Anmerkung:
Ich verzichte in der vorliegenden Arbeit bewusst auf die Verwendung der gängigen männlich-weiblichen Kombinationsschreibweise (z.B. Berater/In), da diese meiner Ansicht nach die Lesbarkeit des Textes unnötig erschweren würde. Ich möchte den Leser ausdrücklich darauf hinweisen, dass ich der Einfachheit halber ausschließlich die männliche Form benutze, mich dabei aber grundsätzlich auf männliche als auch auf weibliche Personen beziehe.
2
Inhaltsverzeichnis
Abstract 4
1. Einleitung 5-6
2. Die Bedeutung der Weiterbildung 7-10
3. Beratung 10-11
3.1. Beratungsschritte 11-12
3.2. Gesprächsführung 12-13
4. Entstehung der Bildungsberatung 13
5. Weiterbildungsberatung 13-17
5.1. Verlauf des Beratungsprozesses 17-18
5.2. Beratung vs. Therapie 18-19
5.3. Aufgaben der Weiterbildungsberatung 19-21
5.4. Weiterbildungsberatung umfasst 21
5.5. Weiterbildungsberatung als Individualberatung 21-23
5.6. Beratungstypen 23-25
6. Migration aus politischer und sozialer Sicht 25-27
6.1. Migranten in Deutschland 28-29
6.2. Kompetenzbilanz für Migranten 30-32
6.3. Migranten in der Weiterbildung 33
7. Wie wichtig ist es, sich zu integrieren? 34-35
8. Weiterbildungsbeteiligung 35-37
8.1.Weiterbildungsbarrieren/ Nutzen der Weiterbildungsberatung 37-39
9. Evaluation der Walter-Kolb-Stiftung e.V. 39-40
10. Was ist TIO? 40-43
11. Schlussfolgerungen 43-45
12. Literaturverzeichnis. 46-53
12. 46-53
3
3
Und wisse, mein Lieber, alle diese belehrenden guten Ratschläge im voraus, die sind doch nur ein Sich‐ Eindrängen in ein fremdes Gewissen, und dass noch auf fremde Kosten. Ich habe mich genug in fremde Gewissen eingedrängt und zu guter Letzt nur Nasenstüber und Spott geerntet. Übrigens sind die Nasenstüber und der Spott natürlich gleichgültig, aber die Hauptsache ist, dass man auf diese Weise nichts erreicht: niemand wird auf dich hören, magst du dich auch noch so abmühen ‐ und bald werden dich alle nicht mehr mögen. Werssiloff in Dostojewski: Der Jüngling 1
Abstract
Gegenstand dieser Arbeit ist die Beratung - und zwar die Weiterbildungsberatung von Erwachsenen. Mit meiner Arbeit möchte ich auf die folgenden zentralen Fragen bezüglich der Weiterbildungsberatung eingehen: Was ist Beratung bzw. Weiterbildungsberatung? Was sind ihre Ziele und Aufgaben? Welchen Platz nimmt sie innerhalb der Weiterbildung ein? Wie wichtig ist es, sich beraten zu lassen? Und welche Rolle spielt Weiterbildungsberatung für Menschen mit bzw. ohne
Migrationshintergrund? Welche Unterschiede bestehen hier? Wie gestaltet sich die Umsetzung in der Praxis?
Die vorliegende Bachelorarbeit soll helfen, diese Fragen zu beantworten und zugleich die Bedeutung der Beratung im Gebiet der Weiterbildung aufzuzeigen. Zudem soll Weiterbildung als unterstützende Anweisung - innerhalb meiner Bachelorarbeit näher beleuchtet werden.
1 Zit. Wilhelm Mader: Weiterbildung und Beratung. In: Rudolf Tippelt: Handbuch Erwachsenenbildung/
Weiterbildung. VS Verlag für Sozialwissenschaften/GWV Fachverlage GmbH, Wiesbaden 2005. S. 317
4
1. Einleitung
Es ist kein Geheimnis, dass Ausbildung und Bildung die bedeutendsten Schlüssel zum Arbeitsmarkt darstellen, durch welche beruflichen Erfolge sowie gute Verdienstmöglichkeiten geschaffen werden können. Zur einer eigenständigen Existenzsicherung und der Beschäftigungsfähigkeit gehört jedoch nicht nur Bildung, sondern auch ein verlässliches Unterstützungssystem, das den Menschen hilft sich in der Bildungslandschaft zu Recht zu finden. In der (Weiter-) Bildung stellt die Beratung einen wichtigen Bestandteil erwachsenenpädagogischen Handels dar - als Dienstleistung und als Angebotsform, die im individuellen und gesellschaftlichpolitischen Bereich eine immer größere Bedeutung gewinnt. Mein Interesse an dieser Thematik wurde im Verlauf meines
erziehungswissenschaftlichen Studiums an der Humboldt- Universität zu Berlin geweckt und während meines Praktikums weiterentwickelt. Mein Praktikum habe ich in der Einrichtung Bildung und Integration e. V. absolviert. Der Bildung und Integration e.V. ist einer von vielen Integrations- und Weiterbildungseinrichtungen (mit Beratungsstelle) in Berlin. Vergleichbare Einrichtungen mit ähnlichen Zielen und Aufgaben sind in Deutschland auch deshalb so zahlreich, weil die gegenwärtige Nachfrage nach solchen Angeboten sehr groß ist. Während meines Praktikums hatte ich die Möglichkeit, Einblicke in mehrere Aufgabenfelder der Weiterbildungseinrichtung zu erhalten und darüber hinaus in einigen davon selbst tätig zu werden. Zu meinen Aufgaben gehörte die Arbeit mit verschiedenen Menschen insbesondere mit sogenannten „Problemgruppen“: Personen mit Defiziten der Schulleistung, Personen ohne Schul- bzw. Berufsabschluss, Menschen mit Migrationshintergrund oder Personen mit fehlenden Ausbildungs- und Arbeitsplätzen und Langzeitarbeitslosen. Mangelnde Ausbildungsmöglichkeiten sind häufig der Grund für revisionsbedürftige Berufswahlentscheidungen und eine problematische Entwicklung. Demzufolge ist der Bedarf an späterer Weiterbildung hoch - und hierfür benötigen junge und erwachsene Menschen dringend qualifizierte Beratung. Da die russische Sprache meine Muttersprache ist, habe ich sehr oft auch mit russischsprechenden Personen gearbeitet. Am Anfang habe ich die Beratungsgespräche zwischen russischsprechenden Migranten und den Beratern 5
übersetzt. Etwas später übernahm ich die Beratung und Begleitung von einigen Teilnehmern.
Die Thematik der Beratungsgespräche war dabei überwiegend den Bereichen ‚Entscheidungsfindung für eine Bildungs- oder Qualifizierungsteilnahme’ und ‚Lernberatung zur Behebung von Lernschwierigkeiten im Prozess’ zuzuordnen. Während meines Praktikums habe ich viele unterschiedliche Menschen - auch solche mit Migrationshintergrund - kennengelernt. Dabei konnte ich einiges über deren Probleme, Schwierigkeiten und die Hindernisse in der Migration erfahren. Vor diesem Hintergrund ist die Idee für das Thema meiner Bachelorarbeit „Die Rolle der Beratung für Weiterbildungsinteressierte mit Migrationshintergrund oder ohne/mit bzw. ohne Migrationshintergrund“ entstanden.
In der vorliegenden Bachelorarbeit werde ich die wichtigsten Aspekte der Beratung in den Rahmen der Weiterbildung - auch für Personen mit Migrationshintergrunddarlegen. Nach einer kurzen Einführung in die Thematik und einigen Informationen zu meiner persönlichen Motivation werde ich im ersten Teil der Arbeit die für die Weiterbildungsentscheidungen relevanten theoretischen Aspekte aufzeigen sowie die Grundlagen der Weiterbildungsberatung darstellen und diskutieren. Im zweiten Teil der Arbeit wird das Thema Migration näher beleuchtet. Ich werde versuchen, auf die Bereiche ‚Migranten in der Weiterbildung’, ‚Kompetenzbilanz für Migranten’, ‚Weiterbildungsbarrieren und Weiterbildungsbeteiligung’ näher
einzugehen und diese zu erläutern. Dabei dienen verschiedene Tabellen und Grafiken der Illustration.
Weiterhin soll der Blick auf die Evaluation der Walter-Kolb Stiftung e.V. gerichtet werden. Zudem werde ich den TIO e.V. vorstellen und die Ergebnisse einer durchgeführten Befragung präsentieren.
Mit meiner Bachelorarbeit werde ich versuchen, Antworten auf alle oben aufgeworfenen Fragen zu finden und mich mit diesen auseinanderzusetzen. Zum Abschluss der Arbeit werden die Schlussfolgerungen präsentiert; dabei soll nochmals auf alle offenen Fragen Bezug genommen werden.
6
2. Die Bedeutung der Weiterbildung
Zunächst möchte ich Bildung als einen allgemeinen Begriff definieren: „Der Begriff Bildung ist nicht unter dem Anspruch von Weiterbildung formuliert, er setzt auch nicht auf funktionale Zuordnung einer Schnittfläche, sondern er hat den Anspruch einer permanenten Selbstbildung als Voraussetzung von
Freiheitsgestaltung. Gebildet zu sein, erbringt innere und dann durch die Gestaltungsfähigkeit äußere Freiheit.“ 2
Wir lernen doch am liebsten für das Leben - warum dann nicht auch ein Leben lang? Ein guter Grund für lebenslanges Lernen wäre, dass der Mensch bis ins hohe Alter die Fähigkeit zum Lernen besitzt. Das Lernen beinhaltet die Wertschätzung für die alten Erfahrungen, die wir im Laufe unseres Lebens sammeln. Lebenslanges Weiterlernen ist für den Menschen von großer Bedeutung, da das bereits erworbene Wissen irgendwann verjährt und die Gesellschaft, in der wir leben, immer mehr geistige und soziale Kompetenzen voraussetzt. Die Erweiterung der Beschäftigungsfähigkeit sowie die Kompetenzentwicklung stellen die Ziele des lebenslangen Lernens dar, da die Veränderungen der Lebensbedingungen, der Lebensformen, die kulturellen Veränderungen und die Zunahme des Wissens eine andere Form der Auseinandersetzung mit der Wirklichkeit, die nicht über die alltägliche Erfahrung zu gewinnen ist, verlangen. „Das „lebenslange Lernen“ ist heute eine weitgehend akzeptierte Zielvorstellung“. 3 Der Ausdruck „ lebenslanges Lernen“ ist eigentlich selbsterklärend - es geht darum, das ganze Leben lang ein Lerner zu sein. Im Laufe seines Lebenszyklus ordnet der Mensch beständig neue Eindrücke, Erfahrungen und Informationen ein.
„Lebenslanges Lernen - als durchgängiges und übergreifendes Prinzip - ist eine Schlüsselgröße für die Bewältigung der Herausforderungen, die sich für Wirtschaft wie Privatleben im Übergang zur Wissensgesellschaft stellen. Die Schnelligkeit des ökonomisch-technischen Wandels, die zunehmende Unkalkulierbarkeit von Entwicklungen auf den Güter- und Arbeitsmärkten und die steigende Unsicherheit in
2 Wiltrud Gieseke: Bedarfsorientierte Angebotsplanung in der Erwachsenenbildung. Bielefeld 2008
3 Bundesministerium für Bildung und Forschung: Berichtsystem Weiterbildung; Bonn, Berlin 2006
http://www.bmbf.de/pub/berichtssystem_weiterbildung_neun.pdf ; 27.10.2010; 14:24
7
den (Berufs-)biographischen Perspektiven der Menschen stellen neue Anforderungen sowohl an die gesellschaftliche Organisation von Lernprozessen im Erwachsenenalter als auch an das individuelle Lernverhalten“ (Arbeitsstab Forum Bildung 2001, S. 28). 4
Durch das lebenslange Lernen ist eine arbeitsmarktpolitische Anforderung an jeden Berufstätigen formuliert. Grund dafür ist die Veränderung von Arbeits- und Betriebsorganisationen im Zuge wirtschaftlicher Globalisierungstendenzen und neuer Technologien.
Für die begriffliche Abgrenzung der Weiterbildung werden verschiedene Definitionen verwendet. Ich orientiere mich an der Definition des Deutschen Bildungsrates: „Fortsetzung oder Wiederaufnahme organisierten Lernens nach Abschluss einer unterschiedlich ausgedehnten ersten Ausbildungsphase. ...Das Ende der ersten Bildungsphase und damit der Beginn möglicher Weiterbildung ist in der Regel durch den Eintritt in die volle Erwerbstätigkeit gekennzeichnet ... Das kurzfristige Anlernen oder Einarbeiten am Arbeitsplatz gehört nicht in den Rahmen der Weiterbildung“ (Deutscher Bildungsrat 1970, S. 197). 5
Das Weiterbildungsspektrum, seine flexiblen und durchlässigen Strukturen bzw. sein Anreiz-, Motivations- und Fördersystem sagen etwas darüber aus, inwieweit eine Gesellschaft lebenslanges Lernen ermöglicht, ob sie die Strukturen schaffen oder auszudifferenzieren kann, die nicht die bestehenden Unterschiede nur weiter verschärfen, sondern ausgleichende Funktionen übernehmen. Lebenslanges Lernen soll dem Menschen geistige Selbstbehauptung, soziale Partizipation und vernünftige politische Mitgestaltung ermöglichen.
Für diejenige, die das angestrebte Bildungsziel im Normaldurchlauf nicht erreichen konnten, stellt Weiterbildung eine zweite Chance dar, Lese- und Schreibkenntnisse zu erwerben oder Schulabschlüsse und Berufsausbildungen nachzuholen. Die Bildungs- bzw. Weiterbildungssysteme stellen die Kernelemente sowohl für die Integration von Mitbürgern mit Migrationshintergrund, als auch für die Wiedereingliederung von Arbeitslosen, sowie für die Zielgruppen, die eine Weiterbildung aktiv anstreben, dar. Einrichtungen der Weiterbildung bieten den Teilnehmern die Möglichkeit, eigene Schwächen und Stärken herauszukristallisieren
4 Zit. http://www.tuev‐dlm.de/pdf/Dokumentation.pdf ; 27.10.2010; 16:59
5 Zit.: RatSWD. Effizienz von Weiterbildungsmessung
http://www.ratswd.de/download/RatSWD_RN_2007/RatSWD_RN_15.pdf ; 2.11.2010; 18:50
8
und mögliche Defizite durch die Zusammenarbeit mit anderen Teilnehmern auszugleichen. „Ihr oberstes Ziel ist es, das Lernen Erwachsener zu optimieren und beste Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass Erwachsene, das von ihnen Gewünschte in der notwendigen Qualität erlernen können.“ 6 Berufliche und allgemeine Fort- und Weiterbildung ist gerade in Deutschland in unserer heutigen schnelllebigen Zeit ein wichtiges Thema. Deswegen muss man bereits auf den Ausbau seines Wissens sehr viel Wert legen; andernfalls ertrinkt man sonst sehr leicht in der Masse der Menschen. Man muss hierbei allerdings bedenken, dass man nicht wild alles Mögliche lernen sollte - Weiterbildung sollte sorgfältig geplant werden.
Die Teilnahme an der Weiterbildung erfolgt bei den meisten Menschen insbesondere aus beruflichen Gründen, da eine gute Ausbildung, bzw. Fort- und Weiterbildung sich als wirksamer Schutz vor Arbeitslosigkeit erweist (http://www.bmbf.de/pub/weiterbildungsbeteiligung_in_deutschland.pdf). Diese
Tatsache sollte insbesondere im Hinblick auf Menschen mit Migrationshintergrund berücksichtigt werden. Eine Statistik über die Entwicklung der Arbeitslosenquote für Deutsche und Ausländer aus dem Jahr 2008, zeigt, dass diese bei der ausländischen Bevölkerung weit höher ist - als bei der deutschen. 7
6 Wiltrud Gieseke (Hrsg.): Institutionelle Innensichten der Weiterbildung, Bielefeld: Bertelsmann Verlag GmbH & Co. KG, 2003
7 http://www.migration‐
online.de/data/265_entwicklung_der_arbeitslosenquoten_fr_deutsche_und_auslnderinnen_2008.jpg ; 25.10.2010; 16:26
9
3. Beratung
Das Hauptziel der Beratung wurde noch im Jahr 1970 vom Deutschen Bildungsrat definiert: „Bildungsberatung hat im gegenwärtigen System vordringlich zur Milderung der Mängel beizutragen, die durch geringe Durchlässigkeit verursacht sind. Sie muss dazu beitragen, dass das Angebot bestmöglich genutzt und die Chancen zunehmender Durchlässigkeit wahrgenommen werden. …Bildungsberatung lässt sich nur als Einheit denken, die vom Elementarbereich bis in die Weiterbildung reicht.“ 8
Die verschiedenen Perspektiven der Wissenschaften auf den Begriff der Beratung erklären disziplinspezifische Beratungsdefinitionen aus Psychologie, Pädagogik und psychosozialer Arbeit (vgl. Tiefel, 2004, S. 9). In bekannten Definitionen von Beratung zeigen sich Merkmale, die den Beratungsbegriff auszeichnen.
8 Cornelia Leistner: Beratung in der Weiterbildung‐ Beratungsansätze im Vergleich. 1.Auflage, GRIN Verlag
2002. S.11
10
Schwarzer & Posse: „Beratung ist eine freiwillige, kurzfristige, oft nur situative, soziale Interaktion zwischen Ratsuchenden (Klienten) und Berater mit dem Ziel, im Beratungsprozess eine Entscheidungshilfe zur Bewältigung eines vom Klienten vorgegebenen aktuellen Problems durch Vermittlung von Informationen und/oder Einüben von Fertigkeiten gemeinsam zu bearbeiten.“ 9
Pätzold: „Beratung ist die zeitliche befristete Interaktion zwischen einem Berater und einem Ratsuchenden mit dem Ziel, in einem bestimmten Problem- oder Handlungsbereich Lösungen und Strategien zu entwickeln, die dannmöglicherweise unter Beteiligung des Beraters - vom Ratsuchenden implementiert werden können. Dabei verbleibt die Verantwortung für das Resultat beim Ratsuchenden, er verantwortet also selbst, wie er mit dem Rat umgeht. Ebenso kommt dem Beratenden keine Entscheidungskompetenz zu.“ 10 Im Sinne einer pädagogischen Anleitung meint Beratung und Bildungsberatung einen „… Prozess der Klärung der Bedürfnisse der Teilnehmer/- innen, und diese Beratung schafft Möglichkeiten für die Bildungsinstitutionen, ihre Angebote an den Weiterbildungswünschen stärker zu orientieren.“ 11
3.1. Beratungsschritte
„Je näher man sich an den wirklichen Beratungsprozess und seine Struktur herantastet, desto notwendiger scheint es zu sein, in einer spezifischen Reihenfolge von Schritten zu denken“. 12
Der Begriff der Beratung impliziert die folgenden Komponenten: der Ratsuchende und sein Problem - der Ratsuchende artikuliert ein Problem oder ein Wissensdefizit, das seine lebenspraktische Handlungsorientierung betrifft. „Der Ratsuchende („Artikulation des Beratungswunsches“) stellt - verbal oder szenisch - sein Anliegen für seine Situation und für diesen Berater vor“. 13
9 Schwarzer, C./Posse, N: Beratung. In: Weidemann, B./Krapp, A. (Hrsg.) (1986): Pädagogische Psychologie.
München: Psychologie Verlags Union. S. 634
10 Pätzold, H. (2004): Lernberatung und Erwachsenenbildung. Baltmannsweiler: Schneider.S.52
11 Eckert, Schiersmann, Tippelt.: Beratung und Information in der Weiterbildung.Schneider Verlag
Hohengehren, 1997.
12 Wilhelm Mader: Weiterbildung und Beratung. In: Rudolf Tippelt: Handbuch Erwachsenenbildung/
Weiterbildung. VS Verlag für Sozialwissenschaften/GWV Fachverlage GmbH, Wiesbaden 2005. S.323
13 Ebd.
11
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Elena Bromberg, 2010, Die Rolle der Beratung für Weiterbildungsinteressierte mit Migrationshintergrund oder ohne, München, GRIN Verlag GmbH
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