Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung. 1
2. Biographie. 2
2.1. Vorgehensweise beim Erheben biographischer Daten der Bew. Fr. G. 2
2.2 Wichtige biographische Daten der Bew. Fr. G. 2
3. Pflegeanamnese anhand des Pflegemodells nach Monika Krohwinkel 4
4. Der Begriff „bedürfnisorientierte Pflege“ 7
5. Schlusswort. 7
Anhang 8
Literaturverzeichnis
Pflegeprozessplanung bestehend aus 7 Seiten
Andre Heß Hamburg, den 10 01 2004
Gerontopsychiatrische Pflegeplanung
1. Einleitung
Da die bereits vorhandene Pflegeprozessplanung der Bewohnerin Fr. G. meinem Erachten nach sehr unzureichend gewesen ist und in dieser in erster Linie somatische Probleme thematisiert wurden, obwohl die Bewohnerin Fr. G. auf meiner Station gerontopsychiatrisch zu den am auffälligsten Bew. gehört, habe ich mit dem Leistungsnachweis II die Möglichkeit genutzt, mich intensiv mit diesem Thema zu beschäftigen.
Meine Absicht war, vorhandene Probleme, unter denen die Bew. Fr. G. sichtbar leidet, zu lindern oder gar zu beseitigen. Weiterhin habe ich versucht, die Pflege mit der geschriebenen Pflegeprozessplanung nachvollziehbarer zu machen, so dass jede Pflegekraft, die sie liest, genau weiß, wann sie welche Pflegeverrichtungen zu erledigen hat.
Andre Heß Seite 1 Hamburg, den 26.03.2010
Gerontopsychiatrische Pflegeplanung
2. Biographie
2.1. Vorgehensweise beim Erheben biographischer Daten der Bewohnerin Fr. G.
Beim Erheben der biographischen Daten habe ich versucht, mich auf Daten zu beschränken, die mir Erklärungen für Zustände, Verhaltensweisen und Entwicklungen der Bew. geben können, und auf solche, die als mögliche Ressourcen eingesetzt werden könnten. Es wurden Informationen zusammengetragen, die in der Lebensgeschichte eine wichtige Rolle gespielt haben. Diese habe ich vor allem von der Tochter und der jüngeren Schwester erhalten, mit denen ich tel. einen Kontakt vereinbart hatte. Biographische Daten konnte ich von Fr. G. selber nicht erhalten, da sie aufgrund ihrer Demenz keine Sätze mehr bilden kann (Aphasie).
2.2 Wichtige biographische Daten der Bew. Fr. G.
Fr. G. wurde im August 1933 in Hamburg geboren. Sie hat fünf Geschwister, zu denen sie außer zur jüngsten Schwester keinen Kontakt mehr hat.
Fr. G. war beruflich als Verkäuferin im Einzelhandel tätig. Diesen Beruf hatte sie aber nicht erlernt.
Fr. G. musste sich im früheren Leben ständig von ihrem Ehemann leiten, beeinflussen und bevormunden lassen. Am Wochenende hatten beide viel getrunken und sich dann des Öfteren geschlagen. Sie hat oft von Scheidung gesprochen, was ihr Mann vereitelte, indem er damit gedroht hat, dass sie die Kinder nicht mitbekommen würde. Sie hat mit 20 Jahren das erste ihrer fünf Kinder geboren. Sie liebte ihre Kinder über alles.
Der Ehemann erlitt 1989 einen schweren Herzinfarkt und hat vier Bypässe erhalten, später bekam er noch einen Schlaganfall und wurde zum Pflegefall. Je mehr er zum Pflegefall geworden war, um so weniger ließ sie sich von ihm etwas sagen. Laut Aussage der Tochter hat sie sich so indirekt für die vergangenen Jahre gerecht. Weiterhin hat die Tochter berichtet, dass ihre Mutter ihr gegenüber einmal erwähnt habe, ihre Ehe sei so schlimm gewesen und die Tochter sei die einzige gewesen, die etwas aus ihrem Leben gemacht habe. Die Tochter sei selbstbewusst und hat das Leben, was sie gerne geführt hätte. Die Tochter berichtete, dass sie zu dieser Zeit immer öfter depressiv verstimmt war. Nach dem Tod ihrer langjährigen Freundin sei sie in ein tiefes Loch gefallen und begann Diazepam über einen längeren Zeitraum in großen Mengen zu nehmen. Interessen wie Töpfern, Sticken, Häkeln und Lesen stellte sie auf Wunsch ihres Mannes im Laufe ihrer Ehe ein und hat diese auch nie wieder aufleben lassen.
Andre Heß Seite 2 Hamburg, den 26.03.2010
Gerontopsychiatrische Pflegeplanung
Da ihr Ehemann nach dem Schlaganfall Schluckbeschwerden hatte und sich immer übergeben musste, hat Fr. G. dieses Verhalten angenommen und musste sich regelmäßig beim Essen warmer Speisen übergeben. Sie aß daher viele kalte Speisen wie z.B. Obst, Gemüse, Joghurt, Quark und Brötchen.
Als ihr Ehemann verstarb, lebte sie alleine in häuslicher Pflege. Ihr Geld bekam sie von ihrer Tochter zugeteilt, welches sie ausschließlich für Süßigkeiten ausgegeben hatte. Sie wurde zu diesem Zeitpunkt immer aggressiver und verdächtigte jeden, sie zu bestehlen.
Andre Heß Seite 3 Hamburg, den 26.03.2010
Arbeit zitieren:
Andrè Heß, 2004, Gerontopsychiatrische Pflegeplanung, München, GRIN Verlag GmbH
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