Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung 2
2 Das 4CID-Modell in der praktischen Anwendung 3
2.1 Entwurf einer Hierarchie von Fertigkeiten 4
2.2 Aufgabenklassen 6
2.3 Lernaufgaben 8
2.4 Unterstützende Informationen 10
2.5 Just-in-time-Informationen 11
3 Das 4CID-Modell in der Theorie 11
3.1 Lerntheoretische Überlegungen und Aspekte des situierten Lernens. 12
3.2 Integration des 4CID-Modells in didaktische Szenarien 13
3.3 Unterstützung des Blueprints durch Medien 14
4 Zusammenfassung und Fazit ,15
5 Literaturverzeichnis 16
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: Das 4CID-Modell. Eine schematische Übersicht 3
Abbildung 2: Fertigkeitshierarchie Bildungswissenschaftler in der
betrieblichen Aus- und Weiterbildung 5
Tabellenverzeichnis
Tabelle 1: Sequenz der Aufgabenklassen 7
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Einleitung
Die Veränderung von Kundenansprüchen, die zunehmende Globalisierung der Märkte sowie der steigende Wettbewerbsdruck durch andere Anbieter und auch die innere Dynamik von Betrieben sind Aspekte, die dazu führen, dass die Qualifikationen von Mitarbeitern angepasst werden müssen. Der Mitarbeiter muss lern- und wandlungsfähig sein, um mit sich ständig ändernden Anforderungen umgehen zu können (vgl. Geißler, 1998, S.83). Folgt man diesen Ausführungen, so öffnet sich ein weites und an Bedeutung zunehmendes Betätigungsfeld für Bildungswissenschaftler im Bereich der betrieblichen Aus- und Weiterbildung. Im Bildungsbereich wird es zukünftig von wichtiger Bedeutung sein, ob es gelingt, für den einzelnen Mitarbeiter zur richtigen Zeit das richtige Angebot bereitzustellen. Maßgeschneiderte Qualifizierungsprozesse müssen geplant, die Durchführung begleitet und evaluiert werden. Weiterbildung muss professionell gesteuert werden. Diese neuen und anspruchsvollen Aufgaben bedürfen einer entsprechenden Professionalisierung der Weiterbildungsverantwortlichen (vgl. Meier, 2005, S.15) und weisen somit Bildungswissenschaftlern ein eindeutiges Betätigungsfeld zu.
Maßgeschneiderte Qualifizierungsprozesse stellen komplexe Anforderungen an Lernende und Lehrende. Ziel der Bildungswissenschaftler muss es sein, Kompetenzen zu vermitteln, die auf die Lösung komplexer Probleme zielen. Das in dieser Arbeit beispielhaft vorgestellte 4CID-Modell von Van Merriënbroer (engl. Four Component Instructional Design Model (4CID) von Van Merriënbroer, 1997) wurde speziell für das Training von komplexen kognitiven Fähigkeiten entwickelt und ist als ein unabdingbares Instrument für Bildungswissenschaftler im Bereich der betrieblichen Aus-und Weiterbildung zu sehen, welches die Möglichkeit erschließt, den Fak-tor der Humanressource individuell zu berücksichtigen und unter Einsatz authentischer Anwendungsfelder, Lernsituationen und Lernaufgaben und dem Einsatz von modernen Medien, Wissenstransfer und den Erwerb von Handlungswissen über die gesamte Lebensspanne zu initiieren (vgl. Bastiaens, Martens, 2000, S. 9).
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Die im Text verwendeten männlichen Formulierungen (z.B. Bildungswissenschaftler, Mitarbeiter) verstehen sich nicht als wertend geschlechtsspezifisch, sondern als neutrale Formulierungen, die im Sinne einer vereinfachten Lesbarkeit verwendet werden.
2 Das 4CID-Modell in der praktischen Anwendung
Das hier in Auszügen vorgestellte 4CID-Modell, das Vier-Komponenten Instruktionsmodell, wurde von Van Merriënbroer in den 1980er Jahren entwickelt. Die vier Grundkomponenten des Modells beschäftigen sich mit dem Entwerfen von Lernaufgaben (3), der Klassifizierung in unterstützende Informationen (6), der Just-in-time Informationen (9) und der Parttask Practice (10). Es gibt noch sechs weitere Schritte, die vorbereitend und analysierend sind. (Bastiaens et al., 2009, S.97f). Die Ziffern in Klammern zeigen die Position in der schematischen Übersicht des Modells der Abbildung 1 an.
In der folgenden Ausarbeitung geht es nicht darum das Modell in seiner Komplexität vollständig darzustellen. An dieser Stelle sollen die zentralen Elemente
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herausgearbeitet werden, um ein grundlegendes Verständnis für Vorteile der Anwendung des Modells in der betrieblichen Aus- und Weiterbildung aufzuzeigen.
2.1 Entwurf einer Hierarchie von Fertigkeiten
Das 4CID-Modell ist ein Instruktionsdesign-Modell, dessen Ziel es ist, komplexe kognitive Fähigkeiten ganzheitlich zu vermitteln und zu üben. Die Vermittlung von Handlungswissen steht hierbei im Vordergrund. Der Erwerb theoretischer Kenntnisse dient bei diesem Modell ausschließlich dem Zweck Handlungswissen zu ermöglichen (vgl. Niegemann, 2004, S.58 f). Der Einsatz authentischer Lernaufgaben ist eine grundlegende Voraussetzung, um komplexe Fähigkeiten effektiv trainieren zu können. Um eine Basis für die Lernaufgaben zu erstellen, sollte als erster Schritt vorab eine sorgfältige Analyse von wesentlichen und notwendigen Handlungen stehen, die oft integriert und koordiniert durchgeführt werden (Bastiaens, 2007, S. 2). Neben der Analyse von Aufgaben aus der täglichen beruflichen Praxis sollte auch die Analyse der spezifischen Erfahrungen eines Berufsexperten aus dem entsprechend zu trainierenden Bereich stehen. (Meier, 2005, S. 6 ff) Hieraus ergibt sich die folgende Abbildung, die eine Fertigkeitenhierarchie zeigt. Es handelt sich hier um eine Analyse von Fertigkeiten, die Teilaspekte eines Qualifizierungsprozesses in der beruflichen Aus- und Weiterbildung aufzeigen.
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Arbeit zitieren:
Ute Lüger, 2009, Bildungswissenschaftler in der betrieblichen Aus- und Weiterbildung, München, GRIN Verlag GmbH
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DOI
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