Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung. 3
2 Entstehung und Lebenszyklus. 4
2.1 Voraussetzungen für die Entstehung von Hurrikanen 4
2.2 Entstehungsgebiete. 5
2.3 Ausbreitung und Verlauf von Hurrikanen. 7
2.4 Windgeschwindigkeiten. 8
3 Aufbau eines Hurrikans 9
4 Gefahrenpotential 10
4.1 Wind 11
4.2 Niederschlag 11
4.3 Sturmfluten. 12
5 Vorhersage von Hurrikanen. 13
6 Hurrikane in der Karibik und im Golf von Mexiko. 16
6.1 Hurrikan Katrina 16
6.2 Hurrikan Dean 2007 17
7 Hurrikane und Klimaerwärmung 18
8 Fazit. 21
9 Literaturverzeichnis 22
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2
1 Einleitung
Hurrikane gehören zu den größten und zerstörerischsten Wetterphänomenen der Erde (vgl. Kokhanovsky, A.A. & W. von Hoyningen-Huene 2004, S.165; Lauer, W. und J. Bendix 2006, S.210). Jedes Jahr hinterlassen mehrere dieser riesigen tropischen Wirbelstürme eine Spur der Verwüstung, sobald sie Festland erreichen. Vor den Küsten im Schelfbereich der Ozeane, werden häufig Bohrplattformen schwer beschädigt, Küstenorte und -städte überschwemmt und ganze Küstenlinien verändert. Hurrikane werden aufgrund ihrer enormen Größe und Kraft zu den größten Wetterkatastrophen der Erde gezählt (Lauer, W. und J. Bendix 2006, S.210).
auch tropischer Wirbelsturm verwendet, um dieses Wetterphänomen zu beschreiben (vgl. Häckel, H. 2005, S.271).
Im ersten Teil der Arbeit werden allgemeine Aspekt eines Hurrikans besprochen. So wird zuerst auf die Entstehung und den Lebenszyklus eines Hurrikans eingegangen. Anschließend wird der Aufbau des Hurrikans erklärt. Danach wird das Gefahrenpotential, das von einem tropischen Wirbelsturm ausgeht, näher beleuchtet, einschließlich einer kurzen Auseinandersetzung mit den verschiedenen Möglichkeiten der Vorhersage. Im zweiten Teil der Arbeit werden beispielhaft zwei besonders verheerende tropische Wirbelstürme im Golf von Mexiko vorgestellt. Das letzte Kapitel gibt einen kleinen Ausblick, wie, beziehungsweise ob, Hurrikane und die globale Klimaerwärmung zusammenhängen.
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2 Entstehung und Lebenszyklus
Hurrikane sind sehr komplexe Wetterphänomene, die von einer Vielzahl von Faktoren abhängen. So müssen zum Beispiel bestimmte Voraussetzungen vorhanden sein, damit sich überhaupt ein tropischer Wirbelsturm entwickeln kann. Diese sind an bestimmt Regionen der Erde gebunden. Außerdem verfolgen Hurrikane einen bestimmten Lebenszyklus. Des Weiteren von Bedeutung sind die verschiedenen Windgeschwindigkeiten zur Kategorisierung von Hurrikanen nach ihrer Intensität.
2.1 Voraussetzungen für die Entstehung von Hurrikanen
Die Entstehung von Hurrikanen ist abhängig von ganz bestimmten Umweltfaktoren. Hurrikane beziehen ihre Energie vor allem aus der Kondensation von Wasserdampf. Dafür muss dementsprechend eine bestimmte Oberflächentemperatur des Meerwassers gegeben
sein. mindestens 27°C bis in eine Tiefe von etwa 60 Metern (vgl. Häckel 2005, S.271; Lauer, W. und J. Bendix 2006, S.210). Nur so ist eine ausreichende Verdunstung für die Energiegewinnung gegeben. Abbildung 2 zeigt die Oberflächentemperatur der Meere im Jahr 2001 und ist
damit schon ein Hinweis auf mögliche Entstehungsorte von Hurrikanen. Des Weiteren spielt ein gleichmäßiger Temperaturgradient, also die Abnahme der Lufttemperatur mit zunehmender Höhe, eine wichtige Rolle (Häckel, H. 2005, S.272).
Tropische Wirbelstürme entwickeln sich aus Tiefdruckgebieten. Die Corioliskraft verhindert, dass die Luft direkt in das Tiefdruckgebiet einströmt. Stattdessen strömt die Luft um das Tiefdruckgebiet herum. Somit versetzt die Corioliskraft den tropischen Wirbelstürmen ihre charakteristische Wirbeldrehung. Wegen des Einflusses der Corioliskraft dreht sich der Wind auf der Nordhalbkugel in einem Wirbelsturm gegen den Uhrzeigersinn, auf der Südhalbkugel in Uhrzeigerrichtung (Lauer, W. und J. Bendix 2006, S.210.
Außerdem dürfen in den Entstehungsgebieten keine großen vertikalen Windscherungen vorherrschen (Lauer, W. und J. Bendix 2006, S.210). Dies bedeutet, dass Bodenwind und Höhenwind aus derselben Richtung mit etwa derselben Windgeschwindigkeit wehen müssen. Ist dies nicht gegeben können die Aufwinde im Hurrikan-System nicht mehr gerade wehen und werden schräg, was den Zusammenbruch der Aufwinde und damit des entstehenden Hurrikans zur Folge hätte. Anzumerken ist hier, dass im Golf von Mexiko seit 1995 auffällig unterdurchschnittlich niedrige Windscherungen vorherrschen und somit die Sturmbildung begünstigen (vgl. Abb.3).
Die genannten Faktoren sind die wichtigsten Voraussetzungen für die Bildung von Hurrikanen. Die Faktoren müssen jedoch zeitgleich und über einen längeren Zeitraum, sowie über ein ausgedehntes Gebiet vorhanden sein, da ein Hurrikan über eine gewisse Zeitspanne und Einzugsgebiet benötigt, um genügend Energie zu sammeln und zu speichern. So bilden sich pro Jahr im Durchschnitt etwa hundert Wirbel über dem Atlantischen Ozean, aber nur sechs von ihnen entwickeln sich zu einem Hurrikan (Häckel, H. 2005, S.272).
2.2 Entstehungsgebiete
Die in 2.1 genannten Bedingungen für die
Entstehung von Hurrikanen grenzen mögliche Entstehungsgebiete ausschlaggebend sind dabei Wassertemperatur und die Wirkung der Corioliskraft.
Hurrikane entstehen aus den sogenannten
„easterly waves“ (Häckel, H. 2005, S.272). Dies
sind atmosphärische Wellenstörungen im Luftdruckfeld, welche sich mit den Passatwinden von Osten Richtung Westen bewegen. Die Passatwinde haben ihren Ursprung etwas südlich der Sahara und strömen dann über den Atlantik. In Abbildung 4 wird verdeutlicht, dass für die Entstehung eines Hurrikans eine „Konvergenz am Boden und eine stärkere Divergenz in der Höhe“ (Lauer, W. und J. Bendix 2006, S.210) nötig ist, damit die Luft abfließen kann. Des Weiteren können sich Hurrikane ausschließlich über dem Meer bilden, da sie nur so den benötigten Wasserdampf zur Energiegewinnung erhalten.
Da die Corioliskraft am Äquator und in seiner direkten Nähe zu schwach ist, bilden sich Hurrikane in der Zone zwischen 5° und 20° nördlicher und südlicher Breite über den Ozeanen (vgl. Häckel, H. 2005, S.2727). Dies ist im Bereich der Innertropische Konvergenzzone. Der Korridor um den Äquator bleibt frei (vgl. Abb.5).
Die Regionen der Entstehung von Hurrikanen werden „Hurrican Alley“ genannt. Die meisten tropischen Wirbelstürme auf der Nordhalbkugel entstehen in der Karibik, dem Golf von
Mexiko und im Westpazifik. Vor der Ost- und Westküste Südamerikas sind die Bedingungen für die Entstehung von Hurrikanen sehr ungünstig, da hier sehr kalte Meeresströmungen verlaufen und die ITC hier normalerweise nie südlich des Äquators verläuft. Allerdings gibt es hierbei auch Ausnahmen, so gab es zum Beispiel 2004 einen Hurrikan vor Brasilien (Lauer, W. und J. Bendix 2006, S.210).
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Da Hurrikane von der Oberflächentemperatur des Meerwassers abhängig sind, ist sowohl ihre Entstehung als auch ihre Lebensdauer stark von der Jahreszeit abhängig. Die Hurrikansaison kann also nur dann sein, wenn alle Bedingungen zum selben Zeitpunkt über einen längeren Zeitraum auftreten. Auf der Nordhalbkugel für die Region des Nordatlantiks, der Karibik und des Golfs von Mexiko dauert die offizielle Hurrikansaison vom 1. Juni bis 30. November (Rincon, E., Linares, M.Y-R & Barry Greenberg 2001, S.276).
2.3 Ausbreitung und Verlauf von Hurrikanen
Tropische Wirbelstürme verfolgen normalerweise einen charakteristischen parabelförmigen Lauf, ausgehend von ihrem Entstehungsort. Auf der Nordhalbkugel wandern sie zunächst als ausgebildete Wirbelstürme Richtung Westen bis Nordwesten. Umso mehr sie sie allerdings den Kontinenten annähern, ändern sie ihre Richtung und drehen Richtung Norden, beziehungsweise Nordosten ab (vgl. Abb.6). Bei zunehmend höheren Breiten schwächen sie sich langsam ab und werden zu gewöhnlichen Tiefdruckgebieten. Die Lebensdauer von Hurrikanen ist sehr unterschiedlich. Einige leben nur wenige Stunden, andere mehrere Tage bis zu mehreren Wochen (vgl. Häckel, H. 2005, S.272).
Hurrikane beziehen ihre Energie aus Wasserdampf und sind somit „energetisch nur über Ozeanen stabil“ (Lauer, W. und J. Bendix 2006, S.210). Trifft ein Hurrikan auf Land ist die 7
Arbeit zitieren:
Katrin Blatt, 2009, Natürliche Gefährdungspotentiale, München, GRIN Verlag GmbH
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