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Erbschaft das Wichtigste war. Ich kann mir nicht vorstellen, dass für solch einen Vater der Verlust seines Sohnes bedeutungslos war. Vielmehr kann ich mir vorstellen, dass dieser Angst vor der Zukunft hatte, wenn er darüber nachdachte, wem er sein Erbe hinterlassen könnte, und durch wen sein aufgebautes Unternehmen weiterleben könnte. Wenn die Geburt ein Wunder wäre, wie lässt sich dann erklären, dass der Durchschnittsbürger heute lediglich ca. 1,5 Kinder in die Welt setzt? Meiner Meinung nach möchte doch jeder Mensch so viele Wunder, wie möglich in seinem Leben erleben, also würde die logische Schlussfolgerung darin bestehen, so viele Kinder wie möglich in die Welt zu setzen. In früheren Zeiten brachte die Durchschnittsbürgerin fünf bis zehn Kinder zur Welt. Sie war zufrieden und die Kinder waren ihr Lebensinhalt. Dies kommt dem Begriff „Wunder“ schon näher.
Desweiteren frage ich mich, wie die Darsteller im Film erklären würden, warum heute so viele Kinder misshandelt und vernachlässigt werden, so wie es beinahe jede Woche in der Zeitung zu lesen ist. Ein Fall an den ich mich sehr gut erinnere, ist Natascha Kampusch. Es ist noch nicht allzu lange her, als alle Zeitungen und Nachrichten darüber berichteten, dass das Mädchen bzw. die heute schon junge Frau jahrelang eingesperrt und möglicherweise auch misshandelt wurde. Es gab auch zahlreiche Berichte über Kinder, die nach der Geburt ausgesetzt oder zu Tode geschüttelt wurden. Der nächste Punkt ist, dass Frauen ihre Kinder heute nicht mehr in den Mittelpunkt ihres Lebens stellen. Es gibt so viele Dinge, die ihnen wichtiger zu sein scheinen, als ihr eigener Nachwuchs. Die meisten Frauen entscheiden sich dafür, Karriere zu machen und halten auch nicht vor einer Ganztagesarbeitsstelle inne. Deshalb müssen auch in ganz Österreich die Kinderbetreuungsstätten ausgebaut werden. Wenn man die Anzahl der Betreuungseinrichtungen betrachtet, kann man sehen, dass dieses Angebot bei Familien sehr gut ankommt. Früher sorgten sich die Frauen ganztäglich um ihre Schützlinge und schrieben ihnen den größten Stellenwert zu.
Diesen Beispielen zur Folge scheint von der Geburt als Wunder nicht viel übrig geblieben zu sein, denn Wunder behandelt man nicht so respektlos.
Die Dokumentation schildert desweiteren, dass die Schädelknochen eines Säuglings nach der Geburt noch nicht zusammen gewachsen sind. Das Argument hierfür beruht auf der Annahme, dass ein Säugling, der nicht über formbare Knochen verfügen würde, nicht in der Lage wäre, aus dem Geburtskanal heraus zu kommen.
Arbeit zitieren:
Manuela Aberger, 2010, Inhalt und Kritik zum Film „Wunderwerk Mensch – Die ersten Schritte“, München, GRIN Verlag GmbH
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