2 Didaktik der Informatik
Inhaltsverzeichnis
Abbildungsverzeichnis 3
1. Einleitung 4
2. Grundlagen der Didaktik 5
2.1 Das Didaktische Dreieck 5
2.2 Unterrichtsformen 6
2.3 Vorbereitung zur Unterrichtsplanung 8
2.3.1 Modell nach Paul Heimann 9
3. Didaktik der Informatik 11
3.1 Informatikunterricht in der Oberstufe 11
4. Grundlagen des E-Learning 14
4.1 Computer Based Training (CBT) 14
4.2 Web Based Training (WBT) 15
4.3 Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) 15
4.3.1 Synchrone Informations- und Kommunikationstechnologien 15
4.3.2 Asynchrone Informations- und Kommunikationstechnologien 16
5. Lehr und Lernmethoden 18
5.1 Online Teaching 18
5.2 Online Tutorials 19
5.3 Online Assignments. 19
5.4 Online Discussions 19
5.5 Blended Learning 20
6. Resümee 21
Literaturverzeichnis 22
3 Didaktik der Informatik
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: Didaktisches Dreieck
Abbildung 2: Unterrichtsformen in Bezug auf Sozialform Entfaltungsmöglichkeit
Abbildung 3: „Berliner Modell“ nach Heimann
(in Anlehnung an Paul Heimann, 1997)
Abbildung 4: Einbettung der Didaktik der Informatik
(In Anlehnung an Schubert Schwill, 2004)
Abbildung 6: Navigationsbildschirm eines Whiteboads
Abbildung 5: Hauptfenster des MSN Live Messengers
Abbildung 7: Lernmethoden im Überblick
(in Anlehnung an Seufert, 2002)
1. Einleitung
Ein Ferrari ist ein tolles Fahrzeug, jedoch in ungeeignetem Gelände macht er seinem Besitzer nur wenig Freude. Ebenso verhält es sich in der Informatik, dem Anwender kann ein noch so gutes System zur Verfügung stehen, ohne das dafür nötige Know-how ist es wertlos. Generell zeigten Untersuchungen, dass die hohen Investitionen in die IT nicht mit den erwarteten Produktivitätssteigerungen einhergingen. Dieses Paradoxon der IT kann einerseits auf die Inflexibilität eines Unternehmens bezüglich der Notwendigkeit einer Änderung der Organisationsstruktur zurückzuführen sein, meistens jedoch scheitert die Implementierung eines neuen Systems aber an der Unerfahrenheit und Kompetenz des Personals. 1
„EDV-Systeme verarbeiten, womit sie gefüttert werden. Kommt Mist rein, kommt Mist raus.“ Dieses Zitat von Anré Kostalany, einem ehemaligen ungarischen Börsenexperten, beschreibt eine grundlegende Problematik vieler Unternehmen.
IT-Fachleute sind laut AMS 2 derzeit(2007) auf dem Arbeitsmarkt so begehrt wie schon lange nicht mehr. Vor allem Entwickler, Unix-Admins und SAP-Basisbetreuer sind besonders gefragt. Im Bereich der Datenbanken werden Oracle-Spezialisten gesucht, denn gerade hier ist die Know-how-Nachfrage fast um das Dreifache höher als das Angebot. Dies geht aus der aktuellen Studie von JoinVision, Betreiber des Jobportals für IT-Experten und Freelancer, hervor. 3
Woher jedoch stammt dieser hohe Bedarf, und wie kann man ihn decken? Die Stundentafel und Lehrpläne 4 vieler Hochschulen, AHS, BHS aber auch Volksschulen und Berufsschulen weisen auf quantitativen Informatikunterricht hin. Demnach gibt es in unserem Bildungssystem kaum eine Chance nicht am IT-Unterricht teilzunehmen, leider scheitert es oft an der Qualität des Unterrichts aber auch an der Motivation vieler Auszubildender. Es entsteht der Eindruck dass versucht wird dieses Bildungsproblem in Ausbildungsstätten mit einem massenhaften Einsatz von PC-Technik zu lösen. High End Computer und das Internet werden als Allheilmittel gesehen und der pädagogische Aspekt kommt immer mehr in den Hintergrund. Lernen muss Spaß machen um möglichst effektiv zu sein. Ziel der nachfolgenden Arbeit ist es, didaktische Grundmodelle und gegenwärtige IT unterstützte Lehrmethoden aber auch Lernplattformen speziell in der Hochschullehre näher zu beleuchten. E-Learning ist mittlerweile in der ganzen Welt zu einem festen Bestandteil des Studiums an Hochschulen geworden 5 . Einschränkend gilt jedoch zu sagen, dass der Begriff des E-Learning eine sehr breit gefächerte Definition zulässt und meist alle Formen des
1 Paul A. Strassmann, 1999
2 AMS: Arbeitsmarktservice
3 DerStandard; Akuter Mangel an IT-Experten setzt heimischen Unternehmen zu; Erschienen am 28.3.2007
4 (Bmukk)
5 Vgl. (Carsten & Barrios, 2004; BMBF,2004)
„Informierens und Lernens“ mit elektronischen Medien umfasst und nicht alle Möglichkeiten hier angeführt werden können. Nicht Bestandteil dieser Arbeit ist die Entscheidung welche Lernmethode oder Lernplattform anzuwenden ist.
2. Grundlagen der Didaktik
Didaktik [griechisch] die, ursprünglich Lehrkunst; heute allgemein als die Wissenschaft vom Lehren und Lernen (Unterrichtslehre) aufgefasst oder als die Theorie der Bildungsinhalte und des Lehrplans (Was wird unterrichtet?), der die Didaktik der Methode (Wie wird unterrichtet?) gegenübergestellt wird. 6
2.1 Das Didaktische Dreieck
Das von Ruth Cohn (1997) entwickelte Didaktische Dreieck beschreibt die grundsätzliche Interdependenz der drei Komponenten "Lehrer/in - Schüler/innen - Thema" im Prozess des Lehrens und Lernens. Die Interdependenz zwischen dem Thema sowie den sozialen und kommunikativen Beziehungen, die zwischen dem Lehrenden und einer Gruppe von Studenten besteht, hat auch Relevanz für die Unterrichtsplanung.
Jede der drei Komponenten hat Einfluss auf das Lerngeschehen .Wenn zum Beispiel ein Lehrender die Beziehung zu den Studenten durch Einführung einer neuen Methode verändert, hat das auch Einfluss auf die Wahrnehmung des Themas seitens der Studenten. Wenn der Vortragende das Thema unter einer neuen Zielsetzung behandelt (z.B. problemorientiert, multiperspektivisch) wird das auch Einfluss auf die Lernarrangements haben, die er mit der Lerngruppe trifft. Wenn die Studenten z.B. selbst zu Thema forschen und dadurch den Lerninhalt mitbestimmen, verändert dies auch die Rolle, welche der Vortragende im Lernprozess einnehmen kann.
6 (Mayer, 2006)
2.2 Unterrichtsformen
Wie schon beim Didaktischen Dreieck veranschaulicht, wird der Unterricht wesentlich durch die Wechselwirkungen zwischen Lehrer und Schülern aber auch der Schüler untereinander geprägt. Diese Wechselwirkungen kann man bezüglich zweier Aspekte genauer klassifizieren, bezgl. Der Sozialform, in der der Unterricht stattfindet und bzgl. Der Aktivitäten, die die Schüler während des Unterrichts entfalten können und sollen. 7 Hinsichtlich der Sozialform unterscheidet man: (S1) Unterricht im Klassenverband:
Alle Studenten nehmen gleichberechtigt am Unterricht teil und können miteinander kommunizieren und in Wechselwirkung treten. (S2) Gruppenunterricht
Die Studenten sind in Gruppen aufgeteilt. Kommunikation vollzieht sich nur innerhalb der Gruppe, aber nicht gruppenübergreifend. (S3) Einzelunterricht
Die Studenten sind voneinander isoliert. Wechselwirkungen sind nicht möglich bzw. erlaubt. Bezüglich der von den Studenten erwarteten bzw. entfalteten Aktivitäten unterscheidet man: (A1) Kommunizierende Form:
Die Aktivitäten der Studenten beschränken sich im Wesentlichen auf die Aufnahme des vom Vortragenden präsentierten Stoffes. (A2) Gelenktes Entdecken:
Die Studenten gestalteten den Verlauf der Vorlesung durch ihr Handeln mit; durch Hilfen des Vortragenden werden entdeckende Aktivitäten angestoßen. (A3) Freies Forschen:
Der Vortragende gibt lediglich Anregungen; im Wesentlichen bestimmen die Aktivitäten der Studenten den Vorlesungsverlauf.
Durch Kombination von Sozial- und Aktionsform kann man verschiedene Unterrichtsformen erarbeiten. Hierbei handelt es sich wohlgemerkt um „Reinformen“, welche meist jedoch in Mischformen auftreten.
7 (Wittmann, 1981)
Arbeit zitieren:
David Huber, 2007, Zur Didaktik der Informatik an Hochschulen, München, GRIN Verlag GmbH
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