Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis 2
1. Einleitung 3
2. Empirische Forschung 3
2.1. Ablauf des Forschungsprozesses 3
3. Messen in der quantitativen Sozialforschung 7
3.1. Güterkriterien 7
3.2. Methoden der Datenerhebung 9
3.2.1. Test 9
3.2.2. Beobachtung 10
3.2.3. Befragung 11
3.2.3.1. Fragebogengestaltung 12
3.2.3.2. Regeln zur Gestaltung des Fragebogens 12
3.2.3.3. Fragen- und Antworttechniken 13
3.3. Messniveau 14
4. Ergebnisse und Interpretationen der Untersuchung 17
5. Schlusswort 18
Literaturverzeichnis 20
Quellenverzeichnis 21
2
1. Einleitung
Mit dieser Hausarbeit möchte ich dem Leser einen kleinen Überblick in die empirischen Methoden für Erziehungswissenschaftler verschaffen. Als erstes werde ich den Begriff der empirischen Forschung klären, dabei lege ich einen besonderen Wert auf den Prozess der Messung in der quantitativen Sozialforschung. Darunter fallen die Begriffe wie Güterkriterien, Messniveau und natürlich die Methoden der Datenerhebung, auf die ich im Einzelnen kurz eingehen werde. Im Rahmen des Seminarprogramms wurde ein Fra- u- dierendenan der Universität zu Köln durchgeführt. Deshalb werde ich die Methode der schriftlichen Befragung bzw. Fragebogen ausführlich veranschaulichen. Zum Schluss stelle ich einige, von Seminarteilnehmer analysierte, Ergebnisse der obengenannten durchgeführten Befragung dar.
2. Empirische Forschung
Der Begriff Empirische Forschung besteht aus zwei Termini. Durch die Erläuterung der Einzelnen lässt sich dieser Begriff besser definieren. Empirisch hat den Ursprung aus dem Griechischen und bedeutet erfahrungsgemäß. 1 Forschung ist eine intensive und vor allem planvolle Untersuchung bestimmter Erfahrungen. 2 Empirische Forschung, insbesondere Sozialforschung, bedeutet also das systematische Erfassen und Auswerten der sozialen Erkenntnisse bzw. Erfahrungen. 3 Die Systematik dieses Prozesses deutet darauf hin, dass es, nach einem gut durchdachten Plan, methodisch erfolgen muss. 4 Die Aufgabe des Forschungsprozesses besteht darin neue Erkenntnisse zu erschaffen, dies geschieht durch die gezielte Überprüfung der Theorien oder Hypothesen. 5
2.1. Ablauf des Forschungsprozesses
Zur empirischen Sozialforschung gibt es sehr viele Lehrbücher und jedes hat andere Herangehensweise, wie man den Forschungsablauf am besten logisch ordnet. Im Buch
1 Vgl. Bortz & Döring (2002): S. 5; Duden (1996): S. 887, Drah - Gebh
2 Vgl. Duden (1996): S. 1081, Drah - Gebh;
3 Vgl. Atteslander (2006): S. 4-5
4 Ebd.: S. 4-5
5 Vgl. Schnell/ Hill/ Esser (2008): S. 6-7
3
von Andreas Diekmann zum Beispiel, lässt sich der Forschungsablauf im Wesentlichen in fünf Hauptteile aufgliedern, die er im Folgenden so benennt: 6 I. Formulierung und Präzisierung des Forschungsproblems II. Planung und Vorbereitung der Erhebung III. Datenerhebung IV. Datenauswertung V. Berichterstattung
Desweiteren werden diese Hauptphasen in einzelne Arbeitsschritte unterteilt. Dazu greife ich auf die graphische Darstellung aus dem Lehrbuch Diekmann zurück, das durch ein gut übersichtliches Schaubild, hinreichendes Verstehen zu dem Forschungsablauf ermöglicht. 7 Es ist empfehlenswert sich bei dem Forschungsprozess an solches Ablaufdiagramm zu stützen. Man sollte aber beachten, dass die Arbeitsschritte nicht immer linear ablaufen, sondern ineinander oder miteinander verbunden sind. Daher spielt die Flexibilität bei der Planung des Forschungsprojektes eine große Rolle, denn dadurch entstehen Möglichkeiten Vor- bzw. Rücksprünge zu tätigen. 8
Abbildung 1: Phasen einer empirischen Untersuchung
7 Ebd.: S. 166-167
8 Ebd.: S. 171;
4
In der Hauptphase I sollte ein Forschungsgegenstand bzw. -thema erwählt werden, dann wird die Hypothese, oder auch mehrere, erstellt. Dazu ist es ratsam, sich der schon vor-handenen Forschungsergebnisse zu bedienen, falls es welche geben sollte. Außerdem können Vorstudien herangezogen und Literaturanalysen vorgenommen werden. 9 Dann geht man in die Hauptphase II über, wo in den Hypothesen verwendete Begriffe näher erklärt und präzisiert werden. Die Erhebungsmethode wird gewählt, denn davon hängen die Wahl und die Entwicklung der Indikatoren (das sind beobachtbare Sachverhalte) ab. 10 Auch die Untersuchungsform wird in dieser Phase bestimmt. Dies sind Querschnittdesign, Trenddesign und Paneldesign, die jeweils nach zeitlichen Aspekten unterschieden werden. Beim Querschnittdesign wird nur einmalig und in kurzer Zeitspanne eine Datenerhebung vorgenommen. Was im Gegenteil bei Trend- und Paneldesign nicht der Fall ist, da hier die Erhebung mehrfach geschieht, sowohl an der Anzahl der Erhebungen selbst, so auch an mehreren Zeitpunkten. 11 Der weitere Arbeitsschritt in dieser Phase ist die Bestimmung der Population (betreffende Gruppe bzw. Objektbereich) und Stichprobenverfahren (Stichprobe ist eine engere Auswahl aus der betreffenden Gruppe bzw. des betreffenden Objektbereichs). 12 Anschließend erfolgt in dieser Phase der Pretest, das bedeutet, dass jetzt das ausgearbeitete Erhebungsinstrument getestet werden muss. Dies geschieht um vorzeitig Mängel und Probleme beseitigen zu können, bevor die eigentliche Untersuchung beginnt. 13
Jetzt kommt die Phase III, wo die eigentliche Datenerhebung durchgeführt wird. Je nach Untersuchungsobjekt und dem Ziel des Forschungsvorhaben werden dabei eine, oder auch in Kombination mehrere, dieser Methoden verwendet: Befragung (persönlich, telefonisch, schriftlich), Beobachtung, Tests u. s. w. (siehe Abbildung 1).
9
Vgl. Diekmann (2005): S. 174-177; Schnell/ Hill/ Esser (2008): S. 7-10
10 Ebd.: S. 181-182; Ebd.: S. 11, 131
11 Vgl. Diekmann (2005): S. 267
12 Vgl. Diekmann (2005): S. 327; Schnell/ Hill/ Esser (2008): S. 265
13 Ebd.: S. 190; Ebd.: S. 11
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Arbeit zitieren:
Elvira Wall, 2010, Einführung in empirische Methoden für Erziehungswissenschaftler, München, GRIN Verlag GmbH
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