Vom Taylorismus zu einer humaneren Arbeitswelt
Schriftliche Hausarbeit zu dem Fernkurs: 03131 Geschichte der Arbeit
angefertigt im Hauptfach: Soziologie
Von Jasmin Eberhart
Themenstellung am 12.11.2001
Vorgelegt am 22.12.2001
Inhaltsverzeichnis
Einleitung ... 1
1. Grundsätze des Taylorismus ... 1
1.1. Produktivkraftsteigerung ... 2
1.1.1. Roheisenverladung als Beispiel ... 2
1.2. Sozialintegration ... 3
1.3. Herrschaftssicherung ... 3
2. Rationalisierungen zum Zweck der Produktionssteigerung ... 4
3. Die sich daraus ergebende Rationalisierungsdebatte der Gewerkschaften (1908-1933) ... 5
4. Humanisierungsprozesse der Arbeitswelt ... 6
4.1. Theoretische Ansätze ... 6
4.1.1. Dynamische Motivationstheorie nach MASLOW ... 7
4.1.2. Zwei-Faktoren-Theorie nach Herzberg ... 7
4.1.3. Theorie nach FRIEDMANN ... 7
4.2. Human-Factor- und Human-Relations-Bewegung ... 8
4.2.1. Human Factor- Bewegung ... 8
4.2.2. Human-Relations-Bewegung ... 9
4.3. neue Organisationsformen ... 10
4.3.1. Job rotation ... 10
4.3.2. Job enlargement ... 11
4.3.3. Job enrichment ... 11
4.3.4. Teilautonome Arbeitsgruppen ... 11
5. Probleme im Zusammenhang mit diesem Wandlungsprozeß ... 12
5.1. Zusammenfassung ... 12
6. Literaturangaben ... 14
Einleitung
Der Taylorismus hat seine Wurzeln zu F.W. Taylor´s Lebzeiten, also Ende des 18., Anfang des 19. Jahrhundert. Da es sich um ein wichtiges System in der Geschichte der Arbeit handelt, soll es zu Beginn Gegenstand der Hausarbeit sein. Zunächst werden die Grundsätze des Taylorismus, Produktivkraftsteigerung mit dem Beispiel Roheisenverladung, Sozialintegration und Herrschaftssicherung, behandelt. Da der Taylorismus Rationalisierungen als wichtigen Faktor einschließt, ist diese Maßnahme und die sich daraus ergebende Debatte der Gewerkschaften schwer außer acht zu lassen. Ende der 20er Jahre setzten dann Humanisierungsprozesse in der Arbeitswelt ein, die u.a. anhand von theoretischen Ansätzen, der Human-Factor- und Human-Relations-Bewegung und den neuen Organisationsformen näher erklärt werden. Um deutlich zu machen, daß der Übergang vom Taylorismus zur humaneren Arbeitswelt auch Probleme sowohl für die Organisationen, wie auch die Individuen mit sich bringt, werden diese anschließend näher erläutert. Zum Schluß werden die gewonnenen Erkenntnisse noch einmal kurz zusammengefasst, um ein Resümee aus den ganzen Arbeitsgeschichtlichen Verlauf diesbezüglich zu erhalten.
1. Grundsätze des Taylorismus
" Das >>Taylor-System<< in seiner Ganzheit stellt den Versuch einer systematischen und wissenschaftlichen Betriebsorganisation dar, auf das sich heutige Managementtheorien und Systeme der Betriebswirtschaftslehre in vielem noch stützen." (Walter Volpert in F.W. Taylors, "Die Grundsätze wissenschaftlicher Betriebsführung". (1977),SXI).
Ziel ist es, die Arbeitsleistung ohne wesentliche Steigerung der Belastung für den Arbeiter zu erhöhen.
Dabei setzt Taylor auf zwei Prinzipien wissenschaftl. Betriebsführung. Zum einen , daß Management und Arbeiter sich um Harmonie untereinander bemühen, und zum anderen, daß "das Vertrauen beider Seiten auf eine neue Wissenschaft, welche die Erfordernisse und Bedingungen der Arbeitstätigkeit unparteiisch und unzweifelbar festlegt" (Walter Volpert in F.W.Taylors "Die Grundsätze wissenschaftlicher Betriebsführung"(1977), SXII). Um allerdings die volle Arbeitskraft des Einzelnen zu erhalten, muß ihm im System Taylor´s ein Ansporn gegeben werden; höherer Lohn. Der Vorteil hierbei ist, daß der Arbeiter den Kopf frei hat für die Ausführung der Tätigkeit.
Mit der Verwirklichung des Taylorismus oder ähnlichen Auffassungen wurde um 1900 die zweite industrielle Revolution in Amerika und Europa ausgelöst. Beim ersten Grundsatz handelt es sich um die Produktivkraftsteigerung.
1.1. Produktivkraftsteigerung
Diese soll erreicht werden durch Auswahl der Arbeiter nach physischer und psychologischer Eignung, also "Der beste Mann am besten Platz". Taylor legte jede Arbeitstätigkeit in Bezug auf die Bewegungsfolge und des Zeitbedarfs anhand von Bewegungs- und Zeitstudien fest.
"Auf Grund eines wissenschaftlichen Studiums wählen sie die passendsten Leute aus, schulen sie, lehren sie und bilden sie weiter, anstatt, wie früher, den Arbeitern selbst die Wahl ihrer Tätigkeit und ihre Weiterbildung zu überlassen."(F.W.Taylor, " Die Grundsätze wissenschaftlicher Betriebsführung",1977,S38)
Grund für die bereits erwähnten Bewegungs- und, Zeitstudien war, daß Taylor eine Leistungssteigerung erreichen wollte, ohne dem Arbeiter körperlichen Schaden zuzufügen, erreichen wollte. Nachteil ist, daß die Arbeit auf eine stereotype Folge von Bewegungen reduziert wird und der Mensch, der diese ausführt, keine Entscheidungsfreiheit mehr besitzt. Ein Beispiel zur Veranschaulichung aller Grundsätze ist das Roheisenverladen.
[...]
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Jasmin Günther, 2001, Vom Taylorismus zu einer humaneren Arbeitswelt, Munich, GRIN Publishing GmbH
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