Diese Arbeit untersucht speziell für das Berufsbild des Übersetzers die Nutzungsmöglichkeiten, die durch das relativ neue Medium Internet zugänglich gemacht werden und die für den Übersetzer/die Übersetzerin (im folgenden nur noch als ,,der Übersetzer" bezeichnet) bei der täglichen Arbeit eine große Hilfe darstellen können.
Zunächst wird in Kapitel 1 kurz die Geschichte des Internet vorgestellt, danach die technischen Voraussetzungen für die Arbeit mit dem Internet, welche für eine befriedigende und erfolgreiche Arbeit erfüllt werden müssen.
Im Anschluß daran im zweiten Kapitel erfolgt eine Beschreibung der verschiedenen Internetdienste, die für die Arbeit des Übersetzers von Bedeutung sein können.
Das dritte Kapitel stellt detaillierte Ansätze zu konkreten Nutzungsmöglichkeiten des Internet vor allem im Hinblick auf die Suche nach Terminologie, Paralleltexten und Hintergrundwissen für Übersetzer vor.
Das vierte Kapitel dient der Vorstellung der Internetseite der Fachrichtung 4.6, welche als ,,Einstiegsseite" für Übersetzer und Dolmetscher bezeichnet werden kann und viele nützliche Informationen liefert.
Kapitel 5 beinhaltet ein praktisches Beispiel dafür, wie und mit welchen Mitteln das Internet bei der Erstellung einer Übersetzung - hier die Übersetzung einer EU-Richtlinie (Englisch-Deutsch) - genutzt werden kann.
Das sechste und letzte Kapitel bezieht sich auf weitere Nutzungsmöglichkeiten des Internet und seiner Dienste wie beispielsweise die Stellensuche und der eigene Auftritt im WWW und bietet einen kurzen Ausblick auf weitere Entwicklungen.
Inhaltsverzeichnis
1. Eine Einführung in die geschichtlichen und technischen Hintergründe
1.1. Kurzer Überblick über die Geschichte des Internet
1.2. Technische Voraussetzungen
1.2.1. Voraussetzungen für die Arbeit mit dem Internet
1.2.1.1. Der Computer
1.2.1.2. Das Modem/die ISDN-Karte
1.2.2. Der praktische Nutzen für den Übersetzer
2. Die verschiedenen Internet- Dienste
2.1. Das World Wide Web, WWW
2.1.1. Was das WWW zu bieten hat
2.2. Electronic Mail, E- Mail
2.2.1. Zweck und Nutzbarkeit für den Übersetzer
2.2.2. Mailinglisten
2.2.2.1. Die Suche nach bestimmten Mailinglisten
2.2.2.2. Interessante Mailinglisten für Übersetzer
2.2.2.3. Der Nutzen für den Übersetzer
2.3. FTP, File Transfer Protocol
2.3.1. Wie FTP arbeitet
2.3.2. Bedeutung und Nutzen für den Übersetzer
2.4. Usenet /Newsgroups
2.4.1. Kurze Geschichte des Usenet
2.4.2. Wie das Usenet funktioniert
2.4.2.1. Rubriken für Newsgroups
2.4.3. Interessante Newsgroups für Übersetzer
2.4.3.1. sci.lang.translation/sci.lang.marketplace
2.4.4. Der direkte Nutzen für den Übersetzer
2.5. Telnet
3. Wie der Übersetzer das WWW auf der Suche nach Informationen für sich nutzen kann
3.1. Wie findet man seinen Weg durch das WWW?
3.1.1. Der Benutzer
3.1.2. Auf der Suche nach Informationen
3.1.2.1. Kataloge
3.1.2.2. Indizes
3.1.2.3. Metasuchmaschinen
3.1.2.4. Boolesche Suchoperatoren
3.1.2.4.1. Beispiele für die Verwendung Boolescher Suchoperatoren
3.1.2.5. Welche Suchhilfe soll man wofür wählen?
3.1.2.6. Weitere Hinweise zur optimalen Recherche
3.1.2.7. Woher beziehen die Suchhilfen ihre Informationen?
3.1.2.8. Die Suchfibel – Kurze Vorstellung einer Website
3.2. Terminologierecherche im Internet
3.2.1. Möglichkeiten und Grenzen der Terminologierecherche im Internet
3.2.2. Term Mining – Auf der Suche nach Terminologie im WWW
3.2.2.1. Beispiel anhand des Begriffs „directive“
3.2.2.1.1. Travlang
3.2.2.1.2. The New English-German Dictionary
3.2.2.1.3. LEO
3.2.2.1.4. Abschließende Bemerkung
3.3. Hintergrundwissen und Paralleltexte
3.3.1. Lexika und Wörterbücher im WWW
3.3.2. Zeitungen und Zeitschriften im WWW
3.3.3. Datenbanken im WWW
4. Vorstellung der Startseite der FR 4.6
4.1. Der inhaltliche Aufbau der Seite
4.1.1. Studienbezogene Informationen über die FR 4.6
4.1.2. Relevante Informationen für Übersetzer
5. Praktische Arbeit an einem Gesetzestext
5.1. Kontext des Fachtextes
5.2. Vorgehensweise bei der Arbeit mit dem WWW
5.2.1. Referenzmaterial
5.2.2. Vorstellung des Textes
5.3. Die verschiedenen Probleme bei der Übersetzung
5.3.1. Vorschläge für die Übersetzung der gesuchten Begriffe und Formulierungen
5.3.2. Die Übersetzung
5.4. Abschließende Bemerkung
6. Weitere Nutzungsmöglichkeiten und Ausblick auf zukünftige Entwicklungen
6.1. Die eigene Homepage
6.1.1. Die Erstellung der eigenen Homepage
6.1.2. Wie mache ich meine Seiten öffentlich zugänglich?
6.2. Stellensuche im WWW
6.2.1. Festanstellungen
6.2.2. Praktika
6.2.3. Aussichten für die Zukunft
6.3. ASP, Application Service Provider
6.3.1. Die Frage der Sicherheit der Daten bei der Verwendung von ASP-Programmen
6.3.2. Welche Rolle kann ASP für den Übersetzer spielen?
6.4. Askme.com
6.4.1. Wie askme.com funktioniert
6.4.2. Möglicher Nutzen für Übersetzer und Dolmetscher
7. Schlußwort und Ausblick auf künftige Entwicklungen
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten des Internets speziell für das Berufsbild von Übersetzern. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie das Medium zur effizienten Terminologie- und Informationsrecherche, zur beruflichen Vernetzung sowie zur Optimierung von Arbeitsabläufen eingesetzt werden kann, unter besonderer Berücksichtigung juristischer Fachtexte aus dem EU-Recht.
- Technische Grundlagen und Internet-Dienste für Übersetzer
- Methoden der effektiven Online-Informationsrecherche
- Praktische Terminologiearbeit am Beispiel von EU-Richtlinien
- Nutzung von Mailinglisten, Newsgroups und Online-Datenbanken
- Zukunftsweisende Entwicklungen wie ASP und eigene Webpräsenzen
Auszug aus dem Buch
3.2.2. Term Mining - Auf der Suche nach Terminologie im WWW
Abgeleitet von dem bekannten Begriff des Data Mining bezeichnet das Term Mining die gezielte Suche nach Terminologie im Internet. Unter diesen Oberbegriff fallen verschiedene Ansätze der Recherche.
Der erste Anhaltspunkt bei der Suche nach der benötigten Terminologie kann eines der zahlreichen Online-Wörterbücher sein. Es gibt eine Vielzahl dieser Wörterbücher: Online-Versionen der bekannten Druckausgaben, aber auch reine Onlinewörterbücher, die nicht in gedruckter Form vorliegen. Online-Wörterbücher funktionieren in der Regel wie folgt: Man gibt einen Begriff in der Ausgangssprache ein und läßt das Programm nach möglichen Übersetzungen in der Zielsprache oder auch nach Begriffsdefinitionen innerhalb einer Sprache zu suchen.
Auch umfangreiche Verzeichnisse von Terminologiequellen vieler verschiedener Sprachen sind hier zu finden. Als Einstieg sind diese Angebote sehr zu empfehlen und durchaus auch erfolgversprechend, soweit es sich nicht um ganz spezifische Fachterminologie handelt, welche die Möglichkeiten dieser „Nachschlagewerke“ bei weitem überschreiten. Denn ein nicht zu vernachlässigender Aspekt ist der jeweilige Kontext eines gesuchten Begriffs, welcher jedoch in den meisten Online-Wörterbüchern nicht ausreichend behandelt wird.
Und gerade hierin besteht ein bedeutender Nachteil der Online-Wörterbücher: In den meisten Fällen arbeiten technische Dokumentationen und fachgebietsspezifische Übersetzungen mit einer ganz genau festgelegten Fachterminologie. Im Falle der meisten terminologischen Problemfälle sind beinahe alle Online-Wörterbücher überfordert.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Eine Einführung in die geschichtlichen und technischen Hintergründe: Dieses Kapitel erläutert die Ursprünge des Internets sowie die notwendigen technischen Voraussetzungen für eine erfolgreiche Internetnutzung.
2. Die verschiedenen Internet- Dienste: Hier werden zentrale Internetdienste wie WWW, E-Mail, FTP, Usenet und Telnet hinsichtlich ihres Nutzens für den Berufsalltag von Übersetzern vorgestellt.
3. Wie der Übersetzer das WWW auf der Suche nach Informationen für sich nutzen kann: Dieser Abschnitt konzentriert sich auf Recherchetechniken, die Verwendung von Suchmaschinen sowie die gezielte Suche nach Terminologie und Paralleltexten.
4. Vorstellung der Startseite der FR 4.6: Das Kapitel präsentiert die Internetpräsenz der Fachrichtung Angewandte Sprachwissenschaft als Einstiegsportal mit relevanten Ressourcen für Studierende und Übersetzer.
5. Praktische Arbeit an einem Gesetzestext: Anhand einer EU-Richtlinie wird der praktische Rechercheprozess demonstriert, um die Anwendung der zuvor vorgestellten Methoden zu verdeutlichen.
6. Weitere Nutzungsmöglichkeiten und Ausblick auf zukünftige Entwicklungen: Hier werden zusätzliche Einsatzbereiche wie die eigene Homepage, Stellensuche und ASP-Anwendungen behandelt sowie ein Ausblick in die Zukunft gegeben.
Schlüsselwörter
Internet, Übersetzen, Terminologierecherche, Fachübersetzung, World Wide Web, Online-Wörterbücher, Mailinglisten, Newsgroups, Datenbanken, Softwarelokalisierung, Translation Memory Tools, Europarecht, EU-Richtlinie, Recherchemethodik
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Diplomarbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht, wie Übersetzer das Internet als Werkzeug für ihre tägliche Arbeit nutzen können, um effizientere Ergebnisse zu erzielen.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die zentralen Themen umfassen Internetdienste, Recherchestrategien für Terminologie, den Umgang mit Online-Wörterbüchern und Datenbanken sowie die professionelle Nutzung des Internets für den eigenen Auftritt oder die Stellensuche.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das primäre Ziel ist es, dem Übersetzer praktische Ansätze und Methoden aufzuzeigen, wie das Medium Internet bei der Erstellung von Übersetzungen – insbesondere im juristischen Fachbereich – hilfreich sein kann.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer methodischen Analyse verschiedener Internet-Dienste und Recherche-Werkzeuge, die durch ein konkretes, praktisches Anwendungsbeispiel an einem Gesetzestext (EU-Richtlinie) validiert wird.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Vorstellung von Internet-Diensten, die methodische Anleitung zur Informationssuche (Suchmaschinen, Operatoren) sowie die praxisorientierte Terminologierecherche und Dokumentation von Problemlösungsstrategien.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Terminologierecherche, Übersetzer, Online-Datenbanken, EU-Recht und Internet-Dienste charakterisiert.
Warum ist die Arbeit mit EU-Richtlinien als Fallbeispiel gewählt worden?
Juristische Fachtexte aus dem EU-Bereich eignen sich hervorragend, da sie hochspezifische Terminologie erfordern, deren Erschließung über das Internet die Stärken und Grenzen aktueller Online-Hilfsmittel präzise aufzeigt.
Welchen Stellenwert räumt die Autorin der "konventionellen" Recherche im Vergleich zur Internetrecherche ein?
Die Autorin betont, dass das Internet eine wertvolle Ergänzung ist, aber konventionelle Recherchemittel wie Fachwörterbücher und Expertenwissen nicht ersetzen kann; erst die sinnvolle Kombination beider Welten führt zur hohen Übersetzungsqualität.
- Quote paper
- Stefanie Mohr (Author), 2001, Die Nutzungsmöglichkeiten des Internets für Deutsch-Englische Übersetzungen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1727