Inhaltsverzeichnis
VORWORT 3
1 WAS IST EINE PFLEGEVISITE UND WOZU DIENT SIE? 4
1.1 Unterschiedliche Auffassung der Pflegevisite 4
1.2 Ziele und Inhalte der Pflegevisite. 6
2 WAS IST QUALITÄTSSICHERUNG. 7
3 QUALITÄTSBEGRIFFE 9
3.1 Interne und externe Qualitätssicherung. 10
4 DIE PFLEGEVISITE ALS INSTRUMENT DER QUALITÄTSSICHERUNG. 11
5 DIE DIENSTÜBERGABE MIT DEM PATIENTEN AM BETT 12
6 DIE PFLEGEVISITE. 14
6.1 Ablauf der Pflegevisite 14
6.2 Vorbereitungen 15
6.3 Durchführung 15
6.4 Auswertung 16
7 PFLEGEVISITE NACH KELLNHAUSEN 17
8 KUNDENZUFRIEDENHEIT 18
9 FAZIT 18
QUELLENVERZEICHNIS 20
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Vorwort
Das Thema Qualitätssicherung hat stark an Bedeutung gewonnen. Dabei ist ein zentrales Thema der letzten Jahre die Kostensenkung im Gesundheitswesen, die mit Personal‐ und Bettenabbau, kürzeren Liegezeiten der Patienten bei einer gleichzeitig erhöhten Zahl von Schwerkranken in der stationären Behandlung und einer Zunahme der Anzahl der Patienten verbunden war. Damit sich die Qualität der Dienstleistungen im Gesundheitswesen unter diesen Umständen nicht verschlechtert, ist das Thema Qualitätssicherung aktueller denn je geworden. Die Maßnahmen der Qualitätssicherung sind für alle Krankenhäuser gesetzliche Pflicht. Die Pflegevisite hat sich mittlerweile in vielen Krankenhäusern als Instrument der Qualitätssicherung etabliert. Der Schwerpunkt der Pflegevisite besteht in der gemeinsamen Beurteilung, Reflexion und Bewertung der einzelnen Schritte des Pflegeprozesses. Durch die fachliche Kompetenz der Pflegefachkräfte können Fehler erkannt und sofort behoben werden. Ressourcen können besser wahrgenommen und genutzt werden und es wird ein einheitliches Vorgehen festgelegt. Der Patient steht somit im Mittelpunkt des Geschehens und kann aktiv am Pflegeprozess teilnehmen. In meiner Hausarbeit Pflegevisite versus Dienstübergabe hatte ich beschrieben, dass wir auf unserer Internistischen Station die Dienstübergabe am Bett bevorzugen und die Kollegen positiv auf den Vorschlag reagiert haben, Pflegevisiten in Zukunft einzuführen. Aus organisatorischen und zeittechnischen Gründen war es in so kurzer Zeit nicht möglich eine Pflegevisite zu organisieren. Es müssen neue Strukturen geschaffen werden und Gespräche mit der Pflegedienstleitung und den ärztlichen Mitarbeitern erfolgen. Daher wird es auf unserer Station noch einige Zeit benötigen bis die Pflegevisite regulär eingeführt wird und sich etabliert. Ich möchte in meiner Abschlussarbeit den Begriff der Pflegevisite und der Qualitätssicherung näher erläutern. Auf die Qualitätsbegriffe werde ich eingehen und dann die Pflegevisite als Instrument der Qualitätssicherung darstellen und erörtern.
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1 Was ist eine Pflegevisite und wozu dient sie?
1.1 Unterschiedliche Auffassung der Pflegevisite
Der Begriff Pflegevisite existiert in der deutschsprachigen Literatur seit den 1980er Jahren, aber die ersten konzeptuellen Definitionen wurden erst Anfang der 1990er Jahre vorgestellt. Die Pflegevisite wird unterschiedlich definiert und hat mehrere Anwendungsbereiche. Sie reichen von der Pflegevisite als Führungsinstrument, der Pflegevisite als
Qualitätsinstrument bis hin zur Pflegevisite als Instrument der Patientenpartizipation .Unter einer Visite stellt man sich gewöhnlich den Besuch des Arztes am Krankenbett vor. Ich denke, die Pflegevisite ist die logische Fortsetzung der Pflegeplanung, da nach meinem Verständnis Pflegeplanung nicht statisch sondern dynamisch ist, das heißt der Pflegebedarf oder die Pflegeprobleme eines Patienten ändern sich und definierte Pflegeziele sollen erreicht werden. Jeder Patient hat ein Selbstbestimmungsrecht und muss Gelegenheit dazu bekommen, Wünsche äußern zu können und Informationen über geplante Pflegeziele zu erhalten. Somit ist die Pflegevisite eine eigenständige Leistung der Pflege. Die Pflegevisite ist eine von unzähligen Bestandteilen der Qualitätssicherung in der Pflege. Ein wesentlicher Unterschied zwischen der Arztvisite und der Pflegevisite sind die zu erfüllenden Aufgaben.
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(Tabelle1, Aufgaben der Arztvisite , Pflegevisite)
In einer Arztvisite geht es primär um Diagnosen, um die Auswertung von Vitalwerten und Blutwerten und darüber hinaus um die Therapie. Die Pflegevisite soll dazu dienen, durch regelmäßige Besuche beim Patienten Probleme und Ressourcen im Bereich der Pflege zu erkennen und daraus Maßnahmen sowie Ziele festzulegen, im Sinne eines Pflegeprozesses. Das kann im stationären Bereich zu einer unabhängigeren und effizienteren Pflege beitragen. Das Konzept der Pflegevisite setzt eher auf Kommunikation und möchte dem Patienten seine Eigenverantwortung nicht absprechen. Jedem am Pflegeprozess Beteiligten muss jedoch klar sein, dass fasst jeder Patient ein Laie ist und auf genaue Information und Aufklärung angewiesen ist.
Die Pflegevisite soll des Weiteren zur Überprüfung oder Evaluation der Pflegeplanung dienen. Maßnahmen und Ziele müssen gemeinsam
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kontrolliert und korrigiert werden. Durch die Pflegeplanung soll es allen Pflegenden möglich sein, jederzeit die notwendigen Informationen zur Durchführung der Pflegemaßnahmen nachzulesen. ( M.Ehmann, Pflegevisite in der stat. und amb. Pflege, S.26‐27) Die Pflegevisite kann folgendermaßen definiert werden. „Regelmäßiger Besuch und Gespräch mit dem Patient über seinen Pflegeprozess. Die Pflegevisite dient der Benennung der Pflegeprobleme und Ressourcen bzw. der Pflegediagnose, der Vereinbarung der Pflegeziele, Pflegeinterventionen und der Evaluation der Pflege.“ (Pflegelexikon, J.Georg/M.Frohwein Hans Huber 2001) 1.2 Ziele und Inhalte der Pflegevisite
Die Pflegevisite ist eine ergebnisorientierte Beurteilung der ausgeführten Pflegemaßnahmen, eine prozessorientierte Beurteilung des Pflegeverlaufs und eine strukturierte Beurteilung der Organisation der Tätigkeit. (Die Schwester Der Pfleger , 01/04, S.8) Patientenorientierte Ziele sind: ‐Bedürfnisse können geäußert werden ‐Patient und Angehörige werden in die Pflege mit einbezogen ‐der Pflegeprozess wird für den Patienten transparent
Mitarbeiterorientierte Ziele sind:
‐ein regelmäßiges Fachgespräch reflektiert pflegerische Leistung ‐im Team wird ein einheitliches Pflegeverständnis diskutiert und die Möglichkeit
geboten, eine einheitliche „Pflegesprache“ zu entwickeln ‐die Berufszufriedenheit wird durch Professionalität größer ‐eine Darstellung der geleisteten Arbeit wird möglich ‐Fachkenntnisse werden erweitert ‐das berufliche Selbstverständnis wird gestärkt
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Arbeit zitieren:
Manuela Wurzbach, 2008, Die Pflegevisite, ein Instrument zur Qualitätssicherung der pflegerischen Arbeit im Stationsalltag, München, GRIN Verlag GmbH
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