Inhaltsverzeichnis
Abbildungsverzeichnis 4
Abk ürzungsverzeichnis 5
6
1 Einleitung
9
2 Theoretische Grundlagen
2.1 Der Begriff Unternehmen 9
2.2 Der Begriff Kultur 9
2.2.1 Die Ebenen einer Kultur nach Schein 10
2.3 Der Begriff Unternehmenskultur 11
2.3.1 Die Kernelemente einer Unternehmenskultur 13
2.3.1.1 Werte 13
2.3.1.2 Normen 14
2.3.1.3 Bedeutungen 16
2.3.1.4 Symbole 17
2.4 Abgrenzung der Unternehmenskultur von ähnlichen
Konzepten 19
2.4.1 Unternehmensklima 19
2.4.2 Unternehmensphilosophie 19
2.4.3 Corporate Identity 20
2.4.4 Betriebsgemeinschaft 22
2.5 Funktionen der Unternehmenskultur 24
2.5.1 Originäre Funktionen 25
2.5.1.1 Koordinationsfunktionen 25
2.5.1.2 Integrationsfunktion 27
2.5.1.3 Motivationsfunktion 28
2.5.2 Derivative Funktion 29
2.6 Der theoretische Ansatz von Peters/Waterman zur
Erfassung der Unternehmenskultur 30
2.7 Unternehmenskultur-Typologien 33
2.7.1 Ansatz von DEAL/KENNEDY 33
2.7.2 Ansatz von Heinen 35
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38
3 Unternehmenskultur als Wettbewerbsfaktor
3.1 Die Entstehung und Entwicklung von Unter-
nehmenskulturen nach Sackmann 38
3.2 Die Gestaltung von Unternehmenskulturen 41
3.3 Faktoren, die den Unternehmenserfolg beeinflussen 43
3.3.1 Identität 44
3.3.2 Strategische Orientierung 45
3.3.3 Kundenorientierung 46
3.3.4 Lern- und Anpassungsfähigkeit 46
3.3.5 Innovationsfähigkeit 47
3.3.6 Nutzen der Potenziale der Mitarbeiter 47
3.3.7 Straff-lockeres Führungsverhalten 48
3.3.8 Leistungsprinzip 49
3.4 Methoden eines kulturbewussten Managements 50
3.4.1 Das gelebte Wertesystem 51
3.4.2 Symbolisches Management 51
3.4.3 Konsensorientiertes Management 53
3.4.4 Werteorientiertes Personalmanagement 54
3.4.4.1 Personalauswahl 55
3.4.4.2 Personaleinführung 55
3.4.4.3 Personalentwicklung 56
3.4.4.4 Personalfreisetzung 56
3.4.4.5 Anreizsysteme 57
3.5 Corporate Social Responsibility als strategisches
Instrument 58
3.6 Kritik an dem Konzept der Unternehmenskultur 59
62
4 Zusammenfassung
64
5 Literatur- und Quellenverzeichnis
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Abbildungsverzeichnis
Abb.1: Ebenen der Kultur 8 Abb.2: Unternehmenskultur und seine Kernelemente 12 Abb.3: Normtypen und die Beziehungen nach von Wright 14 Abb.4: Beispiele für unternehmensbezogene Symbole und deren Bedeutung 18 Abb.5: Schematische Darstellung der Corporate Identity 21 Abb.6: Gemeinsamkeiten von Betriebsgemeinschafts- und Unternehmenskulturkonzept 22 Abb.7: Die Funktionen einer Kultur in einem Unternehmen 25 Abb.8: Das McKinsey-7S-Modell 32 Abb.9: Die Unternehmenstypologie nach Dean/Kennedy 35
Abb.10: Unternehmenskultur in der Entwicklungsperspektive 39
Abb. 11: Faktoren, die den Unternehmenserfolg beeinflussen 43
Abb. 12: Beispielhafte Maßnahmen für ein symbolisches
Abkürzungsverzeichnis
Abb. Abbildung bspw. beispielsweise bzw. beziehungsweise CI Corporate Identity CSR Corporate Social Responsibilty d.h. das heißt etc. et cetera Hrsg. Herausgeber Jg. Jahrgang o.V. ohne Verfasser Vgl. Vergleich z.B. zum Beispiel ZfB Zeitschrift für Betriebswirtschaft zgl. zugleich
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1 Einleitung
Seit den 80er Jahren findet der Begriff „Unternehmenskultur“ immer mehr Bedeutung in der modernen Managementlehre. Auslöser hierfür war der phänomenale Aufstieg japanischer Unternehmen, welcher Zweifel an den herkömmlichen Managementtheorien aufkommen ließ. 1 Der 1982 veröffentlichte Bestseller „In Search of Exellence: Lessons from America’s Best-Run Companies“ (1982) von den Unternehmensberatern Peters/Waterman hatte gezeigt, dass neben den üblichen betriebswirtschaftlichen Faktoren vor allem „weiche Faktoren“, die unter dem Begriff Unternehmenskultur zusammengefasst wurden, langfristig erfolgsentscheidend waren. Denn der Wandel gesellschaftlicher Wert-vorstellungen in den 80er Jahren blieb auch für die Unternehmenspraxis nicht folgenlos. Es stellte sich die Frage, wie der Verfall der zweckrational konzipierten Organisation nach Weber (1921) 2 und den Individualisierung stendenzen begegnet werden sollte. Eine mögliche Antwort schien in der Entwicklung einer Unternehmenskultur zu liegen, die den einzelnen Mitarbeiter stärker an die Unternehmensgemeinschaft binden sollte.
Im Zuge der Globalisierung und der sich veränderten Wettbewerbsbedingungen in den 90er Jahren ist der Begriff Unternehmenskultur, gerade bei Veränderungsprozessen (Business Reengineering), immer mehr von Bedeutung geworden und seitdem fester Bestandteil in der Managementlehre. Doch wird das Potential, das hinter Unternehmenskultur steht, auch genutzt? Viele Führungskräfte sehen noch immer Unternehmenskultur als Luxus an, der unnötige Kosten verursacht, doch sollte sie eher als langfristige Investition in eine erfolgreiche Zukunft ver-standen werden.
Das Zauberwort für Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit im Zusammenhang mit der Unternehmenskultur ist das „partnerschaftliche Mitei- 1 Vgl.Dill, Peter: Unternehmenskultur - Grundlagen und Anknüpfungspunkte für ein Kulturmanagement, Bonn 1987, S. 1
2 Vgl. Dierkes, Meinolf; Rosenstiehl, Lutz v.; Steger, Ulrich: Unternehmenskultur in Theorie und Praxis. Konzepte aus Ökonomie, Psychologie und Ethnologie, Frankfurt/Main 1993, S. 8
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nander“ zwischen Unternehmer und Mitarbeiter. Da ist einerseits das Ziel des Unternehmens, den höchstmöglichen Profit zu erzielen, auf der anderen Seite der Mitarbeiter, der wie selten zuvor um die Sicherheit seines Arbeitsplatzes bangt, dessen Verlust ihm die Existenzgrundlage rauben würde. Beide Seiten agieren in einem enorm verschärften Wettbewerb. Der Unternehmer muss wissen, dass seine Mitarbeiter sein höchstes Kapital sind. Sie sind Garanten für den Unternehmenserfolg, sie sind seine entscheidenden Stakeholder. Aber verunsicherte Mitarbeiter können einer solchen Rolle kaum gerecht werden. Sie müssen motiviert und engagiert sein, sich einbringen können und dürfen das Risiko nicht scheuen. Sie müssen das Unternehmen voranbringen und das geht nur mit einem gelebten Wertesystem innerhalb des Unternehmens.
Vor diesem Hintergrund setzt sich diese Arbeit mit dem komplexen Thema der strategischen Bedeutung der Unternehmenskultur als Wett-bewerbsfaktor auseinander. Es soll gezeigt werden warum diese vermeintlich weichen Parameter in der heutigen Wettbewerbssituation erfolgsentscheidend sein können.
Dazu werden zuerst die Begrifflichkeiten vermittelt und es wird die Existenz verschiedener Kulturebenen, basierend auf dem Ansatz von Edgar Schein, dargestellt. Zudem werden die Kernelemente und Funktionen der Unternehmenskultur erläutert. Im Anschluss daran wird ausgeführt, wie sich die Unternehmenskultur mit Hilfe von Peters/Waterman erfassen lässt und wie man Unternehmenskultur mit zwei verschiedenen Ansätzen typologisieren kann. Mit der Abhandlung der grundlegenden Informationen zur Unternehmenskultur soll anhand des Phasenmodells von Sackmann die Entstehung und Entwicklung von Unternehmenskulturen dargelegt werden. Des Weiteren werden die Faktoren, die den Unternehmenserfolg beeinflussen und die Methoden, mit denen ein kulturbewusstes Management im Hinblick auf die Mitarbeiter möglich ist, ausführlich erläutert. In dem folgenden Kapitel soll das Konzept des Corporate Social Responsibility als neues strategisches Instrument vorgestellt werden. Daraufhin folgt dann eine kritische Betrachtung der Unternehmenskultur - Ist Unternehmenskultur vielleicht doch nur eine
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Schönwetterveranstaltung? Abschließend werden die wichtigsten Erkenntnisse noch einmal kurz zusammengefasst.
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2 Theoretische Grundlagen
Im Folgenden werden die Begriffe „Unternehmen“ und „Kultur“ diskutiert und als Basis für die Definition von „Unternehmenskultur“ herangezogen. Im Anschluss daran wird das Phänomen Unternehmenskultur gegen artverwandte Konzepte abgegrenzt.
2.1 Der Begriff Unternehmen
Das Unternehmen bzw. die Unternehmung ist ein spezieller Betriebstyp und nach Gutenberg eine planvoll organisierte Wirtschaftseinheit, die in einem marktwirtschaftlichen System Güter oder Dienstleistungen produziert und absetzt. Sie ist gekennzeichnet durch die Selbstbestimmung (Autonomieprinzip), das Streben nach Gewinnmaximierung (erwerbswirtschaftliches Prinzip) und durch das Prinzip des Privateigentums. 3
2.2 Der Begriff Kultur
Kultur leitet sich ursprünglich vom lateinischen Wort „cultura“ ab. Dabei bezog sich das Wort früher nur auf landwirtschaftliche Tätigkeiten im Sinne von pflegen, hegen und bebauen. Mittlerweile kann Kultur aberentsprechend dem allgemeinen Verständnis - als Gesamtheit aller Leistungen und Orientierungen des Menschen gefasst werden, mit denen er sich selbst Rahmenbedingungen für sein Leben schafft. 4 Der Begriff Kultur kann sich auch auf eine Gruppe von Menschen (bspw. in einer Unternehmung) beziehen, denn durch die Gesamtheit ihrer Verhaltensweise entwickeln sie ein spezifisches Grundmuster. Diese gründen im Kern auf ihren geistigen Vorstellungen, aus denen
3 Vgl. Schierenbeck, Henner: Die Grundzüge der Betriebswirtschaft, 16. Auflage, München/Wien 2003, S.23
4 Vgl. Papet, Wilhelm: Kultur und Kulturphilosophie, In: Gabriel, Gottfried; Gründer, Karlfried; Ritter, Joachim (Hrsg.): Historisches Wörterbuch der Philosophie, Band 4, Basel 1976, S. 1309 ff.
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sich bestimmte Denkmuster und Regeln für Entscheidungen ableiten lassen. 5
2.2.1 Die Ebenen einer Kultur nach Schein
Nachfolgend wird das theoretische Modell von Schein dargestellt, welches zahlreichen anderen Autoren als Grundlage oder Anknüpfungspunkt für ihre Ausführungen gilt.
6 Abb. 1: Ebenen der Kultur
Seine Definition lautet: „Kultur ist das Muster der Grundannahmen, die eine bestimmte Gruppe erfunden, entdeckt und entwickelt hat, indem sie gelernt hat, ihre Probleme externer Anpassung und interner Integration zu bewältigen und die sich soweit bewährt haben, dass sie als gültig betrachtet werden und deshalb neuen Mitgliedern als die richtige
5 Vgl. Berkel, Karl; Herzog, Rainer: Unternehmenskultur und Ethik, Heidelberg 1997, S. 9
6 In Anlehnung an Schein Edgar: Organizational Culture and Leadership, San Fransisco/London 1985, S. 14, in: Loisch, Ursula C.: Organisationskultur als Einflussgröße der Export Performance, Wiesbaden 2007, S. 83
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Haltung gelehrt werden sollen, mit der sie im Hinblick auf die genannten Probleme wahrnehmen, denken und fühlen soll.“ 7 Damit lässt sich der Kulturbegriff sehr leicht auf Unternehmen und die Unternehmenskultur übertragen. Schein geht davon aus, dass Unternehmenskultur ein integraler Bestandteil eines soziokulturellen Systems ist. Er entwickelte ein Modell, das Kultur auf drei unterschiedlichen Ebenen abbildet, wobei die drei Ebenen in einem wechselseitigen Verhältnis zueinander stehen (siehe Abb. 1).
2.3 Der Begriff Unternehmenskultur
Durch die Zusammenführung des Unternehmens- und Kulturbegriffes werden der Unternehmung Eigenheiten zugeschrieben, unabhängig vom ihrem Erfolg oder Misserfolg. Diese Eigenheiten entstehen mit der Gründung des Unternehmens und sind je nach ihrer spezifischen Geschichte mehr oder weniger stark ausgeprägt. 8 Mit der Unternehmenskultur wird Unternehmen nun etwas zugeschrieben, was bislang vorrangig einzelnen Völkerstämmen, ethnischen Gruppen, Nationen, Religionsgemeinschaften oder Teilen der Erdbevölkerung vorbehalten war. 9
Wie auch bei der Begriffsbestimmung von Kultur gibt es keine einheitliche Vorstellung davon, was Unternehmenskultur nun explizit ist. Seit der einsetzenden Unternehmenskulturbewegung in den achtziger Jahren gibt es fast so viele Definitionsversuche zum Begriff Unternehmenskultur wie Literaturbeiträge. Synonyme Wörter sind Corporate Culture, Organisationskultur, Betriebskultur und Firmenkultur, wobei im Prinzip stets dasselbe gemeint ist. Die nachfolgend aufgeführten Defini- 7 Schein,Edgar H.: Organizational Culture and Leadership, San Fransisco/London 1985, S. 9
8 Vgl. Sackmann, Sonja A.: Erfolgsfaktor Unternehmenskultur - Mit kulturbewusstem Management Unternehmensziele erreichen und Identifikation schaffen, Wiesbaden 2004, S. 24
9 Vgl. Heinen, Edmund; Dill, Peter: Unternehmenskultur aus betriebswirtschaftlicher Sicht, in: Hermann Simon (Hrsg.): Herausforderung Unternehmenskultur, Stuttgart 1990, S.16
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tionen sollen einen Eindruck über die Auffassungen des Begriffes vermitteln:
• Mit Peters/Waterman kann Unternehmenskultur als sichtbar gelebtes Wertesystem oder eine Reihe von geteilten Wertvorstellungen verstanden werden. 10
• Nach Kobi und Wüthrich ist Unternehmenskultur die Gesamtheit von Normen, Wertvorstellungen und Denkhaltungen, die das Verhalten der Mitarbeiter aller Stufen und somit die Art und Weise bezeichnen, wie eine Unternehmung die Dinge an die Hand nimmt und Probleme löst. 11
• Pümpin sieht die Unternehmenskultur als das gesamte gewachsene Meinungs-, Norm-und Wertgefüge, welches das Verhalten der Führungskräfte und Mitarbeiter prägt. 12 Die Definitionen zeigen, dass das Wesentliche der Unternehmenskultur nicht materieller, sondern ideeller oder kognitiver Natur zu sein scheint. Daher soll im folgenden Unternehmenskultur als geteiltes Werte-, Normen- und Bedeutungsgefüge verstanden werden, das sich in einer unternehmensspezifischen Symbolwelt äußert (siehe Abb. 2) und die Verhaltensweise der Mitarbeiter maßgeblich beeinflusst.
13 Abb. 2: Unternehmenskultur und seine Kernelemente
10 Vgl. Peters, Thomas J.; Waterman, Robert H.: Auf der Suche nach Spitzenleistungen, 9. Auflage, Frankfurt am Main 2003, S. 37, 49, 321-324, 367
11 Vgl. Kobi, Jean-Marcel; Wüthrich, Hans A..: Unternehmenskultur verstehen, erfassen und gestalten, Landsberg/Lech 1986, S. 13
12 Vgl. Pümpin, Cuno: Unternehmenskultur, Unternehmensstrategie und Unternehmenserfolg, in ATAG (1984), Zürich 1984
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D.h., dass das Fundament einer Unternehmenskultur aus jenen grundlegenden, kollektiven Überzeugungen besteht, die das Denken, Handeln und Empfinden der Führungskräfte und Mitarbeiter steuern und insgesamt typisch für das Unternehmen sind. 14
2.3.1 Die Kernelemente einer Unternehmenskultur
Da Werte, Normen, Symbole und Bedeutungen die Kernelemente einer Unternehmenskultur sind und im weiteren Verlauf der Arbeit noch eine zentrale Rolle spielen, werden sie in diesem Abschnitt näher bestimmt.
2.3.1.1 Werte
Der Ausdruck „Wert“ wird oftmals zur Bezeichnung eines Gegenstandes oder einer Eigenschaft und von Zuständen (wie z.B. einzelner Individuen und sozialer Gemeinschaften bis hin zu ganzen Gesellschaften) verwendet, welche positiv bzw. als erstrebenswert beurteilt werden. 15 Demnach stellen Werte etwas „Gewünschtes“ dar. 16 Die Werte einer Gemeinschaft bilden den Kern oder die Basis einer Kultur, auf der sich andere Kulturbestandteile wie Normen und Bedeutungen aufbauen. 17 Die unterschiedlichen Werte werden meist in persönliche Werte (z.B. Selbstbewusstsein, Selbstkontrolle, Freundlichkeit), organisationale Werte (z.B. Kundenservice, Produktqualität, Gewinn) und gesellschaftliche Werte (z.B. Gerechtigkeit, Freiheit, Fortschritt) eingeteilt. 18 Für die Unternehmenskultur sind die organisationalen Wer-
13 EigeneDarstellung
14 Vgl. Sackmann, Sonja A.: Erfolgsfaktor Unternehmenskultur - Mit kulturbewussten Management Unternehmensziele erreichen und Identifikation schaffen, Wiesbaden 2004, S. 24
15 Vgl. Heinen, Edmund; Frank, Matthias: Unternehmenskultur, 2. Auflage, München 1997, S. 22
16 Vgl. Dill, Peter: Unternehmenskultur - Grundlagen und Anknüpfungspunkte für ein Kulturmanagement, Bonn 1986, S. 61
17 Vgl. Sackmann, Sonja A.: Organisationskultur: Die unsichtbare Größe, in: Gruppendynamik, Zeitschrift für angewandte Sozialwissenschaft,14 Jg., Heft 4, 1983, S. 393-406
18 Vgl. Enz, Cathy A.: Power and shared values in the corporate culture, Ann Arbor 1986, S. 25-31
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te von großer Bedeutung, denn diese können die Beurteilung verfügbarer Handlungsalternativen maßgeblich beeinflussen. Sie bestimmen damit bewusst und auch unbewusst die Entscheidungen von Personen.
2.3.1.2 Normen
Als Normen werden in der Gesellschaft verbindlich anerkannte Festlegungen, Regeln oder Vorschriften bezeichnet. Sie dienen als Richtschnur oder Verhaltensvorschrift, um die vorhandenen Wertvorstellungen auf vorgeschrieben Wegen zu erreichen. Normen geben dadurch dem menschlichen Handeln eine Regelmäßigkeit und machen das Verhalten prognostizierbar. 19
Die wohl umfassendste Abhandlung des Normbegriffes stammt von Georg Henrik von Wright aus dem Jahr 1979. Er unterscheidet drei Hauptgruppen von Normen und drei Untergruppen (siehe Abb. 3).
20 Abb.3: Normtypen und die Beziehungen nach von Wright
19 Vgl. Lautmann, Rüdiger: Wert und Norm. Begriffsanalysen für die Soziologie, Köln/Opladen 1969, S. 55
20 In Anlehnung an Wright, Georg Henrik v.: Norm und Handlung, Königstein 1979, S. 18
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Sven Kadlec, 2009, Die strategische Bedeutung der Unternehmenskultur als Wettbewerbsfaktor, München, GRIN Verlag GmbH
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