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(Hrsg.): Philosophie der Wahrnehmung. Modelle und Reflexionen, Frankfurt am Main [Suhrkamp] 2002 (S. 69-70).
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Analyse der Montagegeschwindigkeit anhand der Fahrtsequenzen aus dem
Film Gamer’
1.0 Einleitung. 1
2.0 Wichtige Aspekte 3
2.1 Montage 3
2.2 Bewegungen im Film 3
2.3 Durchschnittliche Einstellungslänge 4
2.4 Landschaften 4
3.0 Der Film Gamer’ 5
3.1 Informationen zum Film 5
3.2 Abriss der Handlung bis zur ersten Fahrt 5
4.0 Erste Fahrtsequenz: Die Flucht 7
4.1 Beschreibung der Szene 7
4.2 Analyse der Szene 8
5.0 Zweite Fahrtsequenz: Fahrt ins Ungewisse 11
5.1 Beschreibung der Szene 11
5.2 Analyse der Szene 11
6.0 Dritte Fahrtsequenz : Freie Fahrt 12
6.1 Beschreibung der Szene 13
6.2 Analyse der Szene 13
7.0 Fazit 15
8.0 Erklärung 16
9.0 Quellenverzeichnis 17
1.0 Einleitung
Im Seminar ‚das bewegte Bild und die Schwellen der Raumerfahrung - Film und ästhetische Wahrnehmung’, das Anstoß für diese Arbeit war, wurde anfangs besonders auf die Entstehung und Entwicklung des Kinos eingegangen. Um Filme im Hinblick auf ihre historische Entwicklung deuten zu können, ist an dieser Stelle eine kurze Einführung in die Filmgeschichte hilfreich.
Die erste offizielle Filmvorführung fand am 5. Februar 1894 in Manhattan statt. Am Anfang wurden nur kurze Bewegungssequenzen, oft nicht länger als eine Minute, ohne Farbe und Ton gezeigt, wie beispielsweise auch bei der deutschen Filmpremiere am 1. November 1895. Um 1900 nahm die Konsumnachfrage nach Filmen immer mehr zu und es entstanden Kinos. Umso größer und pompöser das jeweilige Kino ausgestattet war, umso stärker war es stilistisch einem Theater nachempfunden. Zu dieser Zeit entwickelte sich auch die Profession des Filmstars und die Unterteilung der Aufgabenbereiche beim Film in einzelne Berufsgruppen. Ab 1920 wurden Kinos, je nach Qualität ihres geographischen Standortes, zu großen Kinopalästen ausgebaut. Filme wurden zum Massenmedium. 1926 kam denn der erste Film mit Ton in die Kinos. Die Tontechnik entwickelte sich genauso rasant weiter wie etwa die Film- und Schnitttechnik. Um 1955 hatte das Kino mit starken Besuchereinbrüchen zu kämpfen, woran wohl auch das Fernsehen beteiligt war. Wodurch immer mehr sogenannte Schachtelkinos entstanden. Technische Innovationen erweiterten die Möglichkeiten im Film und verhalfen ihm zu einer rasanten Weiterentwicklung. Seit der Einführung neuer Kameratechniken, Soundentwicklung und der 3D-Technologie nahm der Publikumszulauf zunächst wieder zu.
Ein weiteres Diskussionsthema des Seminars beschäftigte sich mit der Frage nach dem künstlerischen Aspekt des Films. Tatsächlich wurde der Film nicht immer als Kunstform angesehen. Einen großen Beitrag zu dessen Aufwertung brachte die Einführung der Montage, die es ermöglichte verschiedene Szenen aneinander zureihen. Mit Montage ist der Schnitt gemeint, welcher auch als Editing bezeichnet wird. Wie wichtig die Montage für den Film ist, kann man klar am ‚Kuleshov-Effekt’
erkennen. Dieser besagt, dass es nicht so wichtig sei, aus welcher Perspektive eine
Szene aufgenommen wird, sondern wie sie montiert wird. 1 Die Montage hat sich mit dem Schnitttisch rasch entwickelt und bietet heute durch das digitale Kino und die Computertechnik grenzenlose Möglichkeiten. Doch nicht nur die Art der Montage ist wichtig für die Wirkung eines Films. Komponenten wie die Kameraeinstellungen, der Ton und die Gesamtwirkung des Films, um nur einige zu nennen, leisten ihren eigenen Beitrag zur Wirkung des Films.
In diesem Zusammenhang lag das Hauptaugenmerk des Seminars auf der Analyse von Fahrsequenzen und deren Wirkung im Film. Da die Perzeption im Film primär subjektiver Natur ist, werden bei der Analyse gleichzeitig immer psychologische und philosophische Fragen aufgeworfen. Um die Wirkung von Fahrtsequenzen zu analysieren, habe ich den Film ‚Gamer’ 2 ausgewählt, da dieser unter anderem auch eine sehr hohe Schnittgeschwindigkeit aufweist. Aufgrund der hohen Anzahl der Schnitte, besonders in der ersten der drei zu analysierenden Fahrtszenen, habe ich in dieser Arbeit darauf verzichtet auf jede einzelne Kameraperspektive einzugehen, da dies den Rahmen der Arbeit sprengen würde. Zudem werde ich mich in diese Hausarbeit hauptsächlich auf die Aspekte der Montage und der Umgebung beziehen. Dafür werde ich bei der Analyse der insgesamt drei Fahrtsequenzen des Films auf folgende drei Fragenstellungen eingehen. Die erste und grundsätzliche Frage wäre, ob und wenn, welche Rolle die Fahrtsequenzen innerhalb des Kontextes spielen? Zusätzlich hat die Welt eine politische und technologische Revolution erlebt. Die heutige Montage hat dazu geführt, dass Bildwechsel tendenziell immer schneller werden, auch wenn eine leichte Umkehr zu erkennen sei. 3 Wie wirkt sich das auf die Geschwindigkeit der Montage in den Fahrtszenen aus? Zudem drücken Umgebungen in Filmen immer eine symbolische Bedeutung aus. Die dritte Frage bezieht sich also auf die Beschaffenheit der Außenwelt in den Fahrtsequenzen und welche Bedeutung ihr zukommt?
1 Vgl. Beller, Hans: Aspekte der Filmmontage. Eine Art Einführung [1999] http://www.mediacultureonline.de/fileadmin/bibliothek/beller_filmmontage/beller_filmmontage.html (13.02.2010; 17:25).
2 Vgl. Neveldine, Mark; Taylor Brian; Lucchesi Gary et al.: Gamer. USA: Lionsgate, 2009.
3 Vgl. Beller, Hans: Entschleunigtes Editing. http://www.schnitt.de/212,5675,01 (13.02.2010;17:45).
2.0 Wichtige Aspekte
Hier werden einige filmische Grundlagen, wie die Bewegung, die durchschnittliche Einstellungslänge und die bereits erwähnte Bedeutung von Landschaften, erläutert, deren Inhalte zu Analysezwecken bekannt sein müssen.
2.1 Montage
In der klassischen Filmtheorie werden die Bedeutungen von Schnitt und Montage unterschiedlich dargelegt. In der klassischen Variante spiegelt der Schnitt den technischen Vorgang wieder. Hierbei handelt es sich um den Zusammenschnitt von mindestens zwei Bildern. Montage meint hier die schon geschnitten Sequenzen ästhetisch aneinanderzufügen. Im heutigen Sprachgebrauch werden oft beide Begriffe als dasselbe beschrieben. 4 Auch hier wird die Bedeutung eher im Zusammenschluss beider gesehen.
Wichtig ist, die Längen der Einstellungen geben dem Film einen bestimmten Takt und sind deswegen sehr wichtig für den Film. Ein schneller Takt ist eher einer subjektiven Wiedergabe zuzuordnen. Längere Abschnitte geben dem Zuschauer mehr Zeit sich in das Geschehen einzufühlen. Die Blende hat dabei viele Möglichkeiten einen Übergang zu schaffen. Beim Schnitt setzt die Szene unmittelbar an die vorige an. 5
2.2 Bewegungen im Film
In Filmen gibt es zahlreiche Möglichkeiten, um Bewegungen und Geschwindigkeiten zu erzeugen. Die erste wäre die der normalen Bewegungen durch den oder die Protagonisten selbst. Der bewegte Hintergrund als Element ist eine weitere Möglichkeit. Genauso kann man auch die Schnittfrequenzen erhöhen, um die Bewegung zu erhöhen (siehe 2.2 Durchschnittliche Einstellungslänge). Auch der Zoom und die Kamerafahrt erzeugen Bewegungen, um einige weitere Möglichkeiten zu nennen.
4 Vgl. Bonse, Thomas; Nowara, Thomas; Steber, Josef-Anton: Bewegung in Video und Film. Berlin [Fachverlag Schiele und Schön] 2008 (S.13).
5 Vgl. Bachmann, Florian; Kohli, Andreas: Cast. Junior Design 08, http://jddcast.zhdk.ch/docs/Filmtheorie_CAST08.pdf (14.02.2010; 11:30).
Arbeit zitieren:
Oliver Schein, 2010, Analyse der Montagegeschwindigkeit anhand der Fahrtsequenzen aus dem Film ‚Gamer’, München, GRIN Verlag GmbH
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