Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung. 3
2. Krankenhausfinanzierung 4
2.1 Historische Entwicklung der Erlösbildung 4
2.2 Die aktuelle Situation der Erlösbudgetierung 7
3. Interne Budgetierung 9
3.1 Funktion im Unternehmen. 11
3.2 Kostenträger-/Kostenart- und Kostenstellenrechnung im Überblick 12
3.3 Praktische Durchführung der internen Budgetierung 14
3.4. Vorteile und Risiken der Methode im Unternehmen. 15
4. Fazit. 16
5. Literaturverzeichnis 17
2
1. Einleitung
Mit der Einführung des DRG-Entgeltsystems und der damit verbundenen Erlösbudgetierung im Jahr 2003, hat sich die wirtschaftliche Lage der deutschen Krankenhäuser noch einmal signifikant verschärft. Die Vertreter der Krankenhausgesellschaften beklagen ein immer größer werdendes Missverhältnis zwischen den steigenden Kosten, z.B. Energiekosten, höhere Tarifabschlüsse, und den nur marginal ansteigenden Erlösbeträgen seitens der Kostenträger.
Als Folge dessen bilanzieren viele Krankenhäuser aktuell Fehlbeträge im Jahresabschluss und sehen, bei unveränderten Rahmenbedingungen, einer Insolvenz entgegen. War der finanzielle Spielraum für Leistungserbringer in jüngster Zeit bereits eng, so hat er sich unter den neuen Rahmenbedingungen
noch weiter verschärft, ebenso der Konkurrenzdruck unter den Einrichtungen. Bedarfswirtschaftliche (’Versorgungsauftrag’) und erwerbswirtschaftliche Gesichtspunkte (Wirtschaftlichkeit des eigenen Unternehmens) müssen gleichermaßen erreicht werden.
Die Krankenhäuser stehen in der Verantwortung in Zukunft für den wirtschaftlichen Bestand des Unternehmens, der über viele Jahre durch das Prinzip der Kostendeckung sichergestellt war, selbst mit Sorge zu tragen, die Qualität ihrer Leistungen stetig zu verbessern und gleichzeitig die Kosten hierfür zu reduzieren. Das setzt eine noch stärkere strategische Ausrichtung der Krankenhäuser in Richtung Wirtschaftlichkeit und den entsprechenden Einsatz von Instrumenten zur internen Kostendämpfung voraus.
Als eines der geeigneten Methoden gilt die interne Budgetierung, die eine prospektive Planung der Kosten für Kostenträger, Kostenarten und Kostenstellen erlaubt und somit ein wichtiges Planungs-und Kontrollinstrument für die Kosten und Leistungsrechnung eines Krankenhauses darstellt.
In dieser Arbeit soll neben der Darstellung der aktuellen Krankenhausfinanzierungssituation in Deutschland, die Methode der internen Budgetierung im Fokus der Betrachtung stehen. Ihre praktische Durchführung, sowie die Vorteile und Risiken im Unternehmen sind ebenfalls Teil dieser Arbeit. Am Ende steht die Frage, ob sich die Methode eignet, die Krankenhäuser zu wirtschaftlichem Arbeiten zu befähigen.
3
2. Krankenhausfinanzierung
Mit der Einführung des Krankenhausfinanzierungsgesetzes (KHG) 1 vom 29. Juni 1972 unterliegen deutsche Krankenhäuser der dualen Finanzierung 2 . Ziel der Krankenhausfinanzierung und des KHG ist gemäß § 1 KHG die wirtschaftliche Sicherung der Krankenhäuser zur bedarfsgerechten Versorgung der Bevölkerung, mit leistungsfähigen und eigenverantwortlich wirtschaftenden Krankenhäusern zu sozial tragbaren Pflegesätzen unter Beachtung der Trägervielfalt (öffentlich-rechtliche, freigemeinnützige und private Krankenhäuser). Charakteristisch für die duale Finanzierung ist die Trennung der Kosten in Investitionskosten, die durch die Bundesländer aufgebracht werden und pflegesatzfähige Kosten, die von den Versicherten bzw. deren Krankenkassen zu tragen sind. Basis der Investitionsfinanzierung ist der/die jeweiligen Krankenhausplan des Bundeslandes. Zusammen mit den aufgestellten Investitionsprogrammen sichern diese die Finanzierung der Investitionskosten von Krankenhäusern. Die Betriebskosten der Krankenhäuser werden von den Patienten bzw. ihren Krankenkassen durch Erlöse aus den DRG-Fallgruppen getragen. Grundlage dieser Regelung ist der § 4 KHG zur wirtschaftlichen Sicherung der Krankenhäuser. Dieses dualistische Finanzierungs-prinzip wird in der Literatur häufig diskutiert. Bei dieser Diskussion geht es vor allem um Vor-und Nachteile von dualistischen und monistischen 3 Prinzipien und deren Ausgestaltung im Sinne der Ziele des KHG. Nach dem monistischen Prinzip der Krankenhausfinanzierung liegt die Entschei-dungs-und Finanzierungsverantwortung für Investitions- und laufende Betriebskosten der Krankenhäuser allein bei den Krankenkassen. Eine öffentliche Förderung durch die Bundesländer sollte dabei nicht stattfinden.
Dieses Finanzierungsprinzip wurde in Deutschland von 1936 bis 1972 angewendet und durch Einführung des KHG in die dualistische Finanzierung überführt.
2.1 Historische Entwicklung der Erlösbildung
Seit Anfang der 90er Jahre des letzten Jahrhunderts, sah man sich in der gesundheitspolitischen Diskussion immer wieder vor der Herausforderung, die ständig steigenden Kosten (vgl. Abb 1) für das Gesundheitswesen zu dämpfen.
1 [Online im Internet]:URL:http://www.buzer.de/gesetz/6105/index.htm-KHG, Stand 24.11.07.
2 Vgl.Keun/Prott, Einführung in die Krankenhauskostenrechnung, Gabler,2004,S.67.
3 Vgl. Koch, Buchhaltung und Bilanzierung im Krankenhaus und Pflege, Erich Schmidt-Verlag,2007,S.184.
4
Im Rahmen dieser Bestrebungen kam es zu einigen Gesetzgebungen und Reformen, die nicht zuletzt auch einen großen Einfluss auf die Krankenhausfinanzierung hatten.
Das Gesundheitsstrukturgesetz von 1993 hatte die Einhaltung der Beitragssatzstabilität als übergeordnetes Ziel. Konsequenzen dieses Gesetzes für die Krankenhäuser waren:
Ablösung der Pflegesätze durch Fallpauschalen und Sonderentgelte in der Betriebskostenfinanzierung.
Auflösung des Selbstkostendeckungsprinzips durch die erstmalige Einführung eines externen Budgets, mit direkter Bindung an die Einnahmen der Krankenkassen. Verzahnung von ambulanter und stationärer Behandlung wird vom Gesetzgeber ein-gefordert.
In der GKV-Gesundheitsreform im Jahre 2000 ergaben sich folgende Änderungen für die Krankenhäuser:
Ambulantes Operieren im Krankenhaus (SGB V, § 115b)
Einheitlicher Katalog, einheitliche Vergütung, Maßnahmen zur Qualitätssicherung und Wirtschaftlichkeit
5
Arbeit zitieren:
Diplom-Pflegeleitung (FH) Andreas Röder, 2007, Der Abschied vom Non-Profit-Unternehmen, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Qualitätszirkel als Instrument...
Pflegemanagement / Sozialmanagement
Referat (Ausarbeitung), 16 Seiten
Die Einführung von Zielvereinbarungsgesprächen in einem ambulanten Pfl...
Facharbeit zur PDL Weiterbildu...
Hausarbeit, 33 Seiten
Qualitätsmanagement in ambulanten Pflegeeinrichtungen
Pflegemanagement / Sozialmanagement
Hausarbeit, 38 Seiten
Implementierung eines Qualitätsmanagementsystems in der Altenhilfe am ...
Pflegemanagement / Sozialmanagement
Studienarbeit, 59 Seiten
Gesetzliche Qualitätsanforderungen in der Pflege und die tatsächliche ...
Pflegemanagement / Sozialmanagement
Hausarbeit, 29 Seiten
Canis Lupus Therapeuticus und anderes Getier
Möglichkeiten und Grenzen tier...
Sozialpädagogik / Sozialarbeit
Diplomarbeit, 80 Seiten
Der Fragebogen als Instrument zur Messung der Patientenzufriedenheit i...
Pflegemanagement / Sozialmanagement
Studienarbeit, 34 Seiten
"Später vielleicht..." - Der Weg von einer zeitorientierten ...
Projektarbeit, 35 Seiten
Formen, Theorie und Praxis des Audits
Pflegemanagement / Sozialmanagement
Referat (Ausarbeitung), 11 Seiten
Neue Erkenntnisse und Steuerungsmöglichkeiten für die wirtschaftliche ...
Pflegemanagement / Sozialmanagement
Studienarbeit, 43 Seiten
Qualitätsmanagement in der Pflege
Die Betrachtung von Qualitätsm...
Pflegemanagement / Sozialmanagement
Diplomarbeit, 116 Seiten
Die Pflegevisite - ein Instrument zur Qualitätssicherung
Pflegemanagement / Sozialmanagement
Diplomarbeit, 86 Seiten
Multidimensionalen Patientenorientierung in der ambulanten Pflege
Weiterbildung zur Case Manager...
Hausarbeit, 28 Seiten
Das Psychobiographische Pflegemodell nach Erwin Böhm
„Verwirrt nicht die Verwirrten...
Pflegemanagement / Sozialmanagement
Hausarbeit, 29 Seiten
Andreas Röder's Text Der Abschied vom Non-Profit-Unternehmen ist nun auf dem Buchmarkt erhältlich
Andreas Röder hat den Text Der Abschied vom Non-Profit-Unternehmen veröffentlicht
Andreas Röder hat einen neuen Text hochgeladen
Third Sector Policy at the Crossroads: An International Non-Profit Ana...
Helmut K. Anheier, Jeremy Kendall
Strategic Management: Global Cultural Perspectives for Profit and Non-...
Marios I. Katsioloudes
Balanced Scorecard in Verwaltung und Non-Profit-Organisationen
Andreas Georg Scherer, Jens Alt
Marketingentwicklung lokaler Non-Profit-Organisationen in Zeiten des W...
Möglichkeiten, Strategien und ...
Bartholomäus Rymek
Fundraising im Non-Profit-Sektor
Marktbearbeitung von Ansprache...
Monika Bär, Jan Borcherding, Bernhard Keller
Berufspädagogische Aktivitäten in Non-Profit-Organisationen
Konzepte - Designs - Instrumen...
Gerhard Niedermair
0 Kommentare