Mario Hartmann / SS 2008 / Europäisierung der 2
beruflichen Bildung? Berufsbildungssysteme im Vergleich / Modell Österreich
Gliederung :
I E i n l e i t u n g S e i t e 3
II. Hauptteil
Seite 5
Grundstruktur
Seite 6
Die Struktur des österreichischen Bildungssystems
Seite 6
- Primarbereich und Sekundarstufe I
Seite 8
Sekundarstufe II
Seite 8
- Allgemeinbildende höhere Schule (AHS)/Oberstufe
Seite 9
Berufliches Bildungswesen
Seite 9
- Die Polytechnische Schule
Seite 10
Die berufliche Erstausbildung
Seite 10
- Das duale Ausbildungssystem
Seite 11
- D o p p e l l e h r e
Seite 12
Berufliche Vollzeitschulen
Seite 12
- Berufsbildende mittlere Schulen (BMS)
Seite 13
- Berufsbildende höhere Schulen (BHS)
Seite 14
- Stellenwert der Berufsausbildung
Seite 15
- Akzeptanz der Abschlüsse auf dem Arbeitsmarkt
III. Schluss Seite 16
IV. Literaturverzeichnis Seite 17
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beruflichen Bildung? Berufsbildungssysteme im Vergleich / Modell Österreich
I. Einleitung
In dieser Ausarbeitung setze ich mich mit dem Berufsbildungssystem in Österreich auseinander. Die Primar- und Sekundarstufe I werden lediglich sekundär behandelt. Das Hauptaugenmerk dieser Hausarbeit ist auf das berufliche Bildungssystem in Österreich gerichtet.
Die Ausarbeitung soll einen kleinen Überblick über das österreichische Modell bieten und hat keinen Anspruch auf Vollständigkeit, da dies nur sehr eingeschränkt im Rahmen dieser Hausarbeit möglich ist.
Die Debatte um die Vergleichbarkeit und Vereinheitlichung der europäischen Bildungssysteme trägt zu einer intensiven Überprüfung der einzelnen Bildungssysteme in den EU-Staaten bei. Es werfen sich die Fragen auf: Welches System ist das Beste? Gibt es momentan ein Bildungssystem, das sich auf alle EU-Staaten übertragen lässt? Diese Fragen sind nur schwer zu beantworten, zumal jeder Staat versucht, das eigene Bildungssystem weiterhin zu behalten oder gar für die Europäische Union durchzusetzen. Dennoch sollte das Bewusstsein in den Köpfen der Bürger für ein einheitliches Bildungssystem geweckt werden. Die Brügge-Initiative und der Bologna-Prozess zeigen, dass es ein einheitliches System der Abschlüsse in naher Zukunft geben wird, dies allerdings von denjenigen, die es am intensivsten betrifft, den Bürgern, nur bedingt wahrgenommen wird.
Die zu langen Ausbildungszeiten, bis zum Eintritt in den Arbeitsmarkt, werden in Deutschland beklagt. Der internationale Vergleich zeigt, dass viele Staaten eine kürzere Schul- und Ausbildungszeit vorweisen können. Ist das österreichische Modell dem deutschen diesbezüglich voraus?
In Deutschland wird zwischen Allgemein- und Berufsbildung unterschieden. Die Struktur des dualen Systems in der BRD, trägt zu dieser Unterscheidung bei. Ist Berufliche Bildung nicht auch ein Stück weit Allgemeinbildung? Sollte man gänzlich zwischen diesen beiden Bildungswegen unterscheiden?
Durch die Referierung über das österreichische Bildungssystem im Rahmen des Seminars, habe ich einen kleinen Einblick in das System erlangen können. Aufgrund der gewonnenen Eindrücke kam ich zu folgender Schlussfolgerung:
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beruflichen Bildung? Berufsbildungssysteme im Vergleich / Modell Österreich
Das duale Ausbildungssystem in der BRD stellt entgegen dem österreichischen Modell eine Sackgasse für die Auszubildenden dar.
Das Berufsbildungssystem in Österreich werde ich, unter der Prämisse dieser These und aufgrund der vorangegangenen Leitfragen, im Rahmen der Hausarbeit untersuchen.
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beruflichen Bildung? Berufsbildungssysteme im Vergleich / Modell Österreich
Die Republik Österreich ist föderalistisch aufgebaut. Die Hoheit über das Bildungswesen gliedert sich in unterschiedliche Kompetenzbereiche.
Als Entscheidungsträger dient das Bundesparlament, welches sich in zwei Einrichtungen gliedert. Zum einen in dem Nationalrat, dem die wesentliche Bedeutung zukommt, und zum anderen in dem Bundesrat, welcher sich aus den Ländervertretungen zusammensetzt. Die Kompetenzen der Landtage als gesetzgebende Körperschaften der Länder beschränken sich bei Schulangelegenheiten im wesentlichen auf die Erlassung von Ausführungsgesetzen und die Genehmigung finanzieller Mittel, während die Durchführung den Landesregierungen obliegt. Auch innerhalb der Länder und in den Bezirken werden die Schulverwaltung und die Schulaufsicht durch Schulbehörden des Bundes wahrgenommen. 1
Im Jahr 2002 wurde eine durchschnittliche Bevölkerungszahl von 8.053.106 Einwohnern ermittelt. 2 Die Wirtschaft gliedert sich in drei Schwerpunkte: Primär/Landwirtschaft, Sekundär/Industrie und Tertiär/Dienstleistung. Im Jahr 2002 gliederten sich die Beschäftigten prozentual in folgende Wirtschaftssektoren auf:
Tendenziell sinkt das Wirtschaftswachstum in den Bereichen Industrie und Landwirtschaft. Im Sektor der Dienstleistungen ist allgemein ein positiver Wirtschaftstrend zu verzeichnen. Österreichs Wirtschaft ist überwiegend klein und mittelbetrieblich strukturiert.
Die Zahl der Erwerbslosen belief sich im Jahr 2002 durchschnittlich auf 232.418 Personen, was einer Arbeitslosenquote von 6,9 % entspricht 4 .
1 vgl. Das Berufsbildungssystem in Österreich. CEDEFOP - Europäisches Zentrum für die Förderung der Berufsbildung. 1. Auflage 1998/S. 13
2 Österreichisches Statistisches Zentralamt / Jahresbuch 2002
3 Österreichisches Statistisches Zentralamt / Jahresbuch 2002
4 Österreichisches Statistisches Zentralamt / Jahresbuch 2002
Arbeit zitieren:
Mario Hartmann, 2008, Berufsbildungssystem Österreich, München, GRIN Verlag GmbH
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