal, der primär beruflich orientierten Weiterbildung eine Schlüsselrolle bei der Verteilung von sozialen Chancen und Lebenserwartungen“ 6 zufällt. Fortbildungs- sowie Umschulungsmaßnahmen zählen ebenso wie Lernen am Arbeitsplatz zur beruflichen Weiterbildung hinzu und können sowohl im Betrieb, an speziellen Fortbildungsstätten als auch per Fernunterricht stattfinden. 7 Abbildung 1 veranschaulicht noch mal den letzten Abschnitt und unterscheidet bereits die berufliche Weiterbildung nach dem Merkmal der Finanzierung, welches ein erstes Kriterium für die betriebliche Weiterbildung darstellt.
Abbildung 1: Aufbau beruflicher Weiterbildung nach Art des Finanziers
Quelle: Eurostat, 2002, Erhebung über betriebliche Weiterbildung (CVTS 2)
5 Vgl. TNS Infratest Sozialforschung, 2008, S. 13
6 Deutscher Bildungsrat, 1970, S. 55
7 Vgl. Bundesministerium für Bildung und Forschung, 2005, S. 310
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Arbeit zitieren:
Marco Theiling, Ole Steinhövel, 2008, Betriebliche Weiterbildung, München, GRIN Verlag GmbH
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