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Können in Zeiten der Globalisierung die Staaten noch autonome Politik betreiben?

Title: Können in Zeiten der Globalisierung die Staaten noch autonome Politik betreiben?

Term Paper , 2003 , 15 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Swetlana Wink (Author)

Economics - Macro-economics, general
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Summary Excerpt Details

Das Thema „Globalisierung“ ist zur Zeit sehr aktuell: man kann heute kaum
eine Zeitung öffnen, ohne auf den Begriff der Globalisierung zu stoßen. Um
etwas mehr darüber zu erfahren, habe ich dieses Thema für meine Hausarbeit
ausgesucht. Da das Thema „Globalisierung“ sehr umfangreich ist, werde ich in
diesem Aufsatz nur die Auswirkungen dieser neuen Entwicklung auf die Politik
darzustellen versuchen. Das Wort „Globalisierung“ ist natürlich selbst erklärungsbedürftig,
so werde ich als erstes auf die Fragen eingehen, was Globalisierung
bedeutet und was sich wie globalisiert. Der Begriff der Globalisierung wird sehr unterschiedlich definiert. Vor allem
sind dabei fünf verschiedene Aspekte zu beachten, die ich im folgenden beschreiben
werde.
Die erste Form nennt man Internationalisierung des Warenkapitals. Es sind die
Exporte von Waren und Dienstleistungen, die seit den fünfziger Jahren ständig
zunahmen und immer noch steigen. Dabei ist es zu beachten, dass der größte
Teil der Im- und Exporte sich auf die Triade-Länder1 konzentriert. Wir haben
im Vergleich zu 1950 heute ein internationales Handelsvolumen, das ca. hundertmal
so hoch ist wie damals, weil der Welthandel durch den Abbau von
Handelshemmnissen gefördert wird. Diese Förderung sollte Vorteile sowohl für
die Konsumenten als auch für die Produzenten bringen. Erstere bekommen
eine größere Vielfalt an Waren, was aufgrund vom erhöhtem Wettbewerb zu
niedrigeren Preisen führt. Für die Produzenten eröffnet sich durch die Internationalisierung
der Märkte ein größerer Absatzmarkt2.
Der zweite Aspekt der Globalisierung ist die beschleunigte Internationalisierung
des produktiven Kapitals bzw. der Direktinvestitionen3. Der Anstieg fing in
den achtziger Jahren an und hat sich von 1992 bis 1997 mehr als verdoppelt. [...]

1 Triade Länder sind Europa, Nordamerika und Japan
2 vgl. Steffen Becker, Thomas Sablowski, Wilhelm Schumm (Hrsg.), 1997 S. 28 – 50 und Walter Hanesch
S. 4 - 5
3 Direktinvestition ist die Leistung oder direktes Kapitalengagement gebietsansässiger Unternehmen in fremden
Wirtschaftsgebieten mit der Absicht, einen Einfluss auf die Geschäfttätigkeit des empfangenden Unternehmens
zu nehmen. (vgl. dazu Weigert/ Pepels, WiSo-Lexikon S. 141).

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Formen der Globalisierung

3. Die Einschränkungen staatlicher Autonomie durch die supranationalen Organisationen

3.1 Die Europäische Union (EU)

2.2 Das GATT bzw. die WTO

2.3 Der IWF

3. Die transnationalen Konzerne bedrängen die nationale Politik

4. Einschränkungen politischer Gestaltungsmöglichkeiten durch die Internationalisierung der Finanzmärkte

5. Verbleibende Bereiche autonomer Politikmöglichkeiten

6. Fazit

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die Arbeit untersucht die zentrale Forschungsfrage, ob Staaten in Zeiten zunehmender Globalisierung noch in der Lage sind, eine autonome Politik zu betreiben. Dabei analysiert die Autorin, inwiefern internationale Institutionen, transnationale Konzerne und globalisierte Finanzmärkte den nationalen Handlungsspielraum einengen und welche Bereiche staatlicher Gestaltungsmacht dennoch bestehen bleiben.

  • Grundbegriffe und verschiedene Formen der Globalisierung
  • Einfluss supranationaler Organisationen wie EU, WTO und IWF auf die staatliche Souveränität
  • Machtverschiebung durch transnationale Konzerne und deren Druck auf die nationale Politik
  • Herausforderungen durch die Internationalisierung der Finanzmärkte
  • Identifikation verbleibender autonomer Handlungsspielräume des Nationalstaats

Auszug aus dem Buch

4. Die transnationalen Konzerne bedrängen die nationale Politik

Die transnationalen Konzerne (TCNs) brauchen den freien Welthandel, um dort zu produzieren, wo es am günstigsten ist, und um dort zu verkaufen, wo die höchsten Preise zu erzielen sind. Dadurch entsteht ein internationaler Wettbewerb. Hier muß der Staat einerseits den Freihandel erweitern, um die Exporte zu sichern und andererseits die Branchen durch Subventionen fördern, die im internationalen Wettbewerb nicht mithalten können, damit nicht zuviel importiert wird.

Um die ausländischen Direktinvestitionen anzulocken, konkurrieren die Staaten miteinander, indem sie sich in staatlichen Vorleistungen für die Wirtschaft, in der kostenlosen Bereitstellung von Ansiedlungsflächen, in den Infrastrukturleistungen und in schnellen Genehmigungsverfahren überbieten. Die Entwicklungsländer müssen sich mehr Mühe geben als die Industrieländer, um die ausländischen Investoren anzuziehen, weil sonst dort nicht investiert wird. Sie unterbieten sogar die geltenden Lohn- und Gehaltstarife, gewähren Steuererlasse für mehrere Jahre, genehmigen problemlos Produktion, stellen Staatsleistungen bereit und erlauben sogar, dass die Sozialstandards unterlaufen werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Aktualität des Globalisierungsbegriffs ein und definiert das Ziel der Arbeit, die Auswirkungen dieser Entwicklung auf die Politik zu untersuchen.

2. Formen der Globalisierung: In diesem Kapitel werden fünf wesentliche Aspekte der Globalisierung identifiziert, darunter die Internationalisierung des Waren-, produktiven- und Geldkapitals sowie die weltweit vernetzte Produktion.

3. Die Einschränkungen staatlicher Autonomie durch die supranationalen Organisationen: Es wird erörtert, wie der Beitritt zu Institutionen wie der EU, WTO und IWF die Souveränität der Nationalstaaten durch die notwendige Akzeptanz internationaler Vereinbarungen begrenzt.

3.1 Die Europäische Union (EU): Dieses Unterkapitel analysiert den EU-Binnenmarkt und die damit verbundene Einschränkung nationaler politischer Handlungsmöglichkeiten durch gemeinsame Regeln.

2.2 Das GATT bzw. die WTO: Es wird die Rolle der Welthandelsorganisation bei der Liberalisierung des Handels und die daraus resultierende Begrenzung nationaler Spielräume bei Importbeschränkungen beleuchtet.

2.3 Der IWF: Das Kapitel beschreibt den Internationalen Währungsfonds als globale Organisation, die durch ihre Vorgaben zur Währungspolitik und Kreditvergabe die Autonomie nationaler Fiskalpolitik einschränkt.

3. Die transnationalen Konzerne bedrängen die nationale Politik: Dieses Kapitel thematisiert den Erpressungsdruck, den global agierende Unternehmen durch die Drohung von Abwanderung auf nationale Regierungen ausüben.

4. Einschränkungen politischer Gestaltungsmöglichkeiten durch die Internationalisierung der Finanzmärkte: Es wird untersucht, wie spekulative Kapitalbewegungen und Wechselkursschwankungen die nationale Politik unter Druck setzen und die Geldwertstabilität zum vorrangigen Ziel machen.

5. Verbleibende Bereiche autonomer Politikmöglichkeiten: Das Kapitel zeigt auf, dass der Nationalstaat trotz globaler Zwänge weiterhin essenzielle Aufgaben wie die Wahrung der inneren Sicherheit, Flüchtlingshilfe und die Gestaltung des Berufsrechts innehat.

6. Fazit: Das Fazit kommt zu dem Schluss, dass der Nationalstaat trotz Souveränitätsverlusten keineswegs überflüssig ist, sondern durch internationale Kooperation neue Handlungsspielräume auf globaler Ebene gewinnen kann.

Schlüsselwörter

Globalisierung, Nationalstaat, Autonomie, Supranationale Organisationen, Welthandel, Direktinvestitionen, Europäische Union, WTO, IWF, Transnationale Konzerne, Finanzmärkte, Souveränität, Wettbewerb, Fiskalpolitik, Sozialpolitik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Frage, wie stark die politische Handlungsfähigkeit des Nationalstaats durch die fortschreitende ökonomische Globalisierung beeinträchtigt wird.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Schwerpunkte liegen auf dem Einfluss internationaler Institutionen (EU, WTO, IWF), der Macht der transnationalen Konzerne sowie den Auswirkungen der globalisierten Finanzmärkte auf die staatliche Politik.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, den tatsächlichen Grad der Einschränkung nationaler Autonomie zu bestimmen und zu prüfen, in welchen Bereichen Staaten weiterhin handlungsfähig bleiben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt eine deskriptive und analytische Literaturrecherche, um ökonomische Globalisierungsprozesse zu systematisieren und deren politische Konsequenzen theoretisch einzuordnen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der verschiedenen Globalisierungsformen, die Untersuchung supranationaler Organisationen, die Macht transnationaler Konzerne und die Auswirkungen der Finanzmarkt-Internationalisierung.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist maßgeblich durch Begriffe wie Souveränität, Globalisierungsdruck, Standortwettbewerb und Handlungsspielraum des Nationalstaats geprägt.

Warum ist laut der Autorin der Nationalstaat trotz Globalisierung nicht überflüssig?

Die Autorin argumentiert, dass der Staat weiterhin zentrale Aufgaben wie die innere Sicherheit, den Rechtsrahmen für Ausbildung und die soziale Sicherung wahrnimmt, die von privaten Märkten nicht erbracht werden können.

Welche Rolle spielen transnationale Konzerne bei der Einschränkung politischer Spielräume?

Diese Konzerne agieren grenzüberschreitend und üben durch die Drohung mit Abwanderung oder durch gezielte Standortwahl massiven Druck auf Regierungen aus, ihre Wirtschafts- und Sozialpolitik angebotsorientiert auszurichten.

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Details

Title
Können in Zeiten der Globalisierung die Staaten noch autonome Politik betreiben?
College
Hamburg University of Ecomomy and Policy
Grade
2,0
Author
Swetlana Wink (Author)
Publication Year
2003
Pages
15
Catalog Number
V13942
ISBN (eBook)
9783638194617
Language
German
Tags
Können Zeiten Globalisierung Staaten Politik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Swetlana Wink (Author), 2003, Können in Zeiten der Globalisierung die Staaten noch autonome Politik betreiben?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/13942
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