Inhaltsverzeichnis
I. Abbildungsverzeichnis
II. Tabellenverzeichnis
1. Einleitung 1
2. Begriffe 2
2.1 Gesundheit 2
2.2 Salutogenesemodell 4
2.3 Gesundheitsförderung und Krankheitsprävention 6
3. Jugend und Gesundheit 8
3.1 Lebensphase Jugendalter 8
3.2 Gesundheitsverhalten Jugendlicher 9
4. Einfluss des Sozialen Status auf die Gesundheit 12
4.1 Lernbehinderung und Sozialer Status 12
4.2 Gesundheit und Sozialer Status 14
4.3 Sozialer Status und Gesundheitsverhalten 16
5. Gesundheitsbezogene Maßnahmen im BLH 19
5.1 Gesundheitsberatung in Gruppenstunden 19
5.2 Entspannung 20
5.3 Freizeit- und Gesundheitssport 21
6. Projekt Gesundheitstag als Instrument der Gesundheitsförderung
und zur Unterstützung der allgemeinen Maßnahmen 22
6.1 Hintergrund und Ziele 22
6.2 Begründung der Themenwahl und Tendenzen 23
6.3 Die Arbeit mit den Jugendlichen im Internat an den Projekten für den
f ür den Gesundheitstag 26
6.3.1 Pädagogischer Hintergrund und Zielstellung 26
6.3.2. Vorstellung der Projekte 28
7. Fazit 34
III. Literaturverzeichnis
IV. Anlagenverzeichnis
I. Abbildungsverzeichnis
Abb. 1: Wirkgrößen der Beeinflussung individueller Gesundheit
Abb. 2: Das Salutogenesemodell
Abb 3: Gesundheitsförderung und Prävention: Strategien und Methoden
1. Einleitung
Gesundheit ist ein wichtiges Thema in unserer Gesellschaft geworden. Durch schwierig gewordene Aufwachsbedingungen in der modernen Gesellschaft, ist besonders die Jugend vielen Gesundheitsrisiken ausgesetzt. Lange Zeit wurde dem Thema Jugendgesundheit wenig Beachtung geschenkt, da Jugend immer mit Gesundheit assoziiert wurde. In den letzten Jahren hat sich jedoch gezeigt, dass diese Formel nicht mehr gilt. Maßnahmen der Prävention und Gesundheitsförderung sind daher zunehmend wichtiger geworden.
Das Bildungszentrum für Land- und Hauswirtschaft (BLH), Bad Dürrenberg, führt jedes Jahr einen Gesundheitstag durch. Die Einrichtung wurde 1990 gegründet und ist ein gemeinnütziger Träger der freien Jungendhilfe. Das BLH versteht sich als soziales Dienstleistungsunternehmen und wurde für Jugendliche aufgebaut, die hier ihre Erstausbildung erhalten, oder sich auf eine solche vorbereiten. Unsere Zielgruppe sind Lernbeeinträchtigte und benachteiligte Jugendliche und junge Erwachsene. Unter Berücksichtigung der örtlichen Gegebenheiten, sowie die Art und Schwere der Behinderung können auch körperbehinderte Jugendliche ausgebildet werden. Im Rahmen meiner Praxisphase werde ich mich mit den Vorbereitungen für den Gesundheitstag 2011 beschäftigen. Dies werde ich anhand dieser Praxisarbeit aufzeigen. Zunächst werde ich auf die Begriffe Gesundheit, Gesundheitsförderung und Krankheitsprävention eingehen. Anschließend folgt eine Auseinandersetzung mit dem Thema Jugend und Gesundheit. In diesem Zusammenhang wird auf die Lebensphase des Jugendalters und auch auf das Gesundheitsverhalten von Jugendlichen eingegangen. Danach wird die These, dass der soziale Status Einfluss auf die Gesundheit hat, genauer untersucht. Hier werden Zahlen und Fakten angebracht, die diese These bestätigen. Im fünften Gliederungspunkt wird geschildert, wie wir im BLH dem Thema Gesundheit begegnen. Es folgen Ausführungen über verschiedene Maßnahmen, die wir zur
Gesundheitsförderung und Prävention umsetzen. Schlussendlich wird der Gesundheitstag im Bildungszentrum für Land- und Hauswirtschaft e.V. vorgestellt. Hier wird der Schwerpunkt auf den Hintergrund, die Zielstellung, auf einen Teil der Organisation und dessen pädagogischen Hintergrund, gelegt. Abschließend folgt eine kurze Zusammenfassung des Themas Gesundheit und Gesundheitsförderung sowie ein Fazit dessen.
1
2. Begriffe
2.1 Gesundheit
Definition von Gesundheit nach der WHO 1946:
„Gesundheit ist ein Zustand des völligen körperlichen, seelisch-geistigen und sozialen Wohlbefindens und nicht nur das Freisein von Krankheit und Gebrechen“ (Mathe 2003, S.87).
Zu dieser Definition der WHO gibt es jedoch einige Kritikpunkte:
- Eine zu einseitige, subjektive Sichtweise von Gesundheit und Krankheit
- Eine unrealistische Zielvorstellung des „völligen Wohlbefindens“
- Ungenauigkeiten in der Mehrdimensionalität der Bestimmung von Gesundheit und Krankheit
- Zu statisches Denken in den beiden Extrempolen der Zustände Gesundheit und Krankheit
Die Definition, ist trotz nochmaliger Überarbeitung, für die wissenschaftliche Arbeit nicht mehr aktuell (vgl. Hurrelmann 2006 S.118f). Hurrelmann (2006) definierte Gesundheit wie folgt: „Gesundheit bezeichnet den Zustand des Wohlbefindens einer Person, der gegeben ist, wenn diese Person sich körperlich, psychisch und sozial in Einklang mit den jeweils gegebenen inneren und äußeren Lebensbedingungen befindet. Gesundheit ist nach diesem Verständnis ein angenehmes und durchaus nicht selbstverständliches
Gleichgewichtsstadium von Risiko- und Schutzfaktoren, das zu jedem lebensgeschichtlichen Zeitpunkt immer erneut her gestellt [sic] werden muss. Gelingt das Gleichgewicht, dann kann dem Leben Freude und Sinn abgewonnen werden, ist eine produktive Entfaltung der eigenen Kompetenzen und Leistungspotentiale möglich und steigt die Bereitschaft, sich gesellschaftlich zu integrieren und engagieren“ (Hurrelmann 2006, S.7).
Es gibt mehrere Wirkgrößen, die die Gesundheit eines Menschen beeinflussen. Deswegen muss auch die Definition von Gesundheit die
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Mehrperspektivität berücksichtigen. Einseitige und idealisierte
Vorstellungen von Gesundheit und daraus resultierende Definitionen, sind längst überholt.
Die folgende Abbildung soll noch einmal die Vielzahl der Wirkgrößen veranschaulichen, die die Gesundheit beeinflussen.
Abb.1: Wirkgrößen der Beeinflussung individueller Gesundheit
(Quelle: Mathe 2003, S.88)
3
2.2 Salutogenesemodell
Der Soziologe Antonovsky hat eine Theorie von Gesundheit und Krankheit vorgelegt, die er Salutogenese bezeichnet. Salutogenese heißt übersetzt soviel wie „Gesundheitsentstehung“ oder „Gesundheitsdynamik“. Die zentrale Frage dieses Modells ist, warum Menschen trotz einer Vielzahl von gefährdenden und belastenden Faktoren gesund bleiben und die Störungen ihrer Gesundheit ausgleichen können. Die Salutogenese bildet mit dieser zentralen Fragestellung das Gegenstück zur Pathogenese, in der sich mit der Entstehung von Krankheiten befasst wird.
Abb. 2: Das Salutogenesemodell
(Quelle: Hurrelmann 2006, S. 125)
Wie in der Abbildung zu sehen ist bilden die Stressoren, im psychosozialen, physischen und biochemischen Bereich, den
Ausgangspunkt. Sie sind eine Herausforderung der körperlichen, psychischen und sozialen Bewältigungskapazitäten. Ihnen entgegen treten die Widerstandsressourcen.
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Arbeit zitieren:
M Z, 2011, Der Gesundheitstag im Bildungszentrum für Land- und Hauswirtschaft Bad Dürrenberg e.V. als Instrument der Gesundheitsförderung, München, GRIN Verlag GmbH
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