1. Lernvoraussetzungen 2
1.1 Lerngruppenbeschreibung 2
1.2 Konsequenzen für die Planung der heutigen Stunde 3
2. Lernziele für die heutige Stunde 5
3. Anhang. 6
3.1 Literaturverzeichnis 6
3.2 Stundenverlauf (tabellarisch) 5
3.3 Arbeitsaufträge 6
3.4 Texte für die Expertengruppen 7
3.5 Vokabellisten 11
3.6 Kontrolllisten 15
3.7 Gruppenrollen 16
3.8 Lernkontroll Quiz 17
3.9 Hausaufgabe 18
3.9 18
3.9 18
3.9 18
1
1
1. Lernvoraussetzungen
1.1 Lerngruppenbeschreibung
Den Inhalten des Faches Englisch sind die SuS aufgeschlossen und teilweise sehr motiviert sich auf Englisch zu äußern 1 . Grundsätzlich herrscht eine angenehme und gute Arbeitsatmosphäre,
jedoch kommt es auch immer wieder zu kleinen Privatgesprächen. Das Niveau der SuS liegt unter dem Gymnasialniveau anderer Schulen. Dies ist darauf zurückzuführen, dass der Englisch‐ unterricht ab dem 6. Schuljahr auch in sog. Bili‐Kursen stattfindet, die von den leistungsstärksten SuS besucht werden. Den SuS fällt es noch schwer, in Unterrichtsgesprächen und vor allem in Kleingruppenphasen konsequent Englisch zu sprechen 2 . Die SuS sind daran gewöhnt, in
verschiedenen Sozialformen zu arbeiten, beziehen sich in frei gewählten Gruppen jedoch immer wieder auf dieselben Mit‐SuS.
Innerhalb des Kurses fallen drei besonders leistungsstarke SuS auf. Die beiden Schülerinnen sind im Unterricht sehr präsent und aktiv, liefern zielführende Beiträge und bearbeiten gestellte Aufgaben schnell und gründlich. Der Schüler hat eine sehr schnelle Auffassungsgabe und hohes Arbeitstempo, sodass er die Arbeitsaufträge oft vor den anderen SuS erledigt hat. Daneben zeigen zwei weitere SuS eine hohe Leistungsbereitschaft. Sie melden sich oft, auch wenn es ihnen noch sehr schwer fällt, sich in grammatikalisch richtigem Englisch auszudrücken. Weitere acht SuS sind im Mittelfeld anzusiedeln. Sie sind eher zurückhaltend, können auf Nachfrage jedoch etwas zum Unterricht beitragen und melden sich auch von sich aus ab und zu. Zwei sehr stille Schüler wurden im letzten Halbjahr vom B‐Kurs in den A‐Kurs aufgestuft. Bei dem einen Schüler vermute ich, dass es ihm schwer fällt, den Anforderungen des A‐Kurses gerecht zu werden, bei dem anderen vermute ich Introvertiertheit. Es gibt auch vier sehr stille Schülerinnen, von denen eine introvertiert scheint, jedoch gute schriftliche Leistungen zeigt; zwei Schülerinnen fällt es vermutlich nicht leicht den Anforderungen des A‐Kurses gerecht zu werden. Bei der vierten Schülerin gehe ich davon aus, dass sie sich psychologisch in einer Entwicklungsphase befindet, in der Schule kein großer Stellenwert beigemessen wird. Sie zeigt ausreichende schriftliche Leistungen, ist im Unterricht aber immer wieder in kleine Privatgespräche mit ihrer Tischnachbarin verwickelt. Ihre Tischnachbarin und eine weitere Schülerin sind eher schwache Schülerinnen. Sie beteiligen sich zwar am Unterricht, legen jedoch größeren Wert auf äußere Erscheinungsbilder und soziale Ereignisse als auf eine selbstverantwortliche Arbeitshaltung 3 . Sie
benötigen mehr Zeit zum Erledigen von Arbeitsaufträgen, da sie sich auf Anderes konzentrieren und später als die anderen SuS mit den Arbeitsaufträgen beginnen. Oft sind die beiden die Initiatoren für die kleineren Privatgespräche. Zu dieser Gruppe muss auch noch eine Schülerin aus dem oberen Mittelfeld gezählt werden, die zwar durch ein gutes Sprachverständnis auffällt, jedoch oft zu spät kommt und z.T. keine Hausaufgaben erledigt hat.
1 Ein eher durchschnittlicher Schüler berichtete mir vor dem ersten Unterricht nach den Ferien von seinem Urlaub in London. Für ihn schien es ganz selbstverständlich, mir seine Erlebnisse auf Englisch zu erzählen. Auch wenn ihm auch immer wieder Vokabular fehlte, behielt er bis zum Ende die Einsprachigkeit bei.
2 Siehe dazu unter 1.2 die Gruppenrolle der language monitors.
3 Eine der beiden Schülerinnen hat regelmäßig keine Hausaufgaben oder nur die Hälfte erledigt.
2
Das soziale Klima innerhalb des Kurses schätze ich als respektvoll ein, auch wenn sich die SuS immer wieder auf dieselben Mit‐SuS beziehen. Der Lehrerin und mir gegenüber verhalten sich die SuS aufgeschlossen, kooperativ und höflich. 1.2 Konsequenzen für die Planung der heutigen Stunde
In der Jahrgangsstufe 8 lernen die SuS verschiedene Regionen der Vereinigten Staaten von Amerika kennen. Inhaltlicher Schwerpunkt der Unit 1 des Lehrwerks English G 2000 war Florida, in Unit 2 wurde Alaska behandelt. In den kommenden Units werden Virginia, New York, Nebraska und Kalifornien thematisiert. Um das landeskundliche Wissen der SuS zu erweitern habe ich für die heutige Stunde zwei weitere Staaten gewählt, die im Lehrwerk nicht behandelt werden (Texas und Hawaii). Daneben wird heute auch Kalifornien thematisiert, das zwar im Lehrwerk vorkommt, dort wird der Schwerpunkt aber eher auf Einzelschicksale gelegt. Die Hauptstadt der USA ist zwar kein Staat, da sie jedoch im Lehrwerk nicht behandelt wird, habe ich mich dazu entschlossen auch sie in der heutigen Stunde zu thematisieren. Als Hausaufgabe sollen die SuS einen weiteren US Staat wählen und vorstellen. Dies knüpft inhaltlich an die heutige Stunde und methodisch an Unit 2 an, da dort das Präsentieren von Kurzbeiträgen geübt wurde.
Für die heutige Stunde wurde die Sozialform der Gruppenarbeit 4 gewählt. Einerseits können sich
in GAphasen mehr SuS aktiv am Unterrichtsgeschehen beteiligen, sodass diese Arbeitsform sowohl den leistungsschwächeren als auch den stilleren SuS mehr Möglichkeiten als im Plenum bietet zu Wort zu kommen und zusätzlich die Sprechzeit der einzelnen SuS erhöht. Andererseits ist das Lernklima für einzelne SuS entspannter, da das Sprechen vor und in einer kleinen Gruppe leichter fällt 5 .
Ich habe mich dafür entschieden, die Gruppen im Voraus selbst festzulegen. Damit soll einerseits die bisherige Konzentration auf dieselben Mit‐SuS aufgebrochen und der Kontakt der SuS inner‐ halb des Kurses erweitert werden, andererseits wird gewährleistet, dass heterogene Stamm‐ gruppen entstehen. Für die heutige Stunde wurde die Methode des Gruppenpuzzles gewählt. Das Verfahren weist den SuS eine gleichberechtigte Rolle zu, wodurch alle SuS in allen Phasen des Erarbeitungsprozesses aktiviert werden. Es vermindert die Gefahr, dass sich dominante SuS in den Vordergrund schieben, und eröffnet gleichzeitig zurückhaltenden SuS einen geschützten Raum, in dem sie sich sprachlich und inhaltlich mit einem Thema ausein‐
andersetzen können. 6
Es handelt sich dabei um eine themendifferenzierte GA. Die Expertengruppen bearbeiten unterschiedliche US‐Staaten, bzw. Distrikte und präsentieren diese anschließend in ihren Stammgruppen. Ich habe mich dazu entschlossen, die Texte vorbereitend auf die heutige Stunde als Hausaufgabe lesen lassen. Die SuS haben bereits einmal das Arbeiten in den jeweiligen Gruppenkonstellationen erprobt, konnten sich so aneinander gewöhnen und aufeinander
4 Im Folgenden mit GA abgekürzt.
5 Vgl. Grieder‐Kindel, C., Henseler, R., Möller, S. (Hg.): Method Guide. Schüleraktivierende Methoden für den Englischunterricht in den Klassen 5 - 10. Paderborn: Schöningh 2006. S. 7.
6 ebd., S. 109. 3
einstellen, sodass das Gruppenpuzzle heute sofort mit Phase 2, der Arbeit in den Experten‐ gruppen, beginnt.
Um den Teamgeist in den von der LiV zusammengesetzten Stammgruppen zu stärken, haben die SuS ihren Gruppen Namen 7 gegeben. Außerdem habe ich allen SuS innerhalb der Experten‐ gruppen eine bestimmte Rolle zugewiesen 8 , da „eine klare Aufteilung der Funktionen […] zum
Erfolg der GA bei[trägt] und […] zudem sicher[stellt], dass nicht einzelne SuS den Arbeitsprozess dominieren.“ 9 Folgende Rollen wurden zugewiesen: language monitor - diese SuS stellen sicher,
dass alle zu jeder Zeit Englisch sprechen, schlagen Wörter im Wörterbuch nach und berichten über etwaige Schwierigkeiten mit dem Gebrauch der englischen Sprache. Der letzte Punkt kann aber zu Beginn noch wegfallen, bis die SuS mit der Methode des Gruppenpuzzles vertrauter geworden sind. Außerdem gibt es den timekeeper, der die Zeit im Auge behält, den task manager, der dafür sorgt, dass alle SuS auch wirklich am Thema arbeiten und sich ggf. um das Material kümmert und schließlich den messenger, der die Verbindung zwischen Gruppe und Lehrer darstellt für den Fall, dass es Fragen oder Probleme gibt. Diese Rollenzuweisung kann sich in den leistungsschwächeren Expertengruppen als schwierig gestalten, vor allem die Rolle des language monitors, deshalb habe ich dort zwei SuS diese Rolle zugewiesen. In den Stamm‐ gruppen werde ich die Rollen nicht zuweisen, damit die jeweiligen SuS sich auf die Vorträge ihrer Mit‐SuS konzentrieren und nicht auch noch zusätzlich auf ihre Rollen achten müssen. Die Expertengruppen verteilen sich auf vier Gruppentische, der fünfte - in der Expertenphase freie ‐ Tisch wird für die Stammgruppenphase benötigt. Vier SuS müssen mit ihren Stühlen wandern, dies ist jedoch aufgrund der Raumgröße unproblematisch.
In einem Gruppenpuzzle werden alle SuS aktiviert, da jeder Einzelne in den Stammgruppen die Erarbeitung der Expertengruppen vorstellen muss. Das kooperative Arbeiten im Gruppenpuzzle soll die SuS auf ihrem Weg zum selbstständigen und eigenverantwortlichen Lernen unterstützen. Das Maß an Eigenverantwortlichkeit jedes Einzelnen sowie die positive Abhängigkeit in der [Stamm‐] Gruppe ist bei dieser Methode sehr hoch, jeder trägt mit seinem individuellen
Beitrag zur Qualität des Gruppenergebnisses entscheidend bei. 10
Da jedoch alle SuS individuell für den Erfolg der Gruppen verantwortlich sind, kann dies einzelne SuS auch überfordern. Aus diesem Grund gebe ich den Expertengruppen in der Stunde eine Kontrollliste, anhand derer sie überprüfen können, ob sie sich über die wichtigsten Punkten verständigt haben und diese präsentieren können. Die Ergebnissicherung erfolgt nach Phase 3, der Arbeit in den Stammgruppen, über ein Quiz. Das Quiz wurde von mir erstellt, sodass mit der Kontrollliste auch sichergestellt wird, dass die für das Quiz relevanten Punkte auch thematisiert werden. Würden die SuS die Quiz‐Fragen in den Expertengruppen selbst erstellen, könnte diese Kontrollliste auch verkürzt werden, dies ist aus Zeitgründen jedoch nicht möglich. Das Quiz besteht aus jeweils vier Fragen pro Staat, bzw. Distrikt: Jeweils zwei Multiple Choice‐Fragen, die
7 SWLF ‐ The Jigsaw Company, Four Green Man Group, Zilimota, Blue Man Group, The Chalk Eaters.
8 ebd., S. 12. Sind die SuS mit der Methode des Gruppenpuzzles vertrauter, können sie die Rollen innerhalb der Gruppen auch eigenständig wählen.
9 ebd., S. 9.
10 Hoffman, C.: Eine Klasse - ein Team! Methoden zum kooperativen Lernen. Mühlheim an der Ruhr: Verlag an der Ruhr 2009. S. 81. 4
auch die leistungsschwächeren SuS beantworten können und zwei Fragen ohne vorgegebene Antworten, die eventuell nur von den jeweiligen Experten und leistungsstärkeren SuS gelöst werden können.
Die Expertengruppen sind relativ leistungshomogen zusammengesetzt und die zu bearbeitenden Texte und Vokabelhilfen an die jeweilige Sprachkompetenz angepasst. Die Expertengruppe zu Texas bekommt den längsten Text 11 , dann folgen Kalifornien und Hawaii. Die Expertengruppe zu
Washington, D.C. bekommt nicht nur den kürzesten Text, sondern auch eine Vokabelliste, die viele deutsche Übersetzungen hat, während die anderen Gruppen eher Vokabelerklärungen auf Englisch als Hilfestellung bekommen.
2. Lernziele für die heutige Stunde
Die SuS
sprachlich‐kommunikativ
… festigen ihre mündliche Kommunikationskompetenz, indem sie in Kleingruppen zusammen‐ arbeiten, sich über die relevanten Punkte unterhalten und die in den Expertengruppen erarbeiteten Ergebnisse in ihren Stammgruppen mündlich präsentieren. methodisch
… können Informationen aus Texten entnehmen und diese für die Mit‐SuS aufbereiten, indem sie Texte in Kleingruppen mit Hilfe der Methode des Gruppenpuzzles bearbeiten. … können in GA mit anderen Mit‐SuS kooperieren, indem sie individuelle Verantwortung für den Erfolg der Gruppe übernehmen. inhaltlich‐kognitiv
… setzen sich mit einigen Staaten und der Hauptstadt der Vereinigten Staaten von Amerika auseinander, indem sie sich in den Expertengruppen intensiv mit einem US‐Staat beschäftigen und in den Stammgruppen ihren Mit‐SuS aktiv zuhören.
11 Da eine der beiden leistungsstärksten Schülerinnen längerfristig erkrankt ist, musste ich eine mündlich eher schwache aber schriftlich gute Schülerin in die Expertengruppen zu Texas integrieren, um eine gleichmäßige Verteilung der SuS sowohl in den Experten‐ als auch Stammgruppen zu gewährleisten. 5
Arbeit zitieren:
Sarah Müller, 2010, Are the United States just one country or do we have to differentiate between the states?, München, GRIN Verlag GmbH
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