Inhaltsverzeichnis Seite
1 Einleitung 3
2 Bilder im Geschichtsunterricht. 4
2.1 Begriff und Bedeutung des Bildes 4
2.2 Bildtypen und der Einsatz von Bildquellen im Geschichtsunterricht 5
2.3 Bilder interpretieren nach dem Analyseschema von Erwin Panofsky 7
2.4 Handlungsorientierter Umgang mit Bildern im Unterricht 8
2.5 Der Zeitpunkt des Bildeinsatzes im Unterricht 9
3 Schluss 10
4 Literaturverzeichnis. 12
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1 Einleitung
Der Einfluss von Bildern war nie so hoch wie in der heutigen Zeit. In nahezu jedem Bereich unseres Lebens werden wir mit Bildern konfrontiert, sei es auf Plakaten, in den Zeitungen, im TV oder dem Internet. Mit dieser Flut von Einflüssen nimmt jedoch die Wahrnehmung des Offerierten stetig ab. Ein Bild wird in den meisten Fällen „überflogen“, ohne dass sich der Betrachter dabei allzu lang mit Details des Dargestellten auseinandersetzt. Eine ähnliche Bilderflut lässt sich auch im Umgang mit der Geschichte feststellen. Nahezu jeder geschichtliche Zeitabschnitt kann mittlerweile durch Bilder veranschaulicht werden - und wird es auch. Ob es Personenbilder aus dem Mittelalter sind oder die zahlreichen Abbildungen des Dritten Reiches. Weder eine Geschichtsausstellung noch ein Geschichtsbuch kommen in der heutigen Zeit ohne eine opulente Bildausstattung aus. Doch bereits jene genannten Beispiele zeigen Grenzen auf. So ist zu beachten, dass die Personenbilder des Mittelalters keinesfalls eine wirklichkeitsgetreue Abbildung der Realität darstellen. Oder denken wir zum Beispiel an die Zeit des Nationalsozialismus zurück, so erscheint sie uns nicht selten in schwarz-weiß. Vor allem jüngere Generationen erlangen ihr Wissen bezüglich dieser Zeit, neben den Textquellen, vor allem aus Fotos und auch Filmen, die das Geschehen der NS-Zeit überwiegend in schwarz-weiß überliefern. Ich selbst kann mich gut daran erinnern, als Kind diese Zeit ohne eine Farbvorstellung vor Augen gehabt zu haben. Diese Beispiele verdeutlichen bereits, dass die kritische Betrachtung von Bildquellen einen wesentlichen Faktor darstellt. Daher ist es fundamental, die Arbeit mit diesen Quellen zu erlernen. Somit werde ich mich innerhalb dieser Untersuchung damit auseinandersetzen, wie der Umgang mit Bildquellen im Unterricht verlaufen kann. In einem ersten Schritt wird der Begriff „Bild“ sowie dessen Bedeutung definiert. Im weiteren Verlauf der Arbeit werden die verschiedenen Bildtypen vorgestellt und ihr Quellenwert für den Geschichtsunterricht erläutert. Im Rahmen dieses Themenabschnitts sollen zudem Grenzen, aber auch Möglichkeiten genannt werden, die sich aus der Arbeit mit Bildquellen ergeben. Zudem werden, neben einem Analyseschema, auch einige Beispiele für einen handlungsorientierten Umgang mit Bildquellen präsentiert. Im Wesentlichen stütze ich mich dabei auf die Erkenntnisse von Michael Sauer, die er in seinem Werk: „Der Umgang mit Bildern im Geschichtsunterricht“ (2007) darlegt, sowie auf das Werk von Hans-Jürgen Pandel/Gerhard Schneider: „Handbuch Medien im Geschichtsunterricht“ (1999). Im Schlussteil werden die Ergebnisse zusammengefasst.
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2 Bilder im Geschichtsunterricht
2.1 Begriff und Bedeutung des Bildes
Häufig wird der Begriff „Bild“ als „wirklichkeitsgetreue Wiedergabe der Realität“ definiert. Diese Beschreibung ist jedoch so nicht zutreffend. Maximal zeigt es einen kleinen Ausschnitt der Geschichte. Der historischen Wirklichkeit muss sie auch nicht zwangsläufig entsprechen, wie ich es bereits in der Einleitung verdeutlicht habe. Das Bild ist vielmehr von der Subjektivität des Bildherstellers geprägt. Es besteht daher die Möglichkeit, dass das Dargestellte verzerrend, verfälschend, idealisierend etc. akzentuiert ist. Das „Bild“ wird daher besser als zeitgleiche perspektivische visuelle Vergegenwärtigung von etwas Geschehenem definiert. Es dient heutzutage in der Geschichtswissenschaft und somit auch im Geschichtsunterricht als Zeugnis für die materielle Kultur vergangener Zeiten. Widergespiegelt werden im Allgemeinen Situationen, Zustände oder Augenblicke. Darunter sind unter anderem Informationen über sozial-, alltags-, kultur-, und mentalitätsgeschichtliche Fragen zu verstehen, aber auch Erkenntnisse über gesellschaftliche Wertevorstellungen, Wahrnehmungen und Gefühle der Menschen sowie dessen Verhältnis zur Außenwelt, in Form von Natur und Technik. Das Bild ist mittlerweile nicht mehr als bloße Illustration zu sehen, sondern dient, aufgrund der Angaben über Autor, Titel, Entstehungszeit etc., als primäre Informationsquelle. Daher ist eine Bildquelle kritisch zu betrachten, da Quellen im Allgemeinen in der Regel die subjektive Meinung vom Bildproduzenten widerspiegeln oder in Auftrag gegeben und darauf etwa zur Propaganda beziehungsweise zur Verbreitung von (Herrscher-)Ansichten eingesetzt wurden und werden. Darüber hinaus bedürfen sie der Interpretation, da die Intention und der Inhalt des Dargestellten vom Bildbetrachter eigenständig erschlossen werden muss. Diese Erschließung ist wiederum von den persönlichen Einflüssen des Betrachters geprägt und kann somit variieren. Zudem können viele Bilddetails nicht ohne Hilfe von Textquellen erläutert werden, da die erforderlichen Hintergrundkenntnisse, bezüglich dieser Details, den historischen Horizont des Interpreten übersteigen. Eine weitere Einschränkung, hinsichtlich des Informationsgehalts von Bildquellen, ist die Tatsache, dass sie fast keine Abläufe, Vorgänge, Ideen, Strukturen oder Sachverhalte zeigen, es sei denn, es handelt sich um Bildfolgen oder Bildkompositionen. In der Terminologie der heutigen Didaktik lassen sich die Vorzüge des Umgangs mit Bildern im Unterricht wie folgt umschreiben: Demnach sollen sie die Schüler affektiv ansprechen und dessen Aufmerksamkeit stärken. Des Weiteren sollen Bilder zur Konkretisierung, Vergegenwärtigung und Verlebendigung abstrakter oder unbekannter Inhalte beitragen sowie
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Arbeit zitieren:
Tobias Bunse, 2010, Bilder im Geschichtsunterricht, München, GRIN Verlag GmbH
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