Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 2
2. Aristoteles - zur Person 3
3. Die Erziehung nach Aristoteles 5
4. Fazit 12
5. Literaturverzeichnis 14
5. 14
1
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1. Einleitung
„Die Natur will, dass Kinder Kinder sind, bevor sie zum Erwachsenen werden." 1 Mit diesem Zitat von Jean-Jacques Rousseau soll die vorliegende Arbeit eingeleitet werden. Sie beschäftigt sich hauptsächlich mit dem Erziehungsverständnis des griechischen Philosophen Aristoteles, dessen Arbeiten auch heute noch einen hohen Stellenwert haben und genießen. Wie der Titel schon aussagt, wird dem Leser ein Überblick der Erziehungsmethoden und Vorstellungen geliefert, der aus den philosophischen Denkweisen, Schriften und Arbeiten des Aristoteles hervorgeht. Diese Grundgedanken des Philosophen, bezüglich des Konstrukts Erziehung, sind in vielen, unterschiedlichen Niederschriften festgehalten worden. So werden verschiedene sowie bedeutende aristotelische Arbeiten gemäß des vorliegenden Konstruktes kritisch untersucht und analysiert. Diese kritische Auseinandersetzung mit dem Thema soll hierbei nicht ausschließlich eine allgemeine Übersicht darstellen, sondern sie ersucht gleichermaßen das Noema, den Grund und den Sinn der Erziehungsbeschreibung in den Schriften des Aristoteles aufzudecken. Des Weiteren ist es in Anbetracht der längst vergangenen Dinge interessant zu erfahren, ob diese Denkweisen auch heute noch Anwendung finden. Geht Aristoteles direkt auf die Erziehung ein oder versucht er durch die Beschreibung dieser auf ein anderes, höheres Phänomen und Ziel aufmerksam zu machen? Nimmt die Erziehung nach seinen Vorstellungen eine entscheidende Rolle ein oder ist sie wortwörtlich nur Mittel zum Zweck? Wie das Zitat von Jean-Jacques Rousseau am Anfang dieses Textes andeutet, bildet die Erziehung einen Menschen dahingehend aus, erwachsen zu werden. Die Natur stellt, wie im Zitat ausgedrückt, einen wichtigen Faktor dar. Das Kind soll Kind sein, bevor es zu einem Erwachsenen wird bzw. heranwächst. Aristoteles beschreibt dies ähnlich, führt jedoch auf, dass die Formung und Erziehung des Kindes einem anderen Endzweck dient. Dieser Ansatz wird später nochmals
1 www.grundschulmarkt.de (Stand: 15.04.2009): Jean-‐Jacques Rousseau -‐ Themen: Erziehung -‐ Schule -‐
Schüler -‐ Lehrer -‐ Bildung [online] URL: http://www.grundschulmarkt.de/zitate.htm [Stand: 15.04.2009]
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aufgegriffen und kennzeichnet hiermit die Kernfrage sowie Fragestellung der vorliegenden Arbeit.
Das erste Kapitel der Arbeit geht auf Aristoteles allgemein ein, um die bedeutende Persönlichkeit Aristoteles dem Leser zugänglich zu machen. Ein überschaubares Bild des griechischen Philosophen soll in groben Zügen aufgezeigt werden. Das zweite Kapitel greift im Anschluss die jeweiligen Ansätze von Erziehung, deren Vorstellungen und die Umsetzung zur weiteren Formung des Menschen nach den Theorien des Aristoteles auf. Dabei werden bestimmte Theorien und Hypothesen genauer betrachtet und analysiert. Kapitel vier gibt das Fazit der Arbeit wieder, in dem die wesentlichen Punkte und Ergebnisse nochmals aufgegriffen werden.
2. Aristoteles - zur Person
„Der Anfang ist die Hälfte des Ganzen“. 2 Deshalb ist es wichtig am Beginn dieser Arbeit die Person Aristoteles in kurzen Zügen vorzustellen. Zu beachten ist der Schwerpunkt der vorliegenden Arbeit, welcher sich auf die aristotelische Erziehung von Menschen, im engeren Sinne von Kindern beschränkt. Auf Grund dessen wird auf die Beschreibung des Lebensweges Aristoteles nur kurz eingegangen. Der Grieche Aristoteles wird in Stageira, heute unter dem Namen Starro bekannt, im Nordosten Griechenlands im Jahre 384 v. Chr. geboren (vgl. Höffe, O. S. 5, 2001). Zwischen den Jahren 367 bis 347 v. Chr. besucht Aristoteles die Akademie des Platon in Athen, nachdem er zwölf Jahre auf sogenannten Wanderjahren gewesen ist, um anschließend dort angekommen an einem Gymnasium zu unterrichten (vgl. Höffe, O. S. 6, 2001). Nicht zu vergessen ist, dass Aristoteles ein Schüler des ebenfalls bekannten Philosophen Platon gewesen ist. Gerade die Schriften der beiden Griechen bestätigen viele Gemeinsamkeiten und heben diese Besonderheit hervor (vgl. Temel, A. S. 75, 2005). Durch die Niederlage 338 v. Chr. der Griechen bzw. der Athener und Thebaner gegen Philipp II. bekommt Aristoteles den Auftrag von Philipps II. seinen Sohn Alexander, später Alexander der Große, zu erziehen sowie zu lehren. Dies dürfte auch einer der Gründe sein,
2 www.natune.net (Stand 18.04.2009): Zitate von Aristoteles (Philosoph) [online] URL:
http://natune.net/zitate/autor/Aristoteles [Stand: 18.04.2009]
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weshalb sich Alexander der Große bei seinen späteren Eroberungen und Feldzügen von griechischen Philosophen begleiten ließ. Aristoteles beeinflusste diesen, nicht nur militärische, sondern auch kulturelle Ziele zu verfolgen. Alexander stirbt im Sommer 323 v. Chr., weshalb Aristoteles erneut Athen verlässt und zu seiner Mutter nach Chalkis auf Eboia zieht. Ein weiterer Grund seiner sprichwörtlichen Flucht ist die Anklage der Gottlosigkeit, die ihm zur Last gelegt wird. Im Haus seiner Mutter verstirbt Aristoteles im Alter von 62 Jahren. Aristoteles hinterlässt nicht nur eine Reihe von philosophischen Werken, sondern auch einzelwissenschaftliche Arbeiten zu seinen Forschungen, die seine Erfahrungen und sein Denken beinhalten.
Gerade durch die Flucht aus Athen wird deutlich, dass Aristoteles sich nicht in die Politik der Stadt eingemischt hat (vgl. Höffe, O. S. 6, 2001). Stattdessen begründet er eine eigene, selbstständige Wissenschaft der Politik, die im weiteren Verlauf dieser Arbeit Verwendung finden soll.
Die Hauptschrift zur Politischen Philosophie, die Politik, ist nicht nur von vielen unterschiedlichen Wissenschaftlern analysiert und studiert worden, sie findet zudem bis in die heutige Zeitepoche Anwendung sowie Bestätigung (vgl. Höffe, O. S. 7, 2001).
Aristoteles geht den Weg des Induktivismus. Seiner Meinung nach kann es keine Erkenntnis geben, die nicht zunächst der sinnlichen Wahrnehmung entstammt (vgl. Treml, A. S. 75, 2005). „Das Nachdenken und Finden des Allgemeinen - das auch bei Aristoteles - ausschließlich das Ziel der Wissenschaft sein kann, bekommt damit eine neue Verankerung und eine neue Richtung“. Somit wird deutlich, dass die Beobachtung und die Wahrnehmung für Aristoteles entscheidend sind. „Das Sein entsteht nach Aristoteles durch zunehmende (gedankliche) Abstraktion von zunächst sinnlich gegeben Eindrücken, also durch Induktion“ (Treml, A. S. 76, 2005). Diese Ansicht des Aristoteles ist für die weitere Analyse und Untersuchung des Erziehungsverständnisses bedeutsam, da auch heute noch die Pädagogik diesem Verfahren besondere Aufmerksamkeit schenkt. „Der induktive Ansatz des Aristoteles hat zur Folge, dass das Seiende seine Würde zurückhält und der Blick des Philosophen auf das beobachtbare, äußere Phänomen gelenkt wird. […] Das
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Arbeit zitieren:
Johannes Keller, 2009, Das Erziehungsverständnis des Aristoteles, München, GRIN Verlag GmbH
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