Inhaltsverzeichnis
I. Einführung. 2
II. Methodologie 3
2.1 Qualitative Sozialforschung. 3
2.2 Quantitative Sozialforschung. 4
III. Geschichte der Kindheitsforschung. 5
IV. Perspektiven. 10
V. Forschung mit Kindern - Probleme. 11
5.1 Allgemeine Probleme 11
5.1.1 Bilder der ForscherInnen über Kinder und Kindheit. 11
5.1.2 Erwachsenenzentriertheit von Forschung und Forschenden12
5.1.3 Kindtypische Ausdrucksformen. 12
5.2 Probleme bei den Erhebungsmethoden 13
VI. Jean Piaget - Gerechtigkeitsbegriff 14
6.1 Kritik bei der Datenerhebung und Interpretation15
VII. Schlussbetrachtung. 19
VIII. Literaturverzeichnis. 21
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I.) Einleitung
Mit der Zeit der Aufklärung hat sich auch die Sichtweise auf Kinder geändert. Man wollte etwas über sie und ihre Eigenarten erfahren. Man fing an Forschung an und mit Kindern zu betreiben. Aber lässt sich das Wesen, das Interesse und die Perspektive von Kindern methodisch erfassen? Wir werden sehen, dass eine Reihe von Problemen auftreten, die nicht zu vernachlässigen sind. Im ersten Teil der Arbeit soll auf die Methodologie eingegangen werden. Dabei werden im Einzelnen die qualitative und die quantitative Sozialforschung vorgestellt. Im nächsten Schritt wird die Geschichte der Kindheitsforschung rekonstruiert. Der dritte Punkt beschäftigt sich mit den Perspektiven der Kindheitsforschung. Im Anschluss daran werden sowohl allgemeine als auch methodische Probleme, die bei der Forschung mit Kindern auftreten können, dargestellt.
Erwachsenenzentriertheit von Forschung und Forschenden und auf kindtypische Ausdrucksformen eingegangen. Als vorletzten Punkt beschäftige ich mich mit Piaget und seinem Gerechtigkeitsbegriff bzw. mit seiner Datenerhebung dazu. Hierbei geht es weniger um deren Darstellung. Vielmehr soll kritisch anhand einiger konkreter Bespiele in Frage gestellt werden, ob seine Ergebnisse den tatsächlichen Begebenheiten entsprechen oder ob er bei seiner Datenerhebung und Interpretation der Daten mehr subjektiv als objektiv gehandelt hat. Die Arbeit endet mit einer Schlussbetrachtung.
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II.) Methodologie
Die qualitative und quantitative Sozialforschung wurden und werden teilweise immer noch als Gegensatzpaare in der Methodologie gesehen. Doch zunehmend geht man dazu über, die verschiedenen Forschungsmethoden aus beiden zu kombinieren, denn jede Methode kann nur ein Teilgebiet abdecken und hinterlässt folglich Lücken, die wiederum von anderen Methoden gefüllt werden können (vgl. Walper/ Tippelt 2002, S. 191). Im Folgenden soll auf beide Forschungsrichtungen eingegangen werden. Dabei ist nicht zu verkennen, dass eine Zusammenarbeit beider Theorien die optimale Wahl darstellt.
2.1 Qualitative Sozialforschung
Es stellt sich zunächst die Frage, wann es sinnvoll ist, qualitativ zu forschen. Man geht qualitativ bzw. induktiv vor, wenn die erfahrbare Wirklichkeit im Vordergrund steht, d.h. wenn man sie beschreiben und analysieren möchte. Außerdem ist diese Verfahrensweise empfehlenswert, wenn der Forschungsgegenstand sehr komplex, unübersichtlich und neu ist (vgl. Heinze 2001, S. 27). Der Schwerpunkt der qualitativen Sozialforschung liegt auf der Explorationsfunktion. Durch die Erkundung des Feldes werden zunächst Hypothesen gebildet, d.h. qualitative Sozialforschung ist als hypothesengenerierendes Verfahren zu verstehen. Hypothesen werden erst auf Grundlage der im Forschungsprozess erhobenen Daten entwickelt (vgl. Lamnek 1993, S. 22 f.). Durch die Forschung soll eine Theorie entwickelt werden (vgl. Heinze 2001, S. 16). Die erhobenen Daten sind vor allem verbaler oder schriftlicher Art. Sie dienen der Beschreibung sozialer Gegenstände. Sie ist gegenstandsbezogen (vgl. Heinze 2001, S. 22). Es gibt mehrere qualitative Erhebungsmethoden für Daten, beispielsweise Beobachtung, Experiment, Befragung und Textanalyse. Zur Datenauswertung stehen beispielsweise Einzelfallstudie, qualitative Analyse und die Hermeneutik zur Verfügung (vgl. Heinze 2001, S. 15). Mit Hilfe der qualitativen Sozialforschung ist man in der Lage beispielsweise Entwicklungsprozesse und Entwicklungsschritte herauszuarbeiten und vollständig zu erfassen
Geschehens bzw. die vom Betrachter erlebte Sinnhaftigkeit des Ablaufs strukturiert das Protokoll (vgl. Heinze 2001, S. 23).
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Als zentrale Prinzipien in der qualitativen Sozialforschung haben sich Offenheit, Forschung als Kommunikation, Prozesscharakter von Forschung und Gegenstand, Reflexivität von Gegenstand und Analyse, Explikation und Flexibilität herauskristallisiert (vgl. Lamnek 1993, S. 21-27). Offenheit des Forschers soll gegenüber den Untersuchungspersonen, den
Untersuchungssituationen und den Untersuchungsmethoden angestrebt werden (vgl. Lamnek
geht es um Sinnzuweisungen. Alles ist kontextgebunden und somit verweisen einzelne Bedeutungen wiederum auf ein anderes. Für das Verstehen von Einzelaktionen ist das Kontextverständnis Voraussetzung (vgl. Lamnek 1993, S. 25). In der qualitativen Sozialforschung müssen sich die Daten selbst erklären, d.h. sie sind dem Alltagsverständnis unmittelbar zugänglich (vgl. Heinze 2001, S. 13). Das Prinzip der Explikation ist als Forderung zu verstehen. Die Forschungsschritte sollen verständlich nachvollziehbar sein. Schließlich muss noch Flexibilität im gesamten Forschungsprozess bestehen, denn der Forscher muss sich bei Veränderungen der Bedingungen und Konstellationen reagieren und anpassen können (vgl. Lamnek 1993, S. 30).
2.2 Quantitative Sozialforschung
Eine quantitative Vorgehensweise ist nur nach einer qualitativen Vorgehensweise sinnvoll. Denn die quantitative Sozialforschung setz
vorgegangen um allgemeine Gesetzmäßigkeiten festzustellen (vgl. Heinze 2001, S. 16). D.h. ein gewisses Vorwissen über das Forschungsthema ist schon vorhanden. Grundlegendes Interesse ist in der quantitative Sozialforschung auch die Beziehung zwischen Umweltbedingungen und Person, die sich auf Lebenslage, Verhalten, Denken, Fühlen, körperlichen Entwicklung und Gesundheit auswirkt (vgl. Walper/ Tippelt 2002, S. 191f).
Auch in dieser Forschungsrichtung wird sowohl auf mündliche als auch schriftliche Daten zurückgegriffen (vgl. Walper/ Tippelt 2002, S. 192). Die mittels Test, Befragungen,
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Beobachtungen oder Dokumentenanalyse (Tagebuchaufzeichnungen) gewonnenen Daten werden in verschiedene Variablen zergliedert, die beispielsweise tabellarisch dargestellt werden (vgl. Heinze 2001, S. 24 f.). Die Variablen werden von den Forschern selbst festgelegt. In der Datenerhebung unterscheidet man im Wesentlichen zwischen Querschnittstudien, Längsschnittstudien und Zeitwandelstudien. Beim ersten werden Daten nur einmal bei unterschiedlichen Altersgruppen erhoben, beim zweiten finden mehrere Erhebungen bei gleichen Personen, aber zu unterschiedlichen Zeitpunkten statt und bei der Zeitwandelstudie werden auch Erhebungen wiederholt, jedoch bei einem vergleichbaren Personenkreis (vgl. Walper/ Tippelt 2002, S. 194).
III. Geschichte der Kindheitsforschung
Die Anfänge von Kindheits- und Jugendforschung sind im 18. Jahrhundert zu finden. Wir reden hier von Kindheits- und Jugendforschung, da bis in den ersten beiden Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts noch keine klare Trennung zwischen diesen beiden Forschungsfelder auszumachen ist (vgl. Krüger/ Grunert 2002, S. 13). Der autobiografische - 1778)war Grundstein dafür, dass man die Kindheit bzw. die Jugend als eigenständige Lebensphase zu betrachten begann. Damit brachte man den verschiedenen Lebensverläufen der Individuen mehr Aufmerksamkeit in der Pädagogik entgegen (vgl. Krüger/ Grunert 2002, S. 11). Ende des 18. Jahrhunderts versuchen erstmals Ernst Christian Trapp und August Hermann Niemeyer eine moderne, empirisch orientierte wissenschaftliche Pädagogik zu begründen. Das Ende des 18. Jahrhunderts kann als erste Blütezeit qualitativ orientierter Kindheits- und Jugendforschung bezeichnet werden. Denn Trapp und Niemeyer missten der Beobachtung von Heranwachsenden und der Analyse von Autobiografien eine hohe Bedeutung für die Theorie und
Krüger/ Grunert 2002, S. 11 f.).
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Arbeit zitieren:
Thusinta Mahendrarajah, 2007, Forschung mit Kindern - Probleme und Perspektiven, München, GRIN Verlag GmbH
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