Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 3
2. Lernumgebungen 3
2.1 Kognitivistische Lernumgebung 3
2.2 Konstruktivistische Lernumgebung 4
3. Kooperatives Lernen 5
3.1. Was ist kooperatives Lernen? 5
3.2. Wirkungsweise kooperatives Lernen. 5
3.3. Forschungsergebnisse 6
3.4. Methoden des kooperativen Lernens 6
4. Einbettung der Well - Methoden in die Sandwichstruktur 7
5. WELL - Methoden 8
5.1. Wechselseitiges Lehren und Lernen 8
5.2. Wirksamkeit von WELL - Methoden 9
5.3. Beschreibung einzelner WELL - Methoden 10
5.3.1. Das Lerntempoduett 11
5.3.2. Partner-/ Gruppen-/ Multiinterview 12
5.3.3. Die strukturierte Kontroverse 13
5.3.4. Das Partnerpuzzle 13
5.3.5. Das Gruppenpuzzle 14
6. Das Gruppenpuzzle in der Praxis. 16
6.1. Vorbemerkungen. 16
7. Verlaufsskizze 17
8. Didaktische Analyse. 23
9. Methodische Analyse 25
10. Literaturverzeichnis 29
2
Nach Konrad/ Traub 2001 lässt sich das kooperative Lernen wie folgt beschreiben:
„Kooperatives Lernet ist eine Interaktionsform, bei der die Beteiligten gemeinsam und in wechselseitigem Austausch Kenntnisse und Fertigkeiten erwerben. Im Idealfall sind alle Gruppenmitglieder gleichberechtigt am Lerngeschehen beteiligt und tragen gemeinsam Verantwortung.“ 4
3.2. Wirkungsweise kooperatives Lernen
Es stellt sich natürlich hier die Frage, welche positiven Effekte sich durch das kooperative Lernen einstellen.
Nach Anne A. Huber versprechen kooperative Lernformen einen Weg zur optimalen Förderung nicht nur fachlicher, sondern auch überfachlicher Kompetenzen zu sein. Zu diesen überfachlichen Kompetenzen zählt zum einen, die Fähigkeit mit anderen zusammenarbeiten zu können, was heutzutage in der Berufswelt immer mehr vom Einzelnen verlangt wird. Zum anderen können die Lernenden aber auch Problemlösekompetenz und / oder die Fähigkeit zur Selbstregulation der eigenen Lernprozesse erwerben. Dabei ist zu erwarten, dass sich die Lernenden als selbstwirksam erleben und Zutrauen in die eigenen Fähigkeiten entwickeln und damit auch motiviert lernen. Schlussendlich wirken sich die
kooperativen Lernformen nicht nur auf den Einzelnen aus, sondern auch auf die sozialen Beziehungen innerhalb einer Gruppe/ Klasse.
3.3. Forschungsergebnisse
Dass sich kooperatives Lernen positive auf soziale Beziehungen, das Selbstwertgefühl und die sozialen Fertigkeiten der Schülerinnen und Schüler auswirkt, konnte Slavin (1995) in einer Überblickstudie, in die zahlreiche Untersuchungen zum kooperativen Lernen in der Primar- und Sekundarstufe eingingen, zeigen. In 64 % der Fälle kooperative Lernformen dem normalen Unterricht überlegen waren. In 31 % der Fälle ergaben sich keine Unterschiede und nur in 5% der Fälle war der normale Unterricht besser, war das Lernergebnis betrifft. 5
3.4. Methoden des kooperativen Lernens
Kooperativen Lernformen sind Arbeitsformen, die auf wissenschaftlichen Erkenntnissen beruhen und so gestaltet sind um zum einen zu verhindern, dass Probleme bei einer Zusammenarbeit mit anderen auftreten und zum anderen sinnvolle Lösungen anzubieten, wenn dann doch Probleme auftreten.
Ziel all dieser Methoden ist es, die Interaktionen und Lernprozesse zu fördern, die sich für das Lernergebnis als relevant herausgestellt haben. So konnte Webb (1989, 1991, 1992) zeigen, dass insbesondere das Geben von Erklärungen beim Lernen stark mit dem eigenen Lernerfolg verbunden ist. 6
Neben der traditionellen Partner - und Gruppenarbeit, der Gruppenralley, den Kleingruppenprojekten und der Problemdiskursmethode zählen auch WELL Methoden zum kooperativen Lernen
ohne Ausnahme eignen sich einen Teil der Inhalte an. Es gibt dadurch so viele Experten, wie es Lernende gibt.
2. Vermittlungsphase: hier werden die Inhalte wechselseitig vermittelt. Dabei werden im Wechsel die jeweils komplementären Rollen von Experte und Novize bzw. Novize und Experte eingenommen. Dadurch ergibt sich eine insgesamt symmetrische Kooperation
3. Verarbeitungsphase: hier wird die subjektive Auseinandersetzung mit den angeeigneten und vermittelten Inhalten noch einmal besonders betont, um nachhaltige Effekte zu erhalten.
Das „Wechselseitige Lehren und Lernen“ zeichnet sich durch den systematischen Wechsel von Experten- und Novizenrollen aus, läuft in den drei beschriebenen Phasen ab und enthält im Bereich der Kompetenz keine festgeschriebenen Asymmetrien.
Zusammenfassend kann man sagen, dass WELL „eine besonders ausgewogene Form des kooperativen Lernens ist, die sich durch eine hohe Aktivität der Lernenden in allen Phasen des Lernprozesses auszeichnet.“ 9
Im Verlauf der Arbeit, werde ich noch näher auf die einzelnen Phasen eingehen.
Arbeit zitieren:
Marina Stern, 2009, WELL – Wechselseitiges Lehren und Lernen am Beispiel Gruppenpuzzle, München, GRIN Verlag GmbH
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