Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung (gemeinsam) 3
2. Definition (gemeinsam) 3
3. Die Vorgeschichte des Rassismus (Schöttke) 4
4. Entstehung von Vorurteilen (Schmidt) 5
5. Ursachen rassistischen Denkens bei jugendlichen Schülern
(Schöttke) 6
6. Umgang mit Fremdenfeindlichkeit und Rassismus (Schmidt) 8
7. Wichtigkeit der Schulinitiative (gemeinsam) 9
8. Lebenswelt verstehen (Schöttke) 11
8.1.Offene Botschaften 11
8.2.Verdeckte Botschaften 11
9. Symbole, Codes, Bekleidungsmarken (Schmidt) 12
9.1. Symbole 13
9.2 Codes (Schöttke) 15
9.3 Bekleidungsmarken (gemeinsam) 16
10. Zusammenfassung und Fazit (gemeinsam) 17
Literaturverzeichnis 18
Anhang 20
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1. Einleitung (gemeinsam)
Rassismus ist kein Problem der Jugend, sondern ein gesellschaftliches. Trotzdem ist das Augenmerk für den Lehrer auf die Jugendlichen zu werfen, da sie in der Schule und zu gesellschaftlich handelnden Subjekten heranwachsen und
ausgebildet werden. Jugendliche sind die Erwachsenen von morgen und der Lehrer hat auf ihre Entwicklung erheblichen Einfluss. Im Folgenden wird der Begriff Rassismus definiert, um erkennbar zu machen, was der Begriff genau bedeutet. Es wird kurz auf die Vorgeschichte des Rassismus eingegangen. Dies soll verdeutlichen, dass Rassismus kein deutsches, sondern ein globales Problem ist. Darauf hin wird die Entstehung von Vorurteilen, die Ursachen des rassistischen Denkens und der Umgang damit, sowie die Wichtigkeit der Schulinitiative beleuchtet. Im Weitern folgt eine Aufklärung über die Lebenswelt rassistischer Gruppen und deren bevorzugte Symbole, Codes und Bekleidungsmarken. Zuletzt fasst ein Fazit den Text zusammen.
2. Definition (gemeinsam)
Rassismus: „[…] 1 Rassenhass 2 Unterdrückung von Menschen anderer Rasse“ (Wahring-Burfeind, 2007, S. 842).
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Rasse: „[…] 1 Gesamtheit der Angehörigen einer Art, die sich durch bestimmte erhebliche Merkmale voneinander unterscheiden, mit Angehörigen anderer Rassen dieser Art aber fruchtbare Nachkommen zeugen können; […] 2 durch Züchtung ausgewählte Angehörige einer Art mit vom Menschen besonders geschätzten erblichen Eigenschaften, […]“(Wahring-Burfeind, 2007, S. 842).
3. Die Vorgeschichte des Rassismus (Schöttke)
In der Vorgeschichte des Rassismus bis 1492 n. Chr. dominiert die Entwicklung des jüdischen Volkes, welches später Hauptopfer des Rassismus wurde. Die Geschichte des Rassismus wurde in der Bibel besonders früh aufgezeichnet und erlangte so eine weitläufige Verbreitung über die Erde. Eine Historische Dimension jüdischer Existenz wird somit unentbehrlich für das Verständnis der Entwicklung bis zum Holocaust.
Ebenso zur Vorgeschichte des Rassismus gehören das indische Kastenwesen, der kulturelle Überlegenheitskomplex der Griechen und Chinesen, sowie der apokalyptisch - chiliastische Dualismus. Überall und zu allen Zeiten gingen Verachtungen Höherentwickler gegenüber Niedrigstehenden oder Ungläubiger gegenüber Gläubigen oder Ausbeutung Unterworfener dem euramerikanischen Rassismus voraus. Erst der Rassismus der Neuzeit bündelte sie theoretisch zu ganzen Gedankensystemen. (vgl. Geiss, 1988, S.48-49)
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4. Entstehung von Vorurteilen (Schmidt)
Die Gesellschaft definiert Attribute, die beim „Normalmensch“ zu erwarten sind. Bei einer Abweichung tritt eine Diskrepanz auf. Vorurteil oder Stigmatisierung ist somit die negative Wahrnehmung von Menschen in Bezug auf die Unterscheidung des eigenen Individuums. Ein Vorurteil kann Persönlichkeitsmerkmale
überschatten und zum Ausgangspunkt sämtlicher Bewertungen gemacht werden. So wird einem an AIDS erkranktem Erzieher nicht das Kind in Obhut gegeben, obwohl dieser beste Präferenzen besitzt. Ein Vorurteil kann somit zur Ausgrenzung eines Individuums führen.
Es gibt verschiedene Arten von Stigmatisierungen. 1. Körperliche Deformitäten bei chronischen Erkrankungen: Das äußere Erscheinungsbild ist im Vergleich zum
„Normalmensch“ verändert, Motorische Funktionen sind eingeschränkt oder nicht vorhanden.
2. Charakterfehler z.B. AIDS, Alkoholiker: Der „Normalmensch“ ist der Meinung, dass sie Erkrankung vermeidbar ist. 3. Psychogenetisch: Eine Gruppe gilt als unzulänglich im Vergleich zu sozialen Normen, beispielsweise psychisch kranke oder behinderte Menschen, sowie Menschen anderer Herkunft oder Religionsangehörigkeit.
Eine Stigmatisierung ist meistens nicht mehr rückgängig zu machen. Hier sind neutrale Ansprechpartner gefordert, die auch Informationsmaterial verteilen. Das sind die so genannten Führsprecher der Stigmatisierten. Sie vertreten auch in der Öffentlichkeit deren Interessen. Auch auf der politischen Ebene.
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Weiterhin gibt es Interventionsprogramme für jüngere Kinder, damit diese keine stigmatisierenden Einstellungen entwickeln. Optimale kontaktbringende Umgebungen für Kinder bieten Schulprojekte, Pfadfindergruppen und kirchliche Jugendzentren. Bei Gruppendiskussionen können sie sich und die verschiedenen Kulturen näher kennenlernen. Auf politischer Ebene bieten Gesetzte den Rahmen
stigmatisierungsgefährdete Menschen zu schützen. Beispielsweise wird Religionsfreiheit gewährleistet.
5. Ursachen rassistischen Denkens bei
jugendlichen Schülern (Schöttke)
Die unteren Bildungsniveaus der Schulbildung erweisen sich als anfälliger für fremdenfeindliche Haltungen als Angehörige einer höheren Schulbildung. Diese fördert die Distanzierungs-, Differenzierungs- und Reflexionsfähigkeit, welche zu einem besseren Verständnis demokratischer Werte und Strukturen führt. Schüler, die höhere Schulbildungen erfahren, kommen meist aus höheren sozialen Schichten, wohingegen gewaltbereite Schüler meist zu den leistungsschwachen Schülern gehören. Grundsätzlich ist Rassismus jedoch kein Unterrichtsproblem, sondern ein allgemeines Schichtenproblem. Die Ursachen beim Einstieg ins Berufsleben in höheren Schichten sind weniger Konkurrenzerfahrungen und Selbstverwirklichung als das Fehlen von inhaltlich-sachlichen Bezügen (Arbeit zum Geldverdienen) und Kosten-Nutzen-Denken (Arbeiten statt staatliche Unterstützung).
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Weiterhin spielt die Ausprägung der Persönlichkeit eine wichtige Rolle für die Bildung rassistischer Denkmuster. Verschiedene Untersuchungen belegten, dass Mädchen weniger Vorurteile und Abwehrhaltungen gegenüber Ausländern und Andersgläubigen haben. Ebenso lehnen sie rassistisch motivierte Gewalt eher ab.
Als Grund wird die Empathiefähigkeit genannt, welche begründet, dass Mädchen mit benachteiligten Gruppen eher solidarisieren würden. Bei Jungen wurden zwischen Männlichkeitsdenken,
Fremdenfeindlichkeit und Gewaltakzeptanz Zusammenhänge nachgewiesen.
Weiterhin belegten verschiedene Untersuchungen, dass Jugendliche in einem multikulturellen Umfeld positiver mit Heterogenität umgehen.
Diese verschiedenen Ursachen zeigen, wie viele Faktoren eine Rolle spielen, um rassistische Einstellungen zu begünstigen und weiter zu bestärken oder zu vermeiden. (vgl. Eser-Davolio, 2008, S.1) Das Fehlen der multikulturellen Umgebung vor allem in den neuen Bundesländern, könnte nach Ansicht der Autoren, ein Grund für die dort sehr hohe Anzahl Rechtsextremer, nicht nur Jugendlicher, sondern auch Erwachsener, sein.
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Arbeit zitieren:
Bachelor Bettina Schmidt, Jennifer Schöttke, 2009, Rassismus - Entstehung von Vorurteilen, München, GRIN Verlag GmbH
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