Aufgaben u. Möglichkeiten der Erziehungsberatung bei Schulverweigerung Jürgen Bauer, Bakk.phil MA
Vorwort
Das Thema Schulverweigerung war wohl noch nie so brisant wie zurzeit. Viele Studien zeigen die Ursachen und Folgen von frühzeitigem Schulabbruch. Voraus geht oftmals das Vermeiden des Schulbesuchs. Wenn Kinder und Jugendliche nicht mehr in die Schule gehen, kann das vielfältige Ursachen haben. Das Schuleschwänzen von einst bedeutete, dass sich SchülerInnen eine Auszeit vom Schulalltag genommen haben und ein paar Stunden oder einen Tag dem Unterricht fern geblieben sind. Nicht selten wurde mit Hilfe guter Ausreden oder gar gefälschten Unterschriften auf den Entschuldigungen das Fehlverhalten gar nicht offenkundig. Bei der Schulverweigerung geht es nicht um einzelne geschwänzte Stunden oder Tage. Der Schulbesuch wird aus verschiedenen Gründen über längere Phasen vermieden. Trotz engmaschiger Betreuung von Schule, SchülerberaterInnen, BeratungslehrerInnen, SchulpsychologInnen, ÄrztInnen und SozialarbeiterInnen gelingt es nicht immer, SchulverweigerInnen wieder in das System Schule rückzuführen und das davon betroffene System Familie entsprechend zu stärken und unterstützen. Die Erziehungsberatung bietet zwar ein gut strukturiertes Handwerkszeug und somit Unterstützung, kann aber ein System nur dann positiv verändern, wenn es dieses auch zulässt. Das vorliegende Paper soll einen Einblick in das Thema Schulverweigerung und in die Möglichkeiten der Erziehungsberatung geben und besitzt nicht den Anspruch der Vollständigkeit oder gar ein Patentrezept gegen die Schulverweigerung zu sein.
2
Aufgaben u. Möglichkeiten der Erziehungsberatung bei Schulverweigerung Jürgen Bauer, Bakk.phil MA
Inhaltsverzeichnis
Vorwort 2
1 Einleitung. 4
2 Aktive und passive Schulverweigerung 4
2.1 Passive Schulverweigerung 4
2.2 Aktive Schulverweigerung 4
2.2.1 Schulschwänzen. 5
2.2.2 Schulangst 5
2.2.3 Schulphobie 6
3 Thesen 7
3.1 These 1: Gezielte Beratung und entsprechende Maßnahmen können
Schulangst minimieren. 7
3.2 These 2: Elterntraining ermöglicht Verhaltensänderungen, die sich positiv
auf die Schulverweigerung auswirken. 8
3.3 These 3: Verhaltensmodifikation fördert den Schulbesuch. 9
3.4 These: 4: Schulische Erfolge wirken schulvermeidendem Handeln
entgegen. 10
4 Fazit. 11
5 Literatur 12
3
Aufgaben u. Möglichkeiten der Erziehungsberatung bei Schulverweigerung Jürgen Bauer, Bakk.phil MA
1 Einleitung
Schulverweigerung kann als zunehmendes Problem westlicher Industrieländer gesehen werden und muss daher als ein kulturgeographisches Phänomen gesehen werden (vgl. Oelsner, 2007, S. 99; Oelsner & Lehmkuhl, 2004, S. 9). Das Phänomen ist nicht neu und in ihrer vielfältigen Form mindestens so alt wie die Schulpflicht selbst (vgl. Mutzeck, 2007, S. 7). In unserem Sprachgebrauch existieren unterschiedliche Begriffe, um das Fernbleiben vom Unterricht zu beschreiben: Schulverweigerung, Schulabsentismus, Schulmüdigkeit (vgl. Oelsner, 2007, S. 99). Das Ergebnis ist jedes Mal, dass Kinder und Jugendliche der Schule fernbleiben und somit ihre Schulpflicht nicht erfüllen.
Zu Beginn werden die verschiedenen Formen der Schulverweigerung erläutert, um einen Einblick in die Komplexität dieses Phänomens zu erhalten.
2 Aktive und passive Schulverweigerung
Spricht man von Schulverweigerung, wird davon ausgegangen, dass die SchülerInnen nicht in die Schule gehen. Dies kann jedoch nicht in diesem Sinne gesehen werden. Grob kann zwischen passiver und aktiver Schulverweigerung unterschieden werden (vgl. Mutzeck, 2007, S. 8f):
2.1 Passive Schulverweigerung
Hier kann man von Unterrichts- bzw. Schulaversion sprechen. Die SchülerInnen wohnen dem Unterricht zwar bei, verhalten sich aber passiv bis destruktiv. Die SchülerInnen sammeln keine Fehlstunden. Ihr Verhalten wird meist verschieden interpretiert und von den Lehrkräften versucht, entsprechend entgegenzuwirken. Destruktives Verhalten im Unterricht kann vielfältige Ursachen haben, auf die hier nicht näher eingegangen wird.
2.2 Aktive Schulverweigerung
Hier kann man von Unterrichts- bzw. Schulschwänzen sprechen, wenn SchülerInnen teilweise (gelegentlich, immer wieder) in einzelnen Stunden oder an einzelnen Tagen
4
Arbeit zitieren:
Bakk.phil. MA Jürgen Bauer, 2010, Aufgaben und Möglichkeiten der Erziehungsberatung bei Schulverweigerung, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Des Knaben Wunderhorn - alte Lieder und neue Ideale in der Heidelberge...
Germanistik - Neuere Deutsche Literatur
Hausarbeit, 12 Seiten
Erschließung von Grimms Märchen durch einen handlungs- und produktions...
Deutsch - Pädagogik, Didaktik, Sprachwissenschaft
Seminararbeit, 22 Seiten
Die Deutsche Grammatik von Jacob Grimm und ihr Stellenwert für die Spr...
Hausarbeit, 37 Seiten
Offener Unterricht in einer Schule mit dem Förderschwerpunkt Lernen
Pädagogik - Allgemeine Didaktik, Erziehungsziele, Methoden
Seminararbeit, 13 Seiten
Aggression bei Jugendlichen und ihre Ursachen
Pädagogik - Pädagogische Psychologie
Referat / Aufsatz (Schule), 5 Seiten
Inklusive Pädagogik unter besonderer Berücksichtigung der Förderschwer...
Implikationen und aktueller Ha...
Pädagogik - Heilpädagogik, Sonderpädagogik
Wissenschaftlicher Aufsatz, 21 Seiten
Raumerfahrung in der modernen Kindheit; Verhäuslichung, Verinselung, I...
Soziologie - Kinder und Jugend
Seminararbeit, 16 Seiten
Die Frauenfiguren in den Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm
Magisterarbeit, 93 Seiten
Leseförderung und literarisches Leben in der Schule
Hindernisse und Perspektiven
Deutsch - Pädagogik, Didaktik, Sprachwissenschaft
Seminararbeit, 15 Seiten
Wandel der Kindheit und Jugend ab dem 18.Jahrhundert
Pädagogik - Geschichte der Päd.
Referat / Aufsatz (Schule), 12 Seiten
Verhaltensmodifikation im Unterricht
Psychologie - Lernpsychologie, Intelligenzforschung
Seminararbeit, 13 Seiten
Anfangsunterricht und Veränderte Kindheit in der Grundschulpädagogik
Hausarbeit, 19 Seiten
Zum Stellenwert der frühen Eltern-Kind-Interaktion in der kindlichen P...
Seminararbeit, 13 Seiten
Jürgen Bauer hat einen neuen Text hochgeladen
Schulschwänzen - Verweigern - Abbrechen
Eine Studie zur Situation an Ö...
Helga Kittl-Satran, Andrea Mayr, Barbara Schiffer, Josef Scheipl
Trigonometrische Aufgaben. Hrsg. Von Dr. H. Lieber Und F. Von Lhmann.
Heinrich Wilhelm Lieber
Kurs zur Verhaltensmodifikation bei mehrfach und autistisch behinderte...
Hannelore Freund, Maud Amlang
0 Kommentare