Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung Seite 1
1. 1
2. Der Bedarf an Pflegeberatung durch steigende Pflegebedürftigkeit
und wachsende Zahlen der Demenzerkrankung Seite 2
und 2
3. Probleme der pflegenden und betreuenden Angehörigen Seite 3
3.1 Objektive Belastung Seite 3
3.2 Subjektive Belastung Seite 3
3.3 Rollenkonflikt Seite 4
3.4 Strukturelle Probleme Seite 5
3.4.1 Mangelnde pflegerische Qualifikation der Angehörigen Seite 5
3.4.2 Rückzug aus dem Berufsleben Seite 5
3.5 Mögliche Folgen der Belastungen Seite 5
3.5 5
4. Beratung und Methoden Seite 6
4.1 Beratungsbegriff Seite 6
4.2 Unterschied zwischen Beratung und Psychotherapie Seite 6
4.3 Beratung in der Pflege Seite 7
4.4 Soziale Konstellationen der Beratung Seite 7
4.5 Einzelberatung Seite 7
4.6 Gruppenberatung Seite 8
4.7 Ziele der Beratung Seite 8
4.7 8
5. Konzeption der Beratung und Information Seite 9
5.1 Beratungsstelle Seite 10
5.2 Zielgruppe Seite 10
5.3 Gruppenleiter Seite 10
5 4 Räumlichkeiten Seite 10
5.5 Ablauf Seite 10 5.6 Öffentlichkeitsarbeit Seite 15
5.6.1 Ziele der Öffentlichkeitsarbeit Seite 15
5.6.2 Methoden der Öffentlichkeitsarbeit Seite 15 5.7 Kostenerstellung Seite 16 6. Qualitätssicherung Seite 17 7. Fazit Seite 18
8. Literaturverzeichnis
1. Einleitung
Innerhalb der Disziplin der Pflege gewinnt das Feld der Information und Beratung von Angehörigen, speziell von demenzerkrankten Menschen, zunehmend an Bedeutung, da diese die wohl größte Gruppe von Pflegebedürftigen bilden.
Unbewusst wird Beratung schon immer von den Pflegenden im Rahmen ihrer täglichen Arbeit durchgeführt. Dies geschieht meist in Form der Weitergabe von Informationen und der Anleitung im Bezug auf pflegepraktische Tätigkeiten. Ein professionelles Verständnis von Beratung durch Pflegefachkräfte ist derzeit noch nicht hinreichend entwickelt bzw. befindet sich noch in den Anfängen des Entwicklungsprozesses.
Durch die demographische Entwicklung, sowie die steigende Tendenz an Demenz Erkrankten und die damit verbundene steigende Anzahl von Pflegebedürftigen im häuslichen Umfeld entsteht im ambulanten wie stationären Bereich ein zunehmender Bedarf an Beratung. Da es hier um die Gewährleistung der Pflege im häuslichen Bereich (ambulant und stationär) geht, ist die Berufsgruppe der Pflegenden in diesem Zusammenhang gefordert, um die entstehenden komplexen Problemsituationen der Demenzerkrankung professionell und gemeinsam mit den Angehörigen zu bearbeiten und nach Lösungen zu suchen. Zwar wurden in der Vergangenheit diverse Unterstützungsmöglichkeiten angeboten, diese beschränken sich jedoch auf Schulungsprogramme und Beratung in finanziellen/ rechtlichen Fragen. Das Gesetz der Pflegeversicherung hat den Anspruch auf die sogenannten zusätzlichen Betreuungsleistungen mit dem Inkrafttreten des Pflegeweiterentwicklungsgesetzes ab 01. Juli 2008 neu geregelt. Diese Betreuungsleistungen sind für pflegebedürftige Menschen mit und ohne Pflegestufe geschaffen worden, die in ihrer Alltagskompetenz erheblich eingeschränkt sind. Eine prozesshafte und somit förderliche Beratung können nun durch gesetzliche Bestimmungen nach § 45 SGB XI realisiert werden.
Angehörige Demenzerkrankter fanden demnach nur unzureichend Unterstützung in Fragen zur Pflege, der Betreuung und des Umgangs. Aus diesem Grund befasst sich diese Arbeit in den ersten Kapiteln mit den speziellen Problemlagen und Konflikten, denen Angehörige Demenzerkrankter ausgesetzt sein können. Da auf der Seite der Pflege, Betreuung und Umgang bisher nur wenig Beratungsangebote für Angehörige Demenzerkrankter existieren, wird in dieser Arbeit ein theoretisches Konzept für eine Beratungsgruppe für diesen Personenkreis dargelegt und erörtert. ‐ 1 ‐
Diese theoretische Konzeption beansprucht nicht die Erarbeitung, wie sie im Rahmen eines geförderten Modellprojektes möglich wäre, sondern stellt Überlegungen und Anregungen zur Umsetzung und Weiterarbeit dar.
2. Der Bedarf an Pflegeberatung durch steigende Pflegebedürftigkeit und wachsende Zahlen der Demenzerkrankung
Mit der Einführung der Pflegeversicherung im Jahr 1995 wurde auf die, aufgrund der demographischen Entwicklung, zunehmenden Zahl von Pflegebedürftigen und die daraus resultierenden Finanzierungsschwierigkeiten reagiert. Die Pflegeversicherung setzt sich zusammen aus der sozialen Pflegepflichtversicherung und der privaten
Pflegepflichtversicherung. Im ersten Quartal 2006 bezogen ca. 2,05 Millionen Menschen Leistungen aus der gesetzlichen Pflegeversicherung.
An einer Demenz leiden in Deutschland etwa 1,2 Millionen Menschen - mit steigender Tendenz. Der Grund dafür ist, dass das Risiko mit dem Alter steigt. So leidet im Alter zwischen 65 und 69 Jahren jeder Zwanzigste an einer Demenz, aber zwischen 80 und 90 ist schon fast jeder Dritte betroffen. Weil in unserer Gesellschaft der Anteil älterer Mitbürger zunehmen wird, erwartet man auch eine Zunahme an Demenzerkrankungen. Laut den Statistischen Ämtern des Bundes und der Länder wird diese Zahl bis zum Jahr 2030 auf ca. 2,4 Millionen ansteigen. Die Mehrzahl (1,38 Millionen) der Pflegebedürftigen erhält Leistungen für die ambulante Versorgung. Die Pflegegeldleistungen bilden hier, nach den Ausgaben für vollstationäre Pflege mit 4,1 Milliarden Euro im Jahre 2003, den größten Ausgabenposten. Diese Pflegegeldleistungen, also die Pflege durch Angehörige im häuslichen Umfeld, ist mit fünfzig Prozent derzeit die häufigste Versorgungsform. Für Pflegegeldempfänger ist derzeit im Pflegeversicherungsgesetz zur Sicherung der Qualität der häuslichen Pflege ein Pflegeeinsatz zur regelmäßigen Hilfestellung und Beratung der pflegenden Angehörigen verpflichtend vorgesehen. Die Beratung soll durch professionelle Pflegefachkräfte übernommen werden. Diese gesetzliche Festschreibung der Pflegeberatung dokumentiert von politischer Seite her die Einsicht in die Notwendigkeit einer Beratung pflegender Angehöriger.
‐ 2 ‐
3. Probleme der pflegenden und betreuenden Angehörigen
Pflegende und betreuende Angehörige werden durch ihre Aufgabe einer Reihe von Problemen und Belastungen ausgesetzt, die sehr unterschiedlich gestaltet sein können und deren Ausmaß und Bewältigung daher individuell verschieden sind. Familienmitglieder, die sich zur meist unentgeltlichen Übernahme der häuslichen Pflege bereit erklären, sei es aus Liebe, Mitgefühl, oder Verpflichtung, ahnen selten nicht, was auf sie zukommt. Die Pflege und Betreuung kostet viel Kraft und ist sehr häufig mit unzähligen und auch heftigen Emotionen und Belastungen verbunden. Da die Belastungen für die Familienangehörigen nicht unerheblich sind, soll im Folgenden eine Auswahl von Problemen kurz dargestellt werden. Die Differenzierung erfolgt in ausgewählte objektive, subjektive und strukturelle Belastungsprobleme und den Rollenkonflikt.
3.1 Objektive Belastung
Zu der objektiven Belastung gehören die Pflege- und Betreuungsaufgaben. Diese sind vielfältig und bedürfen oft eines intensiven Zeitaufwandes. Angehörige leisten Hilfestellungen bei der Haushaltsführung, bei den grundlegenden Verrichtungen sowie bei der medizinischen Versorgung (Medikamentengabe, Rezeptbesorgungen, etc.) Darüber hinaus koordinieren sie die pflegerische, ärztliche und sozialtherapeutische Betreuung. Die Angehörigen kümmern sich auch um Finanz- und Behördenangelegenheiten. Die Aufgaben, die durch die kognitiven Verhaltensdefizite entstehen, sind emotionale Unterstützung, eine demenzgerechte Gestaltung der Wohnung, die Tagesstrukturierung und die Beaufsichtigung.
3.2 Subjektive Belastung
Bei der subjektiven Belastung spielen besonders die kognitiven Krankheitsdefizite eine große Rolle. Die Pflegenden leiden am Sterben der gemeinsamen Biographie, sie haben mitunter das Gefühl einen Schandfleck in der Familie zu haben und empfinden Scham über ihre vermeintlichen Defizite. Sie verspüren einen massiven Verlust an Zuneigung zum Gepflegten und empfinden Wut über diesen unerwarteten Lebensabend.
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Arbeit zitieren:
Stephan Druselmann, 2011, Beratung und Information in Pflege und Betreuung für Angehörige Demenzerkrankter, München, GRIN Verlag GmbH
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