Abkürzungsverzeichnis II
Abkürzungsverzeichnis
BMBF Bundesministerium für Bildung und Forschung CAI Computer-Aided-Instruction, Computer-Assisted-Instruction CAL Computer-Aided-Learning, Computer-Assisted-Learning CBL Computer-Based-Learning CBI Computer-Based-Instruction CBT Computer-Based-Training CMI Computer-Managed-Instruction CML Computer-Managed-Learning CUU Computerunterstützter Unterricht WBT Web-Based-Training
Abbildungsverzeichnis
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: Aufbau der Arbeit
Einleitung 1
1 Einleitung
1.1 Aktualität der Thematik
„Der Computer wird die Schule und ihren Auftrag verändern, gleich ob sie sich auf ihn einlässt oder nicht. Sie wird sich vermutlich umso mehr ändern, je weniger sie sich mit ihm befasst“ (Hentig 2002, S. 34).
Wie bereits von Hartmut von Hentig 2002 richtig erkannt, ist durch den vermehrten Um-
gang mit Medien und technischen Geräten im Alltag der Schüler 1 eine Veränderung zu erkennen. Jugendliche benutzen mittlerweile täglich Handys, besuchen Foren, Online- Communities und Chatrooms. Diese Medienvielfalt macht auch vor dem Klassenraum nicht Halt wodurch auch die beruflichen Schulen diese Entwicklung mit erleben. Begriffe wie „Whiteboard“, „E-Learning“ oder „Podcast“ sind hier keine fremden Begriffe mehr. Um technisch auf dem neuesten Stand zu bleiben, lassen sich die Lehrkräfte schulen und ihre Unter-richtsformen und -methoden sind an diese Innovationen mehr und mehr angepasst (vgl. Medienpädagogischer Forschungsverbund Südwest 2008, S. 3 f.). Diese Innovation im Unterricht wird mit dem Begriff Neue Medien beschrieben. Im Vergleich zu den herkömmlichen Lehrmedien sind diese bezogen auf ihre Anforderungen, Nutzerbedürfnisse und Inhalte anpassungsfähiger. Zudem sind Neue Medien ortsungebunden einsetzbar und bieten neue, innovative Kommunikationsformen. Eingearbeitet in die Lehrpläne bilden Neue Medien eine Herausforderung für jeden Bildungsgang (vgl. Bundesministerium für Bildung und Forschung 2007, S. 6). Das E-Learning kennzeichnet, dass computergestützte Medien genutzt werden, die allen Nutzern die Inhalte und deren Darstellung zur Verfügung stellt. Eines der Hauptmerkmale ist die Kommunikation auf elektronischem Wege. Eine Art des E-Learning ist das Computer-Based-Training (CBT). Es stellt eine der neuen Formen der Wissensvermittlung dar. Es handelt sich hierbei um Lernprogramme, die Schüler weitestgehend selbstständig am Computer ausführen können. Es können in den Programmen komplexe Lerninhalte multimedial durch Texte, Animationen, Bilder etc. dargestellt werden und durch die Vielzahl an Darstellungsmöglichkeiten werden viele verschiedene Lerntypen angesprochen.
1 Aus Vereinfachungsgründen wird in der vorliegenden Arbeit nicht zwischen der weiblichen und männlichen
Form unterschieden, da eine Differenzierung verhältnismäßig oft hätte vorgenommen werden müssen. Ausnah-
me: Geschlechterspezifische Merkmale sollen besonders hervorgehoben werden.
Einleitung 2
Aufgrund der Seminare „Professionalisierung der Lehrenden in der beruflichen Bildung“ sowie „Unterrichtsentwicklung an berufsbildenden Schulen“ an der Universität Oldenburg waren wir für das Bildungsteam für Steuerfachangestellte zuständig. Aus diesem Grund soll in dieser Ausarbeitung darauf eingegangen werden, wie E-Learning in dem dualen Ausbildungsberuf Steuerfachangeste llte angewendet werden kann. Hierzu dient e ine Fallstudie die am Schulzentrum Utbremen durchgeführt wurde. Hieraus entsteht folgende Fragestellung:
herauskristallisiert, die im folgenden Abschnitt dargestellt werden.
1.2 Gang der Arbeit
Im Hauptteil dieser Arbeit wird eine bestimmte Form des E-Learning in den Vordergrund gestellt, indem konkreter auf die computergestützten Lernprogramme eingegangen wird. Zudem wird überprüft, wie g eeignet der Einsatz dieser Lernprogramme im Unterricht ist. Die entscheidenden Kriterien, welche für einen sinnvollen Einsatz von Bedeutung sind, werden herausgearbeitet. Bevor auf die speziellen Formen des E-Learning eingegangen wird, werden die Hintergründe der Neuen Medien als auch des E-Learning dargestellt. Es wird auf den Begriff Neue Medien eingegangen, welche unterschiedlichen Formen es hier gibt, wie verbreitet diese sind und wie die Lernenden und Lehrenden hiermit umgehen. Schwerpunkt wird die Medienkompetenz darstellen. Anschließend wird der Begriff des E-Learning genauer untersucht und hinsichtlich des Bezugs auf das selbstgesteuerte Lernen und die neuen Konzepte genommen. Im nächsten Teil der Arbeit wird das Computer-Based-Training dargestellt, indem der Begriff erläutert wird, die Entstehungsgeschichte kurz beschrieben wird und eine Abgrenzung zum Web-Based-Training (WBT) vorgenommen wird. Abschließend hospitierten wir im Zuge unserer Seminare im Ausbildungsgang Steuerfachangestellte an einer BBS in Bremen, um diesen hinsichtlich des E-Learning zu durchleuchten. Unsere Ergebnisse werden im letzten Kapitel dargestellt. Abschließend folgen das Fazit sowie eine Aussicht für den zukünftigen Einsatz Neuer Medien an berufsbildenden Schulen. Folgende Abbildung stellt den Verlauf dieser Arbeit zur Verdeutlich graphisch dar:
Theoretische Hintergründe 3
2 Theoretische Hintergründe
2.1 Neue Medien
Wie auch schon in der Einleitung beschrieben, hat sich die mediale Welt der Schüler genauso wie der Medieneinsatz in den Schulen in den letzten Jahren stark weiterentwickelt. So machen beispielsweise die Schüler ihre Hausaufgaben online, die Schule bietet computergestützte Lernprogramme und die Lehrer nehmen online an Schulungen teil. Schüler wie Lehrer nutzen und erstellen Lernplattformen, um sich mit dem Wissen anderer unabhängig vom Ort vernetzen zu können. Die Neuen Medien sind in der Schule angekommen. Der Begriff Neue Medien und alles was unter ihn fällt, wird im folgenden Teil betrachtet (vgl. Bundesministerium für Bildung und Forschung 2007, S. 14 f.).
Eine Definition des Begriffes ist in einer Vielzahl an Literatur zu finden. In dieser Arbeit wird auf eine Kombination von Shannon und Weaver sowie Hoffmann Bezug genommen. Im informationstheoretischen Modell von Shannon und Weaver (1976, S. 18) enthalten Medien Informationen, die von Person zu Person übertragen werden (vgl. Shannon & Weaver 1976, S. 18). Hoffmann (2002, S.37) betrachtet Medien als Kommunikationsmittel, die sich beispielsweise dem Radio, Fernsehen oder der Presse bedienen (vgl. Hoffmann 2002, S. 37). Medien sind also Träger zur Vermittlung von Informationen, die sich den verschiedensten Formen bedienen. Doch was macht den Begriff Neue Medien aus? Neue Medien können im Vergleich zu den herkömmlichen Formen wie Fernsehen und Radio Informationen in digitaler Datenform übertragen. Das Internet, MP3, Mail, Blue-Ray und CD- Rom wären hierfür Beispiele (vgl. Herzig & Grafe 2007, S. 11). Charakteristisch für Neue Medien ist demnach die Interaktivität, eine rechnergestützte Bedienung sowie digitale Daten. Für Neue Medien wird auch der Begriff Multimedia genutzt (vgl. Herzig & Grafe 2007, S. 11).
Im folgenden Abschnitt wird darauf eingegangen, in welcher Form und wie genau Neue Medien in der Schule eingesetzt werden und welche Bedeutung die Medienkompetenz dabei hat.
2.2 Bedeutung der Medienkompetenz
Welche Erscheinungsformen der Neuen Medien in der Schule auftreten und wie genau diese in der Schule eingesetzt werden, wird in diesem Abschnitt näher erläutert. Im Jahre 2006
Theoretische Hintergründe 4
wurde eine Studie des BMBF durchgeführt, die unter anderem zeigt wie häufig welche Me-dienformen an berufsbildenden Schulen eingesetzt wurden. An Nummer eins steht hier die Branchensoftware wie z.B. Finanzbuchhaltungen gefolgt von Programmen zu Erstellung von multimedialen Anwendungen (Präsentationsprogramme, Autorensysteme). Am dritt häufigsten wurden Lernsoftware und CBT eingesetzt (Lehr- und Lernprogramme, Übungsprogramme, offene Lehrsysteme, Lernspiele etc.). Auf Rang vier sind Softwareanwendungen mit Werkzeugcharakter wie z.B. Simulationsprogramme etc. Multimediale Nachschlagewerke wie Datenbestände, Wiki, CD-Rom etc. belegen bei der Studie den fünften Rang. Programmiersprachen stellen das Schlusslicht dar (vgl. Krützer & Probst 2006, S. 40 f.). Der Umgang mit Neuen Medien ist in der heutigen Informationsgesellschaft elementar. Es werden die notwendigen Kenntnisse im Umgang mit Neuen Medien benötigt, um mitgestalten zu können. Die Medienkompetenz hat eine sehr große Rolle in der Aus- und Weiterbildung und in der Schule eingenommen (vgl. Hunneshagen 2005, S. 22). Schulz-Zander (1999, S. 38) gibt folgende Definition, auf die sich in dieser Arbeit bezogen wird: „Medienkompetenz beschränkt sich nicht auf instrumentelle, technische Fähigkeiten; sie umfasst Fähigkeiten zur Nutzung, Auswahl, Gestaltung, Analyse und Bewertung von Medien. Es bedarf einer neuen Lese- und Schreibfähigkeit mit erweiterten, wahrnehmenden, analytischen, interpretativen, bewertenden und gestalterischen Fähigkeiten. Medienkompetenz schließt ebenso soziale, kommunikative und kreative Fähigkeiten ein. Es geht auch um die Wahrnehmung und Reflexion soziokultureller Veränderungen in unserer Gesellschaft und der Einflüsse von Medien auf die Persönlichkeitsentfaltung. Die Artikulation über Medien ist eine wichtige Voraussetzung zur aktiven Beteiligung an gesellschaftlichen Prozessen“ (Schulz-Zander 1999, S. 38).
Nach Aufenanger, Schulz-Zander und Spanhel (2001, S. 119 f.) gibt es sechs Dimensionen der Medienkompetenz:
• Kognitive Dimension: Neue Medien verstehen und interpretieren können. • Moralische Dimension: Neue Medien unter moralisch-ethischen Aspekten prüfen und betrachten können.
• Soziale Dimension: Soziale Auswirkungen der Neuen Medien angemessen behandeln können.
Arbeit zitieren:
Oliver Molthan, Eva Schleisiek, 2011, E-Learning in der Ausbildung und Nutzungsmöglichkeiten in der dualen Ausbildung, München, GRIN Verlag GmbH
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