Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung 3
2 Ursachen für den Alkoholkonsum bei Jugendlichen 5
3 Gesundheitsfördernde Aspekte in der Schule. 7
3.1 Förderung sozialer Kompetenz 8
3.2 Kognitive Kompetenz: 9
3.3 Moralische Kompetenz: 10
4 Diskussion 11
5 Fazit 13
6 Literaturverzeichnis 14
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1 Einleitung
Laut Drogenbeauftragte der Bundesregierung ist festgestellt worden, dass der Pro-Kopf-Konsum im internationalen Vergleich von reinem Alkohol in Deutschland mit 10,1 Litern Pro Jahr als hoch gilt. Seit Jahren nimmt Deutschland weltweit den 5. Rang ein, die nach Schätzungen der WHO doppelt so hoch ist, wie die der Weltbevölkerung im Durchschnitt (5,8 Liter).
Regelmäßiger und missbräuchlicher Konsum von Alkohol kann zur Abhängigkeit führen. Etwa 1,6 Millionen Bundesbürger gelten als Alkoholabhängig, leider 10 Prozent unterziehen sich einer Therapie. Ungefähr 1,7 Millionen weisen einen riskanten Alkoholkonsum auf.
Anhand der Daten muss infolgedessen das Bewusstsein der Gesellschaft für einen verantwortungsvollen Umgang mit Alkohol geschärft werden. Da Europa einen höheren Alkoholkonsum im internationalen Vergleich darstellt, beschäftigen sich die Gesundheitskomissionen der EU mit dieser Thematik, zumal Daten dieser Organisation Besorgniserregend sind: In der Eu sterben jährlich 200.000 Menschen an den Folgen des Alkoholkonsums, davon mehr als 55.000 junge Menschen und etwa 23 Millionen Menschen der EU sind alkoholabhängig. Jeder vierte Verkehrstote stirbt aufgrund des Alkoholkonsums. Die im Oktober 2006 vorgelegte Anti-Alkohol-Strategie für die Jahre 2007 bis 2012, z.B. Erhöhung der Alkoholsteuer, Verkaufs- und Wertebeschränkung, sowie eine Null-Promille-Grenze für Fahranfänger, wurde bereits im Vorfeld eingeführt. So bleibt zunächst der Status quo der Alkoholpolitik in Europa unverändert. Alkoholkonsum ist ein integraler Bestandteil unserer Gesellschaft, dennoch müssen wir uns über den Missbrauch, vor allem bei Jugendlichen im Klaren sein und etwas dagegen tun. Seit Jahren wird das Konsumverhalten von Kindern und Jugendlichen beobachtet und dabei stellt sich heraus, dass Kinder und Jugendliche erste Erfahrungen mit Alkoholkonsum immer mehr in jüngeren Jahren machen. Den ersten Alkoholrausch erleben Kinder und Jugendliche zwischen dem 12. und 13. Lebensjahr. Ein rapider Anstieg findet zwischen dem 14. und 18. Lebensjahr. 34% (2005). Ein beliebter Alkoholkonsum bei Jugendlichen sind Alkopops. Im Jahre 2004 konnte dieses durch das Alkoholsteuergesetz erheblich eingedämmt werden. Empirische Daten (2007) der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) bestätigen einen
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rückläufigen Trend dieser Mixgetränke, insgesamt ist der Konsum anderer alkoholischen Getränke gestiegen, somit hat nur eine Verlagerung stattgefunden, leider keine ausreichende Reduzierung des Alkoholkonsums. Aufgrund der skizzierten Problemlage sind dringende Maßnahmen zum Konsumverhalten, vor allem die der Kinder und Jugendlichen erforderlich. Um Kindern und Jugendlichen die Folgen klarzumachen ist eine verstärkte Beschaffung des Gesundheitsbewusstsein von Nöten. Hierfür ist der Settingansatz in der Schule eine gute Grundlage für die Gesundheitsförderung, denn in der Schule verbringen Kinder die meiste Zeit und sind hier somit leichter zu erreichen. In Bezug auf den Alkoholkonsum soll den Schülern z.B. ein „selbstkontrollierter Umgang“ mit Alkohol vermittelt werden und selbstverständlich die gesundheitlichen Folgen, die durch den Alkoholkonsum entstehen können. Im Vordergrund steht also das Stärken des Selbstvertrauens und des Selbstwertgefühls, damit Kinder und Jugendliche in der Lage sind, alltägliche Lebensprobleme standzuhalten und dem Angebot von Suchtmittel aller Art widerstehen zu können. Auch Eltern sollen durch verschiedene Maßnahmen dazu befähigt werden, Kinder durch ihre Vorbildfunktion zu beeinflussen (Tossman P. 2008). Um der Frage nachzugehen, was den Alkoholkonsum bei Jugendlichen auslöst, was man fördern kann und in welchen Zusammenhang Schule eine Rolle damit spielt, werden im Folgenden erstmal ausführlich Ursachen für den Konsum bei Jugendlichen aufgegriffen. Ursachen für den Alkoholkonsum hat nämlich mehrere Aspekte, z.B. Stress,
Gruppenzugehörigkeit, familiäre Probleme etc
Anschließend darauf werden wichtige Faktoren angesprochen, die man fördern sollte. Die Ausarbeitung endet mit einem Fazit.
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2 Ursachen für den Alkoholkonsum bei Jugendlichen
Ein Brennpunkt sozialwissenschaftlicher Untersuchungen lag in den letzten Jahren bei der Analyse, welche Funktion der Alkoholkonsum für Jugendliche hat (Jörgen F 1990). Personale Beweggründe für den Alkoholkonsum Jugendlicher, sind u.a.: Fehlende Entschlussfähigkeit, niedriges Selbstwertgefühl, Schwierigkeiten im Erkennen und Ausdrücken der Gefühle, Ich-Schwäche etc. werden von Jugendlichen als unerwünschte Persönlichkeitsfacetten wahrgenommen, die scheinbar durch Alkohol betäubt werden.
Eingeschränkte Kommunikations- und Handlungskompetenz minimieren wie z.B. die Chance bei Argumenten gegen den Alkoholkonsum in einer „Verführungssituation“. Problemsituationen können u.a. durch Alkohol verdrängt werden.
Warum Jugendliche Alkohol trinken kann sicher nicht nur mit der Personalen Ebene beantwortet werden. Der Umgang mit Alkohol hat vielmehr eine soziale Bedeutung, denn die soziale Ebene hat einen großen Einfluss auf die Entwicklung der personalen Ebene, d.h. sozialer Kontakt wirkt sich auf das individuelle Handeln aus. Empirische Untersuchungen bestätigen, dass Familien nach wie vor die Grundlage des Konsums ist. In der Regel haben Eltern die Vorbildfunktion für Kinder und Jugendliche. Gehen Eltern verantwortungsbewusst mit Alkohol um, besteht die Chance, dass Kinder das Verhalten übernehmen. (Tossman P. 2008). Es ist empirisch belegt, dass Eltern das Trinkverhalten ihrer Kinder beeinflussen. Die Trinkmusterübernahme ist ein Entwicklungsphänomen, das im Elternhaus beginnt und während der Ablösung in die Gleichaltrigengruppe übergeht. Daraus kann man also schließen, dass Eltern den Alkoholkonsum ihrer Kinder nicht allein beeinflussen. Auch Freunde und Bekannte beeinflussen die gesundheitsschädlichen Verhaltensweisen sehr stark. Dabei spielt sowohl die Integration in eine Gruppe als auch Aspekte der sozialen Beziehungen eine große Rolle. Soziale Integration (nach Achtung und Gruppenakzeptanz sowie in Korrelation hierzu, der Wunsch nach Freiheit) ist für Jugendliche das Grundbedürfnis. Ein Individuum ist einer Kultur nicht Global ausgesetzt, vielmehr lernt es also die Werte einer Gesellschaft durch Bedeutsame Bezugsgruppen, wie Eltern, Gleichaltrige, Lehrer usw. Diese verstärken die kulturell vorgeformten Deutungen und Funktionen des Konsums von Alkohol. Der Konsum ist somit eine kulturell definierte, aber auch eine erlernte
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Arbeit zitieren:
Helene Warkentin, 2010, Ursachen und wichtige Förderungsaspekte des Alkoholkonsums bei Jugendlichen im Setting Schule, München, GRIN Verlag GmbH
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