Jan -Hinrich Thies
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 3
2. Historisches 4
3. Was bedeutet Kommunikation? 5
4. Nonverbale Kommunikation 7
4.1 Grundlagen 8
4.1.1 Signale - Analog oder Digital 8
4.1.2 Ebenen der nonverbalen Kommunikation 9
4.2 Die geheimen Signale und Zeichen unserer Bewegungen 10
4.2.1 aufrechte Körperhaltung 10
4.2.2 Blickkontakt 11
4.2.3 Mimik 11
4.2.4 Gestik 13
4.2.5 Körperdistanzen 14
5. Körpersprache als bestimmender Faktor in der verbalen
Kommunikation 17
5.1 vokal-auditive Signale 17
5.2 kinetische Signale 17
6. Probleme der nonverbalen Kommunikation 20
7. Schlussbetrachtung 21
Literaturverzeichnis 22
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Jan-Hinrich Thies
1. Einleitung
Wir Menschen sind auf die Fähigkeit zu kommunizieren angewiesen. In vielen Situationen des Lebens spielt Verständigung eine sehr große Rolle, denn erst durch Verständigung wird es dem Menschen möglich sich mitzuteilen, seine Gedanken zu äußern und Informationen auszutauschen. Ohne die Kommunikation wären viele Fortschritte, vor allem im intellektuellen Bereich nicht realisierbar. Zu untersuchen wären nun, die Gründe für die gut funktionierende Kommunikation von uns Menschen. Den größten Faktor dafür liefert sicherlich die gesprochene Sprache, wobei neben ihr auch die Körpersprache im Verständigungsverhalten des Menschen eine ganz entscheidende Rolle spielt. Der gesprochenen Sprache sollte jedoch ein größeres Gewicht zugeordnet werden. Durch die einzelnen Bestandteile der Körpersprache befindet man sich in einem ständigen Kommunikationsprozess zu anderen Menschen. Falls man es bewusst versuchen würde Kontakt zu anderen Menschen zu vermeiden, würde man es nicht schaffen keinen Eindruck bei ihnen zu hinterlassen. Unbewusst werden Gesten, Mimiken und Körperbewegungen ausgesendet, welche als nonverbale Signale bezeichnet werden. Sie bilden die Grundlage der nonverbalen Kommunikation und können einiges über den Charakter und die Einstellung einer Person aussagen. Des Weiteren gibt es vieles, das sich in Worten nicht andeutungsweise ausdrücken lässt. Diese Hausarbeit wird zeigen, “dass Sprache sehr stark mit nonverbaler Kommunikation verknüpft ist und dadurch auch abhängig von ihr ist.“
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Jan-Hinrich Thies
2. Historisches
Die Frage seit wann sich der Mensch oder seine Vorfahren sich einer, wie auch immer gearteten, Sprache bedienten, ist schwer zu beantworten. Bei vielen Tierarten, liegt ein facettenreiches Kommunikations- bzw. Ausdrucksrepertoire vor, vor allem Menschenaffen zeigen eine breit gefächerte Mimik und Gestik. Allein deshalb kann man davon ausgehen, dass die Wurzeln solcher Kommunikationsformen sehr viel weiter zurückgehen als die des gesprochenen Wortes. Die nonverbale Kommunikation bot Denkern aller Zeiten Stoff für ihre Überlegungen und meist wurde sie als „Ausdrucksverhalten" bezeichnet. Diese Überlegungen wurden jedoch zumeist von einer Auffassungsweise über den Zusammenhang von Körper, Geist und Seele überlagert, die modernen wissenschaftlichen Methoden der Erkenntnisgewinnung nicht angemessen ist. Das heißt nicht, dass sie deswegen weniger interessant wären, doch sollen „Betrachtungen" solcher Art an dieser Stelle ausgeklammert bleiben, da für ihre Behandlung auch die Kenntnis über das Weltbild der jeweils zu betrachtenden Denkers notwendig wäre. Sokrates, Porta oder Paracelsus beschäftigten sich mit dem Ausdrucksverhalten.
Porta versuchte 1591 den Nachweis zu erbringen, dass das Erscheinungsbild der Menschen nicht von den Gestirnen, sondern von Temperamenten und Elementen bestimmt werde. Wie schon vorher bei Paracelsus, fallen bei ihm erste Ansätze einer empirischen Herangehensweise an das Forschungsobjekt auf.
Seine Vorgänger oft kritisierend, vor allem hinsichtlich ihrer Methodik, befolgte Lavater (1781 - 1801), welcher den Versuch unternahm, die Ausdruckslehre zu einer selbständigen Wissenschaft zu erheben, und wissenschaftliche Kriterien dafür zu fordern.
Lichtenberg (1742 - 1799) wehrte sich, zum Teil mit satirischen Mitteln, gegen die von Lavater angestellten Verallgemeinerungen oder Analogieschlüsse, z.B. von der Harmonie des Körpers zur Harmonie der Seele, worin Lavater stark von altgriechischen Denktraditionen geprägt war und seinem eigenen Anspruch an Wissenschaftlichkeit aufgrund seiner axiomatischen Wertsetzungen kaum gerecht werden konnte.
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Jan-Hinrich Thies
3. Was bedeutet Kommunikation?
Viele Arbeiten zum Thema Kommunikation beginnen mit der Frage „Was ist Kommunikation?“.
Klaus Merten hat in seinem Buch „Kommunikation. Eine Begriffs- und Prozessanalyse“ über 160 Definitionen von Kommunikation ermittelt. Das belegt, wie breit die Verwendungsweise und wie unterschiedlich die Begrifflichkeit von Kommunikation ist. Kommunikation ist ein Phänomen, als welches es im Alltag, sowie in den einzelnen wissenschaftlichen Disziplinen zu Erklärungen herausfordert. Nur dort wird erkennbar, was an dem Phänomen gesehen und wie es als solches beschrieben wird. So ist es nicht uninteressant zu beobachten, dass Kommunikation wie ganz selbstverständlich als ein Phänomen betrachtet wird, das sich dadurch auszeichnet, mindestens zwei reale Individuen vorauszusetzen, die in Abhängigkeit zur Bezugstheorie als Sprecher und Hörer bezeichnet werden.
Kommunikation ist gebunden an die Wahrnehmung von Wirklichkeit und insofern steht sie in engem Zusammenhang mit dem Umgang von Daten aus und über die Wirklichkeit.
Unterschieden wird zwischen drei Formen der Kommunikation: I. Interpersonale Kommunikation
Informationsaustausch zwischen mindestens zwei Personen (Dialog) II. Intrapersonale Kommunikation
Informationsaustausch der innerhalb eines Individuums stattfindet (Denken und Fühlen)
III. Mediengebundene Kommunikation (Massenkommunikation): Informationsaustausch zwischen den „Medienkonsumenten“ (Internet, Fernsehen)
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Jan-Hinrich Thies
Der Kommunikationsprozess verläuft in mindestens drei Phasen:
• Verschlüsselung der Botschaft (Enkodierung)
• Übermittlung der Botschaft (Signalisierung)
• Entschlüsselung der Botschaft (Decodierung, Interpretation)
Jeder Kommunikation wird ein “Inhalts- und Beziehungsaspekt” zugeschrieben. Dabei betrifft der Inhaltsaspekt lediglich die übermittelte Botschaft (Information) einer Mitteilung. Der Beziehungsaspekt ist dagegen als eine Art emotionale Botschaft zu verstehen, die die Beziehung der Kommunikationspartner konstituiert und definiert. Demnach erläutert er, “wie der Sender die Beziehung zwischen sich und dem Empfänger sieht“. Definition von Kommunikation
Kommunikation ist die allgemeine Sammelbezeichnung für alle Vorgänge, in denen eine bestimmte Information gesendet (signalisiert) und empfangen wird. Der Informationsaustausch erfolgt durch den Ausdruck und die Wahrnehmung (Transaktion) von Zeichen aller Art. Diese Zeichen können systematisch einer biophysischen Ebene z.B. körperliche Berührungen und Affekte wie Lachen und Weinen, einer motorischen wie Körperhaltung, Mimik, Gestik, einer lautlichen durch Geräusch und Sprache und einer technischen Ebene mittels Medien zugeordnet werden. (Brockhaus)
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Arbeit zitieren:
Jan H Thies, 2008, Nonverbale Kommunikation, München, GRIN Verlag GmbH
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