Inhaltsverzeichnis Seite
1. Einleitung 4
2. Gesprächsformen 4
2.1 Definition: Gespräch 4
2.2 Bedeutung des Gesprächs 4
2.3 Die Entwicklung des Gesprächs 4
2.4 Fünf verschiedene Formen des Gesprächs 5
2.4.1 Die Plauderei 5
2.4.2 Das Lehrgespräch 5
2.4.3 Die Fragearten 6
2.4.3.1 Bestimmungsfragen 6
2.4.3.2 Definitionsfragen ( z.B. „Wer ist Gott?“) 6
2.4.3.3 Feststellungsfragen (z.B. „Ist das so?“) 6
2.4.3.4 Suggestivfragen (z.B. „Du wirst doch nicht daran glauben, dass ?“) 7
2.4.3.5. Entscheidungsfragen 7
2.4.3.6 Bekenntnisfragen ( z.B. „ Glaubst du an Gott?“) 7
2.4.3.7 Ergänzungsfragen (z.B. „ Jesus wurden in Haft genommen in ?“) 7
2.4.3.8 Kettenfragen 7
2.4.4 Das Schülergespräch 8
2.4.4 Die Diskussion 8
3. Sozialformen 9
3.1 Definition Sozialformen 9
3.2 Definition äußere und innere Differenzierung 9
3.2.1. Äußere Differenzierung 9
3.2.2. Innere Differenzierung 10
3.2.2.1. Strukturformen der inneren Differenzierung 10
3.3. Die vier verschiedenen Sozialformen 11
2
3.3.1. Einzelarbeit (Stillarbeit/ Alleinarbeit) 11
3.3.2. Klassenunterricht/ Frontalunterricht 12
3.3.3. Gruppenunterricht 13
3.3.4. Partnerarbeit 13
4. Fazit 14
5. Literaturverzeichnis 15
5. 15
3
1. Einleitung
Gesprächsformen und Sozialformen üben einen starken Einfluss auf den Unterricht und den Lernerfolg der Schüler aus. Je nach Gruppengröße, Wissensstand, Alter etc. werden verschiedene Gesprächs‐ und Sozialformen angewandt. Die Geschichte kann bis ins Mittelalter zurückverfolgt werden. Die Sozialformen und Gesprächsformen wurden in den nachfolgenden Epochen evaluiert und sind heute in allen Lebensbereichen auffindbar. 2. Gesprächsformen 2.1 Definition: Gespräch
Das Gespräch ist eine begrenzte Folge von sprachlichen Äußerungen. Es wird dialogisch ausgerichtet und weist eine thematische Orientierung auf. Außerdem sind mindestens zwei Gesprächspartner, welche in unmittelbarem Kontakt stehen, an dem Gespräch beteiligt. Auch findet mindestens ein Gesprächswechsel statt. 1
2.2 Bedeutung des Gesprächs
Die Bedeutung des Gesprächs begründet sich aus der Bedeutung der Sprache. Dabei konstituiert die Sprache das Denken. Auch bekommt die Welt durch die Sprache eine bestimmte Form der Deutung und Gliederung. In der Theologie finden Gespräche zwischen Gott und Menschen statt. So ruft Gott den Mensch bei seinem Namen. Dieser antwortet ihm darauf.
Auch wird in der christlichen Tradition die Gottesbeziehung im Lehr‐ und Streitgespräch sowie im Dialog vermittelt. 2
2.3 Die Entwicklung des Gesprächs
Das Gespräch ist im Religionsunterricht die häufigste Unterrichtsmethode. Es weist eine lange Tradition auf:
Im Mittelalter wurden an den Universitäten die Disputationen angewandt. Dabei wurde über These und Antithese solange argumentiert, bis die richtige Lösung gefunden wurde. Seit der frühen Neuzeit wird das Katechisieren benutzt. Wobei der Lehrer vorgegebene, auswendig gelernte Stoffe in Frage‐Antwort‐Wechselrede abfragt. Somit wurde die Aufmerksamkeit der Schüler gefördert. Im 18. und 19. Jahrhundert herrschte in den meisten Fächern die
1 Vgl. G. Faust‐Siehl, Gesprächsformen, in: Neues Handbuch religionspädagogischer Grundbegriffe (NHrG), München 2002, Seite 474.
2 Vgl. G. Faust‐Siehl, Gesprächsformen, in: Neues Handbuch religionspädagogischer Grundbegriffe (NHrG), München 2002, Seite 474. 4
Kunstkatechese. Darauf folgte die sokratische Mäeutik. Dabei wurde der unwissende Schüler mit einer Folge von Fragen zu neuen Einsichten geführt. Eine weiterentwickelte Form davon ist die fragensentwickelnde Methode. Diese verläuft nach demselben Schema, der einzige Unterschied ist hier, dass der Schüler bereits Vorkenntnisse besitzt, an die angeknüpft wird. Die Reformpädagogik führte schließlich die Methode des freien Gesprächs ein. In dem der Lehrer und Schüler gleichberechtigt sind und die Schüler Themenwahl und Fragen selber vorgeben. Die verschiedenen Gesprächsmethoden wurden und werden, je nach Epoche, unterschiedlich bevorzugt. 3
2.4 Fünf verschiedene Formen des Gesprächs 2.4.1 Die Plauderei
Die Plauderei ist eine offene Unterhaltung zwischen Schülern und Lehrer. Sie ist weder ausgesprochen zielstrebig noch planmäßig, sondern stärker situativ und assoziativ spontan. Das hat zur Folge, dass sie häufig mit kurzem Erzählen der Schüler verbunden ist. Hierbei kann die Plauderei schnell und beliebig von einem Gegenstand zum anderem springen. Somit beschäftigt sie sich mit scheinbaren Belanglosigkeiten aus dem Alltag der Beteiligten (Erlebnisse und Probleme der Einzelnen). Der Lehrer hält sich dabei mehr oder weniger zurück, ermuntert aber gegebenenfalls Schüchterne zum mitreden.
Das positive an der Plauderei ist, dass der Lehrer tiefere Kenntnisse von seinen Schülern gewinnt, Kontakt zu ihnen aufnehmen kann und dass sich ein gutes soziales Klassenklima entwickeln kann.
Dies ist allerdings nur gewährleistet, wenn der Lehrer sich auch in der Rollendistanz übt und den Kindern als Person und Mitmensch ein Stück näher kommt. Außerdem sollte darauf geachtet werden, dass das Plaudern nicht ins nichts sagendes „Labern“ übergeht. 4
2.4.2 Das Lehrgespräch
Das Lehrgespräch kann als gelenktes oder gebundenes Unterrichtsgespräch geführt werden. Dadurch deckt dieser in der unterrichtlichen Praxis einen breiten methodischen Handlungsraum ab. Der Kern des Lehrgesprächs macht das entwickelnde Gespräch aus, da hier keine Fixierung auf das Fragen erfolgt. Diese Gesprächsmethode ist Lehrerzentriert, d.h. diese Gesprächsform wird durch den Lehrer mehr oder weniger stark gelenkt. Durch die
3 Vgl. G. Faust‐Siehl, Gesprächsformen, in: Neues Handbuch religionspädagogischer Grundbegriffe (NHrG), München 2002, Seite 475.
4 Vgl. R. Lachmann, Gesprächsmethoden im Religionsunterricht, in: G. Adam, R. Lachmann (Hg), Methodisches Kompendium für den Religionsunterricht, Göttingen 3. Aufl. 1998, Seite 122‐123. 5
Arbeit zitieren:
Veronika Weigel, 2005, Gesprächsformen und Sozialformen im Religionsunterricht, München, GRIN Verlag GmbH
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