Inhaltsverzeichnis
1 Vorwort 3
2 Danksagung 4
3 Forschungsfragen. 5
4 Vorgehensweise 6
Literaturrecherche 6
Online -Umfrage unter den WienerInnen 6
Qualitative Leitfadeninterviews mit den Fiakern 6
5 Ergebnisse. 11
Historisches über die Fiaker. 11
Der Fiakerbetrieb in Wien heute 11
Gibt es den typischen Wiener Fiaker noch? 13
Aus dem Wortschatz der Fiaker 16
Was schätzen die Fiaker an ihrem Beruf? 17
Was den Fiakern das Leben erschwert 20
Die Situation der Pferde aus der Sicht der Fiaker. 24
Zum Stellenwert der Fiaker in Wien 28
Wie stehen die Wienerinnen und Wiener zu den Fiakern? 28
Was denken die Fiaker: Wäre ein Wien ohne Fiaker denkbar? 29
Wie schätzen die Fiaker ihre Wichtigkeit für die Wiener Bevölkerung ein? 30
Wie beschreiben die Fiaker ihre ökonomische Situation 32
Und abschließend: Wie sehen die Fiaker ihre Zukunft. 33
6 Stadtpsychologische Diagnose: Zur Situation der Fiaker in Wien. 36
Zu den Stärken der Wiener Fiaker 36
Zu den Schwächen der Wiener Fiaker 37
Zu den Bedrohungen der Wiener Fiaker. 39
Zu den Herausforderungen für die Wiener Fiaker. 40
Zur Zukunft der Wiener Fiaker. 41
7 Anhang 43
Interviewleitfaden.............................................................................................................. 43
8 Bilder- Literaturverzeichnis 45
1 Vorwort
In der Stadtpsychologischen Praxis Ehmayer werden in regelmäßigen Abständen Themen aufgegriffen, die sich mit der Wiener Identität befassen. Ganz bewusst werden von uns jene Themen ausgewählt, zu denen jede Wienerin und jeder Wiener eine Meinung haben kann. Von besonderem stadtpsychologischen Interesse sind Themen, welche immer wieder für Gesprächsstoff sorgen und von den gängigen Medien regelmäßig aufgegriffen werden. Uns interessierte dabei vor allem die Frage, warum diese Themen unlösbar scheinen, und wo die Gründe dafür liegen. Sich auf diese Ursachenforschung zu begeben ist immer wieder ein spannender Prozess. Denn sind die Ursachen einmal gefunden, lassen sich zumindest theoretisch auch Lösungen dafür finden. In einer großen Stadt wie Wien sind Lösungen zumeist ebenso vielfältig, wie die Gründe für die immer wiederkehrenden Probleme. Und dies trifft auch für die Diskussion über die Wiener Fiaker zu: Obwohl die Fiaker im Stadtbild Wiens seit Jahr(hundert)en vorhanden und mit der ‚touristischen’ Identität Wiens stark verbunden sind, sind sie für die Wienerinnen und Wiener eher ein ungeliebtes Überbleibsel aus der Vergangenheit. Die Wiener Fiaker sind nicht besonders angesehen und wären sie bei den TouristInnen nicht so beliebt, würde es sie wahrscheinlich gar nicht mehr geben. Die WienerInnen haben großes Mitleid mit den Pferden, aber es verbindet sie wenig mit den Menschen. Und so sorgen die Fiaker Jahr für Jahr erneut für Diskussionen. Wir wollten mit diesem stadtpsychologischen Forschungsprojekt - das unabhängig von Auftraggebern entstanden ist - einen neuen Blickwinkel auf diese Thematik werfen und haben uns für die Menschen hinter dem Gespann interessiert. Wir haben Fragen gestellt und Antworten bekommen. Und falls wir mit dieser Studie einen Beitrag dafür leisten konnten, dass die Situation der Wiener Fiaker besser verständlich wird, würde uns dies sehr freuen!
So lassen Sie uns, nach der Danksagung, mit unserer Fragestellung beginnen, bevor wir Ihnen den Berufsstand des ‚Wiener Fiakers’ und die unterschiedlichen Sichtweisen darauf, näher bringen.
2 Danksagung
Allen Personen, die zum Zustandekommen und Gelingen des vorliegenden Projektes beigetragen haben, möchte ich an dieser Stelle meinen Dank aussprechen. Allen voran danke ich unseren InterviewpartnerInnen, den
Wiener Fiakern, die sich für Interviews Zeit genommen, und uns tiefe Einblicke in ihren beruflichen Alltag gewährt haben. Besonderer Dank gilt Mag. a Martina Michelfeit, die für uns als Fiaker-Unternehmerin die Arbeitgeberseite beleuchtet und uns über ihre Diplomarbeit „ Weu i' gern Kutscha bin“ i Auskunft gegeben hat. Weiterer Dank gilt Susanne Trummer, die uns mit Literaturtipps zur Seite gestanden hat. Ebenso danke ich all jenen Kutscherinnen und Kutschern, die meiner Mitarbeiterin Susanne Kaiser ihre Perspektive vom Kutschbock
Fotodokumentation zur Verfügung standen.
Bedanken möchte ich mich weiters bei den TeilnehmerInnen der Online-Umfrage, die ihre Meinung zum "Fiaker in der Stadt" kundgetan haben. Ein Dankeschön auch an all jene Personen, die uns ihre Meinung und Anregungen per E-Mail zukommen ließen, oder einfach ihr Interesse am Thema bekundeten. Wir haben ihre Anregungen, soweit möglich, in diese Studie aufgenommen. Ein besonderes Dankeschön gilt Susanne Kaiser, die zum Zeitpunkt dieser Studie noch studentische Mitarbeiterin war und aussergewöhnlich großes Engangement und Interesse gezeigt hat. Gemeinsam mit Isabelle Hämmerle hat sie zum Gelingen dieser Studie wesentlich beigetragen. Abschließend danke ich Werner Rosinak für seine kritische Haltung zu den Fiakern in Wien. Sie hat mich letztlich angeregt, mit dieser Studie zu beginnen.
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3 Forschungsfragen
Wie schon erwähnt, hat sich die Stadtpsychologie dieses Themas angenommen, weil sie sich für die Menschen hinter dem Gespann interessiert und die Bedeutung der Fiaker für Wien erforschen wollte. Und damit verbunden, einen möglichen anderen Blickwinkel auf die Diskusssion rund um die Wiener Fiaker einzubringen.
Anfängliche Recherchen zu diesem Thema verliefen allerdings mäßig erfolgreich. Das diesbezüglich bekannteste Werk, „Fiaker von Wien“, von Bartel F. Sinhuber ii beschäftigt sich ausschließlich mit der historischen Bedeutung der Fiaker. Im Internet finden sich vorwiegend Informationen über
Situation der Fiaker erfahren, dann wurde es schon weitaus schwieriger, Antworten zu finden. Lediglich eine Diplomarbeit von Martina Stockinger (heute Michelfeit), selbst als Fiakerfahrerin und Unternehmerin aktiv, aus dem Fachbereich der Soziologie, behandelt die Lebenswelt der Fiaker in den 1990er-Jahren 1 .
Ausgehend von diesen Rahmenbedingungen formulierten wir für diese Studie zwei übergeordnete Forschungsfragen, die sich auf zwei unterschiedlichen Sichtweisen begründen:
• Wie beschreiben die Fiaker ihre Situation selbst, und ihre Bedeutung für die Wiener Identität?
• Wie stehen die Wienerinnen und Wiener zu den Fiakern, und schätzen deren Bedeutung für die Wiener Identität ein?
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4 Vorgehensweise Literaturrecherche
Im Frühjahr 2009 begannen wir mit einer ausführlichen Literaturrecherche. Ziel dieser Recherche war es, sich mit der Geschichte und der einstmaligen Bedeutung der Wiener Fiaker vertraut zu machen, um diese mit der heutigen Situation in Beziehung zu setzen. Der erste Schritt einer fundierten wissenschaftlichen Arbeit ist, den Status Quo zu erkunden. In diesem Fall waren wir auf der Suche nach Arbeiten, die sich mit der sozialwissenschaftlichen Bedeutung der Wiener Fiaker auseinandersetzen. Wir recherchierten in Bibliotheken und mit Hilfe des World Wide Webs und fanden, wie bereits erwähnt, wenig.
Online-Umfrage unter den WienerInnen
Wenn wir die Wichtigkeit betonen, die Fiaker persönlich in den Diskurs um ihren Berufsstand zu integrieren, darf auch die Meinung einer weiteren Gruppe von Personen nicht fehlen, die neben der Politik, den Medien und eben den Fiakern selbst, von diesem Thema betroffen sind: Die Menschen, die in Wien leben oder wirken - auch wenn sie nicht primär Gegenstand der vorliegenden Untersuchung sind.
Um zu erheben, wie die Wiener Bevölkerung tendenziell zu „ihren“ Fiakern steht, haben wir von März bis Dezember 2009 eine quantitative Online-Umfrage über unsere Homepage: www.stadtpsychologie.at durchgeführt, um damit ein Stimmungsbild einzufangen.
Qualitative Leitfadeninterviews mit den Fiakern
Zur Erforschung des komplexen Zusammenspiels einer Stadt, und der subjektiven Stadtwahrnehmungen und Stadtbedürfnisse hat sich bislang die qualitativ-sozialwissenschaftliche Methode bewährt, und stellt somit die übliche Vorgehensweise der Stadtpsychologischen Praxis dar.
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Um den Forschungsfragen auf den Grund zu gehen und Einblicke in die Lebenswelt der Fiaker zu erhalten, wurden 34 Personen mittels eines qualitativen Leitfadens interviewt. Das sind rund ein Drittel aller KutscherInnen. Dieses Ergebnis kann aus methodischer Sicht als repräsentativ angesehen werden.
Stadtpsychologische Interview stellt eine Kombination verschiedener qualitativer Interviewtechniken dar. Am stärksten beeinflusst ist es vom narrativen, vom ethnografischen und vom problemzentrierten Interview.
33 Interviews führten wir an den Fiakerstandplätzen durch, zu
einem wurden wir in ein Fiakerunternehmen eingeladen. Bei der Auswahl der zu befragenden Personen kam das theoretische Sampling zur Anwendung, eine Methode der qualitativen Sozialforschung (Grounded Theory). iv Der Umfang der Grundgesamtheit war vorab bekannt: Ungefähr 100 aktive KutscherInnen gibt es in der Stadt Wien. Dieses Wissen spricht eigentlich für statistisches Sampling. Jedoch wurde theoretisches Sampling gewählt, da keine Merkmale der Grundgesamtheit bekannt waren und auch der Stichprobenumfang (wieviele
Interviewpartner) wurde nicht im Vorheinein definiert. Theoretische Sättigung wurde angestrebt. Das bedeutet, dass der Prozess des Interviewens solange weitergeführt wird, bis sich die Antworten wiederholen, und folglich keine neuen Informationen mehr gewonnen werden können. Der Interviewleitfaden befindet sich im Anhang.
Die qualitativen Leitfadeninterviews wurden im August 2009 zu verschiedenen Tageszeitpunkten durchgeführt; der überwiegende Teil davon am Wiener Stephansplatz, eines am Albertinaplatz, ein weiteres in den Räumlichkeiten einer Fiaker-Unternehmerin. Alle im vorliegenden Bericht angeführten erhobenen Daten entsprechen dem Stand vom 31. August 2009.
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Die erste Herangehensweise um InterviewpartnerInnen zu finden, den optimalen Ort dafür auszumachen und das Fahrgastsystem am Platz zu erkunden war eine kurze Phase der verdeckten, nicht-teilnehmenden, unsystematischen Beobachtung 3. Anschließend wurde bei den ExpertInnen (Fiakern) selbst nachgefragt. Mit Beginn der eigentlichen Phase des Interviewens wurde aus der verdeckten selbstverständlich eine offene Beobachtung (weiterhin jedoch unsystematisch), indem über das Ziel des vorliegenden Projektes informiert und aufgeklärt wurde. Der Stephansplatz wurde als zentrales Erhebungsgebiet gewählt, um die Wahrscheinlichkeit für
Möglichkeit wurden unterbrochene Interviews nach beendeter Tour fortgeführt. Die Auswahl der InterviewpartnerInnen richtete sich also hauptsächlich nach deren verfügbarer Zeit, wobei darauf geachtet wurde, auch eine repräsentative Anzahl an Frauen zu befragen. Befragt wurden 34 von den etwa 100 aktiven FiakerfahrerInnen. Davon wurden 33 Interviews zur nachfolgenden Auswertung herangezogen. Acht der InterviewpartnerInnen (=24 %) waren weiblich und 25 (=76 %) männlich. Nach Schätzungen der Fiaker liegt der tatsächliche Anteil an Frauen zwischen 30 und 45 %. Wir haben dafür allerdings keinen empirischen Beleg. Das Alter der befragten Fiaker lag zwischen 20 und 62 Jahren. Die Mehrheit war zwischen 30 und 49 Jahren alt.
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Der Erhebungsprozess wurde durch eine Fotodokumentation begleitet.
Bei der Dokumentation der Interviews wurde gänzlich auf Bild- und Tonaufzeichnung verzichtet, um den natürlichen Sprachgebrauch der Fiaker nicht zu beeinflussen oder zu hemmen bzw. auch um ihre Anonymität zu wahren, da mitunter auch brisante Themen (Arbeitgeber, finanzielle Situation) angesprochen wurden. Stattdessen wurde auf die herkömmliche Art der Dokumentation, der klassischen Feldnotiz, zurückgegriffen. Dabei wird „das Wesentliche der Antworten der Befragten und Informationen zum Verlauf des Interviews“ v niedergeschrieben. Ehest möglich, nach Durchführung eines Interviews, wurde dieses transkribiert, um dem Verblassen der Erinnerung entgegenzuwirken. Die Transkription erfolgte weitgehend wörtlich. Abgetippte (=transkribierte) Interviews stellen immer die Rohdaten für den qualitativen Auswertungsporozess dar. Auf diese Rohdaten wird im Laufe des Auswertungsprozesses immer wieder zurückgegriffen. Die Auswertung der Interviews erfolgte vorwiegend qualitativ; quantifiziert wurden lediglich die soziodemografischen Daten.
Für jede der leitenden Fragen der Interviews wurden Kategorien gebildet, also Begriffe zu Oberbegriffen zusammengefasst (Kodieren). Nach und nach wurden weitere Beziehungen zwischen den (Ober-) Begriffen herausgearbeitet.
Dabei kamen die induktive Kategorienbildung nach Mayring vi , sowie, an Flick 3 angelehnt, das offene, axiale und selektive Kodieren zur Anwendung. Beim offenen Kodieren werden besonders aufschlussreiche oder unklare Passagen analysiert und in ihre Sinneinheiten (Wortfolgen, einzelne
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Worte) zergliedert. Das axiale Kodieren hingegen beschäftigt sich mit der Entwicklung von Begriffen/Kategorien und der Überprüfung dieser. Die vorhandenen Kategorien werden somit verfeinert und weiter differenziert. Ziel beim selektiven Kodieren ist die Herausarbeitung von Kernkategorien.
Um die gewonnen Daten zu interpretieren, wurde aus den Kernkategorien ein Modell entwickelt und ausformuliert. Diese Vorgehensweise stellt die stadtpsychologische Diagnose dar.
Die erhaltenen Ergebnisse wurden letztendlich im vorliegenden Bericht dokumentiert und aufbereitet.
5 Ergebnisse
Historisches über die Fiaker
Der Berufsstand der Fiaker wurde vor mehr als 300
Jahren aus Paris nach Wien importiert. Für die damaligen Lohnkutschen war eine Pariser Straße‚Rue de Saint Fiacre’ - namengebend, in der von einem dort ansässigen Gasthaus erstmals Lohnwägen vermietet wurden (1650). Die erste Lizenz für eine vierrädrige Lohnkutsche wurde 1693 erteilt. Um 1720 hat sich auch in Wien der Name ‚Fiaker’ als Synonym
für sowohl den Wagen als auch den Kutscher eingebürgert. Etwa zur gleichen Zeit kam das System der Nummerierung der Wägen und der geregelten Fahrtpreise auf.
Die Fiaker mussten sich zunächst gegenüber Tragesänften, sowie den Herrschaftskutschen und Privatequipagen durchsetzen. Die Blütezeit der Wiener Fiaker wird mit 1860 bis 1900 datiert. Zu jener Zeit gab es mehr als 1000 Kutschen in der Stadt. vii Zeitweilig wurden sie durch Motorisierung und Massentransportmittel fast vollständig aus dem Stadtbild gedrängt. Das Gewerbe überlebte jedoch, und Kutschenfahrten werden heute überwiegend von Touristen in Anspruch genommen.
Der Fiakerbetrieb in Wien heute
Eigenen Angaben zufolge gibt es in Wien rund 30 Unternehmen, die die Fiakerei betreiben. Sie besitzen zusammen 189 Konzessionen, die grundsätzlich zum Fahrbetrieb mit einem bestimmten Wagen berechtigen, und von der Stadt Wien vergeben werden. Laut Aussagen der KutscherInnen sind momentan zirka 100 Personen aktiv als Fiaker tätig, wobei die genaue Anzahl aufgrund der enormen Fluktuation schwierig zu bestimmen ist. Der Anteil der Frauen wird auf 30 - 45 % geschätzt. An jeder Kutsche ist eine Platzkartennummer angebracht. Es gibt insgesamt 58 Platzkarten, die unter den Fiakern verteilt werden. Das bedeutet, dass pro Tag ‚nur’ 58 Gespanne in Wien unterwegs sein dürfen. JedeR BetreiberIn erhält davon eine sogenannte Grundplatzkarte. Der Rest wird nach einem festgelegten Schlüssel aufgeteilt. Um eine zweite Platzkarte zu erhalten, muss man zum Beispiel bereits fünf Konzessionen erworben haben. Bei gleichen Voraussetzungen entscheidet das Los. Die Platzkarten werden jedes Jahr aufs Neue den UnternehmerInnen zugelost. Pro Karte muss man vier
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Pferde vorweisen können, die zum Einsatz bereit sind. Somit soll verhindert werden, dass ein Pferdepaar jeden Tag aktiv ist. Weiters bestimmt die Platzkartennummer darüber, an welchen Wochentagen gefahren werden darf. Kutschen mit gerader Wagennummer dürfen zum Beispiel am Montag, Mittwoch, Freitag und Sonntag in Kalenderwochen mit gerader Zahl einen Standplatz beziehen. viii
In Wien sind die Fiaker am Stephansplatz, Heldenplatz, Michaelerplatz, Helmut-Zilk-Platz (ehem. Albertina-Platz, Anm.), Petersplatz, in Schönbrunn, sowie neben dem Burgtheater zu finden. Diese Standplätze unterscheiden sich durch das jeweilige Fahrgastsystem, das zur Anwendung kommt. Am Stephansplatz zum Beispiel steigen die Kunden immer in die erstgereihte Kutsche ein, wohingegen am Heldenplatz KutscherIn samt Kutsche von der Fahrgästen ausgesucht werden können.
und Grundlegendes über wichtige Wiener Sehenswürdigkeiten abgefragt. ix
Wenige der zirka 100 KutscherInnen sind selbständig, besitzen also selbst eine (oder mehrere) Konzession(en). Auch fixe Anstellungen mit regelmäßigem Gehalt und Sozialversicherung sind eher die Ausnahme. Einige der befragten Fiaker berichten über eine geringfügige Anstellung oder über leistungsbasierte Entlohnung (Umsatzbeteiligung). Der Großteil ist auch im Winter tätig. Einige haben einen Zweitberuf, da sie von der Fiakerei alleine nicht leben können.
Die immer wiederkehrenden hitzigen Diskussionen über die Wiener Fiaker, vor allem den Tierschutz betreffend, haben in den letzten Jahren zu zahlreichen neuen gesetzlichen Regelungen geführt. So ist es zum Beispiel nicht mehr erlaubt, die Pferde vor neun Uhr morgens anzuschirren. Auch gebe es
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vermehrt Schwerpunktkontrollen der MA 65 (Rechtliche Verkehrsangelegenheiten) gemeinsam mit dem Veterinäramt und der Polizei, wie uns einer der KutscherInnen erzählt. Dabei werde auf die Überprüfung von Hufbeschlag, Geschirr, Futtervorrat, Zustand der Pferde usw. abgezielt. Die KutscherInnen selbst werden hin und wieder auf Alkoholisierung getestet (anders als bei anderen VerkehrsteilnehmerInnen liegt die Toleranzgrenze für die Fiaker bei 0,8 Promille).
Gibt es den typischen Wiener Fiaker noch?
Beim Stichwort „Fiaker“ weiß wohl jedeR WienerIn von bestimmten Assoziationen zu berichten. Während manchen vielleicht die letzte Schlagzeile über die Fiaker in den Sinn kommt, haben andere eine Person oder Kutsche vor Augen. Und falls es eine Person ist, wie sieht sie aus? Ist es eine Frau oder doch eher ein Mann und: Welches Verhalten legt er oder sie an den Tag? Gibt es den Klischee-Fiaker aus der Blütezeit noch und falls ja, was macht ihn aus?
Erste Hinweise zum Erscheinungsbild liefert die Betriebsordnung für Fiaker- und Pferdemietwagenunternehmen aus dem Jahr 2000 (Wiener Landesgesetzblatt) 9 . Darin ist eine Bekleidungsvorschrift für Fiaker (bzw. im Fahrdienst tätige Personen) festgehalten. Sie müssen demnach ein gepflegtes Äußeres aufweisen. Deren Bekleidung muss der traditionellen Eigenart der Fiakerfahrer entsprechen. (...) Die traditionelle Bekleidung besteht aus einfärbigem Hemd/Bluse, Mascherl oder Krawatte, langer Hose/Rock, Gilet, Sakko/Blazer, Straßenschuhe und Melone, sowie der Jahreszeit und Witterung angepasste Oberbekleidung. Freizeitkleidung, wie insbesondere Jeans, Parker und Turnschuhe, ist nicht zulässig.
Aber auch das Auftreten und Verhalten der Fiaker ist in diesem Gesetzblatt reglementiert: Die im Fahrdienst tätigen Personen haben (...) sich während des Dienstes besonnen, rücksichtsvoll und höflich zu verhalten (§5).
Die Fiaker selbst wurden von uns gefragt, ob es den Fiakerfahrer von einst unter ihnen noch gibt, und was ihn/sie ausmacht. Dabei konnten wir feststellen, dass die Befragten eine sehr genau Vorstellung davon haben, was den echten Fiaker ausmacht, nämlich hauptsächlich Kleidung, Auftreten und Sprache betreffend: Mit Melone, Anzughose, Gilet, Krawatte oder Mascherl und Uhrenkette ist der typische Fiaker ausgestattet. Schmäh muss er haben und Wienerisch reden und auch schimpfen. Im Auftreten ist er resolut, lässt sich nichts gefallen, bleibt aber zu den Gästen immer höflich. Obendrein sollt’ er ein Mann sein und aus Wien kommen.
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Im Zuge unserer Interviews haben wir auf den Fiakerstandplätzen eine sehr heterogene Gruppe vorgefunden, sowohl Bekleidung (von sehr klassich bis Jeans und Turnschuh) als auch Alter, Dialekte, Auftreten, Herkunft usw. betreffend. Diese Durchmischung ließ keinen bestimmten Typ des heutigen Fiakers erkennen.
Abb. 4: Herkunft der Befragten absolut
Wir haben die Fiaker im Zuge der Interviews gefragt, wie lange sie diesen Beruf schon ausüben würden. Die Antworten ergeben ein recht heterogenes Bild.
Abb. 5: Beschäftigungsdauer als Fiaker in Prozent
Die Tätigkeitsdauer reicht von weniger als einem Jahr bis länger als 20 Jahre. Dabei zeigt sich, dass die meisten entweder erst seit kurzem (1-3 Jahre) dabei sind, oder schon relativ lange (12-15 Jahre).
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Der Median der Tätigkeitsdauer liegt bei 5,5 Jahren. Der Median ist jener Wert, der die Anworten in zwei Hälten teilt: Die eine Hälfte der Befragten ist weniger, die andere Hälfte ist länger als 5,5 Jahre als Fiaker tätig. Wenn man berücksichtigt, dass nur 12 % der InterviewpartnerInnen unter 30 Jahre alt sind, spricht das für eine relativ kurze Dauer der Berufsausübung. Die Fiaker selber erzählen auch von einer sehr hohen Fluktuation unter den KutscherInnen. Um auf den Punkt zu kommen: Viele der Fiaker sind vielleicht (noch) nicht lange genug in diesem Milleu tätig, um sich ausreichend mit dem Beruf und der damit verbundenen Tradition zu identifizieren.
Einige trauern dem einstigen Bild des Wiener Fiakers nach, die meisten haben sich jedoch in der Realität ein-, und sich damit abgefunden, dass die Tradition - was Kleidung, Auftreten und Sprache betrifft - nicht von sehr vielen hochgehalten wird.
Aus dem Wortschatz der Fiaker
Im Zuge des Forschungsprozesses und der Gespräche mit den Wiener Fiakern konnten wir einige Sprachgewohnheiten und -eigenheiten heraushören, bzw. Worte erlernen, die uns bislang nicht geläufig waren, aber im Fiaker-Milieu Gang und Gäbe sind. Nachfolgend findet sich daraus ein kleiner Auszug:
Abbrennen („XY hod mi o’brennt.“) - bezeichnet das Abschneiden/Verkürzen einer Tour, um •
am Standplatz vor anderen, die zur gleichen Zeit unterwegs sind, anzukommen, mit dem Ziel, in der Reihe vor diesen zu stehen und früher wieder eine Rundfahrt zu bekommen.
Guck („I steh auf da Guck.“) - bezeichnet die erste Position in der Reihe am Standplatz. •
Würger („I hob scho wieda an Würga g’mocht.“) - Bezeichnung für eine kleine Rundfahrt für • ‚nur’ 40 Euro.
Zeugel („Zeugl“) - Gespann (Pferde und Wagen) der Fiaker •
Was schätzen die Fiaker an ihrem Beruf?
Die Fiaker 1 wurden von uns gefragt, was sie besonders an ihrem Beruf schätzen und was die angenehmen Erlebnisse in ihrem Berufsalltag sind. Wir haben die Antworten aus beiden Fragen zusammengeführt und nach Häufigkeit der Aussagen kategorisiert. Das Themenbild zeigt jene Begleiterscheinungen des Berufs, welche die Fiaker besonders schätzen. Je größer der Kreis, desto bedeutsamer sind die Aussagen.
Abb. 6: Angenehmes und Schätzenswertes am Beruf des Fiakers
An ihrer Arbeit schätzen die Fiaker besonders den angenehmen Kontakt zu den Kunden, die Zusammenarbeit mit den Pferden, und die Liebe zu Wien.
1 Der Begriff ‚Fiaker’ bezieht sich nachfolgend, wenn nicht anders angegeben, auf die (befragten) KutscherInnen selbst und
nicht auf die UnternehmerInnen. Unter den befragten Personen befand sich nur eine Unternehmerin. Sie ist gelegentlich
selbst auch noch aktiv als Fahrerin.
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Den Kontakt und den Umgang mit den Kunden beschreiben sehr viele Fiaker als angenehm. Den Fahrgästen Freude zu bereiten, ist für die KutscherInnen zumeist selbst Quelle der Leidenschaft für ihren Beruf. Interessierte und humorvolle Fahrgäste werden besonders gerne gesehen:
Ich mag’s am meisten, wenn Kunden gut aufgelegt sind und du Schmähführen kannst.
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Auch bereitet es große Freude, die Kundschaft zufrieden zustellen und ihre Erwartungen zu erfüllen. Wenn dann als Zeichen der Wertschätzung daraus Trinkgeld resultiert und somit die Einnahmen verbessert werden, ist die Freude natürlich umso größer. Denn ein gut laufendes Geschäft und die Tatsache, dass man jeden Tag Geld bar auf die Hand bekommt, wird oft positiv hervorgehoben. Die Arbeit mit den Pferden ist vielen Fiakern eine große Freude, da sie sich den Tieren sehr verbunden fühlen und sich als tierlieb beschreiben: Ich kümmere mich gern um Tiere. Für einige ist es bei der Zusammenarbeit mit den Pferden auch schon ein angenehmes Erlebnis, wenn sie gehorsam sind und keine Zwischenfälle im Straßenverkehr vorkommen. Einige Kutscherinnen haben vor dem Berufseinstieg eine Fachschule für Pferdewirtschaft absolviert, und sich für die Fiakerei entschieden, da der persönliche Stellenwert mit Pferden zu arbeiten, sehr hoch ausgeprägt ist.
Viele Fiaker schätzen den Beruf wegen ihrer Liebe zu Wien. Sie sind sehr stolz darauf, ein Teil von Wien zu sein und BesucherInnen ihre Stadt zeigen zu dürfen: Da präsentiert man eine der schönsten Städte.
Manche fühlen sich auch ein wenig selbst als TouristIn, wenn sie durch die Innenstadt kutschieren, weil die Stadt aus einem anderen Blickwinkel gesehen wird. Mit der Liebe zu Wien stehen auch die Pflege und der Umgang mit der Tradition in Verbindung, die von einigen genannt wird.
2 Textpassagen in kursiver Schrift sind direkte Zitate aus den protokollierten Interviews
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Die Freiheit und Unabhängigkeit, der Kontakt und Austausch mit den anderen KutscherInnen und Stallburschen, ein gutes Geschäft und gutes Wetter tragen ebenfalls zu einem angenehmen Berufsalltag bei.
Viele schätzen die Unabhängigkeit und die Freiheit, die der Beruf mit sich bringt. Da die meisten
UnternehmerInnen ihrerseits nicht selbst aktiv fahren, agieren die KutscherInnen unter Tags größtenteils Vorgesetzten
Vorgehensweisen ablegen zu müssen. Der Vorgesetzte ist nicht da. Man entscheidet selbst über alles Mögliche, und hat nicht den Zwang, dass man von da bis da dasitzt.
Wann und wie lange Pausen eingelegt werden, bleibt ihnen weitgehend selbst überlassen. Auch können sie die Länge des Arbeitstages mehr oder weniger selbst gestalten. In diesem Zusammenhang heben manche positiv hervor, dass sie zwischendurch gerne ein Buch oder die Zeitung lesen, wenn gerade keine Rundfahrt ansteht. Einige Fiaker beschreiben den Beruf als stressfrei, was nicht zuletzt mit der Freiheit und Eigenständigkeit, die ihnen gewährt wird, zusammenhängt. Auch wird die Arbeit als abwechslungsreicher angesehen, als Tätigkeiten am Schreibtisch. Auch wenn es am Standplatz manchmal Reibereien unter KutscherInnen gibt, wird der Austausch mit, und die Hilfe von KollegInnen geschätzt.
Als angenehm werden verständlicherweise auch gute Wetterbedingungen, sowie einkunftsstarke Tage empfunden.
Einige betonen, dass sie ihr Hobby zum Beruf gemacht haben bzw. sehen die Tätigkeit als Fiaker nicht als Arbeit, sondern als ihre Berufung an, und fassen dies in den Worten zusammen: Alles am Beruf als Fiaker ist schön.
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Was den Fiakern das Leben erschwert
Nachdem wir die angenehmen Erlebnisse und die Dinge, die die Fiaker an ihrem Berufsalltag besonders schätzen, erkundet haben, interessierten uns natürlich auch jene Faktoren, die ihnen das Leben als Fiaker erschweren. Die Antworten auf die Fragen nach den Schwierigkeiten im Berufsalltag und den unangenehmen Erlebnissen wurden zusammengefasst und gemeinsam analysiert.
Abb. 7: Unangenehmes und Schwieriges am Beruf des Fiakers
Die Rivalität und Konkurrenz unter den KollegInnen, die Gefahren im Straßenverkehr und die Beschimpfungen oder Beleidigugen von Passanten und TierschützerInen zählen den Dingen, die den Fiakern das Leben besonders erschweren
Ein Großteil der KutscherInnen berichtet von einem angespannten Verhältnis unter den Fiakern. Viele sprechen nicht mit allen, sondern nur mit ein paar ausgewählten KollegInnen, mit denen sie sich vertragen. Die zwischenmenschlichen Probleme entstehen dabei meist nicht erst im Laufe der Zeit. Oft wurde nämlich über die Schwierigkeiten berichtet, die der Einstieg in das Gewerbe mit sich bringt. Als NeueinsteigerIn am Platz akzeptiert zu werden, kann ein langwieriger Prozess ein. Dabei ist es wichtig, die ungeschriebenen Regeln und Gesetze der Fiaker schnell zu erlernen um nicht
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„negativ“ aufzufallen und von den anderen FahrerInnen voreilig abgestempelt zu werden. Viele erzählen auch von Betrügerei, "Geldgier" und einem sehr stark ausgeprägten Konkurrenzkampf, der unter den Fiakern herrscht. In fast keiner Branche bist du in so einer Konkurrenzsituation, hören wir von den InterviewpartnerInnen immer wieder.
Die Fiaker beklagen, dass einige KollegInnen für eine kleine Rundfahrt mehr Geld verlangen als erlaubt, oder die Runden abkürzen, damit sie wieder schneller am Standplatz zurück sind. Der dadurch entstehende Konkurrenzkampf scheint ein Hauptgrund für das teils schlechte Verhältnis unter den Fiakern zu sein. Aber auch die sehr heterogene
Zusammensetzung der FahrerInnen, betreffend die Persönlichkeit, das Temperament, die Schulbildung, die Einstellung gegenüber der Fiakerei spielen eine wichtige Rolle. Einige meinen, ein echter Fiaker muss Wiener, männlich, resolut aber höflich und traditionell gekleidet sein. Dies verträgt sich schlecht mit dem Anteil an Frauen und der
Quote an Nicht-WienerInnen. Von der älteren Generation wird das Auftreten jüngerer Fahrer kritisiert. Zudem werden „G´studierte“ von manchen ungern am Platz gesehen. Der Straßenverkehr und das Verhalten der anderen VerkehrsteilnehmerInnen und deren mangelndes Wissen über Verhalten und Reaktionsmuster der Pferde im Straßenverkehr stellt eine Erschwernis im Fiakerleben dar. Viele KutscherInnen befanden sich schon einmal in einer brenzligen Situation und einige erzählen von Unfällen, in die sie verwickelt waren. Ein großes Problem stellen Autofahrer dar, die einen zamschneiden und rücksichtslos sind. Aber nicht nur der motorisierte Verkehr bereitet den Fiakern Schwierigkeiten, sondern auch Passanten, die knapp vor einer Kutsche eine Straße überqueren. Oft fehlt bei FußgängerInnen das Wissen, dass Pferde einen längeren Bremsweg haben und nicht genauso schnell zu Stehen kommen wie beispielsweise Autos. So ist es schon einige Male zu gefährlichen Situationen gekommen. Gefahren können auch durch das Verhalten der Pferde selbst entstehen, vor allem bei jungen, temperamentvollen Tieren, die den städtischen Straßenverkehr nicht gewohnt sind. Ja, ich hab super Pferde, aber wenn man junge Pferde hat, ists sicher schwieriger und man muss sehr aufpassen und sich konzentrieren.
Und die Tierschützer sind halt unangenehm. Wenn man während der Fahrt beschimpft wird.
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Einige Fiaker ärgern sich über TierschützerInnen, von denen sie beschimpft oder auf als "Tierquäler" bezeichnet werden. Sie haben auch mit der Presse zu kämpfen, die ihrer Meinung nach negative Stimmung verbreitet.
Erschwerend sind für die Fiaker weiters die mangelnde politische Unterstützung, unbequeme Witterungsbedingungen, Auswirkungen des Berufes auf das Privat- bzw. Familienleben und unangenehme Fahrgäste.
Politik und Gesetze, die die Fiakerei betreffen, lösen bei vielen Unmut aus. Sie haben den Eindruck, die Wiener Stadtpolitik lege ihnen Steine in den Weg und manche sind gar der Ansicht: Die Stadt Wien arbeitet mit allen Mitteln gegen uns. Die KutscherInnen fühlen sich durch die strengen behördlichen Kontrollen, die immer härter werdenden Auflagen und Gesetze und ständigen Neuregelungen schikaniert und in ihrer Freiheit eingeschränkt. Sie wünschen sich mehr Unterstützung seitens der Politik und eine engere und bessere Zusammenarbeit, da die Stadt Wien immerhin für die Vergabe der Konzessionen zuständig ist.
Das Wetter und die Jahreszeiten üben ebenfalls einen Einfluss auf den Berufsalltag der Fiaker aus. Der Winter, Regenwetter, aber auch ein ständiger Wechsel von Sonne und Regen an manchen Tagen werden von einigen FahrerInnen als unangenehm beschrieben. Nicht nur weil es einfach ungemütlich ist bei Kälte oder schlechtem Wetter zu fahren, sondern auch da sich dieser Umstand negativ auf die Nachfrage nach Rundfahrten und somit auf den Verdienst auswirkt.
Mehr als 80 % der von uns befragten Kutscherinnen und Kutscher sind auch in der kalten Jahreszeit tätig, obwohl der Winter schwierig ist: Das ist nicht angenehm, dazustehen, wenig verdienen. Und wenn’st zeitig heim fahrst, verpasst die Hälfte.
Als belastend werden die Auswirkungen der Fiakerei auf das Privatleben empfunden. Lange Arbeitstage gehen auf Kosten der Zeit für Familie und Freunde - das Sozialleben bleibt auf der
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Strecke. Auch Dienste an Wochenenden, wenn Freunde und Familie (oft) frei haben, sind in dieser Hinsicht nicht förderlich.
Es ist ein total familienfeindlicher Job; die Dienste bis spät am Abend ... Auch Probleme mit Fahrgästen erschweren den Berufsalltag immer wieder. Wenn Fahrgäste zum Beispiel über den Preis verhandeln wollen, am Ende der Tour nicht bezahlen möchten oder herablassendes Verhalten an den Tag legen. Leute, die handeln wollen. Und wenn man schon drei mal sagt, dass es fixe Preise gibt... Das will man halt nicht, sagte uns einer der Interviewpartner. Bei vielen KutscherInnen ungeliebt sind Gäste, die bei Erläuterungen zur Geschichte Wiens nicht zuhören oder einfach uninteressant, langweilig oder humorlos sind und keinen Schmäh verstehen/vertragen. Auch die Berichterstattung der Presse und die konkurrenzbetonete Beziehung zwischen den Unternehmen wird als Belastung empfunden.
Mit der Art und Weise, wie die Fiaker medial dargestellt werden sind sie sehr unzufrieden. Vor allem die fehlende Differenzierung zwischen den einzelnen Unternehmen, die voneinander unabhängig sind, macht ihnen zu schaffen. Ein erkranktes Pferd am Platz wirft schlechtes Licht auf alle Betriebe und somit auf die Fiakerei gesamt. Einige berichten uns, dass sie mit MedienvertreterInnen grundsätzlich nicht mehr sprechen, da sie bereits negative Erfahrung gemacht haben, und sich in den resultierenden Berichten ungünstig dargestellt fühlten.
Vielmals angesprochen wurde auch die Konkurrenzsituation unter den verschiedenen Firmen, die auf ihren Rücken ausgetragen wird: Die UnternehmerInnen seien "neidig" aufeinander und würden ihre KutscherInnen teilweise kontrollieren.
Nur einige wenige geben an, keine Beeinträchtigung ihres Berufslebens zu vernehmen.
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Die Situation der Pferde aus der Sicht der Fiaker
Wir haben die Fiaker gefragt, wie sie selbst die Situation ihrer Pferde einschätzen. Ein Großteil der FahrerInnen hat daraufhin nicht nur geschildert, wie sie die Situation ihrer Tiere einschätzen, sondern auch gleich Stellung zu den Vorwürfen der Tierquälerei seitens Medien und TierschützerInnen bezogen. Im Zuge der Interviews haben sich Faktoren herauskristallisiert, die zur Verbesserung der Tierhaltung beitragen könnten, die aber noch nicht bzw. zu wenig umgesetzt werden. Das sind Kontrollen, die an den richtigen Stellen durchgeführt werden, und eine bessere Kooperation mit der Stadt Wien.
3 Abb. 9: So sehen die Fiaker selbst die Situation ihrer Pferde
Auf die Situation der Pferde angesprochen, antworteten beinahe alle Fiaker, dass es IHREN Tieren gut gehe. Gut die Hälfte merkt jedoch auch an, es gäbe ein paar Unternehmen, die weniger gut auf ihre Pferde und deren Verpflegung achten, also eine schlechte Haltung gewähren. Einige KutscherInnen meinten, Pferde seien Arbeitstiere, deswegen sei das Kutschenziehen in Ordnung.
3 Es ist uns, dem Team der Stadtpsychologischen Praxis Ehmayer, ein wichtiges Anliegen anzumerken, dass es uns natürlich
nicht obliegt die tatsächliche Situation und Haltung der Fiakerpferde, oder die Grundsatzdiskussion über Pferde in der Stadt
an sich zu beurteilen. Darüber hat sich jedeR selbst ein Bild zu machen und eine Meinung zu bilden. Solange es jedoch
Fiaker in Wien gibt, lohnt es sich einen genaueren Blick auf dieses Jahrhunderte alte Gewerbe zu werfen und unter den
gegebenen Bedingungen eine Optimierung zu forcieren
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Am verbreitetsten ist die Meinung der Fiaker, ihren Tieren gehe es gut bzw. besser als anderen Pferden. Viele verweisen auf den Anspruch, dass gar kein Interesse bestünde die Pferde nicht zu umsorgen oder sie unter schlechten Bedingungen zu halten, da sie ja letztendlich auf das gesunde Tier angewiesen seien: Es ist nur in unserem Interesse, dass es den Pferden gut geht, weil wir ja von ihnen leben. Wenns ihnen gut geht, geht’s uns auch gut. Einige deklarieren sich sogar als extrem tierfreundlich und verweisen auf die Quote von über zirka 30 % an VegetarierInnen unter den Fiakern. Ein paar merken auch an, ihre Tiere vor dem Schlachthof gerettet zu haben. Dass die Tiere überhaupt in der Fiakerei eingesetzt werden und nicht den Tag im Stall oder auf einer Koppel verbringen wird überwiegend als unproblematisch wahrgenommen. Pferde seien ja Arbeits-und Nutztiere, die zum Kutschenziehen erzogen wurden: Ich seh’s so, dass Pferde die ganze Zeit Nutz- und Arbeitstiere sind. Das war immer schon so.
Die Fiaker leugnen aber auch nicht, dass sich schwarze Schafe unter den Firmen befinden, bei denen Mängel wie Unterernährung, Verletzungen, Mangel an Koppeln für den Auslauf etc. vorliegen. Gerade deshalb sprechen sich einige für strengere Kontrollen aus. Diese sollten allerdings an den richtigen Stellen eingesetzt werden und vor allem in entsprechenden Konsequenzen bei gefundenen Mängeln resultieren, was momentan nach Meinung einiger Fiaker noch nicht der Fall ist. Wenn z.B. ein Rückstrahler auf der Kutsche fehlt, zahlst du 70 Euro. Aber wenn die Pferde 7 Tage (hintereinander) fahren, das macht nix. Da müsste der Tierarzt jeden Tag kommen. Die schauen nur ob wir die Touristen bescheißen. Aber die wirklich wichtigen Sachen kontrollieren sie nicht, erzürnt sich einer der Fiaker.
Auch die Stadt Wien könne sich aktiver für den Tierschutz einsetzen, indem sie zum Beispiel Grundstücke für Koppeln freigibt. Dass dies nicht geschieht, führt zu Unmut unter einigen Fiakern. Überhaupt sollte nach Ansicht einiger FahrerInnen eine bessere Kooperation zwischen der Stadt und den Fiakern angestrebt werden.
Nach der Situation der Pferde befragt, machen viele Fiaker auch ihrem Ärger über TierschützerInnen und Medien Luft.
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Abb. 10: Manche Fiaker sehen sich mehr mit Vorwürfen von Passanten und Tier schützerInnen konfrontiert, andere
beziehen sich mit ihrer Stellungnahme auf Medien- berichterstattung. Mangelndes Wissen über Pferde, Protest an der falschen Stelle, und Übertreibung und Aggressivität schreiben die Fiaker TierschützerInnen, Kritikern und Skeptikern zu, wenn sie mit Vorwürfen konfrontiert werden.
Viele TierschützerInnen und Passanten, die ihr Mitleid mit den Pferden kundtun, hätten zu wenig Ahnung von Pferden, davon wie es den Tieren wirklich gehe, und würden vorwiegend die von den Medien verbreiteten Ansichten aufgreifen und vertreten. Erbost sind einige Fiaker über Personen, die sie als auch nicht viel tierfreundlicher ansehen: Ich find am besten die, die sagen sie sind Tierschützer, aber haben den Hund an der Leine. Es widerspricht sich.
Es ist weiters die Meinung vertreten, die TierschützerInnen würden maßlos übertreiben und seien zu aggressiv. Die Proteste sehen einige Fiaker an der falschen Stelle platziert. Es wurde auch auf andere Branchen verwiesen, bei denen der Vorwurf der Tierquälerei mehr angebracht sei,
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wie z.B. das Stadthallentunier oder die Trabrennbahn.
Das Mitleid mit den Pferden sei eine unangebrachte Vermenschlichung, die für den Beruf der Fiaker wenig hilfreich sei.
Was die Fiaker an der medialen Berichterstattung sehr verärgert, ist die Pauschalisierung. Nicht alle MedienkonsumentInnen wissen, dass es an die 30 unterschiedlich(st)e Fiakerunternehmen gibt, die unabhängig voneinander agieren und verschiedene Standards bei der Versorgung und Unterbringung der Tiere verfolgen: Ich finde es schrecklich, dass immer nur das Negative hervorgehoben wird. Es gibt verschiedene Firmen, und man wird mit allen über einen Kamm geschoren. Wird in der Presse ein Bericht über lahmende, magere Pferde gebracht, die einer bestimmten Firma angehören, wirft dies ein schlechtes Licht auf alle Unternehmen. Die gesamte Branche würde so in Mitleidenschaft gezogen, egal wie gut manche Unternehmen ihre Pferde auch halten und behandeln. Auch über die Einseitigkeit der Berichterstattung sind die Fiaker erbost. Eine Kutscherin zum Beispiel führe immer den Ausdruck einer wissenschaftlichen Studie der Veterinärmedizinischen Universität Wien mit sich, die den Pferden keine überdurchschnittliche Belastung durch die sommerliche Hitze attestiert. Solche Ergebnisse würden medial jedoch nicht aufgegriffen werden: Es wird medial immer nur das schlechte dargestellt, nix Positives.
Einige KutscherInnen gehen noch weiter und sagen, die Medien würden Lügen und Unwahrheiten verbreiten und die Bevölkerung mit ihren Geschichten über die Fiaker aufschaukeln. Ein Fahrer meint, es sei eine ‚Hetzkampagne’: Die verbreiten nur Lügen. Propaganda ist das. Die zeigen zum Beispiel Bilder, die 5 Jahre alt sind.
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Zum Stellenwert der Fiaker in Wien
Wie stehen die Wienerinnen und Wiener zu den Fiakern?
Wären den Menschen die Fiaker völlig gleichgültig, wären die KutscherInnen und ihre Pferde nicht fortlaufend Gegenstand der (Boulevard-) Presse.
Bestätigt wurde diese Annahme durch das Medienecho auf die Präsentation eines Zwischenergebnisses der Online-Umfrage (via APA-Meldung), diverse Stellungnahmen von interessierten/emotional involvierten WienerInnen, die sich per Mail an die Stadtpsychologische
Praxis gewandt haben, sowie durch die 340 TeilnehmerInnen der Online-Umfrage (Ergebnis zum Zeitpunkt 18.12.2009):
Abb. 11: Meinung der WienerInnen zu den Fiakern in Wien in Prozent
Die Mehrheit (40 %) hat Mitleid mit den Tieren. Dennoch steht an zweiter Stelle die Meinung, dass ‚Wien nicht Wien wäre ohne die Fiaker’ (17 %). Seit dem Start der Umfrage hat sich dieser Trend kaum verändert. 12 % befinden die Fiaker für eine reine Touristenattraktion. Eine ähnliche Prozentzahl von Personen fände es schade, würde es den Berufsstand der Fiaker nicht mehr geben (10 %), und dass die Fiaker nicht in die Wiener Innerstadt gehören (ebenfalls 10 %). Weniger verbreitet ist die Ansicht, dass es ‚mehr Fiaker und weniger Autos’ braucht (7 %). Nur 4 % ‚denken über die Fiaker eigentlich gar nicht nach’.
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Was denken die Fiaker: Wäre ein Wien ohne Fiaker denkbar?
Wir wollten von den Wiener Fiakern in weiterer Folge wissen, was Wien ohne die Fiaker für sie persönlich wäre oder eben nicht mehr wäre.
Die große Mehrheit würde ein Verschwinden der Fiaker als Verlust erleben; ein Verlust an Tradition, eines Wahrzeichens und ein Verlust für die Touristen.
Die Fiaker können sich überwiegend Wien ohne die Pferde und Kutschen nicht vorstellen. In diesem Zusammenhang wird immer wieder die 300 Jahre alte Tradition, die man den Fiakern zuschreiben kann, betont. Beinahe unisono sind die befragten Fiaker der Meinung, dass die Fiakerei einfach dazugehört und das Stadtbild mitprägt.
Für sehr viele der aktiven KutscherInnen ist ein Wien ohne ihren Berufsstand unvorstellbar, bzw. eine triste Vision. Es werden auch immer wieder Vergleiche mit Wahrzeichen und anderen Städten gezogen und der Verlust, der ein Fehlen der Fiaker für den Tourismus und die Touristen darstellen
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würde, hervorgehoben: Schlimm ... schlimm. Es gehört einfach zum Stadtbild dazu, wie der Prater und das Schnitzel. Die Touristen kommen und wollen das halt machen, weil’s traditionell ist. Für den Tourismus könne es zu finanziellen Einbußen kommen, da einige TouristInnen wegen der Fiaker nach Wien kommen würden. Den Touristen würde auch eine schöne Art und Weise, Wien kennenzulernen genommen werden: Ich finde, dass die Fiakerei schon eine Art Wahrzeichen, und die interessanteste und schönste Weise, Wien kennenzulernen, ist.
Es werden auch immer wieder Vergleiche mit anderen Städten und Sehenswürdigkeiten angestellt. Metaphorisch wird zum Beispiel das Bild von Venedig ohne Gondeln herangezogen. Weniger verbreitet, aber doch vorhanden ist die Meinung, dass die BewohnerInnen und TeilnehmerInnen des Straßenverkehrs erleichtert wären, würden die Fiaker verschwinden.
Die Fiaker äußern die Meinung, dass es sowohl für AnrainerInnen des ersten Wiener Gemeindebezirks, andere VerkehrsteilnehmerInnen, sowie die „Taxler“, mit denen immer wieder Animositäten ausgetauscht werden, eine Erleichterung wäre, würde es die Fiaker nicht mehr geben. Für nur sehr wenige wäre Wien ohne die Fiaker noch Wien.
Gleichgültigkeit diesbezüglich ist wenig verbreitet.
Ein Fahrer meint, es sei ihm egal wenn die Fiaker weg sind, obwohl er momentan davon lebe. Ein paar vertreten auch die Auffassung, Wien wäre noch Wien, auch wenn die Fiaker plötzlich aus dem Stadtbild verschwänden, mit der Ergänzung, dass die Pferde eigentlich schon zum Stadtbild dazu gehörten: Wien wäre schon noch Wien, aber ärmer.
Wie schätzen die Fiaker ihre Wichtigkeit für die Wiener Bevölkerung ein?
Die Fiaker wurden von uns gefragt, wie sie die Wichtigkeit der Fiaker für die Wiener Bevölkerung einschätzen. Die Meinungen der Befragten sind sehr unterschiedlich. Die Spanne reicht von ‚sehr gering’ bis ‚eher hoch’. Dass die Bedeutung der Fiaker für die WienerInnen ‚sehr hoch’ ist, glaubt keine/r der KutscherInnen. Die Mehrheit (13 Personen) schätzt die Wichtigkeit in mittlerer Höhe ein. Die Fiaker zeigen diesbezüglich also keinen übertriebenen Optimismus, der auch nicht gerechtfertigt wäre, wenn man sich die Ergebnisse unserer Online-Umfrage ansieht (s.o.)
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Anders sieht es mit der Einschätzung der KutscherInnen bezüglich der Wichtigkeit der Fiaker für die Touristen aus. 60 % schätzen die Bedeutung der Fiakerei für die Touristen als sehr hoch ein und 12 % als eher hoch. Die restlichen FahrerInnen machten keine Angabe zu der Frage. Vergleicht man die letzten beiden Grafiken dann zeigt sich sehr deutlich, dass sich die Fiaker bewusst sind, hauptsächlich eine Touristenattraktion zu sein.
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Wie beschreiben die Fiaker ihre ökonomische Situation
Die Meinungen der Fiaker bezüglich der ökonomischen Situation gehen zwar auseinander, jedoch meint die überwiegende Mehrheit, sie habe sich verschlechtert.
Die Verschlechterung wird zum einen durch die momentan schlechte Wirtschaftslage erklärt, aber auch in einer Fehlentwicklung in der Vergabe von Konzessionen und Platzkarten in den letzten Jahren. Zu viele Konzessionen seien von der Stadt Wien vergeben worden, sodass es immer mehr KutscherInnen gäbe und daher für jedeN einzelneN ein immer kleinerer Gewinn übrig bleibe. Danach befragt, meint einer der interviewten Fiaker: Damals waren nur 38 Kutschen in der Stadt, und jetzt sind so viele, da wird der Kuchen kleiner.
Diejenigen, die meinen, die ökonomische Situation habe sich verbessert, führen dies auf die Steigerung der Touristenzahlen zurück: Die Touristenzahlen sind schon gestiegen...Jetzt ist für alle eine Fuhr dabei, obwohl wir mehr sind. Gegen die Zeit, wo ich angefangen hab, ists immer noch ein tolles G’schäft.
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Und abschließend: Wie sehen die Fiaker ihre Zukunft
Auf die Frage hin, wie es mit dem Berufsstand der Fiaker in 20 Jahren aussehen könnte, reagierten die Befragten sehr unterschiedlich.
Die Fiaker blicken der Zukunft sehr skeptisch entgegen, hoffen jedoch auf ein Fortbestehen der Fiakerei. Es werden insbesondere einige bestehende Probleme angesprochen, die ihrer Meinung nach einen maßgeblichen Einfluss auf die Existenz der Fiakerei haben. So wird von einigen angegeben, die Zukunft sehe bei gleichbleibender politischer Situation und Konkurrenz zwischen den UnternehmerInnen düster aus. Ich glaub, dass’ uns vielleicht gar nicht mehr gibt, wenns so weiter geht.
Es wird auch auf die Problematik des Tierschutzes und den immer härter werdenden Auflagen und Kontrollen verwiesen: Mit den ganzen Einschränkungen mit dem Tierschutz und soweiter... Ich traus mir nicht sagen, meint zum Beispiel einer der Befragten.
Ein kleinerer Anteil der Befragten glaubt an ein Fortbestehen der Fiaker auch in den nächsten Jahrzehnten, wobei nicht automatisch auch eine Verbesserung des Berufsstandes gemeint ist. Viele gehen von Kürzungen, limitierten Arbeitszeiten oder einer Anstellung unter Mindestlohn aus. Dass die Fiakerei in gleicher Form wie heute auf Dauer fortbesteht, glaubt keineR der Befragten.
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Einige wenige KutscherInnen sehen aber auch optimistisch in die Zukunft. Sie können sich zum Beispiel eine Verbesserung der Stallungen und der Kutschen, eine eigene Route für die Fiaker und einen disziplinierteren Arbeitsalltag (bezüglich Alkohol und Betrügereien) vorstellen. Es wird auch auf die Rolle der Fiakerei für den Tourismus verwiesen. Da die Stadt Wien ein Interesse an mehr Tourismus habe und die Fiaker eine Touristenattraktion seien, könne man davon ausgehen, sie strebe eine Aufrechterhaltung des Fahrbetriebes an.
Ja, einmal die Aufbesserung des Gestüts, der Kutschen. Dass man dann vielleicht eine eigene Route frei macht für die Fiaker.
Zur Zukunftsfrage merken einige an, dass nicht
nur „die Anderen“ Schuld an ihrer prekären Lage tragen. Mitunter gehen sie auch mit sich selbst (oder zumindest mit ihren KollegInnen) hart ins Gericht und kritisieren Betrügerein und Unfreundlichkeit.
6 Stadtpsychologische Diagnose:
Zur Situation der Fiaker in Wien
Basierend auf den Ergebnissen haben wir die Situation der Wiener Fiaker einer Analyse (in Anlehnung an die Methode SWOT-Analyse 7 ) unterzogen und die Kernaussagen in Stärken, Schwächen, Bedrohungen und Herausforderungen eingeteilt. Alle Stärken, Schwächen und Bedrohungen zusammengenommen führen zu der zentralen Frage, ob die Fiaker als Berufsstand, und damit verbunden als Teil der Wiener Identität, erhalten bleiben können.
Zu den Stärken der Wiener Fiaker
Eine eindeutige Stärke der Wiener Fiaker liegt in ihrer touristischen Identität. Die Fiaker sind ein Symbol für das alte Wien, genauer gesagt für die ‚gute alte Kaiserzeit’, und dieses Bild des
Geschäfte, usw. Ein Beleg für das Interesse der Stadt Wien an den Fiakern zeigt sich unter anderem darin, dass mit den Fiakern um Touristen geworben wird. So ist beispielsweise auf der Internetseite Stadt-Wien folgender Eintrag zu finden: „Heute zählt Wien noch etwa 40 Fiaker (diese Zahl ist
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bedauerlicherweise falsch, Anm. d. Verf.), die täglich ihre Dienste anbieten und ein nicht zu x unterschätzender Faktor für den Städtetourismus darstellt.“
Eine andere Stärke liegt bei den KutscherInnen selbst: Es ist Freude, die viele FahrerInnen ihrem Beruf entgegenbringen und damit verbunden, die Liebe zu den Pferden und zu Wien. Die Freude an ihrem Beruf entspringt aus der Unabhängigkeit und der Freiheit, die der Beruf des Fiakers mit sich bringt und sie wird genährt durch den Kontakt zu angenehmer, netter Kundschaft, den viele FahrerInnen sehr schätzen und den Stolz, Teil dieser Tradition zu sein.
Zu den Schwächen der Wiener Fiaker
Der ständige Konkurrenzkampf der zwischen den Fiaker-Unternehmen vorhanden ist, wirkt sich negativ auf das ganze Gewerbe der Fiaker aus. Einige InterviewpartnerInnen meinten sogar, die Unternehmen würden sich letzten Endes früher oder später „selbst zu Grunde richten“. Das ist eine sehr harte Innensicht, die wir so nicht vollkommen teilen können. Unbestritten ist jedoch, dass die Fiaker an ihrer aktuellen Situation eindeutig mitverantwortlich sind.
Um eine Situation zu verändern, braucht es zuerst das Wissen über die Gründe, wie diese Situation zustande gekommen ist. In einem intensiven Arbeitsschritt haben wir, basierend auf unseren Daten, eine Situationsanalyse vorgenommen und einen kausalen Zusammenhang zu den Ursachen hergestellt.
Zum besseren Verständnis sind die Ergebnisse in der nun folgenden Abbildung dargestellt:
Abb. 19: Ursache und Auswirkung des Konkurrenzkampfes innhalb der Fiaker
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Wie die Abbildung zeigt, nährt sich die Konkurrenz zwischen den Unternehmen durch die Vergabe von (zu) vielen Konzessionen durch die Stadt Wien. Dies führt dazu, dass sich (zu) viele Unternehmen einen (zu) kleinen Kundenstock, sprich TouristInnen teilen. Und das wiederum, wirkt sich auf die Gewinnspanne aus. Verringert sich die Gewinnspanne bei den Unternehmen, steigt der ökonomische Druck und dieser wird an die KutscherInnen weitergegeben. Ablesbar ist das einerseits an den Arbeitsverhältnissen, die teilweise als prekär zu beschreiben sind. Die meisten KutscherInnen sind nicht angestellt und somit nicht sozial abgesichert. Sie haben keine Kranken-, Arbeitslosen- und Pensionsversicherung, und fahren unter leistungsbasierter Entlohnung. Rund ein Sechstel geht, vermutlich auch deshalb, einem Zweitberuf nach.
Die Konkurrenz zwischen den Fiaker-Unternehmen verhindert zusätzlich das Zustandekommen einer Lobby in Form einer Interessensvertretung. Vor einigen Jahren gab es den Versuch sich zusammenzuschließen um etwas zu bewegen. Dieser Versuch ist gescheitert. Aktuell haben die Fiaker keine eigene Innung oder Gewerkschaft, sondern sind der Innung der TaxifahrerInnen zugeteilt. Aus den Interviews wurde ersichtlich, dass zwischen den Fiaker-Unternehmen und den Taxiunternehmen Animositäten bestehen. Die Fiaker fühlen sich von der Innung in ihren Anliegen nicht genug vertreten. Eine eigene Interessensvertretung könnte sich für Anliegen der Fiaker stark machen und für sie gemäß ihres Berufsstandes besser eintreten.
Es ist naheliegend, und so wurde es uns auch geschildert, dass der vorhandene Konkurrenzdruck zu Konflikten untereinander, zwischen den KutscherInnen selbst, führt. Spielen dann noch mehrere negative Bedingungen zusammen, wie schlechte Entlohnung, schlechte Auftragslage, schlechtes Wetter, unfreundliche Kundschaft und zusätzlich noch massive Kritik von außen, baut sich bei den FahrerInnen großer Druck auf, der abgeladen werden muss. Die Strategien deren sich die Fiaker dann bedienen sind beispielsweise kleine Betrügereien, wie das Abkürzen einer Route um schneller wieder am Standplatz zu sein. Ein derartiges Verhalten trübt natürlich das kollegiale Verhältnis unter den den KutscherInnen. Es entsteht eine Situation des gegenseitigen Misstrauens und damit einhergehend, fehlt es oft an Respekt insbesondere für jüngere, für weibliche oder KutscherInnen, die weniger das traditionelle Image repräsentieren. Dies ist bedauerlich, denn unserer Meinung nach, sind es gerade diese ‚untypischen’ Fiaker die zur Verbesserung der Situation beitragen und dem angeschlagenen Image der Fiaker entgegenwirken könnten. Das angeschlagenene Verhältnis untereinander führt dazu, dass sich die Fiaker nicht gemeinsam organisieren und für ihren Berufsstand stark machen können.
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Die zuvor beschriebene Konkuzrrenzsituation und der damit verbundene ökonomische Druck führen ferner dazu, dass manche Fiaker ihre Tiere nicht so gut behandeln, wie sie es eigentlich sollten. Wenn die ungenügende Behandlung der Pferde öffentlich sichtbar wird ist das besonders prekär, weil sich das bereits jetzt schon stark ausgeprägte Mitleid mit den Pferden noch weiter erhöht. So ist es nicht verwunderlich und leicht nachvollziehbar, dass in der öffentlichen Diskussion um die Fiaker der gesamte Berufsstand immer wieder infrage gestellt wird. Und die Fiaker haben in dieser Debatte eindeutig die schwächere Position, weil das Umfeld wenig Sympathien für sie empfindet und daher kaum jemand für sie eintreten möchte.
Zu den Bedrohungen der Wiener Fiaker
Zu den größten Bedrohungen der Wiener Fiaker zählt unserer Meinung nach das schlechte Image, das sie in der Wiener Öffentlichkeit haben. Der Ruf der Fiaker ist ganz allgemein nicht der Beste und erschwerend kommt noch das Mitleid mit den Pferden hinzu. Ein Teil der Wiener Bevölkerung setzt damit den Berufsstand der Fiaker mit einer Form der Tierquälerei gleich. Wenn dann über die Medien bekannt wird, dass Pferde tatsächlich schlecht behandelt werden, sinkt das Image noch weiter. Der Berufstand der Fiaker genießt wenig öffentliches Ansehen und so werden positive Maßnahmen kaum wahrgenommen.
Abb. 20: Ursachen für das Bild der Öffentlichkeit von den Fiakern
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Das Mitleid mit den Pferden ist innerhalb der Wiener Bevölkerung sehr hoch. Viele WienerInnen sehen in den Fiakern Menschen, die kein Herz für Tiere haben und ihre Pferde schlecht behandeln. Dies kommt nicht zuletzt davon, dass einzelne Unternehmen ihre Pferde wirklich schlecht halten (keine Koppeln für den Auslauf, Unterernährung, Verletzungen, zu lange Arbeitszeiten) und ein paar FahrerInnen sehr rau mit ihren Pferden umgehen. Unter den KutscherInnen streitet kaum jemand diese Tatsache ab. Allerdings leiden letztendlich alle darunter, dass diese einzelnen Unternehmen den undifferenzierten Eindruck verstärken, alle Fiaker würden ihre Tiere schlecht behandeln. Positiv ist in diesem Zusammenhang zu erwähnen, dass sich viele Fiaker für strengere Kontrollen bezüglich des Tierschutzes aussprechen, weil sie den Vorwürfen der Tierquälerei entgegentreten wollen. Würde die Öffentlichkeit wahrnehmen, dass die Fiaker ihre Pferde gut versorgen, könnte dies zu einer Aufbesserung der Reputationen der Fiaker beitragen.
Warum wir das schlechte Image in der Wiener Öffentlichkeit als bedrohlich für die Fiaker sehen hat außerdem damit zu tun, dass - unabhängig davon wie die Fiaker ihre Pferde behandeln - ein großer Teil der Bevölkerung der Meinung ist, dass Pferde in der Stadt zwischen Autos generell nichts zu suchen haben. Solange sich an dieser Haltung nichts ändert und die Bevölkerung vorwiegend Mitleid mit den Pferden hat, wie sich aus unserer statistischen Umfrage ergeben hat, wird es wenig Sympathien für die Erhaltung des Berufsstandes geben. In weiterer Folge bedeutet dies, dass Maßnahmen, die Verbesserungen für die Pferde bringen, zwar begrüßt werden, es an der generellen Haltung - dass Pferde nicht in die Stadt gehören - wenig ändert. Ob touristische Interessen als Argumente alleine ausreichen um einen Stimmungsumschwung herbeizuführen, wagen wir zu bezweifeln. Bis dato konnten weder politische Vorgaben und daraus resultierende behördliche Maßnahmen, noch eine 2009 vorgelegte Studie der veterinärmedizinischen Universität zur Hitzebelastung der Fiakerpferde xi am schlechten Image etwas Grundlegendes ändern.
Zu den Herausforderungen für die Wiener Fiaker
Die größte und zentrale Herausforderung stellt sich nach der Zukunft des Berufsstandes der Fiaker und der daraus resultierenden Frage: „Kann und soll es die Wiener Fiaker weiterhin geben?“ Unsere Interviews haben gezeigt, dass nicht einmal die Fiaker selbst von ihrer eigenen Zukunft völlig überzeugt sind. Vor allem dann nicht, meinen sie, wenn die aktuell vorhandenen Probleme weiter bestehen und keine Lösungen gefunden werden. Sollte nichts passieren, könnten die Fiaker eines
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Tages durch Busse oder andere Fahrzeuge abgelöst werden. Wahrscheinlicher als die komplette Abschaffung der Fiaker in Wien scheint jedoch, dass sich die ökonomische Situation und die damit verbundenen Arbeitsbedingungen weiter verschlechtern. Eine mögliche Variante, um das Aussterben der Fiaker zu verhindern, wäre die Verstaatlichung des Gewerbes. Allerdings sei auch diese mit einem Rückgang der Kutschen verbunden, so die Meinung derjenigen, die diese Variante in Spiel bringen.
Der andere Zugang ist, sich den Herausforderungen zu stellen und aktiv etwas zur Verbesserung der Situation beizutragen. Gedacht wird an eine Verbesserung der Stallungen und der Kutschen, sowie an einem besseren Umgang miteinander. Das Engagement ist getragen von einer positiven Zukunftsvorstellung: Die Fiaker werden als bedeutende Touristenattraktion erhalten bleiben und daher mit Unterstützung seitens der Stadt Wien rechnen können.
Zur Zukunft der Wiener Fiaker
Die Ergebnisse der Studie machen deutlich: Am Fiaker-Gewerbe wird sich etwas ändern - müssensoll es die Fiaker als Touristenattraktion und damit Teil der Wiener Identität weiterhin geben. Die große Aufgabe wird sein zu einer Situation zu kommen, die für alle Beteiligten von Vorteil ist. Aber was soll sich genau ändern? Und wo sind die Angelpunkte der Veränderung? Die größten Veränderungspotenziale liegen:
• ... beim Verhalten der KutscherInnen selbst; d.h. ehrlicher Umgang mit KollegInnen, mehr Toleranz gegenüber jungen, weiblichen und anders denkenden KollegInnen zeigen, solidarisch sein
• ... in der ordnungsgemäßen Haltung der Pferde: Die Fiaker-UnernehmerInnen sind aufgerufen ihre FahrerInnen und die Pferde gleichermaßen gut zu behandeln; Idee wäre einen neuen Ehrencodex zu entwickeln und ihn schriftlich festzuhalten
• ... bei den Behörden der Stadt Wien: Nicht noch mehr Konzessionen vergeben, bei der Vergabe den Konkurrenzdruck nicht noch mehr erhöhen; Unternehmen strenger bei den Auflagen kontrollieren (vor allem jene bei denen bereits bekannt ist, dass sie mit Pferden schlecht umgehen); evtl. Unternehmen aus dem Verkehr ziehen
• ... bei den Medien: Auch Positives über Fiaker berichten, um schlechten Image dort wo es ungerecht ist entgegen zu wirken; mehr über den Beruf des Fiaker zeigen
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• ... bei den politisch Verantwortlichen: Es könnte geprüft werden, ob es alternative Routen für Fiaker gibt, die gleichzeitig auch mehr Sicherheit für die Pferde bieten. Nicht dabei vergessen: Die ökonomische Situation der Fiaker
• ... bei einer Interessensvertretung: Schön wär’s, würden sich die Fiaker gemeinsam organisieren, um sich für Ihre Anliegen stark zu machen.
Soll es zu einer Verbesserung der Situation der Fiaker in Wien kommen, müssen die Fiaker selbst aktiv werden. Bleiben sie jedoch nur auf sich gestellt, werden sie keine umfassende Lösung finden. Sie brauchen unbedingt Unterstützung von außen. Eine vermittelnde Instanz, die von allen Seiten akzeptiert ist, wäre in diesem Zusammenhang sicher hilfreich. Falls jemand seitens der Stadt Wien oder von WienTourismus oder der Taxi-Innung einen ernsthaften Versuch als Vermittler starten möchte, wäre das ein wichtiger und begrüßenswerter Schritt.
Jedenfalls ist damit zu rechnen, dass es einige Zeit dauern wird, bis tragfähige Lösungen gefunden werden. Nichts zu tun, ist allerdings die schlechteste Alternative. Die aktuelle Situation drängt nach einer Entscheidung, wie es mit den Fiakern weitergehen soll. Sämtliche an der Problematik beteiligten Personen und Organisationen sind aufgerufen sich zusammentun und gemeinsam an Lösungen zu arbeiten. Ein erstrebenswertes Ergebnis wäre, zu Lösungen zu kommen, die eine hohe Zufriedenheit bei allen anderen Beteiligten (KutscherInnen, Pferde, Unternehmen, Bevölkerung, Behörde, Politik, TouristInnen) bewirken.
8 Bilder- & Literaturverzeichnis
Bilderverzeichnis
Unbeschriftete Fotos: © Stadtpsychologische Praxis Ehmayer
Literaturverzeichnis
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undPferdemietwagen-Fahrdienst tätigen Personen: http://www.wien.gv.at/recht/landesrecht-
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Universität Wien. Unveröff. Dipl.-Arbeit.
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Arbeit zitieren:
Cornelia Ehmayer, 2010, Die Wiener Fiaker, München, GRIN Verlag GmbH
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