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Das Dokumentationsverhalten der pflegerischen Mitarbeiter einer interdisziplinären Intensivpflegestation. Orientierung am Pflegeprozess

Eine Analyse

Title: Das Dokumentationsverhalten der pflegerischen Mitarbeiter einer interdisziplinären Intensivpflegestation. Orientierung am Pflegeprozess

Intermediate Diploma Thesis , 2002 , 41 Pages , Grade: 2

Autor:in: Dirk Franke (Author)

Nursing Science - Miscellaneous
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Eine korrekte Dokumentation des pflegerischen Handelns ist eine Grundvoraussetzung für eine sichere Pflege. Nicht nur als Dokumentationsinstrument der täglichen pflegerischen Arbeit wird die Dokumentation genutzt, sondern ebenso als Grundlage für die Kommunikation derjenigen, die sich um das Wohlergehen des Patienten kümmern und als Abrechnungsgrundlage. Somit hat die pflegerische Dokumentation auch den Anspruch der Qualitätssicherung.
Diese Bedeutung der Dokumentation kann nur durch eine hochwertige Art derselben erreicht werden. In den letzten Jahren hat es sich gezeigt, dass der Pflegeprozess, als eine Methode der Pflegeplanung, wissenschaftlichen Kriterien gerecht wird und deshalb bestens geeignet ist, als Grundlage für die pflegerische Dokumentation genutzt zu werden.
In einer einjährigen Studie auf einer interdisziplinären Intensivpflegestation in einem Krankenhaus der Regelversorgung hat der Autor das Dokumentationsverhalten der pflegerischen Mitarbeiter analysiert und festgestellt, dass die Dokumentation von Vitalparametern ausführlicher, als die der mehr pflegerisch relevanten Parameter vorgenommen wurde. In dieser Vordiplomarbeit wurde deshalb systematisch die Notwendigkeit des Dokumentierens am Pflegeprozess anhand von Literaturrecherchen herausgearbeitet. In einem nächsten Schritt wurde eine Methode gesucht und gefunden, mit der vorhandene Dokumentationssysteme auf die Verwendung des Pflegeprozesses untersucht wurden. Es stellte sich heraus, dass nur wenige der dem Autor zur Analyse vorliegenden Intensivdokumentationssysteme diesen Kriterien entsprachen. Das Dokumentationssystem der Intensivpflegestation (IPS) von FRANKE entsprach den Kriterien des Pflegeprozesses ebenfalls nicht.
Am Schluss dieser Arbeit werden elektronische Systeme vorgestellt, die die Darstellung des Pflegeprozesses unterstützen und den oben dargestellten Ansprüchen der Qualitätssicherung, der Abrechnungsmöglichkeit, der wissenschaftlichen Analyse der vorliegenden Daten u.v.m. ermöglichen.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Untersuchungsgegenstand

3. Forschungsstand

3.1 Forschungsstand zum Stellenwert der pflegerischen Dokumentation

3.2 Der Stellenwert des Pflegeprozesses in der Dokumentation

3.3 Analyse der Pflegedokumentation mittels Schlüsselbegriffen

4. Gliederung des Pflegeprozesses

5. Methoden

5.1 Analyse der 10 Dokumentationssysteme anderer Intensivstationen

5.2 Analyse des Dokumentationssystems der Intensivpflegestation von FRANKE

6. Ergebnisse und abschließende Wertung

7. Ausblick

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit analysiert das Dokumentationsverhalten auf einer interdisziplinären Intensivpflegestation hinsichtlich der Orientierung am Pflegeprozess, um die Qualität der pflegerischen Versorgung zu evaluieren und Potenziale zur Optimierung durch systematische Dokumentationsmethoden aufzuzeigen.

  • Bedeutung und Qualitätssicherung durch korrekte Pflegedokumentation
  • Stellenwert des Pflegeprozesses als Planungsmethode
  • Methodische Analyse verschiedener Dokumentationssysteme
  • Vergleich zwischen medizinischen und pflegerischen Parametern in der Dokumentation
  • Einsatzmöglichkeiten elektronischer Patientenakten zur Prozessoptimierung

Auszug aus dem Buch

3.3 Analyse der Pflegedokumentation mittels Schlüsselbegriffen

Verschiedene Forscher haben die Möglichkeit der Verbesserung der Pflegedokumentation untersucht. So haben EHRENBERG und EHNFORS (2001) ein Modell entwickelt, das mit Hilfe von Schlüsselbegriffen den Pflegeprozess beschreibt. Das Model wurde in Schweden getestet (VIPS-Modell). Die Studie prüfte, wie die Qualität und Quantität des Aufzeichnungsumfangs beeinflusst wurde, indem eine systematische und fokussierte Dokumentation trainiert wurde (vgl. EHRENBERG/EHNFORS: 303). Sie zeigten in der Studie, dass patientenanamnestische Informationen, die erhoben wurden, in der Dokumentation nicht auftauchten. Das Sammeln von Informationen über einen langen Zeitraum bei Patienten, die in der häuslichen Pflege betreut wurden, wurde ebenfalls dokumentiert. EHRENBERG und EHNFORS (2001) untersuchten die Dokumentation der Pflege auf Genauigkeit und Vollständigkeit. „Die Patientendokumentation sollte die wichtigste Basis für die Pflege, die Pflegeanamnese und die Pflegequalität sein“ (vgl. EHRENBERG/EHNFORS: 304). Das Ergebnis deckte sich mit den Erkenntnissen der Studie von REINHARD (1998), die ebenfalls die Unvollständigkeit der schriftlich fixierten Dokumentation, trotz umfangreichem Kenntnisstand der Pflegenden, darstellen konnte. GOTTSCHALK (2000) stellt in seiner Untersuchung fest, dass häufig Rubriken, wie „Pflegeprobleme, Ressourcen, Pflegeziele und Pflegemaßnahmen“ unausgefüllt bleiben, da in der Praxis tätige Pflegekräfte oft der Meinung sind, dass zuviel Schreibarbeit auf sie zukomme, die Pflegesituation sich zu schnell ändere und sie deshalb mit der Dokumentation nicht mehr nachkämen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung definiert die Notwendigkeit einer korrekten Pflegedokumentation als Organisationsinstrument und stellt die Relevanz des Pflegeprozesses für die Qualitätssicherung heraus.

2. Untersuchungsgegenstand: Dieser Abschnitt beleuchtet das Dokumentationsverhalten auf einer Intensivstation in Abhängigkeit von der beruflichen Qualifikation der Pflegenden.

3. Forschungsstand: Hier werden theoretische Grundlagen zur Pflegedokumentation sowie aktuelle Ansätze zur Verwendung von Schlüsselbegriffen zur Identifikation des Pflegeprozesses diskutiert.

4. Gliederung des Pflegeprozesses: Dieses Kapitel definiert die sechs wesentlichen Phasen des Pflegeprozesses nach aktuellen pflegewissenschaftlichen Standards.

5. Methoden: Es wird die Vorgehensweise zur Analyse von zehn verschiedenen Dokumentationssystemen sowie des spezifischen Systems der untersuchten Station beschrieben.

6. Ergebnisse und abschließende Wertung: Die Analyseergebnisse werden verglichen und bewertet, wobei insbesondere das Verhältnis zwischen vorgegebenen und freien Feldern in der Dokumentation untersucht wird.

7. Ausblick: Der Ausblick erörtert die Potenziale elektronischer Patientenakten zur Verbesserung der Dokumentationsqualität und zur Systematisierung der Arbeitsabläufe.

Schlüsselwörter

Pflegedokumentation, Pflegeprozess, Intensivpflege, Pflegediagnosen, Qualitätssicherung, Dokumentationssysteme, Pflegeplanung, Interdisziplinäre Versorgung, Patientenanamnese, Pflegestatus, Elektronische Patientenakte, Pflegeinterventionen, Fachweiterbildung, Patientenversorgung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Analyse der Pflegedokumentation auf einer interdisziplinären Intensivpflegestation und prüft, inwieweit diese den Anforderungen des Pflegeprozesses entspricht.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Fokus stehen die Qualitätssicherung in der Pflege, die methodische Erfassung von Pflegedaten und der Vergleich verschiedener Dokumentationsinstrumente in der Intensivmedizin.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, den Pflegeprozess durch eine strukturierte Dokumentation abzubilden, um die Qualität der pflegerischen Patientenversorgung zu steigern und organisatorische Defizite zu minimieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor verwendet die Dokumentenanalyse basierend auf einem Katalog von Schlüsselbegriffen, um die Ausführlichkeit und Vollständigkeit des Pflegeprozesses in verschiedenen Dokumentationsbögen zu bewerten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die theoretischen Grundlagen des Pflegeprozesses, vergleicht zehn verschiedene Dokumentationsmodelle und untersucht kritisch das Dokumentationssystem der spezifischen Intensivstation von FRANKE.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Pflegedokumentation, Pflegeprozess, Intensivpflege, Pflegediagnosen und elektronische Patientenakte.

Warum wird die Verwendung offener Dokumentationssysteme kritisch gesehen?

Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Qualität der Dokumentation in offenen Systemen stark von der individuellen Kompetenz und Ausbildung der Pflegekräfte abhängt, was zu unvollständigen Ergebnissen führen kann.

Welche Rolle spielt die elektronische Dokumentation laut dem Ausblick?

Elektronische Systeme bieten Potenziale für eine höhere Effizienz, eine bessere Standardisierung der Krankenakte und erleichtern statistische Analysen, während sie gleichzeitig die Pflegefachkräfte durch unterstützende Vorschläge entlasten können.

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Details

Title
Das Dokumentationsverhalten der pflegerischen Mitarbeiter einer interdisziplinären Intensivpflegestation. Orientierung am Pflegeprozess
Subtitle
Eine Analyse
College
Martin Luther University  (Institut für Gesundheits- und Pflegewissenschaft)
Grade
2
Author
Dirk Franke (Author)
Publication Year
2002
Pages
41
Catalog Number
V16291
ISBN (eBook)
9783638211864
ISBN (Book)
9783638644532
Language
German
Tags
Analyse Dokumentationsverhaltens Mitarbeiter Intensivpflegestation Krankenhauses Regelversorgung Orientierung Pflegeprozess
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dirk Franke (Author), 2002, Das Dokumentationsverhalten der pflegerischen Mitarbeiter einer interdisziplinären Intensivpflegestation. Orientierung am Pflegeprozess, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/16291
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