1. Lerngruppenbeschreibung 3
2. Einordnung der Stunde in die Unterrichtseinheit 3
3. Didaktisch-methodische Analyse nach Klafki 4
4. Lernziele 7
5. Verlaufsplan der Stunde 8
6. Anhang 9
2
1. Lerngruppenbeschreibung
Da es sich bei diesem Unterrichtsentwurf um die Ausarbeitung einer fiktiven Stunde handelt, wird in diesem Abschnitt keine Lerngruppe im engeren Sinne beschrieben. Deswegen wird der Anschnitt sehr kurz gehalten, da eine Lerngruppenbeschreibung in jeden Unterrichtsentwurf gehört und sehr wichtig ist.
Die fiktive Lerngruppe ist eine Klasse des 7. Jahrgangs an einem Gymnasium. Es ist eine heterogene Lerngruppe mit sehr unterschiedlich starker Unterrichtsbeteiligung.
2. Einordnung der Stunde in die Unterrichtseinheit
Die geplante Stunde ist Teil eines fächerübergreifenden Projekts zur Astronomie bzw. Sternenkunde für Einsteiger in den Fächern Erdkunde und Physik. Die Projektlaufzeit ist sechs Wochen mit vier Stunden pro Woche und diese Doppelstunde liegt relativ in der Mitte der Unterrichtseinheit. Daher verfügen die Schülerinnen und Schüler 1 schon über ein gewisses Grundwissen der Sternenkunde. In den vergangenen Wochen haben sich die SuS ausführlich mit den Grundphänomenen des Tag- und Nachthimmels auseinander gesetzt und können somit den Verlauf der Sonne, Sterne und Planeten nachvollziehen. Der Mond wurde in der letzten Stunden zum ersten Mal direkt angesprochen aber dies auch nur im Zusammenhang mit den „Auf- und Untergangspunkten“ von Sonne und Sternen. Demnach wissen die SuS wo der Mond auf- und untergeht und das er sich um die Erde dreht, aber noch nicht warum dieser sich ein wenig anders verhält als die anderen Himmelserscheinungen.
Das Projekt ist so ausgelegt, dass das genetische Lernen im Vordergrund steht. Die SuS haben im Laufe der Unterrichtseinheit erforscht, warum die Erde rund ist und wir nicht der Mittelpunkt des Universums sind. Nun sollen sie in den folgenden Stunden selbst erfahren, wie das System Mond - Erde - Sonne funktioniert. In der heutigen Stunde geht es um das Zustandekommen der Mondphasen und warum wir nicht jeden Monat eine Mondfinsternis haben.
1 Im Folgenden SuS
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3. Didaktisch-methodische Analyse nach Klafki
Wolfgang Klafki hat fünf didaktische Leitfragen aufgestellt, denen möglichst jede Unterrichtsstunde gerecht werden sollte. Die erste Leitfrage ist die nach der Gegenwartsbedeutung. Der neu erlernte Unterrichtsstoff soll für die SuS eine Bedeutung in deren Leben haben und sie direkt betreffen. Dadurch sind eine höhere Motivation zum Erlernen und ein besseres Verständnis der Gelernten gegeben. Auch die Zukunftsbedeutung spielt eine wichtige Rolle. So soll der neu erlernte Stoff eine gewisse Bedeutung für die Zukunft der SuS haben. Die dritte Leitfrage richtet sich nach der Struktur des Unterrichts, also die Frage wie der zu erlernende Stoff vermittelt wird. Als viertes wird nach der Exemplarität des Stoffes gefragt. Lässt sich das neu Erlernte auf andere Bereiche im Leben der SuS anwenden? Gibt es Gesetzmäßigkeiten oder Parallelen mit anderen Themen? Die fünfte Leitfrage ist die nach der Zugänglichkeit des Stoffes. Wird das zu Lernende anschaulich oder exemplarisch vermittelt? Werden SuS aktiv angesprochen oder der Stoff durch Phänomene für sie interessanter und zugänglicher gemacht?
Die Frage nach der Gegenwartsbedeutung lässt sich für diese Stunde zum Thema Mondphasen sehr einfach beantworten. Das Zusammenspiel von Mond, Sonne und Erde, von Licht und Schatten bestimmt unser Leben auf der Erde. Ohne Licht wäre ein Leben auf der Erde nicht möglich. Sonne und Mond, Licht und Schatten bestimmen die Zeit, nach der wir Menschen leben: Tag und Nacht, Stunden, Minuten und Sekunden, Jahre, Monate und Tage. Die Mondphasen teilen das Jahr in Monate, da eine Lunation, also die Zeit von Neumond zu Neumond, 29 ½ Tage dauert. Daraus ist letztendlich vor tausenden Jahren der Kalender entstanden, der, abgesehen von einigen Anpassungen, heute noch seine Gültigkeit bewahrt. Eine weitere Überlegung zur Gegenwartsbedeutung liegt auf der Hand: der Mond ist immer da. Jeder Schüler hat den Mond schon einmal am Tages- oder Nachthimmel in seinen unterschiedlichsten Formen gesehen. Und fast jeder Schüler hat sich wahrscheinlich auch schon einmal gefragt, wie diese verschiedenen Formen zu Stande kommen und warum der Mond auch manchmal tagsüber sichtbar ist.
Auch die Frage nach der Zukunftsbedeutung ist relativ einfach zu beantworten. Das Zusammenspiel zwischen Mond und Sonne wird auch noch in Tausenden von Jahren das Leben auf der Erde mitbestimmen. Der Mond wird sich also auch weiter um die Erde drehen und im Schattenspiel seine verschiedenen Phasen zeigen. Die SuS sollen
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Arbeit zitieren:
Katrin Blatt, 2009, Unterrichtsstunde: Die Mondphasen, München, GRIN Verlag GmbH
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