II Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: Frauenanteil an Beschäftigten insgesamt und in Führungspositionen
2004 und 2008 4
Abbildung 2: Frauenanteil an Führungskräften nach Altersgruppen. 9
Abbildung 3: Führungskräfte nach Geschlecht und Familienstand 12
Abbildung 4: Führungskräfte nach Wochenarbeitszeit. 14
3
1 Einleitung
1.1 Einführung in die Thematik
Deutschland zählt zu den modernsten Ländern der Welt. Frauen können studieren, sie haben Wahlrecht, können sich politisch engagieren und sie entscheiden selbst über ihren persönlichen Lebensweg. Auch dem beruflichen Werdegang steht formal nichts entgegen. Nie waren so viele Frauen so hoch qualifiziert wie heute und haben dadurch beste Chancen, beruflich erfolgreich zu sein. Trotzdem sind Frauen in Führungspositionen bisweilen noch keine Selbstverständlichkeit, ,,denn in den obersten Machtzentralen der Gesellschaft - ob in Politik, der Wissenschaft oder der Wirtschaft - sind sie unterre 1 . Auch wenn in den letzten Jahren der Anteil gut qualifizierter Frauen in den Betrieben angestiegen ist, hatte dies aber noch keine Auswirkung auf die Präsenz von Frauen in Führungspositionen. Die Bundesrepublik liegt international zusammen mit Indien abgeschlagen auf dem letzten Platz, was den Anteil von Frauen auf Vorstandsebene angeht. Das ergab eine Studie der Unternehmensberatung McKinsey im November 2010, in der die Zusammensetzung der Vor-standsriege von 362 börsennotierten Unternehmen in elf wichtigen Industrie- und Schwellenländern analysiert wurde. Demnach sind in Deutschland gerade mal zwei Prozent der Vorstände weiblich. 2 Je höher die Hierarchiestufe, desto häufiger übernehmen immer noch Männer die Führungsverantwortung (siehe Abbildung 1).
Abbildung 1: Frauenanteil an Beschäftigten insgesamt und in Führungspositionen 2004 und 2008 3
1 Vgl. Schaufler, Birgit: Frauen in Führung! Von Kompetenzen, die erkannt und genutzt werden
sollen, Bern, 2000, S. 30
2
3 (IAB)http://doku.iab.de/forschungsbericht/2009/fb0409.pdf, S. 13
4
Während der Frauenanteil aller Beschäftigten bei 44 Prozent liegt, beträgt er bei Angestellten der zweiten Führungsebene 35 und bei Beschäftigten der ersten Führungsebene nur noch 25 Prozent.
Zusammenfassend formuliert: Je höher die Hierarchieebene, desto seltener sind Frauen dort vertreten. Frauen in Führungspositionen sind am häufigsten im unteren Management präsent. Ende 2009 lag der Anteil der Frauen in den Vorständen der Top-100-Unternehmen sogar unter der Ein-Prozent-Marke. 4
1.2 Problemstellung und Zielsetzung
Welche Karriere hemmenden Faktoren verhindern oder erschweren nun den beruflichen Aufstieg von Frauen? Diesen Fragen wird in dem vorliegenden Assignment nachgegangen. Es soll dargestellt werden, warum sich die Zahl von weiblichen und männlichen Führungspersonen im Erwerbsleben nach wie vor stark unterscheidet, was Frauen am Aufstieg in Führungspositionen hindert und warum sich die Zahlen von männlichen und weiblichen Führungskräften nur langsam annähern. Dazu wird die Karriereplanung und deren hemmende Faktoren vorgestellt. Betrachtet werden weiterhin der Arbeitsalltag und das familiäre Umfeld der Frauen im Vergleich zu ihren männlichen Pendants. Übergreifend soll die geschlechtsstereotypische Wahrnehmung als mögliche Ursache für einen erschwerten Aufstieg in Betracht gezogen werden.
1.3 Aufbau der Arbeit
Nachdem zu Beginn der Begriff ,,Führungegrenzt wurde, folgen die Definition sowie gestellte Anforderungen an Führungskräfte. Da
Erwartungen an weibliche Vorgesetzte von den allgemeinen Ansprüchen abweichen, werden diese im Folgenden erläutert. Karriere, Karriereplanung und der daraus resultierende Arbeitsalltag einer Führungskraft bilden den Mittelteil der Arbeit. Ein kurzes Fazit und ein Ausblick runden die Arbeit ab.
4 Vgl. http://www.diw.de/documents/publikationen/73/diw_01.c.358490.de/diwkompakt_2010-
056.pdf, S. 2
5
2 Definition von Führung
There are almost as many different definitions of leadership as there are persons who have attempted to def. Diese Aussage aus dem Handbook of Leadership des Jahres 1990 hat auch heute noch Bestand. Zunächst ei eingegrenzt. Da die Literatur hier keine
einschlägige Definition vorgibt, wird an dieser Stelle eine Auswahl von Begriffsbestimmungen vorgestellt. Führung ist zielbezogene Einflussnahme. 5
,,Führung heißt andere durch eigenes, sozial akzeptiertes Verhalten so zu beeinflussen, dass dies bei den Beeinflussten mittelbar oder unmittelbar ein intendiertes Verhalten bewirkt. 6
,,Führung ist zielgerichtete Gestaltung, Steuerung und Überwachung einer Unternehmung/Organisation als sozio-technisches System im Hinblick auf sachbezogene und personenorientierte (individuelle und kollektive) Dimensionen, wobei zugleich die Wechselbeziehungen zu den Umfeldbedingungen und der jeweiligen Situation zu beachten sind 7
3 Begriffsbestimmung und Anforderungen an Führungskräfte
3.1 Definition des Begriffs Führungskraft
Bevor ergründet wird, warum es weniger weibliche als männliche Führungskräfte gibt, soll zunächst definiert werden, was eine Führungskraft ausmacht und was diese im Allgemeinen leisten soll. Eine eindeutige Definition des Begriffes der Führungskraft ist in der Fachliteratur nicht zu finden. Zitiert wird hier die Definition von Frie- 5 Rosenstiel,Molt und Rüttinger (1995) in von Rosenstiel (Hrsg.): Führung von Mitarbeitern - Hand-
buch für erfolgreiches Personalmanagement, 5. überarbeitete Auflage, Stuttgart, 2003, S. 4
6 Weibler, Jürgen (Hrsg.): Personalführung, München, 2001, S. 29
7 Birker,Klaus: Führungsstile und Entscheidungsmethoden, Berlin, 1997, S. 15
6
Arbeit zitieren:
Doris Herget, 2011, Frauen in Führungspositionen, München, GRIN Verlag GmbH
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