Vorbetrachtung I
Vorbetrachtung
„Vor dem Hintergrund des demographischen Wandels und der zunehmenden Zahl älterer Mitarbeiter - auch im Rettungsdienst - sind die Arbeitgeber, aber auch die Mitarbeiter selbst gefordert, die psychische und physische Gesundheit der Rettungsdienstmitarbeiter zu erhalten“ (Gebhardt, Klußmann, Maßbeck, Topp & Steinberg 2006, S. 126). Die Themen der Gesundheitsförderung und Gesundheitsprävention sind keine Bestandteile in der Ausbildung zum Rettungsassistenten nach § 3 des Rettungsassistentengesetzes (RettAssG). Im vorliegenden Projektentwurf „Entwicklung einer Unterrichtskonzeption zur Ge-sundheitsförderung und Gesundheitsprävention in der Rettungsassistentenausbildung“ wird die Notwendigkeit, die Bedeutung und die Umsetzbarkeit des Themas „Gesunde Einsatzkräfte im RettungsDienst - GERD - Projekt mit Zukunft“ aufgezeigt. Über die Arbeitsgemeinschaft Rettungsassistentenschulen Deutschland (AGRD), den Berufsverband für den Rettungsdienst e.V. (BVRD) und dem Deutschen Berufsverband Rettungsdienst e.V. (DBRD) kann zukünftig eine Verbreitung auf Bundesebene erfolgen.
Als Schulleiter einer Rettungsdienstschule, Lehrrettungsassistent und Haupt-brandmeister einer Berufsfeuerwehr bin ich in der Ausbildung von Rettungsassistenten sowie in der Ausbildung von Feuerwehrleuten tätig. In beiden Bereichen sieht der Lehrplan keine Ausbildungsinhalte für Gesundheitsprävention und Gesundheitsförderung vor.
Magdeburg, im Juni 2009 Heiko Schumann
Inhaltsverzeichnis II
Inhaltsverzeichnis
Seite
Vorbetrachtung I
Abbildungsverzeichnis IV
Tabellenverzeichnis IV
Abk ürzungsverzeichnis IV
1. Problembetrachtung 1
1.1 Handlungsbedarf im Rettungsdienst 1
1.2 Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben 3
im Rettungsdienst
1.3 Rettungsassistentengesetz 3
1.4 Rettungsassistent als Beruf 4
1.5 Rettungsassistent in der Ausbildung 5
2. Handlungsbedarf für Gesundheitsförderung und 8
Gesundheitspr ävention in der Ausbildung der
Rettungsassistenten - Fragestellung zum Projekt
3. Thema und Zielsetzung des Projektes 9
4. Gesundheitspolitische Relevanz des Projektes 10
4.1 Demographischer Wandel und Gesundheitspolitik 10
in Deutschland
4.2 Gesundheitsziele: eine Relevanzprüfung für das 11
Projekt „GERD“
4.3 Rettungsassistenz im 21. Jahrhundert 13
5. Stand der Forschung und Entwicklung in der Praxis 14
5.1 Stand der Forschung in der theoretischen Ausbildung 14
der Rettungsassistenten
5.2 Stand der Forschung und Entwicklung im Rettungswesen 15
Heiko Schumann
Inhaltsverzeichnis III
6. Einschätzung der Realisierbarkeit und Strategien zur 19
Akzeptanzsicherung
7. Durchführung 21
7.1 Phase 1: Vorbereitung 21
7.2 Phase 2: Erstellung des Unterrichtskonzeptes 22
7.3 Phase 3: Vorstellung des Unterrichtskonzeptes 23
7.4 Phase 4: Evaluation 24
8. Zeitplanung 25
9. Finanzplanung 27
10. Erwartbare Ergebnisse 28
11. Übertragbarkeit 29
12. Ausblick 30
Anhang V
Literaturverzeichnis XVI
Heiko Schumann
Abbildungsverzeichnis / Abkürzungsverzeichnis IV
Abbildungsverzeichnis
Abb. 1 Unterrichts- und Anleitungsplanung 9 Abb. 2 Bundesweite Personalstruktur im Rettungsdienst 15 Abb. 3 Finanzplanung 27
Tabellenverzeichnis
Tab. 1 Übergewicht nach BMI - Arbeitszeitmodelle 16 Tab. 2 Vergleich der Arbeitszeitmodelle 17 Tab. 3 Zeitplanung - Konzeption: Gesunde Einsatzkräfte im 25
Rettungsdienst - GERD - Projekt mit Zukunft Tab. 4 Phasenmodell Projektkonzeption 26 Tab. 5 Unterrichtskonzeption Grobplanung 40 UE VI Tab. 6 Unterrichtskonzeption: Lernziele / Gesundheits-VII
förderung und Gesundheitsprävention Tab. 7 Theoretische / Praktische Unterrichtsplanung VIII
Abkürzungen
AGRD Arbeitsgemeinschaft Rettungsassistentenschulen Deutschland AltPflG Altenpflegegesetz AMD Arbeitsmedizinischer Dienst ASB Arbeiter Samariter Bund BAND Bundesvereinigung der Arbeitsgemeinschaften der Notärzte Deutschlands BAuA Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin BBiG Berufsbildungsgesetz BBK Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe BFGE Bundesvereinigung für Gesundheit BMI Bundesministerium des Inneren BMI Body Mass Index BMG Bundesministerium für Gesundheit BOS Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben BRD Bundesrepublik Deutschland BVRD Berufsverband Rettungsdienst
© Heiko Schumann
Abbildungsverzeichnis / Abkürzungsverzeichnis IV
BZgA Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung DBRD Deutscher Berufsverband Rettungsdienst DRK Deutsches Rotes Kreuz GERD Gesunde Einsatzkräfte im Rettungsdienst DLRG Deutsche Lebensgesellschaft FH Fachhochschule GS Gesamtstunden GVG Gesellschaft für Versicherungswissenschaft und Versicherungsgestaltung e.V. IWK Institut für Weiterbildung in der Alten- und Krankenpflege Rettungsdienstschule Magdeburg JUH Johanniter Unfall Hilfe KrPflG Krankenpflegegesetz MHD Malteser Hilfsdienst PTBS Posttraumatische Belastungsstörung RA Rettungsassistent RettAssG Rettungsassistentengesetz
RettAssAPrV Rettungsassistenten Ausbildungs- und Prüfungsverordnung RD Rettungsdienst RS Rettungssanitäter TGS Teilgebiet Stunden UE Unterrichtseinheit WHO World Health Organization - Weltgesundheit Organisation
© Heiko Schumann
1. Problembetrachtung 1
1. Problembetrachtung
1.1 Handlungsbedarf im Rettungsdienst
Der Rettungsdienst in der Bundesrepublik Deutschland ist ein wichtiger Be-standteil der Gesundheitsversorgung und gehört damit zu den öffentlichen Gütern. „Der Arbeitsalltag in der Notfallrettung ist geprägt durch die Einwirkung physischer Belastungen, wie sie in dieser Intensität in anderen Berufen kaum vorkommt“ (Mühlen, Hesse & Haupt 2005, S.176).
Stadler (2000) berichtet über die Folgen von Belastungen, die sowohl eine geringere Qualität der Arbeit, der Leistungsfähigkeit, des Wohlbefinden, gesundheitlichen Beeinträchtigung und auch des Burnout aufzeigen. Erste Ansätze der Veränderung in der Betrachtung rettungsdienstlicher Arbeit traten mit dem Zugunglück von Eschede 1999 ein. Die Forschungsgebiete von Organisationsentwicklung und Organisationsklimaforschung rückten in den Focus der Fachöffentlichkeit. „In Gruppen mit einer günstigeren Ressourcenausstattung sind gesündere Einsatzkräfte mit höheren Verbundenheiten anzutreffen“ (Hering 2009, S. XIII). Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) und das Bundesministerium des Inneren (BMI) beauftragten die Magdeburger Forschungsgruppe um Frau Professor Beerlage und Herrn T. Hering im Zeitraum 2006 bis 2009 mit dem Projekt zu „Organisationsprofile, Gesundheit und Engagement im Einsatzwesen“. Die Arbeit des Rettungsfachpersonals ist gekennzeichnet durch Zeit- bzw. Leistungsdruck, Erleben von schwerwiegenden oder tödlichen Verletzungen und Erkrankungen, Nachtschichten, Misserfolg und fehlendes Feedback (Bengel 2004). Tägliche hohe Anforderungen und belastende Arbeitsbedingungen nehmen Einfluss auf die Gesundheit, die psychische Stabilität und die Arbeitszufriedenheit. Die Belastungen werden von den Einzelnen unterschiedlich gut verarbeitet. Längerfristige hohe Belastungen können zu körperlichen und psychischen Symptomen bis zur Berufsaufgabe führen. Belastungsfaktoren im Rettungsdienst werden in der Aufgabenstruktur, der Arbeitsumgebung, den technischen und psychologischen Anforderungen, dem Arbeitsaufkommen, dem Zeitmanagement, den Mehrfachbelastungen sowie in den Rollen- und Interaktionsstrukturen der Organisationsstruktur gesehen (Bengel 2004). Einsatzkräfte im Rettungsdienst sind häufig Extremsituationen
© Heiko Schumann
1. Problembetrachtung 2
schweren Erkrankungen oder Verletzungen ausgesetzt von denen ein Einfluss auf Gesundheitsvariablen wie Burnout und psychisches Wohlbefinden angenommen werden kann (Hering & Beerlage 2004). In den Untersuchungen zur Arbeitszufriedenheit wird die Bedeutung der Arbeitszufriedenheit als hoch eingeschätzt (Lasogga & Gasch 2007). Bei einer Befragung unter Rettungsdienstmitarbeiten äußerten sich 79 Prozent kritisch zu ihrer Arbeitssituation und forderten eine bessere Aufklärung ihres Berufsbildes in der Öffentlichkeit und gegenüber der Ärzteschaft (Teegen & Yasui 2000). Ein weiteres Kriterium für die Arbeitszufriedenheit stellt die Beteiligung an Entscheidungen dar. Eine fehlende Partizipation führt zu Unzufriedenheit, Fehlbeanspruchungen am Arbeitsplatz mit Folgeerscheinungen (Badelt 2002). In der Arbeits- und Organisationspsychologie diskutiert man eine Vielzahl von Einzelindikatoren als Ressourcen für die organisationale Gesundheit. Als Ressourcen werden der Handlungs- und Tätigkeitsspielraum, die Entwicklung einer Aufgabenorientierung (Ulich 2001), die Arbeitszufriedenheit und Mitarbeiterzufriedenheit (Schüpach & Zölch 2003) die soziale Beziehung und die soziale Unterstützung gesehen (Bamberg, Ducki, & Metz 1998). In einer Untersuchung von Runggaldier wird die durchschnittliche Verweildauer der Berufsausübung mit 10,5 Jahre angeben. Berufserwartungen korrelieren oft nicht mit der Berufswirklichkeit (Runggaldier 1997). Unterschiedliche Faktoren können die Erholung (z.B. Freizeit) und die Belastung (z.B. schweres Heben) beeinflussen. Bei übermäßiger Belastung und kurzer Regeneration reicht die Zeit nicht aus, um Beanspruchungen zu kompensieren. Nach Oppolzer führt dies zu einer Beeinträchtigung und Störung der Gesundheit (Oppolzer 1993). In Deutschland arbeiten 9,2 Prozent aller Arbeitnehmer regelmäßig oder ständig in der Nacht (Seifert 2005). Körperfunktionen unterliegen so, entgegen dem Biorhythmus, einem tagesperiodischen Wechsel. Diese werden so gesteuert, dass zwischen der Leistungsbereitschaft am Tage (ergotrope Phase) und der Erholungsbereitschaft in der Nacht (trophotrope Phase) ein ständiger Wechsel stattfindet. Ein Arbeiten gegen den Biorhythmus gegen die ,,Innere Uhr" (Body Clock) stellt eine zusätzliche Belastung dar, die mit zusätzlicher Anstrengung kompensiert werden muss. Eine Desynchronisation der Zeitstruktur führt nach arbeitsmedizinischen und arbeitswissenschaftlichen Forschung zu erheblichen gesundheitliche Risiken (Priester 1994). Folgen der ungünstigen Arbeitszeitbedingungen sind unter anderem Kreislaufstörungen und
© Heiko Schumann
1. Problembetrachtung 3
Magen-Darm-Erkrankungen, Fehlernährung und Übergewicht (Beermann 2008). Gebardt et al. (2006) befragten 2004 382 Rettungsdienstmitarbeiter mittels eines standardisierten Fragebogens zu Arbeitsbelastungen. Bei einer Rücklaufquote von 53 % gaben 39,1 % Nackenschmerzen, 32,7 % Schulterschmerzen, 48 % Rückenschmerzen und 24,8 % Knieschmerzen an. In der vorliegenden Arbeit wird anhand von Forschungsergebnissen herausgestellt, wie frühzeitige Interventionen zur Gesundheitsrisikominderung im Einsatzwesen des Rettungsdienstes beitragen. Die Altenpflege (AltPflG) 2003, die Krankenpflege (KrPflG) 2004, die Physiotherapeuten 2003 und die Ergotherapeuten (Rahmenrichtlinie des Landes Sachsen Anhalt) 2009 implementieren die Gesundheitsförderung und Gesundheitsprävention in ihrer Ausbildung. Der konzeptionelle Focus wird dabei auf eine Kompetenzerweiterung für die Gruppe der Patienten gelegt (Storsberg, Neumann & Neiheiser 2006).
1.2 Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) im Rettungsdienst
Der Rettungsdienst ist eine kommunale Aufgabe, er wird durch 16 Rettungsdienstgesetze der Länder an die Landkreise oder kreisfreien Städte übertragen. Diese nehmen in den seltensten Fällen diese Aufgabe allein wahr, sondern übertragen diese Aufgabe an Dritte (Gebhardt et al. 2006). Zu den beteiligten Organisationen im Rettungsdienst gehören das Deutsches Rotes Kreuz (DRK), Arbeiter Samariter Bund (ASB), Johanniter Unfall Hilfe (JUH), Malteser Hilfsdienst (MHD), Deutsche Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) Feuerwehren, Polizei, Bundeswehr und private gewerbliche Anbieter (Kurtenbach, Gorgass & Raps 1997).
1.3 Rettungsassistentengesetz
Das Gesetz über den Beruf der Rettungsassistentin und des Rettungsassistenten, vom 10. Juli 1989, ist als Rettungsassistentengesetz (RettAssG) veröffentlicht. Es wurde zuletzt durch Artikel 8 der Sechsten Zuständigkeitsanpassungs-Verordnung vom 21. September 1997 geändert (Kurtenbach 2005) und blickt auf eine lange geschichtliche Entwicklung zurück. Der Reformprozess der präklinischen Versorgung im deutschen Gesundheitswesen erfolgte auf Druck von Ärzten, Medien, Organisationen, Interessengruppen. Am Ende stand ein
© Heiko Schumann
1. Problembetrachtung 4
grundlegender Umbau von Unfallrettung und Krankentransport (Kessler 2008). Der 1973 eingebrachte Entwurf eines Gesetzes der Bundesregierung über den Beruf des Rettungssanitäters und Rettungssanitäterin scheiterte aus Gründen der Finanzierung an der parlamentarischen Zustimmung (Kurtenbach et al. 1997). Demgegenüber traten das Rettungsassistentengesetz und die Ausbildung- und Prüfungsverordnung für Rettungsassistenten 1989 in Kraft. Das Ausbildungsziel wird in § 3RettAssG definiert. In Hinblick auf die zu vermittelnden Lernfelder besteht zwar eine bundeseinheitliche Regelung, eine weitere Definition der Lerninhalte erfolgt nicht.
Die Bundesvereinigung der Arbeitsgemeinschaften der Notärzte Deutschlands (BAND) setzt sich für den Wandel vom ehrenamtlichen Verletztentransport zur professionellen Vor-Ort-Versorgung mit Arztbeteiligung ein (Kessler 2008). Im Rettungsassistentengesetz heißt es hierzu: „Von einer zeitlichen und sachlichen Zuordnung der Ausbildungsinhalte auf bestimmte Abschnitte der Ausbildung bzw. einer Festlegung der Reihenfolge für die Vermittlung der einzelnen Fächer wurde im Interesse einer größeren Organisations- und Dispositionsfreiheit der Schulen abgesehen. Es ist Aufgabe der Schulleitung ein Curriculum zu erstellen“ (Kurtenbach et al. 1997, S.123).
1.4 Rettungsassistent als Beruf
„Das Berufsbild des Rettungsassistenten (RA) ist noch sehr jung und ringt daher noch um den gebührenden Stellenwert“ (Kühn, Luxem & Runggaldier 2007, S. 663). Rettungsassistenten kommen in der Notfallrettung und dem Kranken-transport zum Einsatz. Der Rettungsassistent ist innerhalb seiner Rolle verschiedenen Anforderungen ausgesetzt. Die Erwartungen verschiedener Bezugspersonen oder Personen miteinander sind oftmals unvereinbar z.B. Rettungsassistent und Notarzt oder Rettungsassistent und Geschäftsführer (Kühn et al. 2007). Die Arbeit des RA erfordert psychische und physische Höchstleistungen zu Zeiten, in denen der Körper sich üblicherweise erholt. Der Schichtdienst stellt nicht nur für den menschlichen Körper, sondern auch für die Familie und Partnerschaft eine erhebliche Belastung dar (Kühn et al. 2007).
© Heiko Schumann
1. Problembetrachtung 5
1.5 Rettungsassistent in der Ausbildung
Die Berufsausbildung für Rettungsassistenten erfolgt nach dem Rettungsassistentengesetz von 1989 an staatlich anerkannten Schulen für Rettungsassistenten (Lutomsky & Flake 2006). Eine Ausbildung zum Rettungsassistenten ist laut RettAssG nach § 4 und § 8 Absatz 2 und 3 möglich in Verbindung mit § 7 RettAssG (Kurtenbach et al. 1997). Der Lehrgang nach § 4 umfasst die schulische theoretische und praktische Regelausbildung § 8 Absatz 2 und 3 definiert Ergänzungslehrgänge mit der Möglichkeit auf Verkürzung des Lehrganges. Der § 7 beschreibt die praktische Ausbildungszeit an staatlich anerkannten Lehrrettungswachen nach bestandener staatlicher Prüfung (Kurtenbach et al. 1997). Das Ausbildungssystem ist bis heute uneinheitlich und die Vergleichbarkeit einzelner Ausbildungsgänge nicht immer gewährleistet. Um eine größere Organisations- und Dispositionsfreiheit der Rettungsdienstschulen zu erreichen, wurde darauf verzichtet die Ausbildungsinhalte zur RettAssAPrV zeitlich und sachlich einzelnen Ausbildungsabschnitten zu zuordnen (Kühn et al. 2007). „Diese vom Gesetzgeber bewusst vage gehaltene Ordnung führt zu einem bundesweit uneinheitlichen Ausbildungsniveau, für die Ausbildung zum Rettungsassistenten gibt es verschiedene Möglichkeiten“ (Kühn et al. 2007, S. 674). Die nachfolgende Übersicht (A - D) gibt Auskunft zu unterschiedlichen Ausbildungsmöglichkeiten in Abhängigkeit der Vorerfahrungen.
A. Rettungsassistent „Vollzeitform“ Ausbildung nach § 4 und § 7 Ret tAssG
- Regelausbildung 2 Jahre
1. Ausbildungsjahr nach § 4 RettAssG mindestens 1200 Stunden, 780 the-oretische und 420 praktische Ausbildung in Vollzeit über 12 Monate und staatlicher Abschlussprüfung am Ende des 1. Ausbildungsjahres.
2. Ausbildungsjahr nach § 7 umfasst mindestens 1600 Stunden praktische Tätigkeit im Rettungsdienst auf einer Lehrrettungswache und dauert in Vollzeitform zwölf Monate (Kurtenbach et al. 1997, Lutomsky et al. 2006).
© Heiko Schumann
Arbeit zitieren:
Heiko Schumann, 2010, Gesunde Einsatzkräfte im Rettungsdienst - GERD© - Projekt mit Zukunft, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Entwicklung von Unterrichtskonzepten zur Umsetzung des Altenpflegegese...
Lernfeld 1.1: Theoretische Gru...
Projektarbeit, 44 Seiten
Bestehende Belastungen und Beanspruchungen im Tätigkeitsbereich des Re...
Hausarbeit, 23 Seiten
Kennzahlen und Kennzahlensysteme in der modernen Unternehmung mit Haup...
Hausarbeit, 32 Seiten
Erhöhung der Eigenverantwortung durch Führung mit Kennzahlen
Aufbau eines Kennzahlensystems...
BWL - Personal und Organisation
Masterarbeit, 163 Seiten
Bedeutung der Unternehmensethik im Rahmen des strategischen Controllin...
BWL - Unternehmensethik, Wirtschaftsethik
Hausarbeit, 18 Seiten
BWL - Unternehmensführung, Management, Organisation
Hausarbeit (Hauptseminar), 31 Seiten
Kennzahlen und Kennzahlensysteme
Mit dem Fokus auf Ziele der Re...
BWL - Rechnungswesen, Bilanzierung, Steuern
Diplomarbeit, 26 Seiten
„Unsere Schule is(s)t gesund!“ - Ein Projekt zur Förderung ernährungsb...
Projektarbeit, 44 Seiten
„Fit durch die Nacht.de“ - Entwicklung und Erstellung einer Website üb...
Als Pilotprojekt in einer ausg...
Projektarbeit, 52 Seiten
Den demographischen Wandel im Unternehmen erfolgreich gestalten
Eine Zwischenbilanz aus arbeit...
Thomas Langhoff
Demographischer Wandel und internationale Wettbewerbsfähigkeit Deutsch...
Eine Analyse basierend auf Por...
Daniel Baade
Demographischer Wandel in der europäischen Dimension und Perspektive
Karl Eckart, Siegfried Grundmann
Installieren multipler Häuser als gemeinschaftlicher Stützpunkt von Di...
Jana Reichenbach-Behnisch, Pamela Voigt, Matthias Seidel, Jörg Koenigsdorff
Etablieren komplexer veränderbarer Wohn- und Lebensformen für die Gene...
Jana Reichenbach-Behnisch, Antje Flämig, Matthias Seidel, Jens Kröckel
0 Kommentare