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Entwicklung eines Zukunftsszenarios für eine offene Schule

Title: Entwicklung eines Zukunftsszenarios für eine offene Schule

Examination Thesis , 2003 , 76 Pages , Grade: 1,8

Autor:in: Andreas Baudisch (Author)

Pedagogy - Job Education, Further Education
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Summary Excerpt Details

[...] Der schnelle
technische Fortschritt in den letzten Jahren führte zu einer Vervielfachung des zu vermittelnden
Wissens. Um den Schülern3 sinnvolle Kenntnisse vermitteln zu können, die sie für
ihre spätere Beschäftigung benötigen, sind die Lehrer gezwungen, ihr funktionales Wissen
und die möglichen didaktischen Lehrmethoden stets zu vervollkommnen. Dies führte in
der jüngsten Zeit dazu, dass die Berufsschulen ihren so genannten doppelten Erziehungsauftrag,
d.h. die Vermittlung fachtheoretischer Kompetenzen und die Weiterführung der
Allgemeinbildung, nicht mehr in vollem Umfang nachkommen konnten.4 Infolgedessen
kann eine Gleichwertigkeit der Lernorte, Ausbildungsbetrieb und Berufsschule, in der Praxis
nicht mehr ausgemacht werden. Dies ist einer der entscheidenden Gründe für die in den
Jahren 1998 und 1999 entstandenen weitreichenden Entwürfe und die daraus resultierenden,
verstärkt in den letzten Jahren, aufkommenden Diskussionen über mögliche Modelle
zur Modernisierung der Berufsschulen.5 Insbesondere bei der Vermittlung von Kenntnissen
und Fertigkeiten wird das Missverhältnis zwischen den Ansprüchen der Bildungseinrichtungen
und den, von einem Betrieb an seine zukünftigen Mitarbeiter gestellten Anforderungen,
deutlich. Vorrangiges Ziel der Berufsschule sollte es deshalb sein, Möglichkeiten
zu entwickeln, welche die Öffnung der Institution Schule ermöglichen. Dabei ist es von
wesentlicher Bedeutung, konkrete Verbesserungsvorschläge für die Ebene des Unterrichts,
der Schule und des Schulumfeldes zu entwickeln.
In dieser Arbeit stellt sich deshalb die Aufgabe, ein Zukunftsszenarium für eine „Offenen
Berufsschule“ zu entwickeln. Da die Einflussfaktoren, sich für jede Berufsschule anders
gestalten, gibt es keine allgemeingültige Vorgehensweise. Jede Berufsschule ist daher gezwungen,
eigene Konzeptionen zu entwickeln. Die Ausarbeitung möchte infolgedessen
Möglichkeiten darstellen, die es der Berufsschule E/E in Rostock Evershagen6 ermöglichen
könnten, die Anforderungen an eine zukünftige offene Berufsschule zu erfüllen.
3 Aus Vereinfachungsgründen werden in dieser Arbeit die Begriffe „Lehrer“ und „Schüler“ verwendet. Gemeint sind jedoch
stets Lehrer und Lehrerinnen sowie Schüler und Schülerinnen.
4 Grundmann, Hilmar, Grundmann, Christiane, Meyer-Menk, Julia, Offener Unterricht, S. 415.
5 Grundmann, Hilmar, Modelle, S.43.
6 Der Einfachheit halber, wird im Folgenden stets von der Beruflichen Schule E/E gesprochen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1. Die Krise der dualen Berufsausbildung

1.2. Problem- und Aufgabenstellung

1.3. Methodische Vorgehensweise und Gliederung

2. Analyse der Ist-Situation an der Beruflichen Schule E/E in Rostock

2.1. Die Befragungsdurchführung

2.1.1. Methoden der Informationsgewinnung

2.1.2. Methoden der Informationsauswertung

2.2. Auswertung und Darstellung der momentanen Situation

2.2.1. Das Schulumfeld

2.2.2. Die Schule

2.2.3. Der Unterricht

3. Anforderungen an eine offene Berufliche Schule

3.1. Gründe für die Notwendigkeit zur Öffnung der Schule

3.2. Instrument zur Untersuchung der Öffnung Beruflicher Schulen

3.2.1. Die Ebene des Schulumfeldes

3.2.2. Die Schulebene

3.2.3. Die Unterrichtsebene

3.3. Die Modellversuche FEUK, ErkunDa, QuibB

3.3.1. Der Modellversuch FEUK

3.3.2. Modellversuch ErkunDa

3.3.3. Modellversuch QuibB

3.4. Das dänische Berufsschulsystem

3.4.1. Die dänischen Berufsschulen

3.4.2. Der Unterricht an dänischen Berufsschulen

4. Die Öffnung der Beruflichen Schule E/E

4.1. Veränderungen der Beruflichen Schule E/E im Bereich der Rechtsform

4.2. Die Berufliche Schule E/E in ihrem Umfeld

4.3. Die Berufliche Schule E/E als offene Institution

4.4. Die Gestaltung des Unterrichts an der Beruflichen Schule E/E

5. Zusammenfassende Betrachtung und Ausleitung

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin, ein Zukunftsszenario für eine „offene Berufsschule“ zu entwickeln, um einen Beitrag zur Überwindung der Krise im dualen Berufsausbildungssystem zu leisten. Die zentrale Forschungsfrage untersucht, wie die Berufsschule ihre Aufgaben besser wahrnehmen und sich zu einem regionalen Kompetenzzentrum weiterentwickeln kann, um den Anforderungen der modernen Arbeitswelt gerecht zu werden.

  • Analyse der Ist-Situation der Beruflichen Schule E/E in Rostock
  • Entwicklung von Anforderungen und Instrumenten für eine offene Berufsschule
  • Evaluierung von Modellversuchen (FEUK, ErkunDa, QuibB) zur Qualitätsverbesserung
  • Vergleichende Analyse des dänischen Berufsschulsystems als Vorbild
  • Strategien zur Organisationsentwicklung und Unterrichtsgestaltung

Auszug aus dem Buch

1.1. Die Krise der dualen Berufsausbildung

Das duale System der beruflichen Erstausbildung in der Bundesrepublik Deutschland galt lange Zeit als Vorbild der Modernisierung der Berufsbildung in anderen Ländern. Derzeit befindet sich das duale System Deutschlands allerdings in einer vielerorts diskutierten Krise. Erkennen lässt sich die Krise insbesondere an den folgenden Punkten:

- die Abwendung traditioneller Bewerbergruppen von der dualen Ausbildung; der zunehmende Run auf Gymnasien und Hochschulen;

- der massive Abbau von Ausbildungsstellen in den industriellen Großbetrieben;

- Rekrutierungsschwierigkeiten und Ausbildungsverzicht bei Klein- und Mittelbetrieben;

- zunehmender Ausstieg aus dem Beruf von Absolventen dualer Ausbildungen, vor allem von Abiturienten und Realschülern;

- anwachsen ungeeigneter Bewerbergruppen und rapide Zunahme von Ausbildungsabbrüchen;

- Verdrängungswettbewerb innerhalb des Systems nach dem Muster: „Den Schwächsten die schlechteste Ausbildung“;

- die Sinnkrise der Berufsschule, der drohende Lehrermangel und die zunehmende Verlagerung der Ausbildungskosten dualer Ausbildung auf den Staat.

Zur Überwindung der dargestellten und weiterer Probleme gibt es verschiedene Ansatzmöglichkeiten. Im Wesentlichen wird die duale Berufsausbildung durch die Ausbildungsbetriebe und die Berufsschule gestaltet, die regionale sowie überregionale Belange zu beachten haben. Als eines der entscheidenden Schwachpunkte des dualen Systems wird dabei insbesondere das derzeitige System der Berufsschulen erkennbar. Dementsprechend stellt sich die Frage, wie die Berufsschule ihre Aufgaben besser wahrnehmen können. Dieser Frage gehe ich in dieser Arbeit nach. Damit soll ein Beitrag zur Überwindung der Krise in der dualen Berufsausbildung geleistet werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung thematisiert die aktuelle Krise des dualen Berufsausbildungssystems und begründet die Notwendigkeit, das Aufgabenprofil der Berufsschulen zu modernisieren.

2. Analyse der Ist-Situation an der Beruflichen Schule E/E in Rostock: Dieses Kapitel liefert eine detaillierte Bestandsaufnahme der momentanen Situation an der untersuchten Berufsschule, basierend auf empirischen Interviews und Fragebogenauswertungen.

3. Anforderungen an eine offene Berufliche Schule: Hier werden theoretische Anforderungen an eine moderne Schule sowie Ergebnisse aus Modellversuchen und dem dänischen Vorbild präsentiert, um Qualitätsverbesserungen abzuleiten.

4. Die Öffnung der Beruflichen Schule E/E: In diesem zentralen Kapitel werden konkrete Maßnahmen vorgeschlagen, die eine Öffnung der Schule in den Bereichen Rechtsform, Vernetzung mit dem Umfeld und Unterrichtsgestaltung ermöglichen sollen.

5. Zusammenfassende Betrachtung und Ausleitung: Das Fazit fasst die wesentlichen Empfehlungen zur Transformation in ein Kompetenzzentrum zusammen und weist auf die langfristigen Anforderungen für Schulleitung und Lehrkräfte hin.

Schlüsselwörter

Duale Berufsausbildung, offene Berufsschule, Qualitätsverbesserung, Schulentwicklung, Unterrichtsgestaltung, Lernfelder, Kompetenzzentrum, Berufsnetzwerk, Schulorganisation, Schulumfeld, Projektunterricht, Lehrerbildung, Kundenorientierung, Berufliche Schule E/E, Zukunftsmodell.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Modernisierung der beruflichen Bildung in Deutschland, speziell am Beispiel einer Berufsschule für Elektronik/Elektrotechnik, um dieser zu ermöglichen, als "offene Institution" auf Krisen im dualen System zu reagieren.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Fokus stehen die Analyse der Ist-Situation einer konkreten Schule, die Anforderungen an eine moderne Schulentwicklung, die Vernetzung mit regionalen Akteuren sowie die Optimierung der Unterrichtsstrukturen durch lernfeldorientierte Ansätze.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist die Entwicklung eines Zukunftsszenarios für eine "offene Berufsschule". Die Forschungsfrage lautet, wie die Institution Schule ihre Aufgaben besser wahrnehmen kann, um als leistungsfähiger Partner in einem regionalen Bildungsnetzwerk zu fungieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor nutzt die Zukunftsszenario-Methode zur Entwicklung zukunftsfähiger Ansätze. Ergänzend dient eine empirische Bestandsaufnahme (Interviews und Fragebögen) als Grundlage für die Analyse der Ist-Situation.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Ausgangslage, die Herleitung theoretischer Anforderungen an eine "offene Schule", die Auswertung von Modellversuchen, die Untersuchung des dänischen Vorbilds sowie konkrete Maßnahmenempfehlungen für die Berufliche Schule E/E.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem: Duale Berufsausbildung, offene Berufsschule, Qualitätsverbesserung, Lernfelder, Kompetenzzentrum und Schulentwicklung.

Warum wird das dänische Berufsschulsystem als Referenz herangezogen?

Das dänische System gilt durch seine hohe Flexibilität, die Selbstverwaltung der Schulen und die enge Ausrichtung auf Kundenorientierung sowie Wirtschaftskooperationen als internationales Best-Practice-Beispiel für eine zukunftsorientierte Berufsbildung.

Welche Rolle spielt die Rechtsform für die Öffnung der Schule?

Der Autor argumentiert, dass die aktuelle Rechtsform als nicht rechtsfähige öffentliche Anstalt die notwendige unternehmerische Eigenständigkeit einschränkt; daher wird eine Umwandlung in eine juristische Person des öffentlichen Rechts empfohlen, um mehr Autonomie in Personal-, Finanz- und Organisationsfragen zu erlangen.

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Details

Title
Entwicklung eines Zukunftsszenarios für eine offene Schule
College
University of Rostock  (Institut für technische Bildung)
Course
Didaktik
Grade
1,8
Author
Andreas Baudisch (Author)
Publication Year
2003
Pages
76
Catalog Number
V15488
ISBN (eBook)
9783638205894
Language
German
Tags
Entwicklung Zukunftsszenarios Schule Didaktik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Andreas Baudisch (Author), 2003, Entwicklung eines Zukunftsszenarios für eine offene Schule, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/15488
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