Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung. 3
2 Grundlagen der Genetik 4
3 Weltbilder der Antike bis zur Neuzeit. 5
3.1 Typenlehre 5
3.2 Populationstheorie nach Darwin. 5
3.3 Darwinismus. 5
3.4 Finalismus 6
3.5 Anthropologische Betrachtung 6
4 Die Evolution 8
4.1 Natürliche Selektion 8
4.2 Arterhaltung. 9
4.3 Individuum und Familienselektion 9
4.4 Replikatoren 10
5 Gene 11
5.1 Der Organismus als Vehikel. 11
5.2 Genschrott 11
6 Auswirkungen auf die Anthropologie 13
6.1 Darwin. 13
6.2 Dawkins 14
6.3 Fazit Das neue Selbstverständnis. 15
Literaturverzeichnis 17
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1 Einleitung
Lebewesen sind die komplexesten Dinge, die es auf unserem Planeten gibt. Der vielschichtige Aufbau und die unzähligen Interaktionsmöglichkeiten mit ihrer Umwelt grenzen sie deutlich von den unbelebten Dingen ab. Der Mensch unterteilt seit der Antike Lebewesen in verschiedene Klassen, Arten und Gruppen. So unterschieden Demokrit und Aristoteles zwischen blutführenden und blutlosen Tieren, großen Tiergruppen sowie dem Menschen als eigene Art (Jahn, Krauße, Löther, Querner, Schmidt, & Senglaub, 2000, S. 59f). Bis in die Neuzeit folgten noch viele theoretische Konzeptionen, bis schließlich im 20. Jh. die neue, interdisziplinäre Genetik entwickelt wurde. Durch die Entdeckung der Doppelhelixstruktur der DNA in den 1950er Jahren gelang der wichtige Schritt von der klassischen zur Molekular-Genetik.
Die Molekular-Genetik hilft uns nicht nur zu verstehen, woher der Mensch entwicklungsgeschichtlich stammt, sie führt auch zu neuen Blickwinkeln bei grundlegenden Fragen.
Die zentrale Frage der Anthropologie lautet „Was ist der Mensch?“. Es gibt viele Ansätze diese Frage zu klären, eine der interessantesten ist die Theorie über das „Egoistische Gen“ von Richard Dawkins. Sie beschreibt eine konsequente Fortführung des Darwinismus, indem sie die aktuellen Erkenntnisse der Genetik mit einbezieht.
In meiner Hausarbeit werde ich zunächst die Grundlagen der Evolution und der Genetik erläutern. Danach werde ich die Verknüpfung von Darwinismus und Anthropologie beleuchten und schließlich will ich die Frage klären, welche Auswirkung die „Egoistische-Gen-Theorie“ von Richard Dawkins auf die Frage nach dem Sein und dem Selbstverständnis des Menschen hat.
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2 Grundlagen der Genetik
Basis eines jeden Lebewesens ist die Zelle. In ihrem Zellkern befinden sich die Chromosomen, bestehend aus DNA. Einzelne Molekülabschnitte der DNA werden Gene genannt, sie enthalten die Erbinformationen.
DNA-Moleküle haben die Fähigkeit sich zu replizieren, von der befruchteten Eizelle billionenfach bis zum fertigen Lebewesen. Außerdem beeinflussen Gene, einzeln oder im Verbund, den Aufbau und die Steuerung des Lebewesens. Dies geschieht, indem die codierte Information der DNA in einem mechanischen Verfahren in den Aufbau-Code von Proteinen transcodiert wird. Proteine wiederum haben direkte Kontrolle über chemische Prozesse innerhalb der Zellen. Dieser Ablauf ist nicht umkehrbar. Eine Vererbung erworbener Eigenschaften ist nicht möglich. So kann weder Wissen, noch der Verlust eines Körperteils durch Vererbung an die nächste Generation weitergegeben werden. Dies stellt ein „Zentrales Dogma“ der Molekularbiologie dar. Es statuiert, dass der Fluss der Information immer von der DNA zum Protein verläuft, der umgekehrte Weg ist ausgeschlossen (Jahn, Krauße, Löther, Querner, Schmidt, & Senglaub, 2000, S. 655).
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3 Weltbilder der Antike bis zur Neuzeit
3.1 Typenlehre
Vorherrschende Weltanschauung war, bereits ab der Antike, die Typenlehre, auch häufig „Essentialismus [lat. essentia = Wesen(heit), zu: esse = →sein, existieren]“ (Bibliographisches Institut GmbH, 2011) genannt. Diese basiert auf der Annahme, alle Lebewesen seien in feste, unveränderliche Klassen unterteilt. Die jeweilige Wesensform ist hier statisch und streng von allen anderen Wesensformen abgegrenzt. Variationen innerhalb einer Klasse galten als zufällig und unerheblich. Dies entsprach auch dem christlichen Weltbild. Jedes lebendige Tier war ein Nachkommen des Ur-Paares seiner Gattung, von Gott erschaffen und diesem Ur-Paar exakt entsprechend. Allerdings waren nicht nur Christen von der Richtigkeit dieser Theorie überzeugt, auch agnostische 1 Philosophen sprachen von der sogenannten „natürlichen Art“ (vgl. Mayr, 2005).
3.2 Populationstheorie nach Darwin
Darwin brach mit der Typenlehre und vertrat die Meinung, dass es sich nicht um starre Klassen von Lebewesen handele, sondern um variable Populationen. Innerhalb dieser Population ist jedes Lebewesen einzigartig und verschieden zu allen anderen.
Dieser völlig neue Ansatz kam den meisten Forschern entgegen, da er die enorme Vielfalt auch innerhalb einer Population am besten erklären konnte (vgl. Mayr, 2005).
3.3 Darwinismus
Der Darwinismus basiert auf fünf großen Evolutionstheorien. Zum einen die grundlegende Evolutionstheorie also die Veränderlichkeit der Arten. Außerdem eine gemeinsame Abstammung aller Lebewesen (auch des Menschen), also die Evolution mittels Verzweigung. Durch eine allmähliche Anpassung an die natürlichen
1 Agnostiker: Die Frage nach der Existenz Gottes ist nicht zu klären
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Arbeit zitieren:
Matthias Schindel, 2011, Dawkins Einfluss auf die Anthropologie, München, GRIN Verlag GmbH
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