I Inhaltsverzeichnis
I INHALTSVERZEICHNIS. 0
II ABBILDUNGSVERZEICHNIS. 2
1 EINLEITUNG. 3
1.1 AUFGABENSTELLUNG UND ZIELSETZUNG. 3
1.2 DEFINITION DISCOUNTER 3
1.3 KOOPERATIONSÜBERSICHT ZWISCHEN DISCOUNTERN UND REISEVERANSTALTERN 5
1.4 VERÄNDERTES KONSUMVERHALTEN. 6
2 DISCOUNTER ALS VERTRIEBSKANAL. 8
2.1 DAS VERTRIEBSKONZEPT. 8
2.1.1 BUCHUNGSABLAUF UND VERANTWORTLICHKEITEN. 9
2.1.2 RECHTLICHE ASPEKTE 10
2.2 DAS PRODUKT DISCOUNTERREISE 11
2.3 BEZUG ZUM MULTICHANNEL-VERTRIEBSSYSTEM 12
2.3.1 ASPEKTE DES DISCOUNTERVERTRIEBS FÜR VERANSTALTER 15
2.3.2 DIE POSITION GROßER TOURISTIKKONZERNE. 16
3 SCHLUSSBETRACHTUNGEN. 17
III ANHANG. 21
IV LITERATURVERZEICHNIS 23
1
II Abbildungsverzeichnis
Abb. 1: Klassische Erfolgsfaktoren der Discounter
Abb. 2: Analogie zum ursprünglichen Discountersortiment
Abb. 3: Vertriebswege im Tourismus
Abb. 4: Bewertung der Unterkunftsleistung einer Discounterreise
2
1 Einleitung
1.1 Aufgabenstellung und Zielsetzung
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit dem relativ neuen Vertriebsweg deutscher Reiseveranstalter die ihre Reiseangebote über Lebensmitteldiscounter wie Aldi, Lidl oder Plus vertreiben. Zielstellung ist die Hintergründe dieses Distributionskanals und die Akteure auf dem deutschen Markt zu beleuchten.
Basierend auf einer begrifflichen Abgrenzung und Darstellung der führenden Discounter, ihrer Kooperationspartner im Vertrieb von Pauschalreisen und deren Angebotsspektrum wird vor dem Hintergrund des geänderten Konsumverhaltens das Vertriebskonzept und das Produkt Discounterreise beschrieben. In Zuge dessen werden Parallelen zum ursprünglichen Lebensmittelsortiment der Discounter und deren Geschäftsmodel aufgezeigt. Anschließend wird Bezug auf die Multichannel-Vertriebsstrategie der beteiligten Reiseveranstalter genommen und deren Motive für die Wahl dieses Vertriebskanals sowie die Stellung großer Touristikkonzerne erörtert. Die vorab dargestellten Punkte dienen im Rahmen der Schlussbetrachtung einer Bewertung dieses Vertriebskanals hinsichtlich dessen Entwicklungspotentials, Angebotsentwicklung und Nachfrage.
1.2 Definition Discounter
Discounter sind im allgemeinen Verständnis, aber nicht ausschließlich, Lebensmittelmärkte, die durch ein relativ schmales und flaches Warensortiment und einfache Warenpräsentation gekennzeichnet sind. 1 Abgeleitet vom englischen Wort discount (Rabatt, Ermäßigung) sollen niedrigere Preise im Vergleich zu konkurrierenden Betriebsformen suggeriert werden, was u. a. durch relativ kleine Verkaufsflächen, einen hohen Lagerumschlag und eine schlanke Organisationsstruktur erreicht wird wie in Abb. 1 dargestellt.
1 Vgl. Günther, M. et al. (2006): S. 181
3
Discount kann als preisbetonte Marketingstrategie oder eine Art Prinzip der niedrigen Preise interpretiert werden. 2 Den Grundstein für diese Betriebsform legten die Gebrüder Albrecht 1961 mit der Eröffnung des ersten Aldi-Markts im heute üblichen Discounterformat. Durch das seit den 1970ern überdurchschnittliche Wachstum konnten die Lebensmitteldiscounter einen Anteil am gesamten Lebensmittelumsatz von 42% erreichen. 3 Mit einer deutschlandweit flächendeckenden Präsenz von über 15.000 Discountmärkten zählen sie zu den wichtigsten Nahversorgern, wobei in nachstehender Reihenfolge Aldi, Lidl, Plus, Penny und Netto zu den 5 bedeutendsten Vertretern mit einem Marktanteil im Discounterformat von über 92% gehören. 4 Den höchsten Ausgabenanteil erzielen die Discounter bei Studierenden und Auszubildenden, Arbeitslosen und Geringverdienern, sowie bei jungen Familien aus der Arbeiterschicht, wo das vergleichsweise geringe Einkommen entscheidend für den Einkauf im Discounter ist. 5
2 Vgl. Schmalhaus, D. (2005): S. 4-5
3 Vgl. Martell, M.: Discounter verlieren weiter Marktanteile, in: Der Handel (2010)
4 Vgl. www.statista.com
5 Vgl. Lieb, M. ; Brözel, C. (2009): S. 2
4
1.3 Kooperationsübersicht zwischen Discountern und Reiseveranstaltern
Die Übersicht in Anlage 1A und 1B ist eine Auswahl der Kooperationsverhältnisse zwischen Discountern und Veranstaltern sowie deren Angebotsumfang und Zusatzleistungen. Des Weiteren ist, soweit recherchierbar, die Zugehörigkeit der Direktveranstalter zu den größten deutschen Touristikkonzernen dargestellt. Der Mischkonzern Tchibo wird in dieser Betrachtung bewusst nicht berücksichtigt, da Geschäftsmodel und gehobene Außendarstellung 6 mittlerweile nicht mehr den aus Abb. 1 abzuleitenden und in Punkt 1.2 dargestellten Charakteristika entsprechen.
Die Anzahl der Kooperationspartner variiert je nach Discounter. Bis 2009 wurden alle über Aldi vertriebenen Reisen von Berge & Meer produziert. Inzwischen stellen Österreichs größter Direktreiseveranstalter Eurotours International und Centerparcs ebenfalls zahlreiche Angebote ein. Lidl hingegen setzt auf ein breites Veranstalterportfolio mit auf einzelne Reisearten spezialisierte Anbieter wie Mediplus Reisen (Gesundheitstourismus) oder Compass Kreuzfahrten. Hauptsächlich tritt aber der zu FTI gehörige Generalist BigXtra in Erscheinung. Der REWE-Konzern hält das gesamte Geschäft im eigenen Haus und hat somit als einziger der aufgeführten Handelsunternehmen ein integriertes Geschäftsmodel. Clevertours, der 2007 eigens für Großkunden gegründete Vertriebspartner, 7 beliefert exklusiv die zum Konzern gehörigen Discounter mit einer übersichtlichen Auswahl gängiger Reisearten.
Generell haben alle Discounter Reisen ein identisches Sortiment an Reisearten, welches fast ausschließlich auf die breite Masse abzielt. Nur vereinzelt treten auf kleinere Zielgruppen ausgerichtete Angebote wie Fußballreisen auf. PLUS bietet zusätzlich zum Standardangebot als einziger Discounter über seine Website die Buchung separater Reiseleistungen wie Flug, Hotel und Mietwagen an.
6 Vgl. www.tchibo.com
7 Vgl. www.rewe-touristik.com
5
1.4 Verändertes Konsumverhalten
Bislang dominiert neben anderen Vertriebskanälen der stationäre Reisebürovertrieb. 8 Doch in den vergangen Jahren hat sich das Verhalten der Konsumenten grundlegend verändert, was sich unter anderem in der stark gesunkenen Anzahl der stationären Reisebüros widerspiegelt. Dies hängt vor allem mit dem Fall des Informations- und Preismonopols zusammen der maßgeblich durch das Internet herbeigeführt wurde. Heutzutage bietet die nahezu unüberschaubare Vielfalt von Produkten und Anbietern den Kunden eine Vielzahl von Möglichkeiten sich ohne Anbieterbindung, zeit- und ortsunabhängig für eine Reise zu entscheiden oder sich selbst eine solche zu erstellen. In diesem Zusammenhang spricht man von hybriden und multioptionalen Kunden, welche sich durch ein heterogenes Konsumverhalten und somit auch Wechsel von Vertriebskanälen auszeichnen. Es gibt zunehmend nicht mehr den (berechenbaren) sondern diesen (einen) Konsumenten, welcher zwischen verschiedenen Bedürfnisstrukturen und Verhaltensweisen wechselt und nur noch bedingt markentreu ist. 9 Dieser Konsumententypus „wechselt je nach Bedarf zwischen verschiedenen Einkaufsstätten und sein Handeln hat sich vom Entweder-oder-Verhalten hin zum Sowohl-als-auch-Verhalten gewandelt.“ 10
Die potentiellen Nachfrager von Discounter Reiseangeboten sind vornehmlich preisgetriebene Verbraucher für welche das Reiseziel, das Freizeitangebot und der Service vor Ort von nachrangiger Bedeutung sind. Wenn auch in geringerem Umfang, nutzen ebenso einkommensstärkere Schichten regelmäßig die Angebote von Discountern. 11 Immer mehr Kaufentscheidungen werden nicht aufgrund logischer Überlegungen, sondern aus einer Art Bauchgefühl getroffen, welches mit der überzogenen Metapher des Porsche fahrenden Managers, der bei Aldi eine Flasche Champagner kauft umschrieben werden kann, 12 und für das die zunehmende Informationsflut und Substituierbarkeit standardisierter Produkte als Begründung angeführt werden kann. 13
8 Vgl. Bastian, H. (2004): S. 55
9 Vgl. Breidenbach, R. (2002): S. 214
10 Seidensticker, R. (2008): S. 14
11 Vgl. Konert, F. J. (2004): S. 240
12 Vgl. Allgayer, F. (2007): S. 165
13 Vgl. F.U.R. (2004): S. 25
6
Arbeit zitieren:
Frank Schories, 2010, Discounter als Vertriebskanal deutscher Reiseveranstalter, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Formatvorlage (Microsoft Word) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Ha...
Für MS Word 2003 - Update 2010
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 25 Seiten
Formatvorlage (OpenOffice) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Hausar...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 35 Seiten
Formatvorlage / Vorlage zur Erstellung einer Diplomarbeit, Bachelorarb...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 15 Seiten
Formatvorlage / Vorlage für eine Diplomarbeit / Hausarbeit
Für MS Word 2007 - dotx
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 25 Seiten
Anleitung zum Erstellen schriftlicher Arbeiten: Der Aufbau einer wisse...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 20 Seiten
Erstellen einer schriftlichen Hausarbeit
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Hausarbeit, 14 Seiten
Grundtechniken wissenschaftlichen Arbeitens
Bibliografieren - Reden - Schr...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Skript, 46 Seiten
Ratgeber zur Erstellung wissenschaftlicher Arbeiten. Diplomarbeiten - ...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 39 Seiten
Die Umsatzsteuer der Reisebüros und Reiseveranstalter
Leitfaden für die Praxis
H. Jürgen Henkel
Discount Travel Handbook: Save Money on Every Vacation or Business Tri...
Herman De Dijin, Mary Lu Abbott
Discounts and Good Deals for Seniors in Texas: The Best Bargains and D...
Sylvia Spade-Kershaw
0 Kommentare