Inhalt
1. Anwesenheitsliste 3
2. Unterrichtsvoraussetzungen 5
2.1 Allgemeine Voraussetzungen 5
2.2 Spezielle Voraussetzungen 6
3. Unterrichtsthematik 6
4. Sachanalyse 7
4.1 Zur deutschen Geschichte 7
4.2 Zum Rittertum 9
5. Didaktisch-Methodische Analyse 10
5.1 Reduktion der ersten beiden Unterrichtsstunden 10
5.2 Reduktion der dritten Unterrichtsstunde 12
6. Lernziele 13
6.1 Lernziel der Unterrichtseinheit 1 (Stunden 1 und 2) 13
6.1.1 Lernziele der 1. Unterrichtsstunde 13
6.1.2 Lernziele der 2. Unterrichtsstunde 13
6.2 Lernziel der Unterrichtseinheit 2 14
6.2.1 Lernziele der 3. Unterrichtsstunde 14
7. Tabellarischer Unterrichtsverlauf 15
7.1 Verlauf der Stunde 1 15
7.1.1 Reflexion der Stunde 1 17
7.2 Verlauf der Stunde 2 18
7.2.1 Reflexion der Stunde 2 19
7.3 Verlauf der Stunde 3 20
7.3.1 Reflexion der Stunde 3 22
8. Nachbetrachtung 23
9. Literaturverzeichnis 24
10. Anhang 25
10.1 Anhang zur 1. Stunde 26
10.2 Anhang zur 2. Stunde 32
10.3 Anhang zur 3. Stunde 37
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2. Unterrichtsvoraussetzungen
2.1 Allgemeine Voraussetzungen
Die Klasse 7 der A.-Oberschule ist eine sehr interessierte und mitteilungsfreudige Klasse, in der sich immer mindestens 3 SchülerInnen melden, auch wenn gar keine Frage im Raum steht. Die 32 SchülerInnen starke Klasse setzt sich aus 11 Mädchen und 21 Jungs zusammen. Ein Großteil der SchülerInnen zeigt ein reges Interesse am Geschichtsunterricht, was sich in Wissbegierde und guter Mitarbeit äußert. In Unterrichtsgesprächen kann dies allerdings auch manchmal zu Unruhe führen, die sich aber mit gezielter Disziplinierung schnell wieder legt. Das soziale Klima der Klasse ist noch nicht endgültig entwickelt und erscheint daher äußerst homogen, was wohl daran liegt, dass diese siebente Klasse sich nach dem Wechsel von verschiedenen Grundschulen auf diese, ihnen neue Oberschule in einer Findungsphase befindet. Grüppchenbildung ist nur durch das gegenseitige Kennen aus der Grundschule vereinzelt vorzufinden, die dann auch klassenübergreifend zu beobachten ist. Insgesamt scheinen die meisten SchülerInnen vor allem auf dem Schulhof eine Art Zweckbündnis miteinander eingegangen zu sein, um die neue Schule gemeinsam kennen zu lernen und als Gruppe (zum Beispiel beim Fußball) älteren SchülerInnen gegenüber als Einheit gegenüber zu treten, zum Beispiel falls es zu Unstimmigkeiten mit diesen kommt. Innerhalb des Unterrichts laufen der methodische Unterrichtsverlauf sowie die Zusammenarbeit durch das vorangegangene Methodentraining der Schule schon recht flüssig für neu zusammen gefundene SchülerInnen einer siebenten Klasse. Circa zehn SchülerInnen fallen im Geschichtsunterricht durch besonders starke Leistungen und großes Vorwissen zu einzelnen Themen auf. Dies zeigt sich besonders im mündlichen Bereich. Drei bis vier SchülerInnen neigen gerne zum Versuch, sich und möglichst viele übrige SchülerInnen vom Unterrichtsgegenstand abzulenken. Diesem Austesten der Grenzen wird von den verschiedenen LehrerInnen recht unterschiedlich begegnet, wobei auch völlig konträre Konzepte innerhalb eines leicht laissez-fairen bis stark autoritären Unterrichtsstiles denselben positiven Effekt erzielen können. Circa zehn SchülerInnen lassen sich weder von den Ablenkern noch vom Lehrer zur Mitarbeit begeistern, wobei die Hälfte dieser dennoch auf Unterrichtsfragen antworten kann. Die quantitative Dominanz der männlichen Schüler scheint den Unterrichtsfluss insgesamt zu unterstützen, da nicht genug Mädchen da sind, welche die auf sie abzielende humoristische Selbstdarstellung einiger Jungs während des Unterrichts aufnehmen und weiter „anheizen“. Im Klassenraum der 7 sind neben der Tafel unter anderem die Medien Overhead-Projektor, verschieden farbige Kreide, Radiorecorder mit CD-Deck, Kartenhalter, Zeigestock und Mathematikaccessoires wie Tafelzirkel und -lineal
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vorhanden. Nach vorheriger Anmeldung kann man ein etagengebundenes TV-Gerät mit DVD-und VHS-Funktion in den Raum holen oder bei Bedarf sogar in einen der beiden Multimedia-Räume mit PC und Video-Beamer wechseln. Hier sind beispielsweise Powerpointpräsentationen für SchülerInnen und LehrerInnen möglich. Sowohl im Lehrerzimmer als auch in den In-formatikräumen gibt es PCs mit Internetanbindung.
2.2 Spezielle Voraussetzungen
In den vorangegangenen Geschichtsunterrichtsstunden haben die SchülerInnen neben dem allgemeinen Methodentraining die Themen Völkerwanderung, Zerfall des Römischen Reiches, Karl der Große und Lehenswesen wiederholt. Einige der SchülerInnen hatten diese auf ihrer Grundschule teilweise oder ganz, andere gar nicht behandelt. Frau F. führte im Anschluss an die Wiederholung das Bauerntum ein. Die Wichtigkeit dieses Themas ist unermesslich, stellen doch die Bauern über 90% der mittelalterlichen Bevölkerung und sorgen so für die Basis einer funktionierenden Ständegesellschaft.
3. Unterrichtsthematik
Herrschaft im Mittelalter
1. Stunde: Entstehung des Deutschen Reiches [STUNDE 1] 2. Stunde: Krönung und Wirken König Ottos I. [STUNDE 2]
Mittelalterliche Lebensräume
(3. Stunde: Das Kloster und das Mönchtum) (4. Stunde: Das Kloster / Die Burg) 5. Stunde: Die Burg und das Rittertum [STUNDE 3]
Religionskonflikte
(6. Stunde: Der Erste Kreuzzug)
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4. Sachanalyse
4.1 Zur deutschen Geschichte
Über die Frage, wo die Anfänge der deutschen Geschichte liegen, sind die Historiker bis heute uneins. Manche sehen im neunten Jahrhundert bereits entscheidende Weichenstellungen. Andere erkennen erst im elften oder gar im zwölften Jahrhundert eine deutsche Reichsbildung. Konsens herrscht darüber, dass am Anfang der deutschen Geschichte kein isoliertes Datum steht, sondern dass in einem längeren historischen Prozess die Auflösung des Frankenreiches mit der Entstehungsgeschichte des mittelalterlichen Reiches einherging. Und diese Phase von längerer Dauer wird mehrheitlich in das zehnte Jahrhundert gelegt. Grundlage war das Frankenreich, dessen Teilung im Jahre 843 durchaus nichts Ungewöhnliches war und in eine ganze Serie ähnlicher Vorgänge gehört, die eine spätere Vereinigung keineswegs ausschlossen. Mit den Verträgen von Meersen (870) und Ribemont (880) und der darin verfügten Aufteilung des Mittelreiches wurden jedoch Realitäten geschaffen, die sich unter der Langzeitperspektive als definitiv herausstellen sollten. Die territorialen Grundlagen Frankreichs und Deutschlands wurden damit geschaffen, wenngleich das fränkische Erbe noch über Jahrhunderte fortwirkte.
Für die Entstehungsgeschichte der Deutschen erwies sich außerdem die Christianisierung der germanischen Völker und Stämme als grundlegend. Die Missionsarbeit und der Märtyrertod des Bonifatius (672/73-754), der als „Apostel der Deutschen“ in die Geschichte eingegangen ist, hat wesentlich dazu beigetragen, dass die Stammesunterschiede und -gegensätze im gemeinsamen christlichen Glauben aufgehoben wurden. Zugleich sorgte der Aufbau von Strukturen der römischen Kirche mit der Gründung von Klöstern und Bistümern für organisatorische und geistig-kulturelle Gemeinsamkeiten über Stammesgrenzen hinweg. Karl der Große hatte in langwierigen Kämpfen die Sachsen seiner Herrschaft unterworfen und sie zur Annahme des christlichen Glaubens gezwungen. Ein Jahrhundert nach ihm bezeichnete der letzte Karolinger im Ostfrankenreich den Sachsenherzog Heinrich zu seinem Nachfolger. Mit seiner Erhebung zum König (919) begann eine neue Epoche, die den Auflösungsprozess des Frankenreiches fortsetzte und die Herausbildung einer neuen Identität entscheidend förderte. Heinrich I. verlagerte das Zentrum des Reiches vom Rhein an die Weser. Es gelang ihm, seine anfangs angefochtene Autorität im Innern durchzusetzen und die Bedrohung von außen abzuwehren. Der Sieg über die Ungarn in der Schlacht von Riade (933) kennzeichnet sowohl die inzwischen gefestigte Einheit im Kampf gegen den äußeren Feind als auch den Prestigegewinn für den König und die Anerkennung des sächsischen Führungsanspruchs.
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Unter Heinrichs Sohn Otto wurden die Ungarn auf dem Lechfeld endgültig geschlagen (955) und traten danach nicht mehr als Gefahr für die äußere Sicherheit seines Reiches auf. Otto I. (der Große, 936-973) hat sich selbst immer noch als Herrscher über das Frankenreich definiert, aber unterdessen war eine neue Wirklichkeit entstanden. Mit ihm stieg das Reich zur Hegemonialmacht im christlichen Abendland auf und seine Italienpolitik - eine Wiederaufnahme karolingischer Traditionen - ebnete die Bahn für eine Reichsidee, in der römische Kirche und ostfränkisch-deutsche Königsherrschaft eine enge Allianz eingingen. Die Kaiserkrönung Ottos durch den Papst in Rom (962) besiegelte diese Interessengemeinschaft, welche Anspruch der Oberherrschaft des Kaisers über die gesamte Christenheit einschloss. In Ottos Reichskirchensystem (wobei dieser Begriff bei Historikern umstritten ist) zeigte sich eine andere Variante der engen Zusammenarbeit von Thron und Altar zur Konsolidierung der insgesamt nach wie vor labilen Ordnung. Dennoch sind gegen Ende des zehnten Jahrhunderts Verfestigungen unübersehbar. Trotz aller fortbestehenden partikularistischen Kräfte - vor allem in Gestalt der Stammesherzöge - setzten die Nachfolger Ottos I., Otto II. (973-983), Otto III. (983-1002) und Heinrich II. (1002-1024), die vorgegebenen politischen Linien fort und lösten sich zugleich, indes zunächst unmerklich, von den karolingischen Leitideen, Allmählich formte sich aus dem Stammesbewusstsein der Sachsen, Franken, Bayern, Schwaben und Lothringer ein übergreifendes Zusammengehörigkeitsgefühl, das den Weg in die deutsche Geschichte gewiesen hat. Auch die Anfänge einer transpersonalen, also von einzelnen Königen unabhängigen Herrschaftsordnung gehören zu diesem Prozess. Und selbstverständlich spielte ebenso die jeweilige Reichsidee mit der Symbolik der Reichsinsignien eine entscheidende Rolle. Das Ziel einer Erneuerung des Römischen Reiches mit Rom als Hauptstadt und dem Zusammenwirken von Kaiser und Papst als obersten Lenkern der Christenheit hat sich zwar nie verwirklichen lassen, aber der Gedanke eines Universalreiches mit einem Deutschen als Kaiser an der Spitze wird die folgenden Jahrhunderte bestimmen, wenn auch der Begriff „Heiliges Römisches Reich Deutscher Nation“ erst viel später, nämlich zu Beginn des 16. Jahrhunderts, in Gebrauch kam.
Übrigens geben auch die Ursprünge und Gebrauch des Wortes „deutsch“ Hinweise auf die Anfänge der deutschen Geschichte. Zunächst wurde damit die Sprache der OstFranken bezeichnet - im Gegensatz zum Latein des gelehrten Klerus und zur romanischen Umgangssprache im WestFrankenreich. „Deutsch“ kommt von althochdeutsch „diot“ (Volk) und von dem davon abgeleiteten „diutisc“. „Lingua theodiscus“ stammt aus dem Jahr 786; die Abwandlung „theutonicus“ ist zuerst 876 belegt. Im zehnten Jahrhundert setzt sich „deutsch“ als Gesamtbezeichnung für die Stammessprachen im Osten des Frankenreiches durch. Gegen Ende des
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Arbeit zitieren:
Robert Leuck, 2007, Bericht zum Unterrichtspraktikum im Fach Geschichte, München, GRIN Verlag GmbH
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