Im Laufe des Lebens bekommt es wohl jeder einmal zu spüren, das Gefühl der Einsamkeit und dem Sehnen nach Liebe. Dies Emotion kann lang andauernde Melancholie im Wesen hervorrufen und Gefühlsausbrüche lassen sich kaum vermeiden, genau wie im Gedicht „Die Mainacht“ von Ludwig Christoph Heinrich Hölty aus dem Jahr 1775, in dem es um eine Person geht, die vermutlich durch einen Wald oder Park spaziert und über eben diese Einsamkeit und das Gefühl der Liebe nchdenkt. Im Gedicht beschreibt das lyrische Ich, wie es während der
Nacht spaziert, allerdings mit traurigem Gemüt, und dabei jeweils ein Taubenpaar und ein Nachtigallpaar sieht, denen es zu gerne nacheifern würde. Am Ende wird deutlich, dass das lyrische Ich eine Partnerin für sein Leben sucht und das Gefühl des Alleinseins ihn bis zum Tränenausbruch führt.
Das Gedicht besteht aus vier Strophen, die sich allerdings nicht
Reimen, sie sind sogenannte asklepiadeische Odenstrophen, d.h. es sind jeweils vierzeilige Strophen, die aus zwei 12-silbigen, einer sieben-silbigen und einer acht-silbigen Verszeile bestehen. Der Name geht zurück auf den griechischen Dichter Asklepiades. Die ersten Verse machen dem Leser noch nicht deutlich, worum es in diesem Gedicht geht. Der erste Eindruck lässt nur die Annahme zu, dass es sich hierbei um ein Naturgedicht handelt. So wird dies vor allen Dingen dadurch erreicht, dass der Mond und die Nachtigall personifizert werden, da gesagt wird, dass: „..der silberne Mond durch die Gesträuche blickt“ (Z.1), „und die Nachtigall flötet“ (Z.3) Dadurch, dass die Rede vom Mond ist, kann man sich sicher sein, dass das lyrische Ich in der Nacht spaziert. Durch die genaue Beschreibung und die Personifizierungen erreicht der Autor, dass der Leser sich den Ort des Geschehens veranschaulichen kann. Doch schon hier folgt ein Hinweis, dass dies ein trauriges Gedicht ist, denn die Nacht, als etwas Dunkles, ist sonst nicht die gewöhnliche Zeit zum Spazierengehen. Daraufhin tritt das lyrische Ich zum ersten Mal auf und dem Leser wird bewusst, dass es niedergeschlagen und traurig ist, da es dies selbst wörtlich so behauptet (Z.4) Man kann vermuten, dass es in diesem Spaziergang Abwechslung sucht und etwas Zeit zum Nachdenken braucht. Durch das Verb, das benutzt wird, „wandeln“ wird zusätzlich deutlich, dass das lyrische Ich ohne Ziel umhergeht, was auch eindrücklich für die Verwirrtheit und Planlosigkeit steht. Näheres über die Lage in der sich dieses befindet, erfährt man in der zweiten Strophe des Gedichtes. In dieser lobt das lyrische Ich die „flötende Nachtigall“, weil sie mit ihrem Weibchen in einem Nest wohnt. Dieses Lob drückt
Arbeit zitieren:
Felix Wiebrecht, 2010, Ludwig Chrsitoph Heinrich Hölty - "Die Mainacht" - Interpretation, München, GRIN Verlag GmbH
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