Inhaltsverzeichnis Seite II
Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis II
Abk ürzungsverzeichnis IV
Darstellungsverzeichnis V
1 Einleitung 1
1.1 Problematik und derzeitige Situation junger Wachstumsunternehmen 1
1.2 Zielsetzung und Konzeption der Bachelorthesis 2
2 Junge Wachstumsunternehmen 3
2.1 Begriffsabgrenzung 3
2.2 Vom Kleinunternehmen zum Mittelstand 5
3 Steuerliche Kriterien 7
3.1 Grundlagen der Besteuerung 7
3.1.1 Einkommenssteuer 8
3.1.2 Körperschaftssteuer 11
3.1.3 Gewerbesteuer 13
3.2 Steuerbelastungseffekte 16
3.3 Steuerliche Besonderheiten von Venture Capital 19
4 Finanzwirtschaftliche Kriterien. 20
4.1 Finanzierung junger Wachstumsunternehmen 20
4.2 Kapitalbedarf junger Wachstumsunternehmen 21
4.2.1 Liquiditäts- und Finanzplanung 21
4.2.2 Entwicklung der Kapitalstruktur im Zeitverlauf 22
4.2.3 Optimale Kapitalstruktur 25
4.3 Kapitalzugang in Form von Venture-Capital-Finanzierungen 27
4.4 Basel III 29
4.4.1 Bedeutung und Ziel von Basel III 29
4.4.2 Auswirkungen auf den Mittelstand 30
5 Projektfinanzierung am Beispiel der XXX GmbH 32
5.1 Grundlagen der Projektfinanzierung 32
5.1 Konzeption des Investitionsvorhabens 36
5.2 Aufbau des Projektfinanzierungsplans 37
5.3 Auswertung und Interpretation der Projektfinanzierung 43
6 Fazit 44
Inhaltsverzeichnis Seite III
Anhang 46
Literaturverzeichnis 52
Abkürzungsverzeichnis
Abs. Absatz AO Abgabenordnung BMWI Bundesministerium für Wirtschaft bzw. beziehungsweise Darst. Darstellung DtA Deutsche Ausgleichsbank EStG Einkommenssteuergesetz GewStG Gewerbesteuergesetz HGB Handelsgesetzbuch KfW Kreditanstalt für Wiederaufbau KStG Körperschaftsteuergesetz Mio. Million MBO Management-Buy-Out MBI Management-Buy-In o.g. oben genannt resp. respektive sog. sogenannte VC Venture Capital WWW Worldwide Web
Darstellungsverzeichnis V
Darstellungsverzeichnis
Darst. 1: Gründungsformen 3
Darst. 2: Kriterien mittelständischer Unternehmen 5
Darst. 3: Die persönliche Steuerpflicht 9
Darst. 4: Die sachliche Steuerpflicht 10
Darst. 5: Berechnungsschema zur Ermittlung des Gewerbeertrages 15
Darst. 6: Gesamtsteuerbelastung auf Ebene einer Kapitalgesellschaft 16
Darst. 7: Gesamtsteuerbelastung einer Kapitalgesellschaft mit Gewinnausschüttung (Anteile
im Betriebsvermögen) 17
Darst. 8: Gesamtsteuerbelastung einer Kapitalgesellschaft mit Gewinnausschüttung (Anteile
im Privatvermögen) 17
Darst. 9: Gesamtsteuerbelastung auf Ebene eines Personenunternehmens 18
Darst. 10: Kontoform des täglichen Liquiditätsstatus 21
Darst. 11: Finanzierungsphasen und Cashflow-Zyklus junger Unternehmen 22
Darst. 12: Varianten der weiten Fassung der goldenen Bilanzregel. 26
Darst. 13: Selektionsprozess von Venture-Capital-Gesellschaften 27
Darst. 14: Projektrisiken 32
Darst. 15: Phasen einer Projektfinanzierung 32
Darst. 16: Symbolerklärung zur WACC-Formel 34
Darst. 17: Ausgangssituation der Projektfinanzierung 38
Darst. 18: Base Case 39
Darst. 19: Worst Case 40
Darst 20: Worst Case mit Lösungsvorschlag 41
1 Einleitung
1.1 Problematik und derzeitige Situation junger Wachstumsunternehmen
Liquiditätsengpässe, Unternehmen in kritischen Situationen sowie die gefürchtete Insolvenz, hervorgerufen durch Fehler des Managements, spielten schon vor der New Economy Krise oder der Weltwirtschaftskrise gerade auch bei jungen Unternehmen, den sog. Wachstumsun-
ternehmen eine immer wichtiger werdende Rolle. 1 Durch die damaligen wirtschaftlichen Krisensituationen, die erschwerend hinzu kamen, konnten sich viele junge Unternehmen am Markt nicht mehr behaupten. Auch das Gründerklima bot keine ausreichenden Perspektiven für Gründerinnen und Gründer.
Erst der wirtschaftliche Aufschwung des Jahres 2010 sorgte im Vergleich zum Vorjahr für einen Anstieg von 66.000 Personen, die eine selbständige Tätigkeit aufgenommen haben. Jedoch ist die Anfangssterblichkeit von jungen Unternehmen innerhalb der ersten drei Jahre mit
32 % hoch. 2 Laut einer Studie des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie liegen die drei Hauptgründe dafür bei 3 :
x unzureichenden Startfinanzierungen,
x unerwarteten Marktveränderungen, x strategischen Fehlentscheidungen.
Zwei der drei genannten Hauptgründe resultieren u.a. aus fehlenden resp. mangelhaften Kenntnissen in den Bereichen Steuern und Finanzwirtschaft. Dies unterstreicht die Relevanz von steuerlichen und finanzwirtschaftlichen Kriterien in jungen Unternehmen, um als Management bzw. Geschäftsleitung die richtigen Entscheidungen zu treffen und in Folge dessen die Existenz der Unternehmung zu sichern.
1 Vgl. Wittenberg (2006), S.1.
2 Dynamisches Gründunggeschehen im Konjunkturaufschwung, KfW Gründungsmonitor 2011.
3 Studie des Bundes Ministerium für Wirtschaft (März, 2010), „Ursachen für das Scheiterns junger Unterneh- men in den ersten fünf Jahren ihres Bestehens“.
1.2 Zielsetzung und Konzeption der Bachelorthesis
Die Problematik und die Situation des deutschen Gründerklimas ergeben die Zielsetzung dieser Bachelorarbeit. Die Inhalte sind ausgewählte steuerliche und finanzwirtschaftliche Fragestellungen der Businessplanung, um grundlegende Fehler seitens der Geschäftsführung zu vermeiden. Die Herangehensweise erfordert eine dynamische Betrachtung der Unternehmung, die im konkreten Fall am Beispiel der XXX GmbH durchgeführt wird. Die XXX GmbH ist ein junges Wachstumsunternehmen, das den Sprung vom Kleinunternehmen zum Mittelstand trotz wirtschaftlichen Krisensituationen erfolgreich gemeistert hat. Zunächst werden die betriebswirtschaftlichen Grundlagen und Besonderheiten in jungen Wachstumsunternehmen dargestellt. Hierbei wird die Wichtigkeit des Gründerklimas für den Klein- und Mittelstand durch ihre regionale und volkswirtschaftliche Bedeutung veranschaulicht.
Im weiteren Verlauf der Arbeit finden sukzessiv steuerliche Grundlagen und Effekte ihre Anwendung, die jeweils rechnerisch hinterlegt und an strategischen Unternehmensentscheidungen maßgeblich beteiligt sind. Ebenso wird berücksichtigt, dass Venture Capital einen hohen finanzwirtschaftlichen und steuerlichen Stellenwert bei jungen Wachstumsunternehmen inne hat.
Die finanzwirtschaftliche Situation ist äquivalent an einer möglichen Unternehmensentwicklung dargestellt und offeriert dem Entrepreneur mögliche Handlungs- und Finanzierungsalternativen. In Anlehnung an die Folgen der Weltwirtschaftskrise in Form von Basel III werden dadurch entstehende Probleme gerade auch im Hinblick auf Wachstumsunternehmen und Mittelstand diskutiert, um letztlich Lösungsvorschläge zu erörtern. Die Abrundung der Arbeit erfolgt durch eine Projektfinanzierung am Beispiel der XXX GmbH. Die Projektfinanzierung stellt unter Verwendung der zuvor herausgefilterten Kernaus- sagen bzw. möglichen Lösungsalternativen einen praxisorientierten Bezug dar.
2 Junge Wachstumsunternehmen
Dieses Kapitel beschäftigt sich mit betriebswirtschaftlichen Grundlagen, um den Lesern ein einheitliches Fundament zu schaffen. Das entstehende theoretische Grundgerüst ist von Nöten, da der Bereich der Existenzgründung sehr vielfältig und weit umfassend ist.
2.1 Begriffsabgrenzung
Für den Begriff Entrepreneurship, zu Deutsch das Unternehmertum, gibt es in der Literatur zahlreiche Definitionen und Begriffserklärungen, welche eng mit der Bedeutung des jungen
Unternehmens verbunden sind. 4 Nach § 507 des Bürgerlichen Gesetzbuches wird der Existenzgründer als natürliche Person, die eine gewerbliche oder selbstständige berufliche Tätigkeit aufnimmt, bezeichnet. Jedoch beschreibt der Begriff der Unternehmensgründung, einen
durchlaufenden Prozess 5 , der sich auf eine Vielzahl von Entwicklungsschritten in einem bestimmten Zeitraum bezieht. Ein konkreter Zeitraum ist hier nur schwer zu nennen, da sämtliche Unternehmensgründungen branchenspezifisch und hoch individualisiert zu betrachten sind. Im Allgemeinen geht man von einem Zeitrahmen von fünf bis acht Jahren aus.
„In der gründungsspezifischen Literatur wird häufig nicht explizit zwischen Gründungs- und Wachstumsphase differenziert. Vielmehr werden Unternehmen in der Gründungphase und Unternehmen in der Wachstumsphase zur Gruppe der „jungen Unternehmen“ zusammenge-fasst.“ 6
Desweiteren unterscheidet man zum einen bei Existenzgründungen zwischen originären bzw. derivativen Gründungen, was so viel bedeutet wie „generell neu“ resp. „abgeleitet“ und zum anderen zwischen unselbständigen- und selbstständigen Gründungen. In der nachfolgenden Abbildung sind die Möglichkeiten der Unternehmensgründungen, welche teilweise auch als Start- ups bezeichnet werden, aufgeführt.
4 Vgl. Buttler/Herrmann/Scheffler/Voigt (2000), S. 182.
5 Vgl. Wittenberg (2006), S. 16
6 Wittenberg (2006), S. 31 f.
Darst. 1: Gründungsformen (Quelle: Wittenberg 2006, S. 17)
Genauer betrachtet lassen sich originäre Gründungen nochmals in traditionelle und innovative Gründungen kategorisieren. Die traditionellen Gründungen navigieren zwar zu einen neuem Unternehmen, sie beinhalten allerdings weder eine neue Geschäftsidee noch ein neues Produkt oder eine neue Dienstleistung. Daraus stellt sich die Frage: Ab wann zählt ein Produkt oder Dienstleistung als neu oder innovativ? Da an diesem Punkt keine einheitlichen Definitionen vorhanden sind, kann man die Innovation an Hand der Wertschöpfungstiefe bzw. des Erklärungsbedarfes messen.
Prinzipiell weisen innovative Gründungen noch weitere Besonderheiten auf, um sie als solche einzuordnen:
x Forschungsintensität,
x Produktionsintensität, x Marketingintensität, x Personalintensität, x Kostenintensität.
Schlussfolgernd ist ersichtlich, dass die Mehrzahl der Unternehmensgründungen traditionelle
Gründungen sind. In Europa liegt der Anteil über 95 %. 7 Was sich zum einem auf dem Innovationsbegriff selbst zurückzuführen lässt und zum anderen an der hohen Kostenintensität liegt. Die hohe Kostenintensität erzeugt einen erhöhten Kapitalbedarf, der offensichtlich nur durch zusätzliche Beteiligungsfinanzierung in Form von Wagniskapital gedeckt werden kann beispielsweise die Biotechnologiebranche.
7 Vgl. De (2005), S.59.
2.2 Vom Kleinunternehmen zum Mittelstand
„Die meisten Gründungen sind nach sechs oder sieben Jahren immer noch vergleichsweise kleine Unternehmen. Tatsächlich ist „klein sein“ keine Ausnahme sondern in Europa eher die
Regel.“ 8
Laut HGB § 267 sind Unternehmen als „klein“ zu bezeichnen, wenn ihre Bilanzsumme einen Wert von 4,84 Mio. Euro nicht übersteigt, der Umsatzerlös 9,68 Mio. Euro nicht überschreitet, oder die durchschnittliche Mitarbeiterzahl nicht mehr als 50 Arbeitnehmern in einem Geschäftsjahr beträgt. Letztlich sind zwei dieser drei Merkmale nicht zu übertreffen, um in Deutschland als „klein“ zu gelten. Dies gilt laut HGB nur für Kapitalgesellschaften. Hinzu kommt das im Allgemeinen Kleinunternehmen meist in Familienbesitz sind und dem entsprechend nicht von Managern geführt werden. Sie sind ebenfalls weder international tätig noch börsennotiert. Diese qualitativen Merkmale führen dazu, dass es keine eindeutige Abgrenzung zwischen klein, mittel und groß gibt. Demzufolge definiert sich der Mittelstand eher aus Kleinunternehmen, die sich von nichtmittelständischen Unternehmen, meist Großunter-nehmen, abgrenzen. 9
Ein Teil der gegründet Kleinunternehmen wächst mit der Zeit zu einem mittelständischen Unternehmen heran. Mittelständische Unternehmen sind daher schwierig genau abzugrenzen. Wie folgt werden sie ebenfalls anhand von qualitativen und quantitativen Kriterien bestimmt.
Darst. 2: Kriterien mittelständischer Unternehmen
8 De (2005), S. 172.
9 Vgl. De (2005), S 173.
In den Medien oder auch in der Politik wird der Mittelstand oft als Rückgrat der Wirtschaft
bezeichnet. 10 Daher stellt sich die Frage an welchen Eigenschaften wird diese Aussage festgemacht? Die Antwort fällt jedoch von Region zu Region sehr unterschiedlich aus. Beispielsweise wird in Bundesländern mit hoher Arbeitslosigkeit der Beschäftigungsgrad des Mittelstandes herangezogen. Zusätzlich werden weitere volkswirtschaftliche Funktionen zur Beantwortung der Frage betrachtet:
x Innovationsfunktion,
x Wachstumsfunktion, x Strukturanpassungsfunktion. 11
Die Innovationsfunktion wird in mittelständischen Unternehmen dadurch wahrgenommen, dass sie die Voraussetzungen besitzen, Forschung und Entwicklung regelmäßig zu betreiben. Beispielsweise werden neue Prozesse, Produkte oder Herstellungsmöglichkeiten entwickelt oder optimiert. Schließlich führt eine erfolgreiche Innovationsstrategie zu zusätzlicher Wertschöpfung und damit ist die Wachstumsfunktion eng mit der Innovationsfunktion verbunden. Durch die große Vielfallt potentieller Arbeitgeber des Mittelstandes werden qualifizierte Arbeitskräfte auf mehrere Unternehmen in einer Region verteilt. Dies senkt das Risiko hoher Arbeitslosigkeit im Vergleich zu großen Monostrukturen in einer Region wie z.B. Volkswa-gen in Wolfsburg. 12
Grundlegend kann festgehalten werden, dass junge Wachstumsunternehmen auf ihrem Weg vom Kleinunternehmen zum Mittelstand sinnbildlich für Innovation und Wirtschaftswachstum stehen. Ihre Existenz und ihr Beitrag auf regionaler Ebene sind von hoher Bedeutung für die deutsche Volkswirtschaft. Demzufolge ist der Mittelstand völlig zu Recht als Rückgrat der Wirtschaft bezeichnet.
10 Vgl. De (2005), S. 236.
11 Vgl. De (2005), S. 242.
12 Vgl. De (2005), S. 245.
3 Steuerliche Kriterien
Durch die Bedeutung, die den jungen Wachstumsunternehmen im vorherigen Kapitel zu Teil wird, ist es von besonderer Wichtigkeit, die in Kapitel 1.1 angesprochenen Fehler zu vermeiden, um die Existenz des Mittelstandes zu sichern.
In den meisten Fällen von neuen Entrepreneuren wird dem Gebiet der Steuern wenig Beachtung geschenkt. Jeder unternehmerische oder wirtschaftliche Vorgang ist mit steuerlichen Konsequenzen verbunden. Diese Konsequenzen nehmen unweigerlich Einfluss auf die Liquidität, was besonders als junges Unternehmen schwerwiegende Folgen haben kann.
3.1 Grundlagen der Besteuerung
„Steuern sind Geldleistungen, die nicht eine Gegenleistung für eine besondere Leistung dar- stellenund von einem öffentlich-rechtlichen Gemeinwesen zur Erzielung von Einnahmen allen auferlegt werden, bei denen der Tatbestand zutrifft, an den das Gesetz die Leistungs-
pflichtknüpft; die Erzielung von Einnahmen kann Nebenzweck sein.“ 13 Die Grundlagen der Besteuerung bzw. die Steuerarten sollte jeder Unternehmer, in Anbetracht der steuerlichen Bedeutung, ein Höchstmaß an Beachtung schenken.
Folgende Steuerarten, sind für junge Unternehmer sehr wichtig:
x Einkommensteuer,
x Körperschaftssteuer, x Lohnsteuer, x Umsatzsteuer, x Gewerbesteuer, x Kapitalertragssteuer.
Der weitere Verlauf dieses Kapitels wird auf die Einkommenssteuer, Körperschaftssteuer und Gewerbesteuersteuer näher eingehen. Jene werden als Grundlagen benötigt, um späteren Berechnungen am Beispiel der XXX GmbH nachvollziehen zu können.
13 Abgabenordnung § 3 Abs. 1.
Arbeit zitieren:
Tobias Kühne, 2011, Ausgewählte finanzwirtschaftliche und steuerrechtliche Fragestellungen der Businessplanung in jungen Wachstumsunternehmen, München, GRIN Verlag GmbH
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