Gliederung
1. Einleitung 3
2. Was genau ist der Hospitality-Club bzw. Couchsurfing.com? 4
2.1 Ideologie der Gastfreundschafts-Clubs 4
2.2 Die Gründer 5
3. Funktion von Vertrauen bei der Anbahnung Gast-Gastgeber-Beziehungen 6
4. Perspektiven auf den Begriff: Vertrauen 7
5. Indikatoren für die Vertrauenswürdigkeit von Club-Mitgliedern 10
5.1 Bewertungssystem 10
5.2 Bürgschaften / Freundschaften 12
5.3 Letzter Login 12
5.4 Weitere Indikatoren im Hinblick auf die Erwartung von
Kompetenz und Integrität und Gesinnung 13
6. Untersuchung: Feedback auf manipulierte Vertrauensindizes 15
6.1 Durchführung 15
6.2 Ergebnisse und Auswertung 17
7. Rückwirkung positiver Erfahrungen auf das Vertrauen in die Organisation 18
8. Schluss 20
9. Anhang 21
Literaturverzeichnis 26
2
1. Einleitung
In jüngster Zeit tauchen im Internet immer mehr Plattformen auf, die unter dem Motto „Web 2.0“ das Internet revolutionieren sollen. „Social Software“ werden solche Plattformen genannt, auf denen hauptsächlich die Nutzer, weniger die Betreiber der Seite aktiv sind. Ausgetauschte und veröffentlichte Inhalte reichen von Fachwissen, Meinungen bis hin zu persönliche Informationen. Natürlich gibt es Diskussionsforen oder Chatrooms schon seit Beginn des Internets, die neuen „Blogs“ und „Wikis“ werden jedoch mit immer mehr Identität angereichert. Auf Studentenverzeichnissen wie „studiVZ“, Partner- oder Jobbörsen sowie auch in den beiden Clubs der Gastfreundschaft finden sich immer mehr detailiert aufgeschlüsselte Nutzerprofile. Die Kommunikation im Internet wird nicht mehr von Computerfreaks bestimmt, die sich mit einem Spitznahmen eine geheimnisvolle Identität aufbauen. Die Verfügbarkeit von breitbandigem Internet zu Flatrate-Preisen ist für jedermann gegeben. Die Unmengen neuer Nutzer wollen sich im Internet präsentieren, um teilzuhaben am „Social Networking“. Ein Artikel der Zeitschrift Technology sagt: "Es macht keinen Sinn mehr, zwischen Online- und Offline-Welt zu unterscheiden." 1 StudiVZ und andere verheißen uns die Erschließung informeller Kontakte, ob in der Heimat oder Weltweit. Wer hier nicht mit macht, muss auf immer mehr Vorteile verzichten. So zeigte zum Beispiel eine Umfrage des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB): „…, dass Netzwerke bei der informellen Suche nach Mitarbeitern den Vermittlern vom Arbeitsamt und Stellenanzeigen den Rang abgelaufen haben. Ein Drittel aller Neueinstellungen kommt über Kontakte zustande. Das Internet als Plattform könnte dabei immer wichtiger werden.“ 2 Auch wenn „Web 2.0“ als Schlagwort viele an den Hype zu Zeiten der „Dotcom-Blase“ 3 erinnert, sollte man nicht die Augen davor verschließen, dass der Umgang mit dem Internet einem Wandel unterzogen ist. Zum einen steigt also der Druck mitzumachen, sich zu vernetzen und zum anderen sinkt auch die Hemmschwelle Informationen Preis zu geben. Die Internetgesellschaft entblättert sich förmlich und das mit Leidenschaft. Doch was macht das Internet so vertrauenswürdig in unserer Zeit?
Einem kleinen Teil dieser Frage soll die vorliegende Arbeit nachgehen. Sie fragt, wie Vertrauen in Internet-Communities institutionalisiert wird. Am Beispiel zweier Online-Plattformen, die zwischen Mitgliedern auf der ganzen Welt vermitteln, soll gezeigt werden,
1 Sixtus, Mario: Das Web sind wir - Social Software und das neue Leben im Netz. In: Technology Review,
Juli 2005
2 Tönnesmann, Jens: Gut vernetzt ist halb geschafft. In: Handelsblatt, 20. August 2007. S. 2
3 Die „Dotcom-Blase“ bezeichnet eine haltlose Überbewertung neuer Unternehmen die vor allem im Bereich
des kommerziellen Internet angesiedelt waren und deren Auswirkung auf den Aktienmarkt. Hierzu:
http://de.wikipedia.org/wiki/Dotcom-Blase
3
wie sich Vertrauen konkret zwischen den einzelnen Mitgliedern bzw. abstrakt zwischen Mitglied und der Organisation als Ganzes konstituiert und wie sich diese beiden Vertrauensebenen wechselseitig bedingen.
Im Text werde ich nur in Einzelfällen Unterscheidungen zwischen dem „Hospitality-Club“ und „Couchsurfing.com“ treffen. Wenn also nur von „der Community“ oder „dem Club“ gesprochen wird, bezieht sich dies auf beide Organisationen. Diese sind ähnlich aufgebaut und folgen im Kern den gleichen Prinzipien, die ich nachfolgend kurz darlegen will.
2. Was genau ist der Hospitality-Club bzw. Couchsurfing.com?
Ähnlich wie bei Online-Partner-Börsen oder anderen Communities registriert sich zunächst jeder einzelne User und erstellt ein eigenes Profil. Name, Adresse und Hobbys werden angegeben. Auch ein Foto kann hochgeladen werden. Etwas spezieller sieht schon der zweite Teil des Profils aus. Hier findet man Informationen zu Fremdsprachenkenntnissen, Reisezielen sowie ob und wie viele Übernachtungsmöglichkeiten in der Wohnung des jeweiligen Mitglieds vorhanden sind. Mit dem Beitritt in den Hospitality-Club, bzw. als registrierter Couchsurfer ist es nun möglich andere Mitglieder in über 200 Ländern der Welt zu kontaktieren und sie um eine Übernachtung, eine Stadtführung oder um sonstige Hilfe zu bitten.
2.1 Ideologie der Gastfreundschafts-Clubs
Wer Mitglied der Organisation sein möchte, soll die Ideale akzeptieren, nach denen die beiden Couch-Clubs streben. Auf den Internetseiten wird beschrieben, wie die Gründer ihren Club sehen: „Der Hospitality-Club ist kein kommerzielles Unternehmen. Wir sind Freiwillige, die einen Teil ihrer Freizeit opfern, weil wir wissen, dass dieser Club auf der ganzen Welt Menschen in Kontakt miteinander bringt, die sich sonst nicht kennengelernt hätten. Aus diesen Kontakten entstehen Freundschaften und ein tieferes interkulturelles Verständnisunser kleiner Beitrag zu mehr Frieden auf diesem Planeten.“ 4 Immer wieder werden die Mitglieder dazu angehalten kein Geld für geleistete Hilfe zu erwarten und auch keines anzubieten. Das ist ein sehr zentraler Aspekt der Organisation. Die Vorstellung Gastgeber könnten ihre Schlafplätze an die Höchstbietenden versteigern oder Gäste erkauften sich einen Vorteil indem sie in ihrer Anfrage mit Geldgeboten locken, läuft der Grundhaltung der
4 http://deutsch.hospitalityclub.org/tour6deu.htm
4
Communities zu wider. Wer unmoralische Angebote unterbreitet, ob durch versuchte Kommerzialisierung oder sonstiger Zweckentfremdung, wie die Nutzung der Plattform als Partner- oder Job-Börse, riskiert „verpetzt“ und als Mitglied ausgeschlossen zu werden. 5
Der Hospitality-Club sieht vor, dass jeder Gast in gleichem Maße auch als Gastgeber aktiv wird und somit Gabe mit Gegengabe aufwiegt. Wie genau aber das Schuldner-Gönner-Verhältnis, welches unmittelbar zwischen Gast und Gastgeber entsteht, verarbeitet oder aufgelöst werden kann, wird nicht beschrieben. So ist es doch besonders für die westliche Welt ungewöhnlich keine direkte Gegenleistung zu erbringen, bzw. zu empfangen. In jeder Übernachtungssituation entscheidet das eigene Gewissen in welchem Umfang man sich als Gast auch direkt revanchieren sollte. „Bezahlt“ wird mit interessanten Geschichten die man von seiner Reise oder aus dem Heimatland zu berichten hat; Es wird lecker gekocht; Oder es wird in Windeseile in der fremden Stadt noch ein persönliches Geschenk für den flüchtig bekannten Gastgeber besorgt. 6
2.2 Die Gründer
Schaut man sich die Gründer der beiden Plattformen an, so steht man vor zwei sehr unterschiedlichen Persönlichkeiten, die allein das Reisefieber verbindet. Veit Kühne wird 1978 in Leipzig als erstes von fünf Kindern einer Lehrerfamilie geboren. Er engagiert sich schon früh als Klassen- und Schülersprecher sowie bei den Jungen Liberalen. Er absolvierte ein Studium an einer privaten Wirtschaftsuniversität und fährt auf seiner Homepage auch mit eigenen sozialen Projekten neben dem Hospitality-Club auf. 7 Der ebenfalls 1978 geborene Amerikaner Casey Fenton (Gründer von Couchsurfing.com), dessen Eltern nach eigenen Angaben Hippies waren, brach mit 17 die Schule ab, um auf Reisen zu gehen. 8 Auf der Suche nach Kontakt zu Einheimischen und Übernachtungsmöglichkeiten macht Not erfinderisch. „die Welt war bereit für ein kostenloses, sicheres, ehrenamtlich betreutes Gastfreundschafts-Netzwerk“ 9 - dachte sich Veit Kühne im Juli 2000 und bastelte mit seinen Brüdern an der ersten Version des Hospitality-Club. Vorläufer dieses Free-Accomodation-Prinzips waren Studentenaustauschprogramme oder auch Hospex, eine kleine polnische Reisecommunity, die bereits eine Internetplattform als Kernstück hatte. Anfang Oktober 2007
5 http://deutsch.hospitalityclub.org/tour4deu.htm. Es existieren eigens eingerichtete E-Mail-Adressen für das
Melden von Missbrauchsfällen (z.B.: abuse@hospitalityclub.org).
6 Ein Erfahrungsbericht hierzu: Schmitt, Cosima: Sei mein Gast. In: Die Zeit, Campus, 29.07.2004 Nr.32
7 http://lebenslauf.veitkuehne.de
8 http://www.couchsurfing.com/founders-casey.html
9 http://www.hospitalityclub.org/hospitalityclub/aboutdeu.htm
5
hatte der Hospitality-Club bereits über 328.000 Mitglieder in 207 Ländern. Das erst 2004 von Casey Fenton gegründete Projekt Couchsufing.com erlebte sogar ein schnelleres Wachstum und hat den Hospitality-Club in der Mitgliederzahl zu diesem Zeitpunkt schon knapp überholt. 10
Wenn sich das potentielle neue Mitglied durch die bspw. bei Couchsurfing.com angebotene „Einführungs-Tour“ klickt, wird es feststellen, wie sich ein gewisses Vertrauen zur Organisation aufbaut. Die dargestellte Ideologie steht für eine positive, wohlwollende Gesinnung. Die Biografien der Gründer sowie deren aktive Teilnahme als gleichwertige Mitglieder zeigen, dass sie voll hinter der Sache stehen, und sorgen in Verbindung mit dem ansprechenden Layout der Seiten für ein kompetentes als auch integeres Erscheinungsbild der Organisationen.
Natürlich wird nicht nur Vertrauen in die Organisation als Ganzes institutionalisiert, sondern auch jenes zwischen den einzelnen Mitgliedern. Im weiteren Verlauf des Textes möchte also ich vor allem diese Einrichtungen analysieren, die seitens der Plattformbetreiber installiert werden, um das Vertrauen eines potentiellen Gastes zum potentiellen Gastgeber (und umgekehrt) zu ermöglichen. Dabei soll zunächst geklärt werden, welche Rolle Vertrauen bei der online vermittelten Gastfreundschaft spielt und aus welcher Perspektive der vielschichtige Begriff „Vertrauen“ überhaupt betrachtet wird:
3. Funktion von Vertrauen bei der Anbahnung von Gast-Gastgeber-Beziehungen
Als Reisender weiß man oft am frühen Morgen noch nicht, wo man die nächste Nacht verbringen wird. Hotels oder Gasthäuser sind meist schnell verfügbar, aber oft sehr unpersönlich und zu teuer für das knappe Budget der Weltenbummler. Der Vorteil bei der Nutzung dieser kommerziellen Einrichtungen liegt in der Sicherheit. Der Gast betrachtet sein Zimmer bevor er zustimmt. Der Gastgeber protokolliert die Ausweisdaten der Gäste und versichert ist auch alles. Die finanziellen Mittel des Gastes stellen die einzige Zugangsbeschränkung dar. Ganz egal ob der jeweilige Gegenüber als vertrauenswürdig eingeschätzt wird oder nicht - die Institution sorgt für objektive Sicherheit im Umgang ihrer Mitglieder. Was aber, wenn sich unser Reisender für die Übernachtung bei einer Privatperson entscheidet? Wie kann er sichergehen, dass er ein warmes Bett haben wird? Wie kann er sichergehen, dass seine Persönlichkeit respektiert wird, er nicht bestohlen, ihm kein Schaden zugefügt wird? Die Antwort ist klar: Sichergehen kann er nicht. Es gibt keine verantwortliche
10 http://de.wikipedia.org/wiki/Hospitality_Club bzw. http://de.wikipedia.org/wiki/CouchSurfing
6
Instanz. Das Internet ist ein rechtlich schwer zu kontrollierender Raum. 11 Gast und Gastgeber sind auf sich allein gestellt, sobald sie sich erst einmal gegenüberstehen. Genau hier wird eine wichtige Aufgabe der Internetplattformen deutlich. Sie müssen dafür sorgen, dass ihre Nutzer Vertrauen ineinander setzen und die Unsicherheit und daraus resultierende Befürchtungen durch subjektive Sicherheit zu kompensieren, wodurch eine Interaktion überhaupt erst ersetzt. 12 ermöglicht wird. Hier wird also Kontrolle durch Vertrauen
4. Perspektiven auf den Begriff: Vertrauen
Um zu klären wie die Vertrauensgenerierung bei unseren beiden Plattformen institutionalisiert wird, muss zunächst festgehalten werden, was genau unter dem Begriff Vertrauen zu verstehen ist. Ich möchte mich hierbei an dem Artikel „Face to Interface: Zum Problem der Vertrauenskonstitution im Internet am Beispiel von elektronischen Auktionen“ von Brinkmann und Seifert orientieren, die einige Ansätze zur Definition von Vertrauen analysierten und ein drei-dimensionales Vertrauensverständnis herauskristallisierten. Brinkmann und Seifert zu folge ist Vertrauen eine „plurale Erwartungshaltung“. Der Vertrauende erwartet vom Vertrauensempfänger eine ganz bestimmte Kombination von Kompetenz, Integrität und Gesinnung. 13
Eine erste Erwartungsdimension ist die der Kompetenz. Der Vertrauende ist sich sicher, dass der Vertrauensempfänger die nötigen Fähigkeiten bzw. Ressourcen besitzt, den Vertrauensakt durchzuführen. Je nach dem ob eine alltägliche Routinehandlung ausgeführt werden soll oder Expertenwissen gefragt ist, wird die Dimension der Kompetenz auch eine mehr oder minder große Rolle für die Konstitution von Vertrauen spielen.
Offenheit/Erreichbarkeit, Wahrhaftigkeit, Glaubwürdigkeit und Zuverlässigkeit sind wiederum Merkmale, die man unter der Integrität einer Person zusammenfassen kann. Der Vertrauende geht davon aus, dass zwischen ihm und der Vertrauensperson ein freier Informationsfluss herrscht, die getroffenen Aussagen des Gegenübers nach bestem Gewissen der Wahrheit einsprechen, angekündigte Handlungen auch durchgeführt werden, also eine Übereinstimmung von Worten und Taten herrscht, und dass die Vertrauensperson auch unter veränderten Umständen zu getroffenen Abmachungen steht, also eine gewisse Stabilität an den Tag legt.
11 Weinzinger, Caroline (2004): „Vertrauensbildung im Internet“; Soziologisches Institut der Universität
Zürich; http://socio.ch/intcom/weinz.pdf. S. 6f
12 Brinkmann, Ulrich und Matthias Seifert: "Face to Interface": Zum Problem der Vertrauenskonstitution im
Internet am Beispiel von elektronischen Auktionen. In: Zeitschrift für Soziologie, 2001 (30/1). S. 24
13 Ebd. S. 24
7
Wenn jemand als Experte in seinem Fach gilt oder als eine „ehrliche Haut“ bekannt ist, so kann das ausreichen, um ihm Vertrauen zu schenken. Ein bedeutender Schritt ist jedoch auch gemacht, wenn man davon ausgehen kann, dass der Gegenüber Interesse am Wohlergehen seiner Mitmenschen hat, sich also loyal und wohlwollend verhält und nicht zum Opportunismus neigt und dazu andere zu übervorteilen. Ein Lehrer kann bspw. an Glaubwürdigkeit gewinnen, wenn er sich unnachgiebig über die Meinungen seiner Schüler hinwegsetzt und Drohungen wahr macht, jedoch werden sich unter den Schülern Zweifel an seiner Gesinnung ihnen gegenüber entwickeln und sie werden auf Distanz gehen. So schwindet letztlich das Vertrauen, indem eine Handlung Konsequenzen auf gleich mehrere Erwartungsdimensionen der Vertrauenden hat. Häufig Überschneiden sich diese Dimensionen also auch, bzw. die Veränderung der einen Erwartungshaltung führt auch automatisch zur Veränderung einer anderen.
Nichtsdestotrotz lässt sich Vertrauen nach Brinkmann und Seifert jetzt definieren „…als die gefühlsmäßige und/oder kalkulierte Bereitschaft eines Akteurs, auf die Kontrolle eines anderen zu verzichten und eine riskante Vorleistung (Handlung) zu erbringen, die meistens mit der kognitiven Erwartung und dem Gefühl einhergeht, dass der oder die VertrauensempfängerIn gleichzeitig kompetent, integer und wohlwollend ist.“ 14
Der Begriff des Vertrauens ist jedoch nicht leicht zu fassen und so sind eine Vielzahl anderer Perspektiven auf das Thema nicht nur in der soziologischen Debatte zu finden: Man könnte beispielsweise in Mikro- Meso- und Makroebene von Vertrauensbeziehungen differenzieren, je nach dem ob Vertrauen in eine Einzelperson, in Organisationen oder in größere gesellschaftliche Gebilde wie Werte und Normen gesetzt wird. 15 Am Beispiel der Gastfreundschaft-Clubs bietet das Meso-Vertrauen in die Internet-Plattform als Organisation und in die Validität der aufgefahrenen vertrauensstiftenden Indikatoren die Grundlage für das Mikro-Vertrauen, welches zwischen den einzelnen Mitgliedern entsteht. Weiterhin ließe sich unterscheiden, ob das Vertrauen funktional diffus oder spezifisch ist. Stellt verschenktes Vertrauen eine Reihe unklarer Vorteile in Aussicht oder geht es um die Erfüllung einer ganz speziellen Funktion, wie z.B. das Anbahnen zwischenmenschlicher Kontakte und das Erleichtern der Bildung wiederum funktional diffusen Vertrauens zwischen den Kontaktierenden. Oder wird Vertrauen gar als Selbstzweck in gesellschaftliche Werte gesteckt, die uns eine allgemeine Erwartungssicherheit versprechen. 16 Eine andere Unterscheidung liegt in den Quellen des Vertrauens begründet. So kann
14 Brinkmann und Seifert S. 27
15 Endress, Martin: Vertrauen. Bielefeld: transcript-Verlag, 2002 S. 53ff
16 Ebd. S. 67
8
Vertrauen „prozess-based“ in Face-to-Face-Interaktionen oder auch durch E-Mail-Kontakt entstehen - als eine Art Handlungswissen. Als „charakter-based“ ist Vertrauen zu bezeichnen, welches durch die Zugehörigkeit zu einer stereotyp bekannten Gruppe unter den Mitgliedern auch ohne vorherigen Kontakt entsteht: Nimmt man an, dass Reisende generell hilfsbereite, aufgeschlossene, wohlwollende Menschen sind, kann dieses Stereotyp ein Maß an Vertrauen erzeugen, das noch vor jeder Interaktion besteht. „institutional-based“ ist Vertrauen dann, wenn es durch ein festes Regelwerk gestützt wird. 17 Der Couchsurfer, der sich also seine Gastgeber anhand der Bewertungen anderer Mitglieder aussucht, nutzt die Institution des Bewertungssystems als Quelle des Vertrauens zu einem ihm unbekannten Menschen. Ein Aspekt der nach Müller bei der Betrachtung des Vertrauens als pluralistische Erwartungshaltung, verloren geht, ist die Gefühlsebene. Hier stellen sich Fragen wie: Welche Gefühle und Emotionen gehen mit dem Akt des Vertrauens einher? Welchen Einfluss hat das auf die zukünftige Vertrauensbereitschaft? 18
Die Bereitschaft Vertrauen zu schenken kann weiter auch als persönliche Disposition verstanden werden. Nach Rotter und Erikson, gibt es eine Art basales Vertrauen, ein Urvertrauen, welches sich in der frühkindlichen Sozialisation entwickeln muss und welches es dem Individuum später erleichtert Vertrauen zu schenken. 19 Nach Luhmann lässt sich Vertrauensbereitschaft über die Fähigkeit definieren, den Widerspruch der eigenen Erwartungen aushalten zu können. So erwartet jeder Vertrauende, dass sich sein Vertrauen rechtfertigt, aber ebenfalls, dass er unter Umständen enttäuscht wird. 20 Wer also nicht dazu neigt, negative Erwartungen aufzuputschen, kann auf Kontrolle verzichten und verringert somit die „Komplexität der zukünftigen Welt“. 21 Für Luhmann ist dieser Erwartungswiderspruch ein konstitutives Merkmal von Vertrauen. Kommt er zum erliegen, stellt sich entweder Sicherheit oder absolutes Misstrauen ein. Nach Luhmann schwingt also, auch wenn ein subjektives Gefühl der Sicherheit herrscht, immer auch ein latentes Risikogefühl mit.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Vertrauen auch bei Online-Communities wie Hospitality-Club und Couchsurfing.com nicht allein durch institutionalisierte Indikatoren von Kompetenz, Integrität und Gesinnung anderer Mitglieder gestiftet wird, sondern auch Faktoren wie basale Vertrauensbereitschaft, persönliche Erfahrungen und gebildete
17 Endress, S. 67f
18 Ebd. S. 72
19 Schweer, Martin und Barbara Thies: Vertrauen - die unterschätzte Kraft. Zürich: Walter, 1999 S. 13ff
20 Luhmann, Niklas: Vertrauen - ein Mechanismus der Reduktion sozialer Komplexität. 3.Auflage, Stuttgart:
Enke, 1989 S. 85ff
21 Ebd. S. 20
9
Stereotype oder auch die aktuelle Gefühlslage eine wichtige Rolle spielen. Für die Analyse der Erwartungs-induzierenden Indikatoren in Internet-Communities ist der Ansatz von Brinkmann und Seifert jedoch sehr gewinnbringend.
5. Indikatoren für die Vertrauenswürdigkeit von Club-Mitgliedern
Als nächstes muss eine gründliche Exploration der Seiten Hospitality-Club.org und Couchsurfing.com ergeben, welches diese vertrauensstiftenden Gimmicks sind, die Seitens der Plattformbetreiber angeboten werden und als eine Art Kid die Mitglieder zusammenhalten und sozialen Austausch vorantreiben:
5.1 Bewertungssystem
Bewertungssysteme haben sich im Internet schon lange etabliert. In allen denkbaren Arten von Internet-Foren und Communities veröffentlichen Nutzer ihre Meinungen gegenüber anderen Nutzern, mit denen sie interagiert haben. Die geschilderten Erfahrungen dienen wiederum dritten als Orientierung und helfen dabei die noch unbekannten, potentiellen Interaktionspartner einzuschätzen. Hierbei werden also einer direkten- oder Primärerfahrung, die der Nutzer erst später mit dem Unbekannten sammelt, Sekundärerfahrungen, also die Erfahrungen anderer Nutzer mit dem Unbekannten vorausgelagert. Diese Reputation bestimmt nun den ersten Eindruck den der Unbekannte hinterlässt und entscheidet über die Menge des ihm entgegengebrachten Vertrauens. 22 Das Internet-Auktionshaus eBay nutzt das Bewertungssystem um ein Mehrfachspiel zwischen Käufer und Verkäufer zu simulieren. Ein Verkäufer, der bspw. schlechte Wahre teuer anpreist, riskiert negative Bewertungen zu erhalten und somit in den nächsten „Runden“ Nachfrager zu verlieren. Hier wird der Sanktionsmechanismus dieses Systems deutlich. Die unausgesprochene Drohung: der Käufer erteile dem Verkäufer eine schlechte Bewertung, wenn dieser sich opportunistisch verhält, verleiht dem Käufer sogar einen gewissen Grad an Macht über den Verkäufer. Auch die beiden Clubs der Gastfreundschaft geben ihren Mitgliedern dieses Instrument der Vertrauensregulation an die Hand. Genutzt wird es allerdings sehr einseitig. Weniger als 0,5% der abgegebenen Bewertungen bei Couchsurfing.com sind negativ. 23 Der Hospitality-Club verzichtet sogar ganz auf eine Kategorisierung der Bewertungen. Bei beiden Clubs ist also lediglich die Anzahl der Bewertungen eines Mitglieds ein quantifizierbares Maß, das als
22 Brinkmann und Seifert, S. 28f
23 http://www.couchsurfing.com/mission_stats.html
10
Anhaltspunkt für die Aktivität als auch für die Vertrauenswürdigkeit des Mitglieds dienen kann. Der textförmige Charakter der Bewertungen im Gastfreundschaftsnetz dient dem Transport von subjektiv wahrgenommenen Persönlichkeitseigenschaften. Es wird berichtet, was man im Umgang miteinander erlebt und gefühlt hat. Im Idealfall entsteht mit der Interpretation der Bewertungen und den Informationen aus dem Profil ein in sich stimmiges Persönlichkeitsbild des unbekannten Mitglieds, was sogleich für dessen Integrität sprechen würde. Um herauszufinden, ob ein potentieller Gast oder Gastgeber die nötige Kompetenz aufweist, meinen Ansprüchen zu genügen, spielt das u.a. durch die Bewertungen vermittelte Verständnis seiner Persönlichkeit eine Rolle, ebenso bei der Einschätzung der Integrität und Gesinnung des Mitglieds.
Der Hang zu positiven Bewertungen lässt sich zum einen durch Angst vor schlechten Rückmeldungen erklären. Andererseits ist das Verhältnis zwischen Gast und Gastgeber oft auf Freundlichkeit betont. Gastgeber sind gerne Gönner und Gäste genügsam und dankbar. Diese Beziehung begünstigt die Verdrängung negativer Eigenschaften des Gegenübers, bzw. negative Erlebnisse werden eher durch die Umstände der Situation denn durch mangelnde Kompetenzen etc. des Gegenübers begründet. Steht das Verhalten eines Mitglieds dennoch in starkem Gegensatz zu den jeweiligen Erwartungen, die an seine Rolle als Gast oder Gastgeber geknüpft werden, so tendieren Mitglieder wahrscheinlich eher dazu keine Bewertung abzugeben, als eine negative. Des Weiteren kommt es häufig vor, dass auch als positiv gekennzeichnete Bewertungen einen Verweis auf etwas Negatives enthalten. Am Ende einer Lobeshymne kann z.B. folgender Satz stehen, der eine Kritik an der Unselbstständigkeit ansonsten wohlgesinnter, integerer Gäste deutlich macht: „…Maybe they should have been a ‘bit’ more independent on food, considering I wasn't able to go shopping and buy food for everyone! ;-)“. Hier können auch kulturelle Differenzen zum tragen kommen. So gingen die Gäste vielleicht davon aus, dass es zu den Kompetenzen des Gastgebers gehört, für die Verpflegung zu sorgen, während der Gastgeber eher auf Arbeitsteilung setzte. Bei Couchsurfing.com findet man jeden Kommentar sowohl auf der Profilseite des Bewerteten, als auch auf der Seite der Bewertenden. Man kann sich also auch schnell alle Kommentare, die ein Mitglied verteilt hat, anschauen. Hierin kann man ebenfalls Anhaltspunkte finden, die Aufschluss darüber geben können, ob man bspw. vor schlechten Bewertungen Angst haben muss oder wie ein potentieller Gastgeber im Nachhinein über seine Gäste denkt.
11
5.2 Bürgschaften Freundschaften
Eine Erweiterung erfährt das Bewertungssystem durch die Möglichkeit für ein anderes Mitglied zu bürgen. Rechtliche Konsequenzen hat das keine, es drückt aber aus, dass das betreffende Mitglied investiertes Vertrauen nicht enttäuscht hat und in besonderem Maße für vertrauenswürdig gehalten wird. Momentan haben 6,2% der Couchsurfing-Mitglieder einen Bürgen. 24 Erst wenn mindestens drei Couchsurfing-Mitglieder für einen Nutzer bürgen, darf dieser auch die Bürgschaft für andere Mitglieder übernehmen. Angefangen beim Gründer, für den niemand bürgen musste, lässt sich so eine Kette zu jedem verbürgten Mitglied verfolgen. 25 Ob diese Einschränkungen garantieren, dass jeder Verbürgte vertrauenswürdig ist, ist fraglich. Immerhin ist es denkbar, dass ein Mitglied weiß, sich als Gast zu benehmen und in solchen Beziehungen Bürgschaften sammelt, auch wenn es als Gastgeber inkompetent ist. Als Mitglied des Hospitality-Club darf man auch ohne vorher als vertrauenswürdig eingestuft worden zu sein, durch anklicken eines Kästchens im Bewertungsformular kennzeichnen, ob man einem Mitglied vertraut.
Wie bei einer Bürgschaft, so kann man auch bei einem Mitglied, das freundschaftliche Beziehungen zu anderen Mitgliedern unterhält, nicht sichergehen, ob diese Freunde nicht ein verzerrtes Bild vom betreffenden Mitglied haben oder ob eine Freundschaft nicht allein deshalb angegeben wird um eine imposante Gesamtzahl aller Freundschaften, wie sie bei Couchsurfing.com in jeder Profilzusammenfassung zu sehen ist, zu erreichen. Immerhin: Die Freundschaften müssen auch vom betreffenden Freund akzeptiert werden, damit sie gültig sind. Nicht zurückzuweisen ist die Annahme, dass ein gewisser Grad an Kompetenz, Integrität und Einfühlungsvermögen von Nöten sind, um Freunde zu gewinnen.
5.3 Letzter Login
Als ein sehr allgemeiner Vertrauensindikator kann auch das Datum des letzten Login eines Mitglieds gesehen werden. Engagement ist ein wichtiger Aspekt bei der Einschätzung der Kompetenz eines Mitglieds. Neben der Anzahl der Kommentare steht auch der Zeitpunkt des letzten Login als Zeichen für die Häufigkeit des Einloggens und somit für die Aktivität des Mitglieds. Hat sich ein Mitglied schon über Monate nicht mehr um sein Profil gekümmert, so entstehen Zweifel an der Verfügbarkeit bzw. an der Gesinnung - der Verbundenheit des Mitglieds mit der Community. Besucht ein Mitglied die Seite hingegen häufig, so erscheint es
24 http://www.couchsurfing.com/statistics.html
25 http://www.couchsurfing.com/vouch.html
12
sehr leicht erreichbar. Ein Prüfstand der Integrität eines Nutzers ist auch der bei Couchsurfing.com aufgeführte Ort des letzten Logins. Hier wird die Region aufgezeichnet, in der sich das Mitglied zum Zeitpunkt des Logins befand. Diese Informationen sollten mit den Angaben die bspw. ein Reisender in einer E-Mail macht übereinstimmen, um seine Glaubwürdigkeit nicht zu schmälern.
Außerdem gibt es noch weitere Indikatoren, die meines Erachtens speziell die Kompetenz bzw. die Integrität der Person propagieren, wie ich nachfolgend kurz aufzeigen will:
5.4 Weitere Indikatoren im Hinblick auf die Erwartung von Kompetenz und Integrität und Gesinnung
Bei der Suche nach einer Unterkunft müssen in der Regel zunächst alle Mitglieder herausgefiltert werden, die am gewünschten Ort wohnen. Die Suchfunktionen der beiden Seiten bieten neben vielen weiteren Suchkriterien an, dass bspw. die Mitglieder an erster Stelle stehen, die eine Übernachtung anbieten oder die eine bestimmte Sprache sprechen. Diese beiden Merkmale geben vor allem Auskunft über die Kompetenz der potentiellen Gäste und Gastgeber. Wenn ein Gastgeber eine Beherbergung von vorneherein ausschließt, hat er genauso schlechte Karten, wie ein Gast, der sich in keiner Sprache mit seinem Gastgeber verständigen kann. Englisch ist mit bis zu 84% bei couchsurfing.com die am meisten verbreitete Sprache der Communities. 26 Eine Basiskompetenz also, die es zu erfüllen gilt, will man mit ausländischen Mitgliedern in Kontakt treten.
Für die Integrität eines Mitglieds (speziell für dessen Offenheit, bzw. Erreichbarkeit) steht der bei Couchsurfing.com aufgeführte Anteil der beantworteten Übernachtungs-Anfragen. Hat also ein Mitglied gerade 50% der bisherigen E-Mail-Nachrichten anderer Nutzer beantwortet, so muss man auch damit rechnen, keine Antwort auf eine Anfrage zu bekommen.
Einen allgemein positiven Einfluss bezüglich der erwarteten Integrität eines Mitglieds hat die Identitätsverifizierung, die beim Hospitality-Club durch die Mitglieder selbst vorgenommen wird, in der Form, dass gegenseitig der Ausweis eingesehen und dies in den Bewertungsformularen angekreuzt wird. Couchsurfing.com bietet an gegen einen Unkostenbeitrag, der von der Kreditkarte abgebucht wird, einen Brief mit einem Verifizierungspasswort an das entsprechende Mitglied zu senden. Somit soll sichergestellt werden, dass Person und Adresse stimmen. 27 Diese aufwendige Prozedur wurde bisher
26 http://www.couchsurfing.com/statistics.html
27 http://www.couchsurfing.com/verification.html
13
allerdings nur von 3,7% der Couchsurfing-Mitglieder durchgeführt. 28 Auch beim Hospitality-Club trifft man kaum ein Mitglied, das es für nötig hält den Gegenüber nach dem Ausweis zu fragen, zu kontrollieren. Wenn man sich gegenübersteht ist man sich der Identität des Anderen sicher und vernachlässigt den Nutzen, den die Ausweiskontrolle eventuell für Dritte hätte. Außerdem wäre eine solche Handlung schädlich für das Vertrauen der beiden Beteiligten, da der Kontrollierte immer ein gewisses Misstrauen auf Seiten des Kontrollierenden antizipiert und dadurch selbst zu zweifeln beginnt. Einen wesentlich aufgeschlosseneren Eindruck macht ein Profil mit beigefügtem Foto gegenüber einem gesichtslosen Account. Aber ein Foto hat nicht nur einen in der Regel positiven Effekt in Sachen Integrität, sondern ist auch entscheidend für den subjektiven ersten Eindruck, den sich der Betrachter von der Persönlichkeit des Mitglieds macht. Hierbei spielen angeregte Deutungsschemata und Stereotype des Betrachters eine wichtige Rolle. Viele Mitglieder zeigen sich vor dem Hintergrund großer Städte, Monumente und idyllischer Landschaften. Wer reisefreudig ist möchte das auch darstellen und so wird unter anderem durch Fotos nicht nur das eigene Image gemanagt, sondern auch ein Idealtyp eines Reisenden kommuniziert, der alles andere als alltäglich oder langweilig ist. Wer reist und Gäste empfängt, möchte sich als interessante, aktive Persönlichkeit sehen und auch von anderen so gesehen werden. Das Wecken von Interesse ist neben dem Erzeugen eines vertrauenswürdigen Eindrucks ein wichtiges Ziel bei der Konstruktion eines Profils. Je mehr man bereit ist über sich preis zu geben, desto deutlicher wird in der Regel die Integrität der eigenen Person. Jeden weiteren Satz, jede Info kann der Betrachter zu einem immer glaubwürdigeren Ganzen zusammensetzen. Die Detailfülle eines Profils erweckt aber auch Vertrauen als Reaktion auf den Vertrauensvorschuss, den ein aufgeschlossener Nutzer der Organisation und jedem der Mitglieder gewährt, indem er davon ausgeht, seine Daten würden vertraulich behandelt. Je ausführlicher also private Details im Profil beschrieben werden, umso größer also der Vertrauensvorschuss, der dem Betrachter gewährt wird, umso eher steigt auch das Vertrauen des Betrachters in die Integrität des Nutzers. Da man also dem vertraut, dessen Vertrauen man selbst genießt, steht schon allein die Fülle intimer Details als eine Art subtiler Indikator für Integrität. Dem entsprechend werden neue Nutzer während der Anmeldung dazu aufgefordert, ein paar Sätze in jedes der variantenreichen Formularfelder zu schreiben: Persönlichkeit, Philosophie, Motto, Interessen, Liebling Film, Buch, Musik…, Erfahrungen mit dem Club, Meinung über den Club, persönliche Ziele usw. können freiwillig angegeben werden.
Weil viele Profile trotzdem sehr mager ausgefüllt sind, sind Wahrhaftigkeit und Stabilität
28 http://www.couchsurfing.com/statistics.html
14
eines Nutzers oft schwierig einzuschätzen. Ob z.B. die eigenen Angaben über seine Person nach bestem Wissen der Wahrheit entsprechen, das Foto tatsächlich den Profilinhaber zeigt oder ob dieser vielleicht dazu neigt Vereinbarungen schon bei geringen situativen Hindernissen aufzugeben, kann man dann nur noch anhand der Bewertungstexte erahnt werden.
Auch zur Einschätzung der Gesinnung eines Mitglieds muss man sich auf die Texte verlassen. Je nach Interpretationsweise wird ein Nutzer eher als kühl und egoistisch oder aber als warmherzig, hilfsbereit eingeschätzt. 29 Anlass zur Spekulation könnte noch das Verhältnis zwischen Gast- und Gastgeberrollen geben. Wie häufig war also ein Mitglied Gast und wie häufig hat es im Gegenzug Unterkunft zur Verfügung gestellt oder schließt es das Beherbergen Anderer von vorneherein aus. Allerdings kann man auch als Gast mehr geben als nehmen. Und wer viel reist hat auch zwangsläufig weniger Zeit, Gäste zu beherbergen. Insofern muss eine durchgestrichene Couch im Profil eines Nutzers nicht unbedingt bedeuten, dass er ein Trittbrettfahrer ist.
6. Untersuchung: Feedback auf manipulierte Vertrauensindizes
Um zu ermitteln wie stark sich die Ausprägungen von Vertrauensindikatoren auswirken, wurde eine teilnehmende, verdeckte Untersuchung durchgeführt. Es wurden von zwei Profilen aus Übernachtungsanfragen an jeweils die gleichen Couchsurfing-Mitglieder gesendet. Die zwei konstruierten Profile sollten in der Rolle potentieller Gäste auftreten, den Anschein haben, unabhängig voneinander zu sein und sie sollten sich hauptsächlich in ihrer Vertrauenswirkung nach außen unterschieden. Jedes der angefragten Couchsurfing-Mitglieder stellte einen potentiellen Gastgeber dar, der nun mit zwei Übernachtungsanfragen zum gleichen Zeitraum konfrontiert war. Erwartet wurde, dass deutlich mehr Mitglieder bereit sind den vertrauenserweckenden Gast einzuladen, als den, der weniger vertrauenswürdig scheint.
6.1 Durchführung
Die Unterschiede der beiden konstruierten Profile beschränkten sich hauptsächlich auf das Vorhandensein eines Fotos, welches dem vertrauenswürdigen Profil ein integeres Antlitz verlieh; auf das Vorhandensein einer Bewertung, die dem vertrauenswürdigen Profil die
29 Ein Erfahrungsbericht hierzu: von Polier, Xenia: Ein Fall für die Couch. In: Die Zeit, Campus, 02/ 2007
15
Kompetenz bescheinigte, der Rolle als Gast gerecht werden zu können; sowie auf die Tatsache, dass das vertrauenswürdige Profil eine Couch für andere Mitglieder zur Verfügung stellte, was in diesem Fall für die Gesinnung des potentiellen Gastes sprach. Übrige persönliche Informationen wurden auf beiden Seiten gering gehalten:
Tabelle: Unterschiede der beiden konstruierten Profile
Die 60 untersuchten Mitglieder wurden mit Hilfe von Zufallszahlen aus der Masse der Berliner Couchsurfer ermittelt. Darunter sowohl Neueinsteiger noch ohne Foto oder Bewertung als auch erfahrene Mitglieder mit gepflegten Profilen. Von der Couchsurfing-Suche wurden allerdings nur die Mitglieder angezeigt, die auch eine Übernachtung zumindest vielleicht anbieten.
Um den Anschein der Unabhängigkeit beider Übernachtungsanfragen zu gewährleisten, wurde jedem Mitglied eine Anfrage an einem Freitag Abend und die Anfrage des jeweils anderen Profils am folgenden Samstag früh zugesandt, so dass trotzdem beide Nachrichten beim nächsten Login des Mitglieds zu sehen waren. Ebenso musste sich der Inhalt der beiden Anfragen unterscheiden. Jedes Mitglied erhielt also eine Anfrage von einem Azubi, der wegen seiner Ausbildung Berlin nur für zwei Tage besucht und eine Anfrage von einem Tramper, der mit seiner Freundin drei Tage Berlin erleben will. Beide Übernachtungsanfragen bezogen sich auf das folgende Wochenende. (genaue Texte siehe Anhang) Randomisiert verteilt wurden sowohl Inhalt der Anfrage als auch Sendezeitpunkt, damit keinem der beiden Profile ungewollte Nachteile entstehen konnten. Von jedem der beiden Profile wurden also 30 Anfragen mit Inhalt A verschickt, davon 15 abends und 15 am nächsten Morgen. Gleichermaßen wurde auch Inhalt B versendet.
Fünf der 60 Mitglieder fielen aus der Untersuchung heraus, da sie von vorne herein keine Anfragen von Mitgliedern mit „unvollständigem“ Profil akzeptieren. Das System verhindert also, dass E-Mails von Profilen ohne Foto, persönliche Beschreibung etc. besagte Mitglieder erreichen. Nur drei dieser Mitglieder konnten ersetzt werden, sodass die Gesamtzahl der Befragten auf 58 schrumpft. Die fünf Mitglieder haben also von einem weiteren Gimmick gebrauch gemacht, was letztendlich dazu führt, dass alle Nutzer angehalten sind ihr Profil zu
16
vervollständigen. Hier wird ebenfalls deutlich, dass die Plattformbetreiber um das Vertrauen der Nutzer in Organisation und Mitglied bemüht sind. Ideale hin oder her - allein die Erhaltung der Funktionsfähigkeit der Internetplattform bietet hierfür schon Grund genug, wie wir im Folgenden sehen werden.
6.2 Ergebnisse und Auswertung
Im Laufe der Woche wurden alle eingegangenen Zusagen möglichst freundlich zurückgewiesen, da ein tatsächlicher Besuch natürlich nicht vorgesehen war (genaue Texte siehe Anhang). Schnell zeichnete sich ab, dass das vertrauenswürdige Profil als einziges Zusagen bekam. Zwei der Mitglieder sagten auch dem zweifelhaften Profil zu, allerdings erst, nachdem sie vom vertrauenswürdigen Profil zurückgewiesen worden waren (siehe Grafik 1). Hier wird deutlich, dass ein Nutzer mit zweifelhaftem Profil im Falle der Konkurrenz damit rechnen muss gar keine Zusage zu bekommen. Er hat Glück, wenn die potentiellen Gastgeber nicht vor die Wahl gestellt werden. Aber selbst dann ist er nicht davor gefeit, sich prüfen zu lassen, bevor er als Gast akzeptiert wird. Eine der beiden Zusagen war nämlich mit der Bitte verbunden, man möge doch etwas über sich in das Profil schreiben: „kleiner Vorschlag: da gibt's nicht so viele Infos auf deiner Page, vielleicht was dazu schreiben, damit man weiß, was für'n Typ du bist.“ Die meisten Absagenden geben an unterwegs zu sein, keine Zeit zu haben oder schon anderweitigen Besuch zu empfangen. Außerdem beinhalteten auch einige Absagen Hinweise auf das magere Profil: „updating your profile so that i have any idea how you are, would make your changes to find a place higher.” Drei weitere Mitglieder machen auf das Fehlen von Fotos und Informationen aufmerksam: (zum Tramperpärchen) „Eure Chancen, einen Host zu finden, erheblich steigen werden, wenn Ihr Eure Profile etwas besser ausfüllt, mit Foto usw. Sonst hat man wirklich das Gefühl, dass die Idee der Couchsurfing-Community Euch nicht interessiert, sondern Ihr nur eine günstige (umsonst!) Gelegenheit zum Unterkommen sucht.“ Ein Mitglied fand sowohl am zweifelhaften als auch am vertrauenswürdig eingestuften Profil Anstoß und bemängelt die Selbstbeschreibungen sowie das Fehlen eines Fotos beim zweifelhaften Profil: „Du hast kein Foto, dein Profil sagt beinahe gar nichts. Meins dafür […], dass ich nur Frauen aufnehme. Was denkst du selbst? Sind es gute Voraussetzungen um 'nen Platz zu finden, wenn man wenig über sich preisgibt und noch dazu die Profile der Mitglieder nicht liest? […] Couchsurfing folgt einem bestimmten Spirit und ist kein kostenloser Ersatz für ein Hostel o.ä.“
Die Untersuchung zeigt, dass es den Gastgebern auf eine gewisse Freizügigkeit in der Preisgabe von persönlichen Informationen ankommt. Foto, Interessen, Selbsteinschätzung, bis hin zum Bekenntnis zur Ideologie des „Gastrologie-Netzwerks“ können Voraussetzungen für
17
einen Vertrauensvorschuss seitens des Gastgebers sein, zumindest aber führt die Nutzung dieser Gimmicks dazu, dass das eigene Profil vor dem Hintergrund konkurrierender Anfragenden, die weniger intime Auskünfte geben, vertrauenswürdiger wirkt und somit die Zusage erhält.
Die Variablen Sendezeitpunkt und Inhalt der Anfrage-E-Mail brachten keine signifikanten Unterschiede hervor. Zu welchem Anlass ein Gast eine Herberge in einer fremden Stadt sucht, scheint also zweitrangig zu sein. Das kulturell interessierte Pärchen wurde 6mal, der pragmatische Azubi 8mal eingeladen. Der höhere Platz- und Zeitaufwand der zur Beherbergung des Pärchens betrieben werden muss, könnte diese Differenz erklären.
Grafik 1 (Qualität und Häufigkeit der Antworten auf die Anfragen vom vertrauenswürdigen bzw. zweifelhaften Profil)
7. Rückwirkung positiver Erfahrungen auf das Vertrauen in die Organisation
Als nächstes wollen wir uns ansehen, wie die Nutzung der Vertrauensgimmicks mit der Erfahrenheit - der Aktivität der Club-Mitglieder korreliert ist. Hierzu lassen wir uns die Hospitality-Club-Mitglieder der Stadt Jena nach der Anzahl ihrer Kommentare (Bewertungen) sortieren. Die Anzahl der Kommentare eines Mitglieds gibt uns Aufschluss über seine Erfahrenheit im Umgang mit dem Hospitality-Club. Außerdem schauen wir uns an, ob das Mitglied ein Foto von sich zur Verfügung stellt, oder nicht und stellen fest, dass jedes der 12 Mitglieder mit mehr als 4 Kommentaren ein Foto in sein Profil gestellt hat. Von den 374 inaktiven Mitgliedern jedoch nur noch 20 % ein Foto haben (siehe Grafik 2). Ein ähnliches Verhältnis lässt sich auch bei anderen vertrauensstiftenden Mitteln finden, die Erwartungen über Kompetenz, Integrität und Gesinnung erzeugen. So steigt mit wachsender Aktivität im Schnitt auch die Fülle der Persönlichkeitsbeschreibung oder die Häufigkeit der Mitglieder, die eine Übernachtung anbieten oder die ihre Identität verifiziert haben lassen.
18
Grafik 2 (Anteile der Mitglieder, die ein Foto in ihrem Profil führen - sortiert nach deren Erfahrenheit anhand der Kommentaranzahl)
Je höher die Anzahl der Kommentare eines Mitglieds, umso wahrscheinlicher ist es auch, dass das Mitglied ein Foto in seinem Profil führt. Der Korrelationskoeffizient beträgt 0,84 30 . Das mit der Erfahrenheit wachsende Fotoaufkommen lässt sich u.a. erklären, durch die Bereitschaft persönliche Informationen preiszugeben. Mitglieder, die zumeist positive Erfahrungen mit anderen Mitgliedern machen, fühlen sich auch bei der Gestaltung ihres Profils auf der Internetplattform sicherer.
Die erste Untersuchung (Punkt 6) zeigte, dass die Nutzer auf die Validität der Erwartungsinduzierenden Indikatoren vertrauen - also der Organisation an sich, um auch dem konkreten Mitglied gegenüber Vertrauen aufzubauen - es einzuschätzen.
Die zweite Untersuchung (Punkt 7) macht nun deutlich, dass auch in umgekehrter Richtung die Vertrauensbeziehungen, welche besonders von aktiven Nutzern zu anderen Mitgliedern aufgebaut wurden, eine positive Auswirkung auf das Vertrauen zur Organisation als Ganzes und somit auf die Bereitschaft private Informationen in diesem Rahmen zu veröffentlichen.
30 Bei der Gruppe der aktivsten Mitglieder wurde mit einem mittleren Wert von 7 Kommentaren gerechnet.
19
8. Schluss
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass sowohl der Hospitality-Club als auch Couchsurfing.com das Bild einer typischen Community im Zeichen des „Sozial Networking“ liefern, wie sie, belebt durch die vertrauensgestützte Interaktion ihrer Mitglieder, ein Geflecht aus sozialen Beziehungen bildet. Bei unseren Betrachtungen spielten die Vertrauensbeziehungen zwischen einem Mitglied und einem konkreten anderen Mitglied, zwischen einem Mitglied und der, hinter der Internetplattform stehenden, Organisation (der Masse der anderen Mitglieder und den Plattformbetreibern), eine Rolle. Und wir haben versucht die Wechselwirkungen zwischen diesen Ebenen der Vertrauensbeziehungen deutlich zu machen. Wir haben gesehen, wie Kontrolle durch Vertrauen ersetzt wird, auch wenn einige Gimmicks, wie z.B. der Ort des letzten Login, die Mitglieder dazu anregen könnten sich eher zu bespitzeln, als sich gegenseitig zu vertrauen. Natürlich ist neben Vertrauen auch Interesse bei der Anbahnung von Gast-Beziehungen entscheidend. Interesse, welches sich nicht allein auf die Erwartung der Rollenverbundenen Kompetenz des Gegenübers reduzieren lässt. Sicherlich fehlt jedoch oft auch einfach die Zeit, sich ein genaues Bild vom Anderen zu machen - umso besser, wenn dann schnell zugängliche Vertrauensindikatoren zur Verfügung stehen.
Tatsächlich sind die persönlichen Informationen der Mitglieder besonders bei Couchsurfing.com kaum vor dem Zugriff durch unberechtigte Dritte geschützt - und der Missbrauch solcher Daten ist nicht unattraktiv. Ob das den Mitgliedern bewusst ist oder nicht, ob eine Art diffuses Vertrauen gegenüber dem Medium Internet als Ganzes besteht und inwiefern dieses Vertrauen mit der Verbreitung des Internets zugenommen haben könnte, ist eine spannende Frage, der man u.a. mit der Beobachtung von online-Communities wie Couchsurfing.com und Hospitality-Club nachgehen kann.
20
9. Anhang
Übernachtungsanfrage 1
Hallo …
Ich und meine Freundin Stefanie/Melanie haben uns überlegt,
nächste Woche ein paar Erfahrungen im Trampen zu sammeln.
Wir wollen eine Fotoreihe über Berlin in der kalten Jahreszeit machen und das Berliner
Nachtleben kennen lernen. Wir haben vor am Freitag den 23.11. anzukommen und wollen am
Sonntagabend oder Montagfrüh wieder zurück.
Hoffentlich hast du etwas Interesse und Zeit für uns und kannst uns ein paar Tage aufnehmen.
Wir würden uns freuen bei einem „echten Berliner“ (bei dir ;-) unter zukommen.
Viele Grüße, …
Übernachtungsanfrage 2
Hallo … ,
ich möchte am übernächsten Wochenende nach Berlin, wegen einer
Ausbildung und suche momentan eine Couch zur
Übernachtung vom Samstag 24.11. zum
Sonntag 25.11.
es würde mich sehr freuen wenn du mich aufnehmen
kannst.
Dankeschön.
freundliche Grüsse
…
21
Zurückweisung 1
Hallo …
Ich hätte wirklich nicht mit so viel Zuspruch gerechnet. Ich hatte noch zwei andere Anfragen
gestellt und eine Zusage bekommen - die ich auch schon angenommen habe. Ich hoffe du bist
mir/uns nicht böse, wenn ich/wir jetzt doch bei jemand anderem bleibe/bleiben. Vielleicht
hast du nächstes Mal ja auch Zeit, dann holen wir das nach.
Viele Grüße
…
Zurückweisung 2
Hallo …
Ich hab jetzt doch schon jemand anderen gefunden. Aber danke trotzdem.
Vielleicht klappt es beim nächsten Mal.
Grüße, ...
22
„vertrauenswürdiges“ Profil:
This person is not close enough to you to
• English Intermediate
• Spanish Beginner
i also have an account at hospitality club
making Musik, fotography, cycling
23
Hallo my couch lifes in the livingroom, his
friend the Matress in the room next to
mine.
My flat is in Jena Lobeda a few kilometers
from the city center (30 min by bike, 15
min by tram - next door)
I life with two friends - no pet
My friends smoke, but only on the
balkony.
We have instruments at home, if you like
to play musik.
I also can show you the city, there are
some pubs and also concerts at the
weekend.
Contact Method: e-mail / mobile phone
24
„zweifelhaftes“ Profil:
This user doesn't have any references yet.
• German Expert
<< CouchSurf with Peter Kreiner!
Couch Available: Maybe
Preferred Gender: Any
Max Surfers Per Night: 1
Literaturverzeichnis
Brinkmann, Ulrich und Matthias Seifert: "Face to Interface": Zum Problem der Vertrauenskonstitution im Internet am Beispiel von elektronischen Auktionen. In: Zeitschrift für Soziologie, 2001 (30/1). S. 23-47
Endress, Martin: Vertrauen. Bielefeld: Transcript-Verlag, 2002
Luhmann, Niklas: Vertrauen - ein Mechanismus der Reduktion sozialer Komplexität. 3.Auflage, Stuttgart: Enke, 1989
Schmitt, Cosima: Sei mein Gast. In: Die Zeit, Campus, 29.07.2004 Nr.32; http://www.zeit.de/2004/32/Ungarn_neu
Schweer, Martin und Barbara Thies: Vertrauen - die unterschätzte Kraft. Zürich: Walter, 1999
Tönnesmann, Jens: Gut vernetzt ist halb geschafft. In: Handelsblatt, 20. August 2007; http://www.handelsblatt.com/News/Konjunktur-%d6konomie/%d6konomische-Nachrichten/_pv/doc_page/1/_p/302030/_t/ft/_b/1310908/default.aspx/gut-vernetzt-isthalb-geschafft.html
von Polier, Xenia: Ein Fall für die Couch. In: Die Zeit, Campus, 02/ 2007; http://www.zeit.de/campus/2007/02/welt-draussen-hamburgcouch
Weinzinger, Caroline (2004): „Vertrauensbildung im Internet“; Soziologisches Institut der Universität Zürich; http://socio.ch/intcom/weinz.pdf
diverse Sub-Seiten der Internet-Plattformen www.Hospitality-Club.org und www.Couchsurfing.com (zuletzt geprüft am 20.12.2007)
26
Arbeit zitieren:
Norbert Sander, 2007, Vertrauenskonstitution im Internet – Institutionalisierung von Vertrauen am Beispiel von Hospitality-Club.org und Couchsurfing.com, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Formatvorlage (Microsoft Word) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Ha...
Für MS Word 2003 - Update 2010
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 25 Seiten
Formatvorlage (OpenOffice) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Hausar...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 35 Seiten
Formatvorlage / Vorlage zur Erstellung einer Diplomarbeit, Bachelorarb...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 15 Seiten
Formatvorlage / Vorlage für eine Diplomarbeit / Hausarbeit
Für MS Word 2007 - dotx
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 25 Seiten
Anleitung zum Erstellen schriftlicher Arbeiten: Der Aufbau einer wisse...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 20 Seiten
Erstellen einer schriftlichen Hausarbeit
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Hausarbeit, 14 Seiten
Grundtechniken wissenschaftlichen Arbeitens
Bibliografieren - Reden - Schr...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Skript, 46 Seiten
Ratgeber zur Erstellung wissenschaftlicher Arbeiten. Diplomarbeiten - ...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 39 Seiten
Soziologie - Medien, Kunst, Musik: Vertrauenskonstitution im Internet – Institutionalisierung von Vertrauen am Beispiel von Hospitality-Club.org und Couchsurfing.com ist nun auf dem Buchmarkt erhältlich
Soziologie - Medien, Kunst, Musik: neuer Titel erschienen: Vertrauenskonstitution im Internet – Institutionalisierung von Vertrauen am Beispiel von Hospitality-Club.org und Couchsurfing.com
Norbert Sander hat einen neuen Text hochgeladen
You Do Not Talk about Fight Club: I Am Jack's Completely Unauthorized ...
Chuck Palahniuk, Read Mercer Schuchardt
Hotellerie-Restauration.com: Methode de Francais de L'Hotellerie Et de...
Chantal Dubois, Laurent Semichon
Der Schutz der öffentlichen Sicherheit in Next Generation Networks am ...
Zugleich eine Einordnung von I...
Stefan Arenz
Pionier-Vorteile am Beispiel der Internet-Ökonomie
Eine empirische Untersuchung v...
Stephanie Busch
Soziale Netzwerke und soziales Vertrauen in den Transformationsländern
Social Networks and Social Tru...
Klaus Roth
0 Kommentare