Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 2
2. Darstellung des Projekts 3
2.1 Die Projektaufgabe und Zielsetzung 3
2.2 Die organisatorischen Rahmenbedingungen 4
3. Planung des Projekts 5
3.1 Bildungswissenschaftliche Grundlagen als Orientierung 5
3.2 Wahl der Methodenkonzepte 7
4. Durchführung des Projekts 10
5. Abschluss und Bewertung des Projekts 11
5.1 Theoretische Überlegungen zu Qualitätssicherung und
Evaluation 11
5.2 Die Bewertung des Projekts 12
5.3 Die Erkenntnisgewinnung 13
6. Reflexion über professionelles Handeln im Spannungsfeld
von Theorie und Praxis 14
7. Eigene Stellungnahme 16
Literaturverzeichnis 17
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1. Einleitung
Die vorliegende Reflektierende Dokumentation beschreibt das bildungspraktische Handeln bei der Planung, Durchführung und Bewertung des Projekts „Unterrichtseinheiten im OP- Weiterbildungskurs“ einschließlich der hierüber stattgefundenen Reflektion. Das Projekt wurde als Praktikum für das Modul 3B „Praxis der Mediendidaktik“ im Bachelor- Studiengang Bildungswissenschaft durchgeführt. Die Reflektierende Dokumentation darf allerdings nicht nur als ein beschreibender Praktikumsbericht verstanden werden. In den Mittelpunkt werden bildungswissenschaftlichen Theorien und Modelle gerückt, so dass eine Reflektion über das Zusammenspiel von Theorie und Praxis erfolgen kann.
Da es sich hierbei um ein definiertes, zeitlich begrenztes Projekt nach DIN 69901 handelt, wird die Gliederung der Reflektierenden Dokumentation nach den Punkten des Projektphasenmodells vorgenommen. (Definition, Planung, Durchführung und Abschluss/ Bewertung) (Kollmeier, 2005- 2008) Zuerst wird das Projekt mit der Aufgabenstellung, der Zielsetzung und den organisatorischen Rahmenbedingungen vorgestellt und definiert. Bei der Planung des Projekts werden die theoretischen Überlegungen erläutert, die didaktischen Theorien, die als Handlungsorientierung dienten, vorgestellt wie auch die Wahl der Methodenkonzepte begründet. Die praktische Durchführung wird kurz beschrieben und es wird auf Herausforderungen, die für ein Abweichen der geplanten Durchführung sorgten, eingegangen.
Die Bewertung des Projekts wird ebenso vor dem Hintergrund bildungswissenschaftlicher Grundlagen dargelegt. Am Ende erfolgt eine Reflektion des bildungspraktischen Handelns. Betont wird hierbei die Bedeutung von reflexiven Kompetenzen von Lehrenden für den Aufbau einer professionellen, didaktischen Kompetenz. Aus Gründen der Lesbarkeit wird die männliche Form verwendet, selbstverständlich sind beide Geschlechter angesprochen.
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2. Darstellung des Projekts
Im Folgenden werden die Projektaufgabe und die konkrete Zielsetzung beschrieben. Darüber hinaus werden auch die übergeordneten Ziele verdeutlicht, da sie die Projektaufgabe mit beeinflussen. Auch die organisatorischen Rahmenbedingungen werden genauer erläutert, da die internen und externen Umfeldfaktoren ebenso großen Einfluss auf die Projekttätigkeit nehmen.
2.1 Die Projektaufgabe und Zielsetzung
Die Projekttätigkeit bestand aus der Planung, Durchführung und Bewertung von Unterrichtseinheiten eines Weiterbildungskurses in der
Weiterbildungsstätte Operationsdienst des Klinikums M. Die vorgegebenen, zu unterrichtenden Themen waren (Teil-) Inhalte aus drei verschiedenen Modulen aus dem Modulhandbuch der Weiterbildungs- und Prüfungsordnung des Landes Nordrhein- Westfalen für die Weiterbildung zur/ zum Fachgesundheits- und Krankenpfleger/in für den Operationsdienst. Es handelte sich hierbei um Inhalte des Moduls „Eigene Lernwege gestalten“ mit der Unterrichtseinheit „Klassische und kreative Lerntechniken und
Zeitmanagement“, die Unterrichtseinheit „Ethik und Werte- Modelle zur Entscheidungsfindung bei ethischen Problemstellungen“ für das Modul „Umgang mit belastenden Situationen im OP“. Hier war unter anderem das Ziel die Urteils- und Reflektionsfähigkeit der Teilnehmer in ethischen Problemsituationen zu schulen und bei den Teilnehmern die Fähigkeit der Rollenübernahme zu stärken.
Die dritte, relativ kurze Unterrichtseinheit von zwei Doppelstunden hatte das Thema: „Materialkunde- OP- Feldabdeckungen“ aus dem Modul „Professionelles Handeln im Aufgabenbereich der Instrumentiertätigkeit“. In den einzelnen Modulen sind die erstrebten Lernergebnisse und die Inhalte beschrieben. Diese haben einen Hinweis- und Orientierungscharakter. In der beruflichen Bildung als auch in der Weiterbildung hat sich die umfassende berufliche Handlungskompetenz als Leitziel durchgesetzt. (Dehnbostel, 2009, S. 32) Diese ist auch in dem Modulhandbuch als Ziel formuliert und definiert.
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Somit kann als übergeordnetes Ziel der Weiterbildung und natürlich auch der Projektarbeit die Entwicklung und Erweiterung einer beruflichen Handlungskompetenz bei den Weiterbildungsteilnehmern gesehen werden. Eine umfassende berufliche Handlungskompetenz wird als Einheit von Fachkompetenz, Sozialkompetenz, Personalkompetenz als auch den hierzu dazugehörigen Teilkompetenzen- Methoden,- Lern- und Sprachkompetenz-verstanden. (Dehnbostel, 2009, S.32)
Auf den Kompetenzbegriff wird noch näher im Kapitel 3 eingegangen.
2.2 Die organisatorischen Rahmenbedingungen
Berufliche Weiterbildung wird zu dem Tertiären Bereich des Bildungssystems gezählt und wird vorwiegend von den privaten Unternehmen finanziert. (Cortina, Baumert, Leschinsky, Mayer, 2008, S. 26 und S. 260) Der Träger der Weiterbildungsstätte Operationsdienst ist das Klinikum M. Der Weiterbildungskurs besteht aus sechzehn Teilnehmern, von denen neun im Klinikum tätig sind. Die anderen sieben Teilnehmer sind in anderen Krankenhäusern beschäftigt und kommen für den Unterricht zur Weiterbildungsstätte nach M. Bei der Unterrichtsplanung musste dieses berücksichtigt werden und die Inhalte stets allgemein, nicht nur für das Klinikum geltend, formuliert werden. Die Weiterbildung wird vom jeweiligen Arbeitgeber finanziert, die
Teilnehmer haben sich freiwillig für die zweijährige Weiterbildung entschieden. So kann davon ausgegangen werden, dass die Lernmotivation der Lernenden eher intrinsisch ist. (Köller, 1998, S.23) Dies ist für die Planung und Durchführung von Unterricht für den Lehrenden von Vorteil, da hier wahrscheinlich ein gewisses Interesse der Lernenden am Unterricht und an den zu vermittelten Inhalten vorhanden ist. Anders wäre es, wenn die Weiterbildungsmaßnahme vom Arbeitgeber aufgezwungen worden wäre und viele der Teilnehmer eventuell keine Motivation an der Unterrichtsteilnahme hätten.
Die Projekttätigkeit wurde zeitlich unter Berücksichtigung des empfohlenen Ablaufs der Module in der Weiterbildungs- und Prüfungsverordnung von der Leitung der Weiterbildungsstätte eingeplant. Die drei verschiedenen
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Unterrichtseinheiten der Projektaufgabe wurden jeweils zusammenhängend in den Unterrichts- Blockwochen der Teilnehmer durchgeführt. In der Weiterbildungsstätte sind neben der Leitung noch zwei Praxisanleiter, die mit einer 50%- Teilzeitstelle beschäftigt sind, tätig. Neben diesen drei internen Lehrkräften werden für den Unterricht in der Weiterbildung zahlreiche, externe Dozenten verpflichtet. Bei vielen von ihnen handelt es sich um medizinische bzw. pflegerische Experten ohne eine spezielle pädagogische Zusatzausbildung. Als Handlungsrahmen im Sinne eines Curriculums sowie zur Orientierung dient das in Kapitel 2.1 näher erläuterte Modulhandbuch. Ein direkter Informationsaustausch unter den Lehrkräften findet leider nicht statt. Diese Bedingung erwies sich für die Projektaufgabe als eine Erschwernis, da es sich bei den durchzuführenden Unterrichtseinheiten um Teilinhalte von Modulen handelte und eine Absprache bzw. Abstimmung des Unterrichts nur über die Leitung der Weiterbildungsstätte erfolgen konnte.
3. Planung des Projekts
Nach der Definition des Projekts erfolgt nun die zweite Projektphase - die Projektplanung → die Planung der Unterrichtseinheiten. Eine detaillierte Planung verleitet den anstehenden Entscheidungen und Handlungen die nötige Stabilität und Sicherheit. Die zum Teil vorgegebenen Unterrichtsinhalte müssen ausgearbeitet, strukturiert und didaktisch aufbereitet werden. Hilfreich für die Planung sind theoretische bildungswissenschaftliche Grundlagen wie zum Beispiel didaktische Modelle, die als Handlungsorientierung dienen, Komplexität verringern und eine gewisse Übersicht und Ordnung herstellen. (Jank & Meyer, 2009, S. 35) Entscheidungen müssen getroffen werden, unter anderem die Wahl der Unterrichtsmethoden, die unter Punkt 3.2 beschrieben werden.
3.1 Bildungswissenschaftliche Grundlagen als Orientierung
Die Lerntheoretische Didaktik - auch Berliner Modell genannt- entstand in den 1960er Jahren und wurde von Paul Heimann, Gunter Otto und Wolfgang Schulze entwickelt. Das Kernstück dieses didaktischen Modells- die Strukturanalyse des Unterrichts- kann bei der Analyse und der Planung von
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Arbeit zitieren:
Eva Ortmann-Welp, 2010, Planung, Durchführung und Bewertung von Unterrichtseinheiten im OP-Weiterbildungskurs, München, GRIN Verlag GmbH
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