INHALTSVERZEICHNIS
INHALTSVERZEICHNIS 1
ABBILDUNGSVERZEICHNIS 3
1 Einleitung 4
2 Demographie. 4
2.1 Definition. 4
2.2 Historie 4
2.2.1 Johann Peter Süßmilch (1707 - 1767) 5
2.2.2 Thomas Robert Malthus (1766 - 1834) 5
2.3 Bevölkerungsentwicklung 6
2.3.1 Weltbevölkerungswachstum 6
2.3.2 Rückgang Geburtenzahlen weltweit 7
2.3.3 Bevölkerungsentwicklung Deutschland 7
3 Auswertung von Medien. 9
3.1 DIE ZEIT 9
3.2 DER SPIEGEL. 9
3.3 Zusammenfassung 27
4 Alter. 28
4.1 Definitionen und Erläuterungen 28
4.2 Der Fünfte Altenbericht - seine Thesen 30
4.2.1 Mitverantwortung 31
4.2.2 Alter als Motor für Innovation. 31
4.2.3 Nachhaltigkeit und Generationensolidarität 32
4.2.4 Lebenslanges Lernen 33
4.2.5 Prävention. 33
4.3 Zusammenfassung 34
5 Ausblick und Konsequenzen. 35
5.1 Möglichkeiten der Integration älterer Arbeitnehmer - eine soziale Verantwortung 35
5.2 Finanzierung von Rentensystemen 39
5.3 Möglichkeiten der Erwerbstätigkeit bis zum Renteneintrittsalter 40
5.4 Organisation betrieblicher Beschäftigungspolitik älterer Mitarbeiter. 42
5.5 Blick über die Grenze 44
5.5.1 Deutschland. 44
5.5.2 Niederlande 44
1
5.5.3 Österreich 45
5.5.4 Frankreich. 46
5.5.5 Skandinavien 46
6 Fazit 48
LITERATUR - UND QUELLENVERZEICHNIS 50
2
ABBILDUNGSVERZEICHNIS
Abbildung 1 Weltbevölkerungsentwicklung in Milliarden.
Abbildung 2 Entwicklung der Lebendgeborenen in Deutschland von 2006 - 2008
Abbildung 3 Zuwanderungen nach Deutschland von 2007 - 2008.
Abbildung 4 Sterbetafel 2006 / 2008
Abbildung 5 Durchschnittliche Rentenbezugsdauer bei Versichertenrenten
Abbildung 6 Entwicklung des durchschnittlichen Rentenzugangsalters Deutschland (in
Jahren )
Abbildung 7 Erwerbstätigenquote bei Männern 2004
Abbildung 8 Arbeitsunfähigkeit nach Altersgruppen 2007.
Abbildung 9 Definition Employability
Abbildung 10 Beschäftigungsquotient älterer Arbeitsnehmer zwischen 55 und 64 Jahren,
2007
Abbildung 11 Jugend-, Alten- und Gesamtquotient.
3
1 Einleitung
Steuern wir in Deutschland und Europa unausweichlich auf eine Situation zu, in der es zu bitteren Verteilungskämpfen „JUNG gegen ALT“ kommen muss? Betrachtet man einige der Standpunkte, die von den Wissenschaftlern aus verschiedenen Fachgebieten vertreten werden, dann liegt diese Annahme zunächst einmal nahe. Mit diesem Problem, wie auch immer es konkret aussehen mag, befasst sich die vorliegende Arbeit. In ihr versuchen die Bearbeiter, sich über die Begriffe „Demographie“ und „Alter“ dem Thema der sich verändernden Altersstruktur in Deutschland zu nähern, um davon ausgehend prominente Standpunkte zu erläutern.
Danach erfolgt eine Betrachtung der Thematik der Demographie in den Medien, um anschließend zu der Frage zu kommen, ob veränderte Altersgrenzen für den Ruhestand als taugliches Mittel für eine gerechte Lösung der Ressourcenfragen in unserer Gesellschaft denkbar sind.
2 Demographie
Zunächst soll der Begriff der Demographie erläutert werden.
2.1 Definition
Die Enzyklopädie Brockhaus definiert Demographie folgendermaßen: „Demographie ist die Beschreibung von Zustand und Veränderung der Bevölkerungszahl und Bevölkerungszusammensetzung mithilfe der Bevölkerungsstatistik.“ 1 Die drei Größen, die hierbei berücksichtigt werden müssen, sind: Lebenserwartung, Geburtenrate und die Anzahl der Zu- und Ab-wanderung.
2.2 Historie
Demographie als Thema wurde bereits im 18. und 19. Jahrhundert aktuell. Die damalige Diskussion wurde im Wesentlichen von zwei Personen beeinflusst 2 : Die Ansichten der beiden, Johann Peter Süßmilch und Thomas Robert Malthus, waren unterschiedlich geprägt.
1 Brockhaus 20. Auflage, S. 208
2 Birg: „Die ausgefallene Generation“ S. 10 ff
4
2.2.1 Johann Peter Süßmilch (1707 - 1767)
Süßmilch vertrat die Bevölkerungslehre, die von Optimismus geprägt war. Er wird als Gründervater der demographischen Forschung bezeichnet 3 . 1741 veröffentlichte er das Werk „Die göttliche Ordnung in den Veränderungen des menschlichen Geschlechts, aus der Geburt, Tod und Fortpflanzung des selben erwiesen“. Hiermit legte Süßmilch ein erstes Werk vor, das demographische Phänomene beschrieb. Noch heute haben diese Ansatzpunkte in der Bevölkerungswissenschaft Gültigkeit: Heiratsverhalten, Fertilität, Geburtenrate, Lebenserwartung, Altersverteilung, um nur einige zu nennen. Er verglich Länder und Regionen mit-einander. Demographisches Verhalten sah er trotz sozialer Aspekte im Wesentlichen als Ausdruck göttlicher Fügung. Er stellte die Erforderlichkeit und Möglichkeit für Sozialreformen unter Beweis und verfolgte das Bestreben, aus den Demographiedaten einen empirischen Beweis für die Existenz Gottes zu finden 4 .
2.2.2 Thomas Robert Malthus (1766 - 1834)
Er stellte in seinem Bevölkerungsgesetz (Original: „Essay on the principle of population“) die Thesen auf, dass Bevölkerungsentwicklung und Nahrungsmittelproduktion auseinanderklaffen. Die landwirtschaftliche Produktion lasse sich nur linear erhöhen, die Bevölkerungszahl verdoppelt sich allerdings innerhalb von 25 Jahren. Durch Krankheiten und Hungersnot reduziert sich die Bevölkerung und wenn es den Menschen wieder besser geht, kommt es erneut zum Geburtenüberschuss. Der Zyklus beginnt von vorn.
Malthus begründete sich auf Süßmilch, würdigte ihn aber in seiner Arbeit nicht, ganz im Gegenteil. Er manipulierte Süßmilchs Tabellen, wenn diese seiner eigenen Theorie widersprachen. Einen Lösungsansatz kann Malthus nicht anbieten. Ein wesentlicher Kritikpunkt seiner Arbeit ist, dass er ein Interessenvertreter der „Reichen - Gesellschaft“ ist. Die Prognosen von Malthus erwiesen sich später als falsch, denn steigende Einkommen in den Industrieländern führten zum Geburtenrückgang und sinkenden Bevölkerungszahlen. In den Entwicklungsländern sind die Theorien Malthus´ allerdings weiterhin aktuell. Hier sind als Lösungsansätze Empfängnisverhütung (damals die Enthaltsamkeit) sowie Bildung zu nennen 5 .
3 http://www.demogr.mpg.de/en/press/1135.htm, 21.09.2009 10:35
4 Birg: „Die ausgefallene Generation“ S.23
5 http://www.zeit.de/1999/21/199921.biblio-serie_.xml , 20.09.2009 18:20
5
2.3 Bevölkerungsentwicklung
2.3.1 Weltbevölkerungswachstum
Zurzeit leben auf der Welt etwa sechs Milliarden Menschen mit steigender Tendenz. Eine Änderung kündigt sich für das Jahr 2070 an. Es folgt eine Phase der Weltbevölkerungsschrumpfung 6 . Das Wachstum der Bevölkerung verhält sich ähnlich wie die Vermehrung eines Geldbetrags mittels Zinsen, d. h. die zeitlichen Abstände der Bevölkerungszunahme in Millionen wurden immer geringer (siehe Abbildung 1).
(eigene Tabelle; Quelle: Birg „Die ausgefallene Generation - Was die Demographie über unsere Zukunft sagt“ S.24 ff.)
Die Bevölkerungsbeschleunigung lässt sich als hypergeometrisches Wachstum bezeichnen, d. h. sie beruht auf dem Wachstum der Wachstumsrate. Dieser hypergeometrische Typ trat zuerst in Europa auf und erreichte in der Folge alle Kontinente. Bevölkerungsveränderung entsteht aus den Geburten und den Zuwanderungen auf der vermehrenden, aus den Todesfällen und der Abwanderungen auf der vermindernden Seite. Je kleiner das zu betrachtende Gebiet, umso größer ist das Übergewicht der Zu- und Abwanderungen gegenüber den Geburten und den Sterbefällen. Dies hat insbesondere Auswirkungen auf nationaler Ebene.
Um den Bestand der Menschheit zu erhalten, liegt die Geburtenrate bei 2,1 bis 2,2 Lebend-geborenen pro Frau 7 . Die bestanderhaltende Geburtenrate hängt auch von der Zahl der nachwachsenden Mädchen ab. Die momentane Sexualproportion beträgt 106 Jungen zu 100 Mädchen. Diese Zahlen haben Auswirkungen auf die Entwicklung der Weltbevölkerungszahl.
6 Birg: „Die ausgefallene Generation“ S.24
7 a. a. O. S.27
6
Ein Rückgang erfolgt etwa drei Jahrzehnte, nachdem die Geburtenrate unterschritten ist. Ursächlich dafür ist, dass die Zahl der gebärfähigen Frauen im Alter zwischen 15 und 45 Jahren zunächst weiter wächst.
Zurzeit ist es so, dass die Entwicklungsländer unter wachstumsbedingten Bevölkerungsproblemen leiden und die Industrieländer unter Bevölkerungsschrumpfung; diese Probleme heben sich gegenseitig nicht auf, da es in den Ländern unterschiedliche demographische Gewichte gibt.
2.3.2 Rückgang Geburtenzahlen weltweit
Der Rückgang der Geburtenzahlen in fast allen Ländern vollzog sich weitgehend gleich: je höher die sozio-ökonomische Entwicklung, desto niedriger die Geburtenrate. Ausnahme ist nur die USA mit ihrem weniger stark ausgeprägten sozialen Netz, wo in Notfällen viel häufiger die Familie einspringen muss und nicht der Staat, wie es bspw. in Deutschland der Fall ist.
Entscheidend allein ist nicht nur die Geburtenrate, sondern wie die Geburten sich in den Jahrgängen entwickeln. So kamen z. B. für den Geburtsjahrgang 1860 auf jede Frau 5,0 Le-bendgeborene. Diese Zahl nahm mit den Jahren stetig ab. Der Geburtsjahrgang 1965 verzeichnete nur noch 1,5 Lebendgeborene pro Frau. In der Folge bedeutet dies, dass die nichtgeborenen Kinder dann, wenn sie selbst Kinder gehabt hätten, als Eltern fehlen und für den Bevölkerungsrückgang verantwortlich sind. 8
2.3.3 Bevölkerungsentwicklung Deutschland
Große Bedeutung im Zusammenhang mit der Bevölkerungsentwicklung in Deutschland hatte die Einführung der modernen Sozialversicherung durch Bismarck Ende des 19. Jahrhunderts. Erstmals war es nicht mehr notwendig selber Kinder zu haben, um im Alter abgesichert zu sein. Dies mag einer der Gründe des Geburtenrückgangs auf aktuell 1,37 Lebend-geborene pro Frau sein. Heute steht Deutschland erneut vor der großen Herausforderung, um die soziale Sicherung zu gewährleisten.
Insgesamt gibt es 200 Länder auf der Welt. Deutschland hält drei demographische Weltre-korde 9 :
1. Die Bevölkerungsschrumpfung begann als erstes (1972 in den alten, 1969 in den neuen Bundesländern).
8 a. a. O., S.43 ff
9 a. a. O. S.33 ff
7
2. Ein Drittel der der Frauen bleibt kinderlos, obwohl die Geburtenrate in Deutschland bei 1,37 Kindern (Stand 2007) liegt (deutsche Frauen 1,2 Geburten, zugewanderte Frauen 1,9 Kinder).
3. Stärker als in anderen Industrieländern werden ausbleibende Geburten durch vermehrte Einwanderungen ausgeglichen. In Deutschland gibt es durchschnittlich 700.000 Geburten und 800.000 Zuwanderungen (siehe Abbildungen 2 und 3).
Abbildung 2 Entwicklung der Lebendgeborenen in Deutschland von 2006 - 2008 (eigene Tabelle; Quelle: Statistisches Bundesamt)
Abbildung 3 Zuwanderungen nach Deutschland von 2007 - 2008
(eigene Tabelle; Quelle: Statistisches Bundesamt)
8
3 Auswertung von Medien
Im nächsten Schritt verfolgen die Bearbeiter das Ziel, anhand einer Medienauswertung die Behandlung des Themas „Demographie“ in der Öffentlichkeit zu analysieren. Gegenstand der Untersuchungen sind die Online-Ausgaben der Wochenzeitungen „DIE ZEIT“ (Bereich „Wochenzeitschriften zu Gesellschaft/Politik“, Druckauflage Quartal 3/2009: 491.280 bei einer Gesamtauflage in diesem Segment mit neun Publikationen von 1.545.971) und „DER SPIEGEL“ (Bereich „Aktuelle Zeitschriften und Magazine“, Druckauflage Quartal 3/2009: 1.044.745 bei einer Gesamtauflage in diesem Bereich mit 15 Publikationen von 6.543.607) 10 . Unter dem Suchbegriff „Demographie“ wurden die Datenbänke aus den Jahren 2005 bis 2009 (Stichtag 15.09.) durchsucht.
3.1 DIE ZEIT
Insgesamt wurden 16 Artikel (Heftartikel und Online - Artikel) gefunden, von denen sich neun mit der demographischen Entwicklung beschäftigten und eine Relevanz für die nachfolgende Arbeit hatten. (s. nachfolgende Tabelle 1, S. 10 - 18)
3.2 DER SPIEGEL
Hier wurden insgesamt 14 Treffer erzielt; bei Analyse der Texte (die alle online verfügbar sind, teilweise ebenfalls in einem SPIEGEL SPECIAL veröffentlicht worden sind), verblieben zehn, die inhaltlich relevant waren. (s. nachfolgende Tabelle 2, S. 19 - 26)
10 http://www.pz-online.de, 21.10.2009 14:29
9
Arbeit zitieren:
B. Sc. Thomas Berg, Andreas Schellig, 2009, Die demographische Entwicklung in Deutschland, München, GRIN Verlag GmbH
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