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Inhaltsverzeichnis
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1 Grundlagen des Projekts 3
1.1 Aufgaben und Ziele 3
1.2 Theoretischer Hintergrund 4
2 Bearbeitung und Einführung des Expertenstandards „Pflege von 6
Menschen mit chronischen Wunden“
2.1 Der Expertenstandard 6
2.2 Die Projektgruppe 6
2.3 Die Erarbeitung 7
2.3.1 Analyse des Expertenstandards 10
2.3.2 Vorliegende interne Pflegestandards 11
2.3.3 Bearbeitung des Expertenstandards 11
2.3.4 Evaluation der Bearbeitung 12
2.4 Die Einführung 14
2.4.1 Erste interne Fortbildung 14
2.4.2 Zweite interne Fortbildung 15
2.4.3 Einführung und Projektende 16
3 Zusammenfassung und Fazit 17
Literaturverzeichnis 19
Gesetzesverzeichnis 20
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1 Grundlagen des Projekts
1.1 Aufgaben und Ziele
Die Pflege von Menschen mit chronischen Wunden ist in der Kranken- und Altenpflege trotz der Entwicklung und Anwendung vielfältiger prophylaktischer Maßnahmen weiterhin ein wichtiges und aktuelles Thema und stellt ein bedeutsames Feld pflegerischen Handelns dar. In Deutschland leiden nach Schätzungen von Fachleuten weiterhin drei bis vier Millionen Menschen an chronischen Wunden. Die drei häufigsten Arten sind der Dekubitus, das Diabetische Fußsyndrom und das gefäßbedingte Ulcus cruris. Als chronisch gelten Wunden, wenn nach vier bis zwölf Wochen - je nach Wundart - trotz adäquater Therapie keine Heilungstendenz erkennbar ist (vgl. DEUTSCHES NETZWERK FÜR QUALITÄTSENTWICKLUNG IN DER PFLEGE 2009, S. 26). Im Zusammenhang mit der Versorgung dieser chronischen Wunden fallen in Deutschland jährlich Kosten in Höhe von 2,15 bis 3,25 Milliarden Euro an (vgl. DEUTSCHES NETZWERK FÜR QUALITÄTSENTWICKLUNG IN DER PFLEGE, S. 57). Um die Versorgung von Menschen mit chronischen Wunden effektiv und effizient durchführen zu können, sind einheitliche und anerkannte Leitlinien bzw. Standards notwendig. Aus diesem Grund hat das Deutsche Netzwerk für Qualitätsentwicklung in der Pflege (DNQP) den Expertenstandard „Pflege von Menschen mit chronischen Wunden“ entwickelt.
Auch der Gesetzgeber verlangt im neuen § 113a SGB XI die Umsetzung und Anwendung von nationalen pflegerischen Expertenstandards durch die stationären und ambulanten Pflegeeinrichtungen. Diese Forderung bezieht sich zwar explizit nur auf die nach den Vorgaben des § 113a SGB XI zukünftig zu entwickelnden Expertenstandards. Jedoch wird auch heute schon bei den regelmäßigen Qualitätsprüfungen von Pflegeeinrichtungen nach §§ 114 ff. SGB XI durch den Medizinischen Dienst der Krankenversicherung (MDK) geprüft, ob die bereits durch das DNQP entwickelten Expertenstandards im Qualitätsmanagement der Einrichtung implementiert sind und auch angewendet werden.
Das Ziel des nachfolgend beschriebenen Projekts war es, den Expertenstandard „Pflege von Menschen mit chronischen Wunden“ in einem Altenwohn- und
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Pflegeheim in einer bearbeiteten, auf die Einrichtung angepassten Version einzuführen, um diesen gesetzlichen Bestimmungen nachzukommen und um den Umgang mit chronischen Wunden innerhalb der Einrichtung zu verbessern und auf eine einheitliche Grundlage zu stellen. Zum Zeitpunkt des Projekts litten in der Pflegeeinrichtung zwei von insgesamt 51 Bewohner/-innen an chronischen Wunden der erwähnten verschiedenen Wundarten. Somit war eine, wenn auch geringe, direkte praktische Anwendungsmöglichkeit des neuen Standards gegeben.
1.2 Theoretischer Hintergrund
Die geplante Bearbeitung und Einführung des Expertenstandards „Pflege von Menschen mit chronischen Wunden“ fiel zeitlich mit der ebenfalls geplanten Bearbeitung und Einführung der weiteren bislang bestehenden
Expertenstandards zusammen. Diese wurden zumeist von einzelnen Pflegefachkräften bearbeitet, die das Ergebnis dann im Rahmen von internen Fortbildungsveranstaltungen präsentieren sollten. Es zeigte sich, dass diese Aufgabe für die beteiligten Pflegefachkräfte schwierig zu erfüllen war; mehrfach mussten Fortbildungstermine verschoben werden, da die jeweiligen Pflegefachkräfte es nicht geschafft hatten, „ihre“ Standards rechtzeitig zu bearbeiten.
Da das Problem nach Meinung der Pflegefachkräfte an der Herangehensweise und der fehlenden Austauschmöglichkeit mit Kollegen lag, machte ich den Vorschlag, versuchsweise den Expertenstandard „Pflege von Menschen mit chronischen Wunden“ im Rahmen meines Pflegemanagement-Studiums als Projekt einzuführen. Die Heimleiterin und der Pflegedienstleiter waren damit einverstanden und bereit mich bei meinem Vorhaben zu unterstützen, allerdings unter der Voraussetzung eines möglichst geringen Ressourceneinsatzes. Somit stand ich nun erstmals vor der Aufgabe, ein Projekt vorzubereiten. Doch was ist überhaupt ein Projekt? Nach Hobbs spricht man von einem Projekt, „wenn damit ein definiertes Ziel, Ressourcen (Mitarbeiter und meist auch andere Ressourcen) und ein Zeitplan verbunden sind“ (HOBBS 2002, S. 8). Boy u.a. machen zusätzlich folgende Merkmale von Projekten aus: Risiko und eine gewisse Einmaligkeit, zeitliche Befristung, verschiedenartige Teilaufgaben,
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begrenzter Ressourceneinsatz, abgestimmte Organisation (vgl. BOY u.a. 2003, S. 20).
Mit diesen grundsätzlichen Definitionen im Hinterkopf war zunächst zu klären, ob das Thema überhaupt als Projekt zu bearbeiten sein würde. Um dies herauszufinden, führte ich zunächst für mich eine Vorstudie durch. In der Vorstudie wird vorab geprüft, ob es eigentlich Bedarf für ein Projekt gibt. Rahmen und Kontext sowie die Erwartungen werden untersucht und die Machbarkeit und der Ressourcenbedarf überprüft (vgl. WAGNER o.J.a, S.36 ff.). Das Ergebnis der Vorstudie war - aus den bereits erwähnten Gründen - positiv, damit konnte ich mit der weiteren Vorplanung beginnen. Unter anderen war nun die Größe und Zusammensetzung der Projektgruppe zu überlegen. Da weder große personelle noch zeitliche Ressourcen gebunden werden konnten, sollte die Projektgruppe eine Größe von drei bis fünf Mitgliedern haben. Die zentrale Frage war natürlich die des weiteren Vorgehens und der anzuwendenden Methoden. Welche Methoden würden für ein Projekt dieser Größenordnung sinnvoll und anwendbar sein? Und wie soll der Ablauf des Projekts strukturiert sein? Ich entschied mich, nach BOY u.a. das Projekt in vier Phasen zu strukturieren:
- Definition,
- Planung,
- Realisierung und
- Abschluss (vgl. BOY u.a. 2003, S. 33).
Hierdurch sollte eine systematische Vorgehensweise möglich werden, die sich quasi als „roter Faden“ durch die Projektarbeit ziehen sollte. Mit der Phase der Definition hatte ich mit der Vorstudie ja bereits begonnen. In der Definitionsphase sollen die Durchführbarkeit und Wirtschaftlichkeit geprüft und die Ziele geklärt werden (vgl. BOY u.a. 2003, S. 35). Den nächsten Schritt innerhalb der Definitionsphase sollte daher nun der Projektauftrag darstellen; hierauf werde ich weiter unter 2.3 eingehen. Zuvor möchte ich einen kurzen Überblick über den Gegenstand des Projekts, den Expertenstandard „Pflege von Menschen mit chronischen Wunden“, geben.
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2 Bearbeitung und Einführung des Expertenstandards
„Pflege von Menschen mit chronischen Wunden“
2.1 Der Expertenstandard
Der Expertenstandard „Pflege von Menschen mit chronischen Wunden“ wurde von einer 14-köpfigen Expertenarbeitsgruppe des DNQP von Juni 2006 an erarbeitet und nach Konsentierung und Implementierung in Modelleinrichtungen im März 2008 vorläufig veröffentlicht (vgl. DEUTSCHES NETZWERK FÜR QUALITÄTSENTWICKLUNG IN DER PFLEGE 2009, S. 29). Die abschließende Veröffentlichung, die zur Arbeit an diesem Projekt verwendet wurde, datiert von Juni 2009.
Der Expertenstandard hat das Ziel, dass Menschen mit chronischen Wunden eine Versorgung erhalten, „die ihre Lebensqualität fördert, die Wundheilung unterstützt und Rezidivbildung von Wunden vermeidet“ (DEUTSCHES NETZWERK FÜR QUALITÄTSENTWICKLUNG IN DER PFLEGE 2009, S.29). Hierzu wurde mit dem Expertenstandard eine Leitlinie geschaffen, die allgemeine Grundlagen zum Ablauf der Versorgung von chronischen Wunden liefern soll, aufgegliedert in aufeinander aufbauenden Struktur-, Prozess- und Ergebniskriterien (vgl. DEUTSCHES NETZWERK FÜR QUALITÄTSENTWICKLUNG IN DER PFLEGE 2009, S. 29). Hierbei soll der Expertenstandard keine Therapieempfehlung für den Einzelfall sein, sondern vielmehr darstellen, wie die Pflege von Menschen mit chronischen Wunden koordiniert ablaufen soll.
Besonderes Augenmerk wird hier auf die koordinierte Zusammenarbeit der verschiedenen Berufsgruppen gelegt, die an der Wundversorgung beteiligt sind, so v.a. Pflegepersonal, Ärzte, interne und externe Fachexperten und natürlich die von chronischen Wunden betroffenen Patienten selbst (vgl. DEUTSCHES NETZWERK FÜR QUALITÄTSENTWICKLUNG IN DER PFLEGE 2009, S. 26).
2.2 Die Projektgruppe
Die Projektgruppe sollte wie erwähnt aus drei bis fünf Mitgliedern bestehen. Da die Versorgung von chronischen Wunden gemäß dem Expertenstandard und
Arbeit zitieren:
Benjamin Böhme, 2010, Bearbeitung und Einführung des Expertenstandards „Pflege von Menschen mit chronischen Wunden“ in einem Altenwohn- und Pflegeheim, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
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