- Michel Beger -
Die neue Rolle des Ausbilders - Der Ausbilder im Zeichen der Kompetenzentwicklung
Gliederung :
1. Einleitung 2
2. Der Ausbilder im Zeichen der
Kompetenzentwicklung 3
3. Kompetenzanforderungen am Beispiel
des Berufschullehrers 6
4. Zusammenfassung 7
Literaturverzeichnis 8
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- Michel Beger - Dieneue Rolle des Ausbilders - Der Ausbilder im Zeichen der Kompetenzentwicklung
1. Einleitung
Im heutigen Zeitalter der Technisierung und Dynamisierung der Gesellschaft und der Wirtschaft kommt es zu einer radikalen Gleichgültigkeit gegenüber dem Menschen. Er wird vielerorts durch Maschinen, Roboter oder Sprachbänder ersetzt. Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken und den Menschen an sich wieder mehr in den Vordergrund zu stellen, bemüht sich vor allem die Berufsbildungspolitik durch Besinnung auf Qualitäts- und Kompetenzentwicklung. Dabei versucht sie mit Hilfe von Aus- und Weiterbildung, sowie dem lebenslangen Lernen die Vorteile des mitdenkenden und flexiblen Individuums auszunutzen, um so eine höhere Güte der Arbeit zu erreichen. Im Zuge dessen stellt sich die Frage, ob die Entwicklung von Kompetenzen des Ausbilders von entscheidender Bedeutung für die Ausbildung ist, sodass dadurch, begründet durch die fortlaufende Komplexitätsentfaltung der Arbeitswelt, eine gemeinsame Basis zwischen Ausbildung und Beruf geschaffen wird.
Um dies näher zu beleuchten, ist es zunächst zwingend notwendig den Begriff Kompetenz zu definieren. Unter Kompetenzen versteht man subjektbezogene Kategorien, die komplexe Fähigkeiten und damit Zuständigkeiten beschreiben. (vgl. Arnold/ Gonon 2006, S.95.f) Sie sind an das Subjekt und sein Wissen, seine Fähigkeiten, Kenntnisse und Methoden zum eigenverantwortlichen Handeln gebunden. (vgl. Dehnbostel 2007, S.134) Wer „kompetent“ ist, besitzt die Fähigkeit „individuelle Handlungskompetenzen und Qualifikationen neu zu verkoppeln“ (Arnold/ Gonon 2006, S.96), wodurch eine besondere Nähe zur Aufgabe selbst entsteht. Der Kompetenzbegriff wird häufig in Verbindung mit dem Begriff „Qualifikation“ gebracht und oft auch verwechselt. Auch wenn beide Begriffe eng miteinander verknüpft sind, lassen sie sich dennoch gegeneinander abgrenzen. Während die Kompetenzen einzig die Fähigkeiten des Lernenden berücksichtigen, eigen- und selbstverantwortlich zu handeln, so sprechen die Qualifikationen vielmehr von der Verwertbarkeit dieser Fähigkeiten.
Mit Hilfe dieser Abgrenzung, sowie der Begriffsdefinitionen liegt der Grundstein für diese Abhandlung bereit. Im Folgenden wird nun ein Blick auf den Ausbilder und dessen Umsetzung des Konstruktes „Kompetenz“ für seine Tätigkeit geworfen.
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- Michel Beger - Dieneue Rolle des Ausbilders - Der Ausbilder im Zeichen der Kompetenzentwicklung
2. Der Ausbilder im Zeichen der Kompetenzentwicklung
Um dem Wandel in der Ausbildung und den Anforderungen dieser gerecht zu werden, benötigt der Ausbilder einer modernen Berufsausbildung besondere Fähigkeiten und Kenntnisse, um „sowohl die pädagogische Seite des Ausbilderhandelns als auch die fachliche“ (Bahl/ Diettrich 2008, S.12) zu gewährleisten. Diese Fähigkeiten werden im Allgemeinen als Kompetenzen bezeichnet, im Speziellen dagegen unter den Begriff der beruflichen Handlungskompetenz gefasst. Diese bildet eine Einheit aus Fach-, Sozial- und Personalkompetenz, welche wiederum aus Teildisziplinen, wie Methoden-, Lehr-oder Sprachkompetenz, bestehen. (vgl. Dehnbostel 2007, S.33) Sowohl die Ausbildereignungsverordnung (AEVO) als auch aktuelle Diskussionen unter Fachleuten sehen dabei bestimmte Zielsetzungen hinsichtlich der Befähigungen des Ausbilders. Ich werde mich im Folgenden auf drei wesentliche Punkte beziehen:
1) Förderung der Handlungskompetenz des Ausbilders, 2) Anleitung mit Hilfe einer modernen Methodenausbildung und 3) Polyvalenz des Ausbilders
1) Für den Ausbilder stellt sich eine Aufgabe zwingend dar: er muss über das, was er lehren möchte, selbst zu mehr als einhundert Prozent informiert sein. Das schließt aber nicht nur theoretische Aspekte, sondern auch praktische Lehrinhalte ein. Er sollte stets auf dem aktuellen Stand der Wissenschaft, Industrie und Technik sein, um den Auszubildenden eine Orientierung für ihre zukünftigen oder im Dualen System ihrer gegenwärtigen Aufgaben zu vermitteln. Diese Fachkompetenz verschafft ihm dabei neben der Autorität und dem Respekt bei den Auszubildenden, auch die nötige Motivation dieser und die Möglichkeit, über Neuerungen in den oben genannten Bereichen mit den Auszubildenden zu diskutieren. Das Rezept dafür lautet berufliche Weiterbildung und lebenslanges Lernen. (vgl. Bahl/ Diettrich 2008, S.12) Hierbei geht es in der beruflichen Kompetenzentwicklung vor allem um die Entwicklung einer Lernkompetenz, durch die der Ausbilder zunehmend wieder zum Lernenden und Vorbild für die Auszubildenden wird. Dafür
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Arbeit zitieren:
Michel Beger, 2009, Die neue Rolle des Ausbilders, München, GRIN Verlag GmbH
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