Die Beschäftigung mit dem Thema Sport im Alter läßt sich historisch weit zurückverfolgen. Im `Sokrates´ des Xenophon heißt es beispielsweise "Es ist doch auch schimpflich aus Nachlässigkeit alt zu werden", und im `Cato major de senectute´ meint Cicero "Es kann also Übung und Mäßigung auch im hohen Alter etwas von der früheren Kraft bewahren".
Im Alltagsleben befinden sich körperliche und psychische Belastungen im umgekehrten, eigentlich vernünftigen Verhältnis. Ansteigende psychische Belastungen durch das soziale Umfeld wie Zeitdruck usw. stehen sinkenden Aktivitäten im Berufs- und Alltagsleben gegenüber. Dafür verantwortlich sind die zunehmende Technisierung und die damit gegebene Erleichterung der lebensgestaltenden Prozesse. Eine hinzukommende falsche Ernährung führt dann im Zusammenspiel mit den genannten Faktoren oft zu Beschwerden beziehungsweise Krankheiten. Viele der heutigen Senioren beendeten nach der Schulzeit ihre Sportaktivitäten.
Einige betrieben Leistungssport, der aber ebenfalls im beginnenden Erwachsenenalter sein Ende fand. Alternativen aus dem Bereich des Breitensports existierten damals nur wenige. Eine hohe Anzahl der Älteren bildet also die Gruppe der "frühen Sportaussteiger". Von einer Pauschalisierung - vom unsportlichen Jugendlichen zum sportabstinenten Erwachsenen sowie jugendlicher Leistungssportler zu erwachsenen Breitensportler - ist jedoch abzusehen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einführung
2. Motive zur Sportausübung
3. Geschlechtsspezifik bei sportbezogenen Motiven
4. Aspekte zur Sportabstinenz
5. Typen von Sportkarrieren
6. Ausblick
7. Literatur
Zielsetzung und Themenfelder
Die vorliegende Arbeit untersucht die motivationalen Faktoren, die ältere Menschen zur Aufnahme oder Fortführung sportlicher Aktivitäten bewegen, sowie die Gründe für eine zunehmende Sportabstinenz im Alter. Im Fokus steht dabei die Analyse der Lebensführung und der spezifischen Bedürfnisse älterer Zielgruppen in Bezug auf den Sport.
- Historische und gesundheitliche Aspekte von Sport im Alter
- Analyse zentraler Motive zur Sportausübung
- Untersuchung geschlechtsspezifischer Unterschiede im Sportverhalten
- Identifikation von Barrieren und Gründen für Sportabstinenz
- Typologisierung von Sportkarrieren im Alter
Auszug aus dem Buch
1. Einführung
Die Beschäftigung mit dem Thema Sport im Alter läßt sich historisch weit zurückverfolgen. Im `Sokrates´ des Xenophon (430-354 v.Chr.) heißt es beispielsweise „Es ist doch auch schimpflich aus Nachlässigkeit alt zu werden“ (III, 12,8) oder im `Cato major de senectute´ meint Cicero „Es kann also Übung und Mäßigung auch im hohen Alter etwas von der früheren Kraft bewahren“ (X, 34).
Im Alltagsleben befinden sich körperliche und psychische Belastungen im umgekehrten, eigentlich vernünftigen Verhältnis. Ansteigende psychische Belastungen durch das soziale Umfeld wie Zeitdruck usw. stehen sinkenden Aktivitäten im Berufs und Alltagsleben gegenüber. Dafür verantwortlich sind die zunehmende Technisierung und die damit gegebene Erleichterung der lebensgestaltenden Prozesse. Eine hinzukommende falsche Ernährung führt dann im Zusammenspiel mit den genannten Faktoren oft zu Beschwerden bzw. Krankheiten.
Viele der heutigen Senioren beendeten nach der Schulzeit ihre Sportaktivitäten. Einige betrieben Leistungssport, der aber ebenfalls im beginnenden Erwachsenenalter sein Ende fand. Alternativen aus dem Bereich des Breitensports existierten damals nur wenige. Eine hohe Anzahl der Älteren bildet also die Gruppe der „frühen Sportaussteiger“.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einführung: Das Kapitel beleuchtet den historischen Kontext von Sport im Alter und analysiert gesellschaftliche Veränderungen, die zu körperlicher Inaktivität bei Senioren führen können.
2. Motive zur Sportausübung: Hier werden die gesundheitlichen, sozialen und psychologischen Beweggründe für sportliche Aktivitäten bei älteren Menschen detailliert dargestellt.
3. Geschlechtsspezifik bei sportbezogenen Motiven: Dieser Abschnitt analysiert Unterschiede im Sportverhalten und in den Beweggründen zwischen älteren Männern und Frauen.
4. Aspekte zur Sportabstinenz: Es werden Barrieren und Gründe für den Verzicht auf sportliche Aktivitäten, wie etwa gesundheitliche Beeinträchtigungen oder Zeitmangel, erörtert.
5. Typen von Sportkarrieren: Das Kapitel kategorisiert Senioren in verschiedene Typen, wie Gewohnheitssportler sowie frühe und späte Wiedereinsteiger.
6. Ausblick: Der abschließende Teil gibt Empfehlungen zur Gestaltung eines sportlich aktiven Alterns und betont die Bedeutung individueller Sportangebote.
7. Literatur: Dieses Kapitel listet die für die Arbeit herangezogenen wissenschaftlichen Quellen und Studien auf.
Schlüsselwörter
Sport im Alter, Seniorensport, Lebensführung, Gesundheitsmotiv, Sportabstinenz, Breitensport, Sportkarrieren, Geschlechtsspezifik, körperliches Wohlbefinden, Altern, Sportverein, Lebensqualität, Leistungsfähigkeit, Bewegungsmangel, Motivation.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der sportsoziologischen Untersuchung von Motiven und Verhaltensweisen älterer Menschen im Kontext sportlicher Betätigung.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf der Analyse der Sportmotivation, geschlechtsspezifischen Differenzen, den Hindernissen bei der Sportausübung sowie den verschiedenen Lebensstilen in Bezug auf Sport im Alter.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, zu verstehen, durch welche Motive sich ältere Menschen für den Sport begeistern lassen und welche Faktoren sie hingegen in die Sportabstinenz führen.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse und der Auswertung bestehender sozialwissenschaftlicher Studien und Daten zum Seniorensport.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert die historischen Grundlagen, die spezifischen Motive (wie Gesundheit und Geselligkeit), die Gründe für Inaktivität sowie eine Typologisierung der Sportkarrieren im Alter.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Seniorensport, Gesundheitsmotiv, Sportabstinenz und Sportkarrieren im Alter charakterisiert.
Welche Rolle spielt das Gesundheitsmotiv im Alter?
Laut der Untersuchung steht das Gesundheitsmotiv bei älteren Menschen an erster Stelle und gewinnt mit zunehmendem Alter sogar noch weiter an Bedeutung.
Warum steigen manche Senioren trotz früherer Aktivität wieder aus dem Sport aus?
Ausstiegsgründe sind meist beruflicher, familiärer, gesundheitlicher Natur oder resultieren daraus, dass leistungsorientierte Sportarten im Alter physisch nicht mehr wie gewohnt ausgeführt werden können.
- Quote paper
- Oliver Hartelt (Author), 1998, Sportbezogene Motive von Älteren, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/18004